Donnerstag, 29. August 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:53 Uhr

Börsianer feiern positive Signale aus Italien und China

Die insgesamt freundliche Nachrichtenlage hat Anleger positiv überrascht und den deutsche Leitindex wieder über die 11.800er Marke gehievt.

DAX
DAX 12.468,01

Der Dax ging 1,1 Prozent höher bei 11.838 Punkten aus dem Handel. Der MDax legte ebenfalls 1,1 Prozent zu auf 25.390 Zöher und der TexDax gewann 1,2 Peozwnt auf 2761 Punkte.

Beim Handelsstreit USA-China setzen Börsianer nun wieder auf eine Annäherung. Schon im September könnte es wieder Gespräche geben, wie Meldungen aus China hoffen lassen. Allerdings regiert hier das Prinzip Hoffnung.

In Europa sorgte die Einigung auf eine Regierung in Italien für Entspannung. Ein möglicher Risikofaktor für europäische Aktienanlagen fällt damit weg. Neuwahlen und ein möglicher Konfrontationskurs mit Brüssel in Sachen Haushalt werden wohl vermieden. Entsprechend gefeiert wurde bei italienischen Staatsanleihen. Auf einer Auktion neuer Staatspapiere konnte sich das Land zu rekordniedrigen Zinsen im 10-Jahresbereich verschulden.

Bei den Einzeltiteln waren vor allem konjunkturnahe Aktien aus dem Chemie- und Stahlbereich gesucht: BASF stiegen um 2 Prozent und Covestro um 3,2 Prozent, im Stahlsektor ging es für Thyssenkrupp und Salzgitter 3,3 und 3,8 Prozent höher. Bei den Autoaktien legten VW um 1,2 Prozent zu. Und selbst die Aktien des Zulieferers Continental stiegen um 0,6 Prozent, obwohl ein negativer Ausblick auf die Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Moody's eigentlich belasten sollte.

Diesen Beitrag haben unsere TV-Kollegen für Sie vorbereitet:

Das war der Börsen-Tag für heute. Morgen Früh geht es an dieser Stelle munter weiter. Wenn Sie mögen, schauen Sie in der Zwischenzeit trotzdem bei n-tv.de vorbei. Die Kollegen von der Spät- und Nachtschicht werden Sie auf jeden Fall weiter auf dem Laufenden halten. 

16:56 Uhr

Bundesbank: Negativzins auf Immobilienkredite möglich

Die Deutsche Bundesbank hält Negativzinsen auf Immobilienkredite für denkbar und würde nicht dagegen einschreiten. "Betriebswirtschaftlich kann es für eine Bank sinnvoll sein, Kredite negativ zu verzinsen anstatt selbst noch höhere Zinsen bei einer anderen Verwendung zu bezahlen", sagte das zuständige Bundesbank-Vorstandsmitglied Joachim Würmeling auf Anfrage der "Stuttgarter Zeitung" und der "Stuttgarter Nachrichten".

Wenn Banken Gelder beispielsweise bei der EZB parken, müssen sie dafür Strafzinsen zahlen. Der sogenannte Einlagensatz liegt aktuell bei minus 0,4 Prozent.

Negativzinsen kommen bei den Deutschen nicht gut an:

16:43 Uhr

Timberland-Konzern: Kein Leder mehr aus Brasilien

Der US-Konzern VF mit seinen bekannten Modemarken Timberland, Vans und The North Face hat angesichts der Vernichtung des Regenwaldes angekündigt, kein Leder mehr in Brasilien zu kaufen.

VF Corporation
VF Corporation 81,75

Die Geschäfte würden erst wieder aufgenommen, "wenn wir das Vertrauen und die Zusicherung haben, dass die in unseren Produkten verwendeten Materialien keine Umweltschäden in dem Land anrichten", teilte das börsennotierte Unternehmen mit.

 

16:28 Uhr

Anleger nehmen vor Abercrombie & Fitch Reißaus

S&P 500
S&P 500 2.987,50

Die Aussicht auf weitere Gespräche zwischen den USA und China im Zollstreit stimmt Anleger an der Wall Street hoffnungsfroh. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 steigen je um 1,1 Prozent auf 26.306 und 2918 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewinnt 1,4 Prozent auf 7966 Punkte.

Die Regierung in Peking erklärte, sie spreche mit den USA über eine nächste Verhandlungsrunde im Zollstreit. Das beflügelte vor allem die Kurse von exportabhängigen Technologieaktien. Papiere von Apple und Intel gewinnen je 1,7 Prozent.

Abercrombie & Fitch
Abercrombie & Fitch 14,31

Anleger nehmen nach einer Umsatzwarnung der US-Modefirma Abercrombie & Fitch Reißaus. Die Aktien fallen um mehr als zwölf Prozent. Das auch für seine Marke Hollister bekannte Unternehmen schraubte seine Umsatzziele wegen der zu erwartenden negativen Auswirkungen des Zollstreits mit China zurück.

Der US-Modekonzern Guess schätzt seine Gewinnaussichten für das Gesamtjahr hingegen besser ein und erfreute damit seine Anleger. Die Aktien legen mehr als 23 Prozent zu. Im zweiten Quartal sei vor allem das Großhandelsgeschäft in Europa und in Amerika besser gelaufen als erwartet, sagte Firmenchef Carlos Albertini.

16:11 Uhr

Trump ätzt wieder gegen die Fed

Good morning, Mr. President!

Springen wir nochmal kurz zurück zur US-Wirtschaft: Donald Trump sieht keinerlei Gefahr in Verzug - schon gar nicht durch seine Handelspolitik. "The Economy is doing GREAT, with tremendous upside potential!", prahlt er wieder mal auf Twitter. Außerdem versucht er einmal mehr der Fed die Schuld in die Schuhe zu schieben, dass es nicht noch besser läuft:

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15:53 Uhr

Längere Bond-Laufzeiten? Argentinien verschreckt Anleger

Pläne zu längeren Bond-Laufzeiten lassen Argentinien-Anleger das Weite suchen. Die Dollar-Bonds markieren Rekord-Tiefstände. Finanzminister Hernan Lacunza hatte am Mittwoch angekündigt, die Regierung strebe längere Laufzeiten bei Anleihen an und verhandle mit dem IWF sowie den Investoren.

Die Anleihe mit Laufzeit bis 2028 sank auf 40,74 Cent pro Dollar und markiert damit ein Rekordtief, auch das Jahrhundertpapier liegt mit 43 Cent so niedrig wie nie zuvor. Vor der Vorwahl vom 11. August - die als wichtiger Stimmungstest für die Präsidentschaftswahl im Oktober gilt - hatte sie noch 30 Cent höher notiert.

15:32 Uhr

US-Wirtschaft verliert trotz starken Konsums an Schwung

Die US-Wirtschaft hat im Frühling trotz eines sehr starken Privatkonsums an Schwung verloren. Im zweiten Quartal wuchs die weltgrößte Volkswirtschaft auf das Jahr hochgerechnet um 2,0 Prozent, wie das Handelsministerium in Washington in einer zweiten Schätzung mitteilt. Das Ergebnis der Erstschätzung wurde damit wie erwartet leicht um 0,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert.

Zum Jahresstart war die Wirtschaft noch wesentlich stärker um 3,1 Prozent gewachsen. Die Abschwächung im Frühling trat ein, obwohl der Konsum der privaten Haushalte mit 4,7 Prozent so stark wuchs wie seit etwa fünf Jahren nicht mehr. Belastung kam jedoch von anderen Seiten: So entwickelte sich der Außenhandel schwächer als zunächst vermutet. Hier dürfte der Handelsstreit mit China eine Rolle gespielt haben.

Schwächer als bisher gedacht fiel zudem die Lagerhaltung der Unternehmen aus, es wurde also weniger auf Halde produziert. Die Bauinvestitionen und die Ausgaben des Bundes sowie der Lokalregierungen wurden ebenfalls nach unten korrigiert.

Die US-Wirtschaft ist alarmiert. Lesen Sie hier:

15:02 Uhr

Insider: China prüft Abhängigkeit von US-Lieferanten

China untersucht nach Angaben von Insidern die Abhängigkeit von Technologieunternehmen von US-Lieferanten. Damit wollten die Behörden deren Fähigkeit besser abschätzen, weiteren Schocks im Handelsstreit standzuhalten, während Peking sich auf die Einführung einer schwarzen Liste für ausländische Unternehmen vorbereitet, heißt es.

Die behördenübergreifende Untersuchung, bei der Beamte chinesische Unternehmen befragen, hat in den vergangenen Monaten stattgefunden, als sich der Handelsstreit verschärfte. Ein chinesischer Beamter bekräftigte in der vorigen Woche die Pläne, "in naher Zukunft" eine "Liste von unzuverlässigen Objekten" ausländischer Unternehmen und Einzelpersonen zu veröffentlichen, die in ihren Beziehungen zu chinesischen Partnern Einschränkungen unterliegen würden.

Die Liste, die erstmals im Mai von Peking ins Gespräch gebracht wurde, ist offensichtlich eine Reaktion auf Versuche der USA, den Telekommunikationsriesen Huawei von großen Projekten auszuschließen.

14:20 Uhr

Deutsche Inflationsrate sinkt

Die Inflation in Deutschland ist auf dem Rückmarsch. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im August nur noch um durchschnittlich 1,4 Prozent zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Im Juli lag die Teuerungsrate noch bei 1,7 Prozent. Die Europäische Zentralbank strebt für die Euro-Zone mittelfristig einen Wert von knapp zwei Prozent an, der ihr als Idealwert für die Konjunktur vorschwebt. Sie verfehlt ihn jedoch seit Jahren und hat im Juli wegen der wachsenden Konjunktursorgen Weichen für eine erneute Lockerung ihrer Geldpolitik gestellt.

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14:15 Uhr

EU verlängert Zölle auf Billigräder aus China

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Die günstige Konkurrenz aus Asien ist gefürchtet. Deshalb wird beim Import chinesischer Drahtesel eine Zusatzabgabe fällig. Dieser "Anti-Dumping-Zoll" wird allerdings nicht bei Fahrradteilen fällig. Die Konsequenz: Die Räder kommen in Einzelteilen.

REUTERS

Chinesische Fahrräder sollen in Europa auch künftig nicht zu Dumpingpreisen auf den Markt kommen.

Die EU-Kommission beschließt, geltende Strafzölle von bis zu 48,5 Prozent um fünf Jahre zu verlängern.

Betroffen seien auch chinesische Räder, die über Indonesien, Malaysia, Sri Lanka, Tunesien, Kambodscha, Pakistan oder die Philippinen ihren Weg nach Europa finden. Die sogenannten Anti-Dumping-Maßnahmen wurden schon 1993 eingeführt und seither mehrmals verlängert.

Lust auf Fahrradfahren? Vielleicht inspiriert Sie das Interview mit einem passionierten Pedalisten:

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:58 Uhr

Pilotenstreik reißt bei SAS kein weiteres Loch in die Kasse

Die skandinavische Airline SAS muss von einem tagelangen Pilotenstreik betroffenen Fluggästen keine Entschädigung zahlen. Das teilte die schwedische Allgemeine Beschwerdekammer (ARN) nach der Prüfung eines Einzelfalls mit.

SAS
SAS 1,25

Man sei zu der Einschätzung gelangt, dass der Pilotenstreik im Frühjahr ein außergewöhnlicher Vorgang gewesen sei, der außerhalb der Kontrolle von SAS gelegen habe. Die Fluggesellschaft habe bewiesen, dass sie alles Notwendige unternommen habe, um den Flugausfall abzuwenden.

Der Pilotenstreik bei SAS hatte Ende April und Anfang Mai sieben Tage lang große Teile des Flugverkehrs in Skandinavien lahmgelegt. Rund 4000 SAS-Flüge fielen aus, mehr als 380.000 Passagiere waren davon betroffen, darunter auch auf Verbindungen nach Deutschland. Der Streik endete nach zähen Schlichtungsgesprächen mit einer Tarifvereinbarung.

13:04 Uhr

Gericht prüft Urteil: Samsung-Erbe droht erneut Gefängnis

Schlechte Nachrichten für Samsung: Der inoffizielle Chef des größten südkoreanischen Konglomerats, Lee Jae Yong, soll wegen Korruption zurück auf die Anklagebank. Das höchste Gericht weist den Fall zurück an eine untergeordnete Instanz.

Samsung Electronics
Samsung Electronics 49.150,00

Eineinhalb Jahre nach seiner Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe wegen Korruption droht dem Erben des Samsung-Firmenimperiums damit der Gang zurück ins Gefängnis. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass von Samsung weit mehr Bestechungsgelder flossen als die, die noch vom Berufungsgericht angeführt wurden. Damit droht dem 51-jährigen Spitzenmanager erneut eine Haftstrafe. Lee war in erster Instanz wegen Bestechung, Untreue und Meineids zu fünf Jahren verurteilt worden. Davor saß er in Untersuchungshaft.

Samsung ist der weltweit größte Hersteller von Smartphones, Speicherchips und Fernsehern.

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12:20 Uhr

US-Firmen und Verbände schreiben Brandbrief an "Jobkiller" Trump

Mehrere hundert Unternehmen und Wirtschaftsverbände in den USA haben Trumps Zollpolitik scharf kritisiert und ein Ende des Handelsstreits mit China gefordert.

Die jüngst von den USA angekündigten neuen Strafzölle kämen "zum schlechtesten Zeitpunkt", nämlich inmitten der Lieferungen für das Jahresendgeschäft, heißt es in einem an den Präsidenten gerichteten Schreiben. Unterzeichnet wurde es von Vertretern der Software-, Mode- und Chemiebranche.

"Wir haben dem Weißen Haus von Anfang an gesagt, dass letztlich die US-Bürger diese Zölle zahlen werden, nämlich in Form von höheren Preisen", erklärten die Unternehmen. Letztlich werde der Zollstreit zum "Jobkiller". "Wir verstehen Ihren Frust mit China", wandten sich die Firmen direkt an Trump. Die Zollspirale jedoch immer weiter nach oben zu drehen und damit letztlich US-Unternehmen und Verbraucher leiden zu lassen, "entfernt uns von einem Handelsabkommen, das Sie schließen wollen".

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11:34 Uhr

Nicht nur Schaeffler stöhnt - schwere Zeiten für Autozulieferer

Die schwächelnde Nachfrage bei den Autoherstellern schlägt laut einer Studie immer stärker auf die Zulieferer durch. Die Pkw-Produktion sei im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent gesunken, heißt es in der Studie der Unternehmensberatung Roland Berger und der Investmentbank Lazard.

Schaeffler Vz
Schaeffler Vz 7,38

Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) der Zulieferer werde voraussichtlich in diesem Jahr im Schnitt nur noch bei rund sechs Prozent liegen - dem niedrigsten Wert seit 2012. Ursache für die Entwicklung sei vor allem der schwache Pkw-Absatz in China und die allgemeine konjunkturelle Abkühlung. Die Autoren raten den Firmen, sich rasch einen ausreichenden finanziellen Spielraum zu sichern, da der Zugang zu Kapital durch die negative Marktlage schwieriger werden könnte.

Am Mittwoch hatte Schaeffler seinen Krisenplan ausgeweitet: Vom 1. Dezember an sollen die Verträge von Mitarbeitern, deren Arbeitszeit von 35 auf 40 Stunden erhöht wurde, wieder auf die tariflich vereinbarte 35-Stunden-Woche zurückgeführt werden.

Hier erfahren Sie mehr zum Umbruch in der Autobranche:

 

11:06 Uhr

Chinesischer Yuan rutscht noch tiefer unter die "rote Linie"

Der Kursverfall des chinesischen Yuan hält an. Am Morgen werden für einen Dollar zeitweise bereits 7,1736 Yuan fällig und damit so viel wie seit 2008 nicht mehr. Chinas Währung befindet sich damit seit mittlerweile elf Handelstagen auf Talfahrt. Nachdem das chinesische Handelsministerium mitgeteilt hat, dass Peking und Washington im Handelsstreit immer noch miteinander kommunizieren, macht der Yuan jedoch wieder etwas Boden gut.

Renminbi Yuan / US-Dollar
Renminbi Yuan / US-Dollar ,14

Der Dollarkurs hatte Anfang August die Marke von sieben Yuan geknackt. Diese Marke galt unter Experten lange Zeit als "rote Linie", die die chinesische Notenbank nicht überschreiten werde.

Der Yuan-Kurs bewegt sich nicht gänzlich frei nach Marktkräften, sondern wird von der Notenbank Chinas beeinflusst. Die Zentralbank setzt täglich einen Mittelkurs fest, um den der Yen im freien Handel nur begrenzt pendeln darf.

Nach Einschätzung des Devisenexperten Hao Zhou von der Commerzbank dürfte die Notenbank in Peking die Währung in absehbarer Zeit stärker unterstützen. Die chinesischen Entscheidungsträger haben kein Interesse an einer zu starken Abwertung. Denn dadurch werden chinesische Exporte in den Dollar-Raum billiger. Die Kursverluste haben bereits Sorgen vor einer weiteren Eskalation im Handelskrieg zwischen den USA und China geweckt.

Hier erfahren Sie mehr über den Währungskrieg zwischen den USA und China:

10:42 Uhr

Neue Koalition in Italien: Anleger trauen sich ganz weit vor

Geschafft! Diese Klippe ist umschifft: Die Aussicht auf eine neue Regierung unter dem bisherigen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte lässt Anleger in Italien sichtlich aufatmen. Der italienische Leitindex FTSE MIB legt 1,4 Prozent zu und notiert damit so hoch wie seit Anfang August nicht mehr.

Am Anleihemarkt notiert die Rendite der zehnjährigen Papiere derweil entsprechend auf einem Rekordtief von 0,971 Prozent. Und der Risikoaufschlag auf die vergleichbaren deutschen Bonds fällt auf den niedrigsten Stand seit Januar 2018.

Die oppositionellen Sozialdemokraten (PD) und die populistischen 5 Sterne hatten sich bereits am Mittwoch auf die Bildung einer Regierung verständigt. Staatspräsident Sergio Mattarella Conte hat der Koalition mittlerweile seinen Segen geben. Mit der neuen Regierung verknüpft der Markt die Hoffnung auf eine europafreundlichere Politik und die Einhaltung der Stabilitätskriterien, die die bisherige Regierung aufweichen wollte.

10-jährige italienische Staatsanleihen
10-jährige italienische Staatsanleihen 110,26

Gesucht sind Bankentitel: Intesa Sanpaolo steigen um 2,3 Prozent, Unicredit um 2,3 Prozent und Banca Monte dei Paschi um 7,3 Prozent. Die Entspannung stützt auch die europäischen Gesamtindizes: Der Dax liegt 0,8 Prozent vorne und der Euro-Stoxx-50 1 Prozent.

"Das ist aus Anlegersicht das Beste, was Italien momentan passieren kann", sagte Experte Marco Wagner von der Commerzbank.

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10:25 Uhr

Großputz im Filialnetz: n-tv hakt bei Douglas-Chefin Müller nach

Douglas-Chefin Tina Müller setzt beim Filialnetz der Parfümerie-Kette den Rotstift an. Douglas wolle bis Ende 2020 rund 70 der insgesamt rund 2400 Filialen schließen, teilte das Unternehmen mit.

Der Großteil dieser Läden befinde sich in Südeuropa, sagte Müller der Nachrichtenagentur Reuters. In der Bundesrepublik stünden rund zehn von 440 Geschäfte vor dem Aus. Die Kette setzt dabei weiter auf eine Verschränkung von Filialen und Online-Shops. "Wir stehen zu unseren Filialen", betonte Müller.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 mit dem wichtigen Ostergeschäft wuchs Douglas vor allem im Online-Handel. Im Gesamtjahr will die Managerin hier erstmals mehr als eine halbe Milliarde Euro Umsatz einfahren.

 

09:59 Uhr

Schwache Konjunktur greift auf Arbeitsmarkt über

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich etwas schlechter als erwartet.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August auf 2,319 Mio gestiegen. Das waren 44.000 Arbeitslose mehr als im Juli und 31.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilt. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent.

"Die konjunkturelle Schwächephase hinterlässt auch am Arbeitsmarkt leichte Spuren", sagte der BA-Vorstandsvorsitzende Detlef Scheele. "Alles in allem zeigt er sich aber robust." Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung hätten im August zugenommen, das Beschäftigungswachstum halte an, verliere aber an Schwung, und die Nachfrage der Unternehmen nach neuen Mitarbeitern gehe "auf hohem Niveau erneut zurück".

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Hinweis: In einer ersten Version der Infografik wurden für August 2019 saisonbereinigte Daten angezeigt. Auf nicht-saisonbereinigter Basis ergibt sich ein leichter Anstieg zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte.

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09:41 Uhr

Gold in Euro so teuer wie nie zuvor

Das Gold steht bei Anlegern momentan hoch im Kurs, in Euro notierte es auf erneutem Rekordhoch. Eine Feinunze (31,1 Gramm) kostet mit 1398,99 Euro noch einmal 0,7 Prozent mehr als am Vortag.

Guten Morgen! Italien, Brexit und Trump bleiben die Dauerbrenner. Abseits davon gibt es aber auch jede Menge anderer Themen, die die Börsenwelt bewegen. Wir sammeln für Sie alles ein. Mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie heute wieder durch den Börsen-Tag.

09:31 Uhr

Brexit? So what? Dax blendet Risiken einfach mal aus

Der Brexit-Albtraum bremst die Kauflaune am Aktienmarkt wie erwartet zunächst aus. Nach einem schwächeren Start gelingt dem Dax jedoch ein kleiner Befreiungsschlag. Nach einer knappen halben Stunde zuckt er nach oben und notiert plötzlich 0,4 Prozent höher bei 11.757 Punkten.

DAX
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Der Schub rührt von guten Nachrichten aus Italien. Dort sind mittlerweile die Weichen für eine neue Koalition aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten (PD) gestellt. Es wird erwartet, dass der Staatspräsident Sergio Mattarella am Morgen den bisherigen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte beauftragt, eine Regierung zu bilden.

Trotz dieses morgendlichen Lichtblicks sorgt die Entscheidung von Premierminister Boris Johnson, die Parlamentspause zu verlängern und so die Zahl der Tage, in denen die Abgeordneten über den Brexit debattieren können, zu kappen, auch weiterhin für Unischerheit.

Johnson erhöhe damit den Druck, in den verbleibenden zwei Monaten doch noch ein Abkommen abzuschließen, sagte Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader. Ob das gelinge, sei aber offen: "Denn während sich die ehemalige Premierministerin May zumindest entschlossen zeigte, ein Abkommen mit Europa zu erzielen, fällt Johnson eher in die Kategorie Trump - unberechenbar und immer für eine Überraschung gut."

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08:41 Uhr

Tesla ködert Käufer mit Versicherungen

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 240,62

Der Elektroautobauer hat ein Versicherungsangebot in Kalifornien angekündigt. Fahrer sollen nach Firmenangaben um bis zu 20 Prozent günstigere Versicherungstarife erhalten als bei der Konkurrenz. Details wurden nicht genannt.

Tesla-Chef Elon Musk macht sich für niedrigere Tarife in der Kfz-Versicherung stark. Er argumentiert mit einer verringerten Unfallgefahr als Folge neuer Technologien wie Fahrerhilfen und autonomem Fahren.

08:21 Uhr

Dax startet wohl niedriger

Der Dax wird am Donnerstag Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Mittwoch war er 0,2 Prozent tiefer bei 11.701 Zählern aus dem Handel gegangen.

Dax
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Ihren Blick richten Anleger weiterhin auf Großbritannien: Dort hatte Premierminister Boris Johnson am Mittwoch die Sitzungstage des Parlaments vor dem geplanten EU-Ausstieg zusammengestrichen und damit Spekulationen auf einen ungeregelten Brexit geschürt.

Für Gesprächsstoff sorgen dürften zudem Konjunkturdaten: So werden neue Zahlen zum Arbeitsmarkt und zur Inflation in Deutschland vorgelegt, aus den USA werden aktuelle Daten zur Wirtschaftsleistung erwartet. Investoren befürchten, dass es wegen des US-Handelsstreits mit China zu einer Rezession kommt.

07:35 Uhr

Asiens Anleger fürchten Abkühlung der Weltkonjunktur

Nikkei
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In Erwartung einer weiteren Abkühlung der Weltkonjunktur haben sich Anleger an Asiens Börsen am Donnerstag zurückgehalten. Sie fürchten, dass der Handelsstreit zwischen China und den USA sowie ein drohender Chaos-Brexit die Wirtschaftsaussichten immer stärker eintrüben. In Tokio verlor der Leitindex Nikkei 0,4 Prozent auf 20.390 Punkte. Der MSCI-Index für die asiatischen Werte außerhalb Japans notierte unverändert.

An den Devisenmärkten in Fernost sank der Dollar zum japanischen Yen um 0,2 Prozent auf 105,88 Yen. Der Euro tendierte wenig verändert bei 1,1081 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9802 Franken je Dollar und 1,0861 Franken je Euro gehandelt.

07:00 Uhr

Facebook verschärft Regeln zur Wahlwerbung

Facebook
Facebook 189,93

Seit dem Skandal um mutmaßliche russische Einmischung in die US-Präsidentenwahl 2016 zunehmend steht Facebook zunehmend unter Druck, seine Transparenz zu verbessern. Vor der US-Präsidentschaftswahl 2020 soll sich das ändern und vor allem Wahlwerbung transparenter werden, teilte das soziale Netzwerk auf seinem US-Blog mit.

Ab Mitte September werden demnach strengere Regeln für den Autorisierungsprozess für US-Werbekunden gelten. Künftig müssten diese mehr Informationen über ihre Organisation preisgeben, um zugelassen zu werden, hieß es. Sollten sie den neuen Regeln bis Mitte Oktober nicht Folge leisten, würden ihre Werbeanzeigen gestoppt, teilte Facebook mit.
Mit dem Schritt wolle man es Anzeigenkunden schwerer machen zu verstecken, wer sich hinter der Werbung verberge, teilte Facebook mit.