Wirtschaft

Es wird weiter investiert Zalando erwartet schwarze Zahlen

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Zalando will weiter wachsen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Optimismus bei Zalando: Der Online-Modehändler ist sich sicher, dass er das Jahr 2014 in der Gewinnzone abschließt. Laut Vorstandmitglied Ritter ist die Margensteigerung derzeit nicht das vorrangige Ziel.

Der seit Oktober an der Börse notierte Online-Modehändler Zalando rechnet für das vergangene Jahr erstmals mit einem Gewinn. "Wir rechnen damit, das Jahr leicht profitabel abzuschließen", sagte Vorstandsmitglied Rubin Ritter dem "Handelsblatt". Zalando wolle aber nicht "zu früh" aufhören zu investieren. In den kommenden Jahren stehe nicht im Vordergrund, die Marge zu steigern.

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Stattdessen wolle Zalando weiter wachsen. Das Unternehmen setze jetzt rund zwei Milliarden Euro um, das sei ein Marktanteil von 0,5 Prozent in den 15 Ländern Europas, wo Zalando bereits präsent ist, sagte Ritter. "Warum sollten das nicht irgendwann mal zwei oder drei Prozent werden?"

Das Unternehmen werde künftig nicht mehr nur als reiner Online-Händler auftreten, der Ware einkauft und verkauft. "Wir stellen uns als strategische Plattform auf", sagte Ritter. Zalando wolle noch mehr bekannte Marke auf seine Seite holen, die ein großes Umsatzpotenzial in Europa hätten, aber keine eigenen Läden eröffnen wollten - wie Topshop und ab Mai die US-Firma Gap. Auch im Lifestyle-Bereich könne Zalando "immer noch wachsen". Ritter nannte als Beispiele Mode für schwangere Frauen, Unterwäsche und Bademode sowie Heimtextilien.

Mehr als 14 Millionen aktive Kunden

Ritter hatte bereits bei der Vorlage der Ergebnisse für das dritte Quartal im November mitgeteilt, Zalando erwarte für 2014 einen "leicht positiven Betriebsgewinn". Im Oktober war Zalando an die Börse gegangen und hatte mehr als 600 Millionen Euro eingenommen.

Sechs Jahre nach der Gründung zählt der Online-Modehändler nach eigenen Angaben mehr als 14 Millionen aktive Kunden. Das Unternehmen, das sich mit schriller Werbung und kostenlosen Retouren einen Namen gemacht hat, ist auf 15 europäischen Märkten vertreten. Die Internetseiten verzeichnen jeden Monat 100 Millionen Besuche, von denen fast jeder zweite von mobilen Geräten kommt. Über Weihnachten seien erstmals mehr als 50 Prozent der Besucher über mobile Endgeräte gekommen, sagte Ritter weiter. "Genau hier liegt unsere Zukunft."

Quelle: n-tv.de, wne/AFP

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