Wirtschaft

Teuerste Unternehmen der Welt US-Firmen hängen Europäer an der Börse ab

Gemessen am Wert ihrer Aktien dominieren amerikanische Konzerne mehr denn je die Weltbörsen. Das wertvollste deutsche Unternehmen schafft es laut einer Studie von EY gerade mal auf Rang 60 der globalen Top 100.

Europas Top-Konzerne verlieren an den Weltbörsen an Gewicht. Nach einer Auswertung des Beratungsunternehmens EY zählten zum Jahresende 23 europäische Unternehmen zu den 100 wertvollsten Firmen weltweit - gemessen am Börsenwert. Im Jahr zuvor waren es noch 26. Die zehn wertvollsten Konzerne kommen demnach alle aus den USA, viele davon sind in der Technologie-Branche zu Hause.

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Das teuerste Unternehmen der Welt ist EY zufolge weiterhin Apple. Der Börsenwert des iPhone-Herstellers sei seit Mitte des Jahres um noch einmal 19 Prozent auf derzeit 625 Milliarden Dollar gestiegen. Das sei mehr als die sieben teuersten börsennotierten Unternehmen Deutschlands zusammen. Rang zwei belegt die Google-Holding Alphabet, gefolgt von Microsoft.

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Vor allem die boomende Technologie-Branche zieht in den USA die Milliarden der Anleger an.

(Foto: REUTERS)

Deutschlands wertvollstes Unternehmen ist laut EY der Software-Konzern SAP (Rang 60) mit einem Börsenwert von 103 Milliarden Dollar - vor Siemens (72), Bayer (89), BASF (94) und Daimler (99).

Europäische Tech-Firmen chancenlos

"Europa gibt zurzeit kein überzeugendes Bild ab", erklärt Hubert Barth, Vorsitzender der EY-Geschäftsführung in Deutschland, die Entwicklung. "Der Kontinent ist politisch uneins, driftet wirtschaftlich weiter auseinander und kämpft nach wie vor mit der Staatsschuldenkrise, die immer wieder aufflammen kann und gerade den Finanzsektor belastet."

Hinzu kämen eine starke Abhängigkeit von klassischen Industriebranchen sowie der Mangel an jungen Technologie-Unternehmen, die es bis an die Weltspitze schaffen könnten. In Europa spielen nach Einschätzung von EY vor allem etablierte Auto-, Pharma- und Rohstoffkonzerne eine große Rolle. Aus den USA schafften es mit Apple, Alphabet, Microsoft, Amazon und Facebook gleich fünf vergleichsweise junge Technologie-Unternehmen in die weltweiten Top Ten. Die Dominanz der USA im IT-Bereich werde zunehmend zu einem Standortnachteil Europas, warnte Barth.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa