Wirtschaft

Neuer Großkunde Wirecard wickelt Zahlungen für Aldi ab

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Kreditkartenzahlungen bei Aldi sind jetzt das Geschäft von Wirecard.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein neuer Tag, ein neuer Deal für Wirecard: Nach der Kooperationsvereinbarung mit dem Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 sichert sich der Zahlungsdienstleister das Kreditkarten-Geschäft bei Aldi. Börsianer hören das gerne.

Der Zahlungsdienstleister Wirecard arbeitet künftig mit dem Discounter Aldi bei bargeldloser Zahlung zusammen. Im Rahmen der Partnerschaft werde Wirecard die Abwicklung sämtlicher Zahlungen mit Kreditkarten und internationalen Debitkarten in allen Aldi-Nord- und Aldi-Süd-Filialen in Deutschland übernehmen, teilte der Dax-Konzern mit. Bislang nicht zu der Zusammenarbeit gehört die Abwicklung von Zahlungen per Girocard, der früheren EC-Karte. Zudem werde die Möglichkeit einer darüber hinaus gehenden Kooperation derzeit geprüft.

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Aldi erklärte, mit Wirecard einen "zuverlässigen Partner" gefunden zu haben, um einen reibungslosen Zahlungsvorgang zu ermöglichen. Wirecard betonte, "optimale Zahlungsprozesse" seien im Einzelhandel entscheidend und Aldi und Wirecard teilten eine "gemeinsame Vision".

An der Börse wurde die Zusammenarbeit wohlwollend aufgenommen. In Branchenkreisen wird Aldi als großer neuer Schlüsselkunde für Wirecard bezeichnet. An der Börse ging es im Verlauf für die Aktie des Münchener Unternehmens 3,6 Prozent nach oben.

Erst gestern hatte  Wirecard mit der Auto1 Group, dem Betreiber der Gebrauchtwagenplattform wirkaufendeinauto.de, eine Vereinbarung erzielt. Wirecard soll für Kunden des Unternehmens digitale Finanzdienstleistungen entwickeln. Konkret geht es um Finanzierungsangebote für den Kauf von Autos.

Die Zusammenarbeit mit Auto1 kam auf Vermittlung von Softbank zustande. Der japanische Technologie-Konzern war im Frühjahr mit 900 Millionen bei Wirecard eingestiegen. Ob der Deal mit Aldi auch auf den Investor zurückgeht, ist nicht bekannt.

Wirecard wickelt Transaktionen für bisher vornehmlich kleinere Kunden ab. Dabei behält das Unternehmen eine feste Provision ein. Laut Unternehmenschef Markus Braun liegt diese bei zwischen 1,4 und 1,7 Prozent des Volumens. Zur Einordnung: Wirecard ist an der Börse 17,2 Milliarden Euro schwer, die Deutsche Bank 14,4 Milliarden Euro.

Quelle: n-tv.de, jog/DJ/rts

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