Freitag, 01. November 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:33 Uhr

US-Jobbericht schiebt Dax auf Jahreshoch

Frische Arbeitsmarktdaten aus den USA haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenausklang viel Rückenwind gegeben.

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"Das ist ein starker US-Arbeitsmarktbericht", sage Thomas Altmann, Portfoliomanager bei QC Partners. Natürlich habe sich auch in den USA das Wirtschaftswachstum verlangsamt, aber die Wirtschaft wachse. Damit blieben die USA der Fels in der Brandung. Dass die Arbeitslosenquote in der Nähe ihres 50-Jahres-Tiefs stagniere sei ein starkes Zeichen für die Robustheit der US-Wirtschaft.

Am Morgen hatte bereits der Caixin Index für das verarbeitende Gewerbe in China überzeugt.

Mit den Daten im Rücken pirschte sich der Dax nah an die 13.000 Punkte an. Am Ende legte er um 0,6 Prozent auf 12.953 Punkte zu, das neue Jahreshoch liegt nun bei 12.992 Punkten. Für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,4 Prozent auf 3620 Punkte nach oben.

Nachdem der Sektor der Automobilwerte die vergangenen beiden Tage mit der Schwäche der Zulieferer in Folge des geplanten Zusammengehens von Fiat Chrysler und Peugeot unter Druck gestanden hatte, ging es nun nach oben. Optimistisch waren die Analysten der Citi für Continental (plus 2,5 Prozent). Sie stuften die Aktie auf "Kaufen" hoch - das Kursziel von 141 Euro liegt deutlich über dem aktuellen Niveau von 122,90 Euro.

16:57 Uhr

WTO-Schlichter erlauben China Milliardenstrafzölle gegen USA

China darf in einem länger zurückliegenden Handelsstreit gegen die USA wegen rechtswidrig angewandter Antidumping-Maßnahmen Strafzölle auf US-Importe im Umfang von knapp 3,6 Milliarden Dollar im Jahr erheben. Das entschieden Schlichter bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf am Freitag. Hintergrund ist ein Streit, der 2014 begann. Mit den aktuellen Handelsspannungen zwischen den USA und China hat er nichts zu tun.

Mit Dumping ist die Ausfuhr von Gütern zu Schleuderpreisen gemeint, die die Herstellungskosten nicht decken. Absicht kann etwa sein, Marktanteile zu gewinnen oder Wettbewerber aus dem Markt zu drängen. 

16:27 Uhr

Immer weniger Europa-Bonds mit Negativ-Rendite

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Weil die EZB meint, mehr Geld in die Märkte schaufeln zu müssen, kauft sie im großen Stil Staatsanleihen. Das hat zur Folge, dass die Renditen in ganz Europa stark fallen und zum Teil in den negativen Bereich rutschen.

picture alliance/dpa

Immer weniger europäische Staatsanleihen haben eine Rendite unter null Prozent. Das Volumen sei im Oktober auf 4,97 Billionen gefallen, teilt die Handelsplattform Tradeweb.

Damit seien nur noch 62 Prozent aller Bonds ein Verlustgeschäft. Im September habe die Quote noch bei 69 Prozent gelegen. Bei Unternehmensanleihen sei das Volumen der Papiere mit Negativ-Rendite auf 1,03 Billionen Euro zurückgegangen. Das sind 30 Prozent aller ausgegebenen Titel.

Für Sparer ist das tendenziell eine gute Nachricht, denn für sie lässt der Druck nach, in riskantere Anlageformen zu investieren. Sei es in Aktien, in Realwerte wie Immobilien oder in ausländische Werte, die oft in einer anderen Währung gehandelt werden. Letztes Jahr war die Gesamtrendite im Dax negativ. Und Immobilien gelten als überbewertet.

Christine Lagarde hat heute offiziell ihre Arbeit als Präsidentin der EZB angetreten. Hier mehr zum Thema:

16:43 Uhr

Ufo will Streiktermine bei Lufthansa frühestens Montag nennen

Die Mitglieder der angeschlagenen Flugbegleitergewerkschaft Ufo haben ihren Vorstand im Amt bestätigt. Bei der Versammlung am Freitag in Frankfurt wurde ein Abwahlantrag gegen die Ufo-Vorsitzende Sylvia de la Cruz und ihren Stellvertreter Daniel Flohr mit überwältigender Mehrheit abgelehnt, wie Ufo-Sprecher Nicoley Baublies erklärte. Für die Abwahl hätten nur drei Mitglieder gestimmt.

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Am Abend sollen zudem die Ergebnisse der Urabstimmungen über Streiks bei der Lufthansa-Kerngesellschaft sowie den vier weiteren Flugbetrieben Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress Deutschland bekanntgegeben werden. Konkrete Streiktermine will die Ufo frühestens am Montag nennen, wie ein Sprecher nochmals erklärte.

De la Cruz und Flohr sollen die Spartengewerkschaft bis zur bereits eingeleiteten Neuwahl am 14. Februar 2020 weiterführen. Sie werden aber vom Lufthansa-Konzern nicht als vertretungsberechtigt anerkannt.

16:08 Uhr

Hongkongs Wirtschaft ächzt unter den Protesten

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Hongkong ist eine der fünf Top-Adressen weltweit für Luxusgüter. Normalerweise zieht die Metropole viele Touristen an.

REUTERS

Die seit Monaten anhaltenden Proteste in Hongkong belasten immer stärker die Wirtschaft der asiatischen Finanzmetropole. Die Umsätze der Einzelhändler seien im September binnen Jahresfrist um 18,3 Prozent auf umgerechnet 3,4 Milliarden Euro gefallen, teilte die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone mit. Im August gingen sie nach revidierten Zahlen sogar um 22,9 Prozent zurück.

Die von Gewalt begleiteten Demonstrationen belasteten weiterhin die Tourismusbranche, erklärte die Regierung. Auch der heimische Konsum gehe zurück. In nächster Zeit werde diese Schwäche wohl anhalten.

15:53 Uhr

Technik-Panne legt zahlreiche nordische Börsen lahm

Der Börsenhandel in Skandinavien und im Baltikum ist aufgrund einer Technikpanne zum Erliegen gekommen. Wegen Verbindungsproblemen stoppte der Börsenbetreiber Nasdaq den Handel an den Börsen in Finnland, Dänemark, Schweden, Island, Estland, Lettland und Litauen am Vormittag für rund zwei Stunden. Nach einer kurzen Wiederaufnahme ging erneut Nichts mehr.

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Börse in Stockholm.

(Foto: REUTERS)

"Aufgrund technischer Störungen werden die Märkte für Nasdaq Nordic Equity und Nasdaq Nordic Index und Aktienderivate wieder gestoppt", teilte die Nasdaq mit.

Die Börse Stockholm, die feiertagsbedingt ohnehin früher geschlossen hätte, werde für den Rest des Tages zu bleiben. Das gelte auch für die baltischen Märkte. Wann es in Kopenhagen, Helsinki und Reykjavik weitergehen sollte, blieb zunächst offen. Der Handel an der norwegischen Börse, die sich im Besitz von Euronext befindet, wurde nicht unterbrochen.

15:44 Uhr

Pinterest verlieren über 20 Prozent

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Gegen den Trend srücken enttäuschende Geschäftszahlen Pinterest auf ein Rekordtief von 18,71 Dollar. Die Aktien der Foto-Onlineplattform büßen damit in New York 22,5 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seit dreieinhalb Jahren.

15:23 Uhr

Nach US-Jobbericht: Dax und Dow auf Rekordjagd

Starke Wirtschaftsdaten aus den USA und China schicken die Aktienmärkte am letzten Handelstag der Woche auf Rekordjagd.

Der S&P 500-Index und der Index der Technologiebörse Nasdaq legen bis zu 0,8 Prozent zu und erreichen mit 3061 beziehungsweise 8348 Punkten jeweils neue Bestmarken. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewinnt ebenfalls 0,8 Prozent auf 27.271 Punkte.

Der US-Arbeitsmarkt verlor im Oktober mit 128.000 neu geschaffenen Jobs nicht so stark an Dynamik wie erwartet. Volkswirte hatten lediglich 89.000 vorhergesagt. Zugleich wurde die Zahl für September von 136.000 auf 180.000 kräftig nach oben revidiert. "Das sind gute Zahlen, die der Fed das gute Gefühl geben werden, das Richtige getan zu haben", sagte Ökonom Doug Duncan vom Vermögensverwalter Fannie Mae.

Der Dax reagiert ebenfalls positiv auf den Arbeitsmarktbericht der US-Regierung. Er baut seine Gewinne aus und erreicht in der Spitze bei 12.989 Punkten den höchsten Stand seit Juni 2018. Zuletzt behauptet er ein Plus von 0,8 Prozent auf 12.974 Punkte.

15:11 Uhr

Alibaba überrascht mit Umsatzsprung

Die chinesische Online-Handelsplattform hat ihren Gesamtumsatz im zweiten Quartal dank des Wachstums in den Kerngeschäften E-Commerce und Cloud Computing um ganze 40 Prozent gesteigert.

Alibaba
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Das Umsatzplus auf 119,02 Mrd. Yuan (umgerechnet 14,5 Mrd. Euro) lag über den Erwartungen der Analysten, die 116,8 Mrd. Yuan Umsatz prognostiziert hatten.

Die in den USA notierten Aktien des Amazon-Rivalen stiegen im vorbörslichen Handel um mehr als zwei Prozent auf 180,25 Dollar.

 

14:32 Uhr

Google kauft Fitness-Firma für zwei Milliarden Dollar

Der Fitnessband-Pionier Fitbit wird ein Teil von Google. Der Internet-Riese zahlt 7,35 Dollar pro Aktie, und Fitbit wird damit insgesamt mit gut zwei Milliarden Dollar bewertet, wie die Unternehmen mitteilten. An die Börse ging Fitbit 2015 noch mit einem Ausgabepreis von 20 Dollar je Aktie - zwischenzeitlich war der Kurs aber bis auf 3 Dollar gefallen.

Fitbit
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Mit den Ressourcen und der Plattform von Google werde Fitbit schnell Innovationen herausbringen können, erklärte Mitgründer und Chef James Park.

Das Geschäft von Fitbit lief zuletzt holperig. Im lukrativeren Markt der Computer-Uhren konnte die Firma aus San Francisco nicht mit der Apple Watch mithalten. Bei günstigen Fitness-Bändern, die Schritte und verbrauchte Kalorien zählen, graben chinesische Rivalen wie Xiaomi und Huawei dem Branchenpionier Fitbit das Wasser ab.

14:16 Uhr

Deutsche Bank schafft Vorstandsposten für Konzernumbau

Die Deutsche Bank erweitert ihren Vorstand und schafft in dem Führungsgremium einen eigenen Posten für den Konzernumbau. Fabrizio Campelli, bisher Chef des weltweiten Geschäfts mit Vermögenskunden, übernimmt als Chief Transformation Officer den neuen Posten mit sofortiger Wirkung, wie die Deutsche Bank mitteilte.

Deutsche Bank
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In seinem Bereich werden die Verantwortung für die Transformation und den Personalbereich gebündelt, die bisher auf mehrere Schultern verteilt waren. Die Deutsche Bank befindet sich im größten Umbau ihrer Geschichte, dem weltweit 18.000 Jobs zum Opfer fallen.

14:05 Uhr

Ölpreis und Investitionen verhageln Exxon-Bilanz

Der größte US-Ölkonzern ExxonMobil hat im dritten Quartal deutliche Geschäftseinbußen verkraften müssen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum brach der Gewinn um 49 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar ein.

Die Erlöse fielen um rund 15 Prozent auf 65,0 Milliarden Dollar, obwohl die Ölproduktion um drei Prozent auf 3,9 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag zulegte. Exxons Bilanz litt unter relativ niedrigen Ölpreisen und hohen Ausgaben.

Der Konzern erhöhte die Investitionen in Ausrüstung sowie Erkundungs- und Förderprojekte um kräftige 17 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar, was wie schon im Vorquartal den Gewinn drückte. Unterm Strich verdiente der Ölriese dennoch mehr als von Analysten erwartet, auch wenn der Umsatz unter den Prognosen blieb.

Hier mehr zum Ölrausch in den USA und dem jüngsten Prozessauftakt gegen Exxon in New York:

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:50 Uhr

So wirkt sich das Brexit-Chaos auf die britische Industrie aus

Die von der Brexit-Unsicherheit gebeutelte britische Industrie hat ihren Abwärtstrend verlangsamt. Der IHS Markit/CIPS-Einkaufsmanagerindex stieg im Oktober um 1,3 auf 49,6 Punkte. Das hat das Forschungsinstitut IHS Markt mitgeteilt.

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Am 12. Dezember wird gewählt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es ist der höchste Stand seit April und liegt über der Erwartung von Ökonomen, die mit einem leichten Rückgang gerechnet hatten.

Das Phänomen ist allerdings leicht zu erklären:

Die Betriebe haben zuletzt ihre Lager aufgebaut, da sie mit einem britischen EU-Austritt zum 31. Oktober gerechnet hatten. Inzwischen wurde der Brexit verschoben und soll spätestens bis Ende Januar über die Bühne gehen. Am 12. Dezember gibt es in Großbritannien eine vorgezogene Parlamentswahl.

Wachstum signalisiert das Barometer selbst auf diesem überraschenden Stand nicht. Dafür wären mehr als 50 Zähler notwendig gewesen.

13:23 Uhr

Kurssturz bei Elektroautobatterie-Anbieter

Eine Prognosesenkung löst einen Ausverkauf bei Akasol aus. Die Aktien des Anbieters von Batteriesystemen für Elektroautos fielen um bis zu 11,4 Prozent auf 31 Euro. Das ist der größte Kurssturz seit dem Börsengang im Sommer 2018.

Akasol
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Wegen verschobener Aufträge rechnet das Unternehmen für 2019 nur noch mit einem Umsatz von 43 bis 46 Millionen Euro. Ursprünglich hatte es mindestens 60 Millionen Euro angepeilt. Durch die geringeren Erlöse müsse zudem mit einem operativen Verlust im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich gerechnet werden.

13:06 Uhr

Tuifly und Sunexpress suchen Risse in Boeing-Jets

Die Ferienflieger Tuifly und Sunexpress geben angesichts der Risse an Boeing-Jets vom Typ 737 NG bei anderen Airlines für ihre eigenen Flotten Entwarnung. "Wir führen alle Checks gemäß den Herstellervorgaben durch und haben einige Flugzeuge auch vorsorglich überprüft", sagte ein Tui-Sprecher in Hannover. Dabei haben wir keine Auffälligkeiten gefunden."

Der Lufthansa-Ableger Sunexpress, der wie Tuifly auf der Kurz- und Mittelstrecke auf diesen Flugzeugtyp setzt, musste 20 Jets überprüfen. Es habe aber keine Auffälligkeiten oder gar Strukturrisse gegeben, sagte eine Sprecherin. Zuvor hatte die australische Fluggesellschaft Qantas bei drei ihrer Maschinen Haarrisse entdeckt.

12:13 Uhr

Autogipfel am Montag im Kanzleramt

Spitzenvertreter aus Politik und Autobranche wollen sich am Montagabend erneut treffen, um über Lösungen für die kriselnde Automobilbranche zu sprechen. Das bestätigte der Branchenverband VDA. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird unter anderem mehrere Minister ihrer Regierung und Vorstände der Hersteller empfangen.

Der scheidende VDA-Präsident Bernhard Mattes hatte zuletzt betont, dass es vor allem bei der Ladeinfrastruktur für Elektroautos Fortschritte geben müsse. Um die CO2-Ziele der EU bis 2030 zu erreichen, müssten bis dahin auf deutschen Straßen sieben bis 10,5 Millionen E-Autos unterwegs sein.

Merkel hatte zuletzt angekündigt, dass es bei dem Dialog "auch um die Frage gehen (soll), wie wir als Staat die Transformation zum Beispiel der Antriebstechnologien so mitgestalten und mitbegleiten können, dass Fachkräfte erhalten bleiben und das Fachkräftepotenzial nicht verloren geht".

Genau hier brennt es gewaltig: Die Automobilindustrie sucht immer weniger Ingenieure. Der Nachfragerückgang, der zu Jahresbeginn einsetzte, hat sich im dritten Quartal fortgesetzt. Die Stellenangebote sind laut der Personalberatung Hays um 15 Prozent geschrumpft. Der Fachkräfteindex ging von 78 auf 66 zurück. Er erreichte damit den tiefsten Stand der vergangenen rund vier Jahre.

An der Börse sind Autotitel heute allerdings nicht deshalb, sondern wegen starker China-Daten gefragt!

Lesen Sie hier mehr zum Thema:

11:18 Uhr

Prototyp vom Tesla Model Y auf Autobahn gefilmt

Apropos Musk und Tesla: Ein besonders aufmerksamer Fahrer in Kalifornien hat auf einer Autobahn einen Blick auf den Prototyp des Model Y erhascht.

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An sich ist das noch nichts besonderes. Aber der helle Fahrer sichtete gleich drei unterschiedliche Teslas beieinander. Mit der Handy-Kamera konnte er erstmals Eindrücke einfangen, die mehr über die Größenverhältnisse verraten. Auf dem Video sieht man, wie das neue Model Y eine Weile direkt neben dem Tesla 3 fährt.

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Lesen Sie hier eine Einschätzung, ob Tesla nun endlich die Kurve kriegt:

10:45 Uhr

Warum heißt Elon Musk plötzlich "Treelon"?

Der Tesla-Chef ist in neuer Mission unterwegs. Der Elektroauto-Pionier hat der Kampagne "Teamtrees" eine Million Bäume gespendet. Kostenpunkt: satte eine Million Dollar.

*Datenschutz

Seine neue Rolle als Retter der Wälder scheint Elon Musk gut zu gefallen. Denn er hat mit seiner Spende auch seinen Profilnamen auf Twitter geändert: Dort prangt jetzt der Name "Treelon".

Aufgerufen zu der Kampagne hatte der YouTuber Jimmy Donaldson, besser bekannt als MrBeast. Er hat sich vorgenommen, 20 Millionen Bäume zu pflanzen. Als Musk von der Aktion Wind bekam, hakte er bei Twitter nach, befand das Projekt als "cool" und sagte prompt eine Million Bäume zu. Ein paar Tage lang führte er danach die Spender-Liste an. Dann wurde Treelon alias Musk jedoch von Shopify-CEO Tobi Lütke entthront, der nur einen einzigen Baum mehr spendete. Eingeschnappt ist Musk deshalb offenbar nicht. Denn den Namen Treelon hat er ersteinmal behalten.

10:06 Uhr

Britischer Autohändler bricht um bis zu 30 Prozent ein

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Die Brexit-Bomben an der Börse häufen sich: Gestern waren es die britischen Baufirma Crest Nicholson und der Londoner Immobilienverwalter Foxtons, denen das Brexit-Chaos übel mitspielte. Heute ist es der Autohändler Lookers, den die zweite Gewinnwarnung binnen vier Monaten auf Talfahrt schickt.

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Die Aktien des britischen Autohändlers brechen um bis zu 30 Prozent auf ein Dreieinhalb-Monats-Tief von 34,7 Pence ein. Damit steuern die Titel auf den größten Tagesverlust der Firmengeschichte zu. Wegen der schwächelnden Nachfrage unter anderem im Zusammenhang mit dem Brexit-Hickhack rechnet das Unternehmen mit einem Gewinneinbruch um zwei Drittel.

Im vergangenen Jahr verbuchte die Firma, die unter anderem Fahrzeuge von BMW und Volkswagen vertreibt, ein Vorsteuer-Ergebnis von umgerechnet 78,2 Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund nehmen Firmenchef Andy Bruce und der für das Tagesgeschäft zuständige Manager Nigel McMinn nun ihren Hut. Verwaltungsratschef Phil White soll das Steuer übernehmen.

09:40 Uhr

Chinas Wirtschaft geht es besser als erwartet

Ermutigende Konjunkturdaten haben Anleger auch in die chinesischen Aktienmärkte zurückgelockt. Die Industrie wuchs im Oktober so stark wie zuletzt vor zwei Jahren. Experten hatten mit einer Abkühlung des Wachstums gerechnet.

Die Börse Shanghai reagierte darauf mit einem Plus von einem Prozent auf 2958 Punkte.

Gleichzeitig drückten aber wieder aufkeimende Zweifel an einer raschen Entspannung des Zollstreits zwischen den USA und China den japanischen Nikkei-Index um 0,3 Prozent ins Minus auf 22.851 Zähler.

In der chinesischen Industrie hat sich die Aktivität im Oktober belebt. Der von Caixin Media Co und dem Researchhaus Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor erhöhte sich auf 51,7 (September: 51,4) Punkte.

Offenbar sei die Wirtschaft in einer besseren Verfassung als noch vor einem Monat gedacht", sagte Analyst Jim McCafferty von der Investmentbank Nomura. Der Index beruht auf einer Umfrage unter rund 400 Unternehmen, wobei auch kleinere, in Privatbesitz befindliche Firmen stärker berücksichtigt sind.

09:29 Uhr

Starke China-Daten geben Dax Auftrieb

In der Hoffnung auf einen Wachstumsschub beim wichtigen Handelspartner China decken sich Anleger heute Morgen mit deutschen Aktien ein. Der Dax liegt kurz nach der Eröffnung 0,5 Prozent im Plus bei 12.931 Punkten.

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Chinas Industrie wuchs im Oktober so stark wie zuletzt vor zwei Jahren. Das sei ein starkes Lebenszeichen der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft, sagten Börsianer. Vor diesem Hintergrund griffen Investoren vor allem zu Automobilwerten, die stark vom China-Geschäft abhängen. Die Aktien von BMW, Continental, Daimler und Volkswagen gewannen bis zu 2,1 Prozent.

Guten Morgen, mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie heute durch den Börsen-Tag. Zum Auftakt wartet China mit einer ziemlichen Überraschung auf ...

09:00 Uhr

Trump hat neuen Handelsberater

US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Handelsberater in sein Wirtschaftsteam berufen. Den Posten übernimmt Thomas Storch, wie das Weiße Haus am Donnerstag mitteilte. Er ersetzt seine Vorgängerin Kelly Ann Shaw, deren Weggang vergangene Woche bekanntgegeben wurde. Storch gehörte zuletzt zu einer hochrangigen Delegation, die das Wirtschaftskonzept für einen Nahost-Friedensplan entwarf, für den Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner verantwortlich ist. Künftig ist Storch Mitglied des im Weißen Haus angesiedelten Nationalen Wirtschaftsrats (NEC), der von Trumps Chef-Wirtschaftsberater Larry Kudlow geleitet wird.

08:55 Uhr

Ölpreise bewegen sich wenig

Die Ölpreise haben sich im frühen Handel zunächst kaum bewegt. Auf Wochensicht steuern sie aber auf deutliche Abschläge zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 59,63 US-Dollar. Das war in etwa so viel wie am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 12 Cent auf 54,30 Dollar.

08:29 Uhr

Haarrisse an mehreren Boeing-Maschinen entdeckt

Bei einer Inspektion ihrer Flotte von Passagierjets vom Typ Boeing 737 NG hat die australische Fluggesellschaft Qantas bereits drei Maschinen mit Haarrissen entdeckt. Das teilte die Gesellschaft mit. Die Risse lagen an einer Stelle, wo die Tragflächen am Rumpf befestigt sind. Im Luftfahrt-Jargon nennt man diese Teile "Pickle Forks", weil sie an Gurkengabeln erinnern. Die betroffenen Maschinen seien aus dem Verkehr gezogen worden, hieß es. Experten der Fluggesellschaft setzten unterdessen die Untersuchung der übrigen baugleichen Flugzeuge fort. Insgesamt gehe es um 33 Maschinen im Bestand von Qantas, die noch vor der üblichen Inspektionsfrist kontrolliert werden sollen.

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Die Boeing 737 NG ist das Vorgängermodell der 737 Max. Die 737-Max-Modelle sind seit Mitte März wegen zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten mit Flugverboten belegt. Als eine entscheidende Unglücksursache gilt ein fehlerhaftes Steuerungsprogramm von Boeing. Ob und wann die Maschinen wieder abheben dürften, ist von internationalen Aufsichtsbehörden abhängig und derzeit unklar.

08:07 Uhr

Amgen baut sein Chinageschäft aus

Der US-Biotechnologiekonzern Amgen nimmt für den Ausbau seines Chinageschäfts Milliarden in die Hand. Für 2,7 Milliarden Dollar in bar kauft das Unternehmen einen Anteil von 20,7 Prozent an BeiGene, wie Amgen am Donnerstag mitteilte. Zudem vereinbarten die beiden Konzerne eine umfassende Zusammenarbeit bei Medikamenten für den weltweit zweitgrößten Pharmamarkt. So werde BeiGene drei Amgen-Krebsmedikamente in China vermarkten. Für mindestens fünf Jahre wollten sie sich die Gewinne dieser drei Präparate teilen. Zudem wollen die beiden Unternehmen zusammen 20 weitere Medikamente im Bereich der Onkologie entwickeln. Die Transaktion solle Anfang 2020 abgeschlossen werden, teilten Amgen und BeiGene mit. Beide Verwaltungsräte hätten sich bereits dafür ausgesprochen. Die Zustimmung der Aktionäre der chinesischen Firma steht allerdings noch aus.

07:46 Uhr

Dax dürfte höher starten, US-Daten im Blick

Zum Abschluss der Börsenwoche dürfte der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Donnerstag hatte er angesichts wieder wachsender Zweifel an einer raschen Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China 0,3 Prozent niedriger bei 12.866,79 Punkten geschlossen. Etwas Abwechslung von diesem Dauerbrenner-Thema versprechen die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten. Nach der erneuten Zinssenkung der Notenbank Federal Reserve am Mittwoch versprechen sich Börsianer von den Zahlen Rückschlüsse auf die weitere US-Geldpolitik. In Europa tritt zudem Christine Lagarde offiziell die Nachfolge von Mario Draghi an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Daneben hält eine erneute Welle von Firmenbilanzen Investoren auf Trab.

07:30 Uhr

Euro bleibt stabil

Der Euro hat sich zunächst kaum von der Stelle bewegt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1160 US-Dollar und damit etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1154 Dollar festgesetzt. Im Laufe des Tages richten sich die Blicke auf die US-Konjunkturdaten. Die Regierung in Washington stellt ihren monatlichen Arbeitsmarktbericht vor. Zudem präsentiert das Institut ISM seinen Einkaufsmanagerindex für die Industrie.

07:13 Uhr

Chinas Industriedaten beflügeln Asiens Börsen

Ermutigende Konjunkturdaten aus China haben den Börsen in Asien Auftrieb gegeben. Die Stimmung wurde aufgehellt durch eine Umfrage unter privaten Firmen in der Volksrepublik. Sie zeigt, dass die dortige Industrie so schnell wächst wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Das Börsenbarometer der wichtigsten Unternehmen an den chinesischen Aktienmärkten in Shanghai und Shenzen lag 1,3 Prozent im Plus. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte 0,3 Prozent zu. In Tokio dagegen notierte der Nikkei-Index 0,5 Prozent tiefer bei 22.822 Punkten. Hier wurde der Handel von Zweifeln dominiert, dass die USA und China ihren Zollstreit dauerhaft beilegen können. Am Devisenmarkt in Fernost zog der Euro 0,1 Prozent auf 1,1164 Dollar an. Der Yen tendierte zur US-Währung kaum verändert mit 108,03 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9864 Franken je Dollar und 1,1009 Franken je Euro gehandelt.