Freitag, 27. September 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:44 Uhr

Die Chemie stimmt: Dax macht Boden gut

Eine Schülerin hält ein Reagenzglas in der Hand. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

Gute Stimmung bei konjunkturabhängigen Aktien: BASF, Covestro und Co. steigen.

Sebastian Kahnert/zb/dpa

Der deutsche Leitindex hat am letzten Handelstag der Woche an seine freundliche Tendenz vom Vortag angeknüpft. Am Ende nahm er ein Plus von knapp 0,7 Prozent auf 12.380 Punkte mit ins Wochenende.

DAX
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Sein bisheriges Wochenminus konnte er so auf rund 0,7 Prozent eindämmen. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,5 Prozent auf 25.833 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx legte knapp 0,3 Prozent auf 3542 Zähler zu.

Die Chemiebranche hatte die Nase vorn: Hier sorgte bei Anlegern der Kapitalmarkttag von BASF für gute Laune. Im Gefolge von 2,5 Prozent höheren BASF-Aktien rückten auch die Papiere der ehemaligen Bayer-Tochter Covestro um 2,9 Prozent vor. Auf Beifall stießen insbesondere Details von BASF zur Trennung von der Bauchemiesparte sowie zum Ergebnisbeitrag der angekündigten Sparmaßnahmen.

Lanxess
Lanxess 59,20

Im MDax schwangen sich Lanxess - ebenfalls eine ehemalige Bayer-Tochter - an die Spitze. Die Papiere nahmen sogar plus 3,6 Prozent mit ins Wochenende.

Auf der anderen Seite wurden im Dax Infineon mit minus 1,8 Prozent belastet davon, dass der US-Wettbewerber Micron wegen der Risiken des Handelskonflikts einen enttäuschenden Gewinnausblick abgab.

Osram zogen angesichts des zugespitzten Bieterkampfes um den Lichtspezialisten um 5,3 Prozent an. Nachdem zuletzt Finanzinvestoren ein Gegengebot angekündigt hatten, erhöhte der Chipkonzern AMS seine Offerte nun auf 41 Euro je Aktie. Dem näherte sich die Aktie mit zuletzt 40,77 Euro.

16:53 Uhr

Ölpreise unter Druck - Auch Gold verliert

Die Ölpreise geraten kräftig unter Druck. Das Barrel US-Rohöl der Sorte WTI verbilligt sich um 1,6 Prozent auf 55,52 Dollar. Brent gibt um 2,0 Prozent nach auf 61,49 Dollar. Grund für den Preisverfall ist weiterhin der teilweiser Waffenstillstand zwischen den Huthi-Rebellen im Jemen und Saudi-Arabien, von dem informierte Personen berichten.

Nach den Drohnenangriffen auf saudi-arabische Ölanlagen vor etwa zwei Wochen, zu dem sich die Huthi-Rebellen bekannt hatten, hatten die Rebellen in der vergangenen Woche eine einseitige Waffenruhe erklärt. Nun habe Saudi-Arabien dem zugestimmt, heißt es.

Allerdings erholen sich die Ölpreise etwas von ihren Tagestiefs, nachdem US-Präsident Trump mitteilte, dass er die Sanktionen gegen Iran nicht im Gegenzug für Verhandlungen aufheben werde.

Auch Gold gibt nach. Der Preis für eine Feinunze sinkt um 1,2 Prozent auf 1488 Dollar. Die größere Risikoneigung der Anleger macht das Edelmetall als sicheren Hafen uninteressant.

16:28 Uhr

Ufo droht Lufthansa mit Streik - Entscheidung am 14. Oktober

Im Dauerstreit mit dem Lufthansa-Konzern hat die Flugbegleitergewerkschaft Ufo erneut mit Streiks gedroht.

Lufthansa
Lufthansa 16,09

Sollte das Unternehmen nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren, werde die Gewerkschaft "am 14. Oktober über die Arbeitskampfmaßnahmen im Lufthansa-Konzern informieren", teilte Ufo-Tarifvorstand Daniel Flohr mit. Lufthansa und ihre Tochter Eurowings lehnen es seit Monaten ab, mit der Ufo Tarifverhandlungen zu führen.

16:04 Uhr

Wall Street stemmt sich gegen Trumps Ukraine-Affäre

Nach dem Rücksetzer vom Donnerstag starten die US-Börsen leicht erholt in den Freitagshandel. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,3 Prozent auf 26.993 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,2 Prozent zu und der Nasdaq-Composite um 0,1 Prozent.

S&P 500
S&P 500 3.006,75

Mehr als eine Gegenbewegung dürfte allerdings nicht drin sein, denn über den Märkten schwebt unverändert die Debatte über ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump wegen der Ukraine-Affäre. Allerdings scheint inzwischen ein konkretes Datum für die Fortsetzung der Handelsgespräche USA-China festzustehen. Medienberichten zufolge sollen die Verhandlungen am 10. und 11. Oktober in Washington stattfinden.

Daneben müssen die Anleger eine Reihe von Konjunkturdaten verarbeiten. Die vor der Startglocke veröffentlichten Daten zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben im Monat August enthielten Licht und Schatten. Während die Einkommen im prognostizierten Rahmen stiegen, waren die US-Bürger weniger ausgabefreudig als erwartet.

15:46 Uhr

Cosco Shipping stellt wegen US-Sanktionen Aktienhandel ein

Der chinesische Staatsschifffahrtskonzern Cosco hat den Handel mit Aktien seiner Öltransporteinheit gestoppt. Zuvor hatten die USA die Tankereinheit von Cosco auf eine Schwarze Liste gesetzt, weil deren Schiffe angeblich iranisches Erdöl transportieren.

Cosco Shipping
Cosco Shipping ,18

In einer Eingabe bei der Hong Kong Stock Exchange teilte Cosco mit, dass ihre Aktien bis zu einer Ankündigung nicht gehandelt werden.

Insider sagten, dass die Firmensparte, die eine Flotte von 120 Tankern betreibt, darunter 44 sehr große Rohöltanker, nach Möglichkeiten sucht, die Auswirkungen einzudämmen.

15:25 Uhr

Hilfskredit für deutsche Thomas Cook wird geprüft

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will den Antrag des Reiseunternehmens Thomas Cook Deutschland auf einen Überbrückungskredit nach "eindeutigen Kriterien" prüfen. Dies sei "keine politische Frage", sagte er in Brüssel.

Hier müsse "auf Basis der Fakten" und nach den Grundsätzen der Bundeshaushaltsordnung entschieden werden. Eine Ministeriumssprecherin bestätigte, dass ein entsprechender Antrag eingegangen sei und geprüft werde.

Die deutsche Thomas Cook GmbH hatte am Mittwoch Insolvenz angemeldet, nachdem der britische Mutterkonzern Thomas Cook pleite gegangen war. Die gleichfalls betroffene Ferienfluggesellschaft Condor hat bereits eine Zusage für einen Überbrückungskredit von 380 Millionen Euro erhalten.

Der Bund und das Land Hessen wollen für den Betrag je zur Hälfte bürgen. Die EU-Kommission muss der Staatshilfe noch zustimmen.

15:00 Uhr

US-Konsum flaut stärker ab als erwartet: Dax unbeeindruckt

Die US-Verbraucher haben ihre Ausgaben im August nur um 0,1 Prozent gesteigert, wie das US-Handelsministerium mitteilt.

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US-Verbraucher halten sich damit mit Ausgaben stärker zurück als erwartet, was darauf hindeutet, dass eine wichtige Säule der Wirtschaft an Dynamik verliert, während die Weltwirtschaft schlingert und die Handelsspannungen hoch bleiben.

Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. Für Juli wurde ein revidiertes Plus von 0,5 Prozent (vorläufig: 0,6 Prozent) genannt.

Die vergleichsweise schwachen US-Daten beeindrucken die Anleger hierzulande nicht. "Der Markt schaut nach vorne und hofft auf Lösungen im Handelsstreit", kommentiert ein Händler.

Der Dax notiert knapp 0,8 Prozent höher bei 12.383 Punkten. Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im August in den USA wurde wenigstens noch von Aufträgen für Militärflugzeuge ins Plus getrieben.

Das haben unsere TV-Kollegen für Sie vorbereitet:

 

14:49 Uhr

Anleger fliegen auf Aareal Bank

Spekulationen auf einen Verkauf von Geschäftsteilen hievt die Aareal Bank an die Spitze des MDax. Die Aktien des Immobilien-Finanzierers steigen in der Spitze um 4,9 Prozent auf ein Vier-Monats-Hoch von 27,81 Euro.

Aareal Bank
Aareal Bank 30,45

Der aktivistische Investor Teleios, der knapp 3,5 Prozent an Aareal hält, drängt das Management zum Komplett- oder Teil-Verkauf der Softwaresparte Aareon. Schließlich gehöre sie nicht zum Kerngeschäft. Das Aareal-Management betonte, es überprüfe kontinuierlich die strategischen Optionen im Interesse aller Aktionäre.

14:33 Uhr

Commerzbank-Chef: "Stellenabbau ist leider notwendig"

Commerzbank-Chef Martin Zielke hat den Abbau von 4300 Stellen und die von vielen Analysten als zu niedrig kritisierte Rendite verteidigt.

Commerzbank
Commerzbank 5,58

"Die Herausforderungen für Banken sind groß", sagte Zielke bei der Präsentation der neuen Strategie "Commerzbank 5.0". Auf ein besseres Umfeld könne die Bank nicht hoffen. Bis 2023 will die Commerzbank daher ihre Kosten um 600 Millionen Euro verringern. "Der damit verbundene Stellenabbau ist leider notwendig", sagte Zielke.

Der geplante Abbau der 4300 Vollzeitstellen entspricht einem weiteren Schrumpfen der Personaldecke von 14 Prozent.

14:03 Uhr

Neuer BMW-Chef äußert sich zu Stellenabbau

Der neue BMW-Chef Oliver Zipse bemüht sich der Belegschaft die Ängste vor einem Stellenabbau zu nehmen: Die Mitarbeiterzahl werde sich in diesem und im nächsten Jahr unterm Strich nicht ändern, sagte Zipse heute auf einer Betriebsversammlung in München, wie Teilnehmer der Nachrichtenagentur Reuters sagten.

BMW beschäftigt derzeit weltweit 135.000 Mitarbeiter. BMW habe seit 2013 rund 15.000 Stellen aufgebaut, sagte Zipse. Bis Jahresende wolle man sich mit dem Betriebsrat über vier Themen einig werden:

  • In der Verwaltung sollten Stellen nicht neu besetzt werden und
  • die Zahl der Zeitarbeiter solle verringert werden, indem ihre Verträge nicht verlängert werden.
  • Zudem sollten Arbeitsverträge über 40 Stunden auf 35 Stunden reduziert und
  • die Gewinnbeteiligung der Mitarbeiter neu verhandelt werden.

In einigen Bereichen fielen Stellen weg, an anderen würden neue aufgebaut, sagte Zipse. Betriebsbedingte Kündigungen blieben ausgeschlossen. Das "Manager Magazin" hatte vor einer Woche berichtet, dass Zipse bis 2022 bis zu 6000 Stellen streichen wolle, die meisten in der Konzernzentrale in München.

13:46 Uhr

Mögliche Entspannung im Jemen drückt Ölpreis

Spekulationen auf eine Entspannung im Bürgerkriegsland Jemen dämpfen die Furcht vor weiteren Störungen bei der Rohöl-Versorgung im Nachbarland Saudi-Arabien. Dies drückt den Preis für Brent um gut einen Dollar auf 61,58 Dollar je Barrel.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 61,06

Der Index der europäischen Ölfirmen gerät ebenfalls unter Druck und gibt seine anfänglichen Gewinne komplett ab. Laut dem "Wall Street Journal" stimmte das wichtige Erdöl-Exportland Saudi-Arabien, das sich im Jemen einen Stellvertreterkrieg mit dem Iran liefert, einem partiellen Waffenstillstand in dem Bürgerkriegsland zu.

13:37 Uhr

Wirtschaftsstimmung im Euroraum sinkt spürbar

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im September spürbar eingetrübt. Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung fiel auf 101,7 Punkte von 103,1 im Vormonat.

Der Rückgang war stärker als erwartet: Volkswirte hatten nur mit einem Indexrückgang auf 103,0 Zähler gerechnet. Der für die gesamte Europäische Union (EU) berechnete Indikator ging auf 100,0 Punkte von 101,4 zurück.

13:21 Uhr

Übernahmeschlacht um Osram: AMS legt noch eine Schippe drauf

In der Übernahmeschlacht um Osram erhöht der österreichische Sensorhersteller AMS die Offerte noch einmal deutlich, um die Finanzinvestoren Bain und Advent auszubremsen, die vor wenigen Tagen eine "bedeutsam" höhere Offerte in Aussicht gestellt hatten.

Osram Licht AG
Osram Licht AG 40,12

Per Ad-hoc-Mitteilung erklärte AMS, man werde Osram-Anleger 41 Euro je Aktie zahlen, 2,50 Euro mehr als bislang.

"Wir ermöglichen Osram-Aktionären, von unserem endgültigen Angebot mit seinen deutlich verbesserten Konditionen zu profitieren, und wollen jeglichen Spekulationen über ein ungewisses Indikatives Drittbieterangebot ein Ende setzen", sagte Alexander Everke. AMS sprach von einem endgültigen Angebot, das wie das ursprüngliche Angebot am 1. Oktober um 24 Uhr enden werde.

Die Angebotsfrist verlängere sich durch die Anhebung auf 41 Euro je Osram-Aktie nicht, stellte eine Sprecherin der Wertpapieraufsicht Bafin klar.

12:29 Uhr

Britischer Notenbanker schürt Zinsgerüchte: Pfund verliert

Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der Bank von England (BoE) setzen dem Pfund Sterling zu. Die britische Währung verbilligt sich um bis zu 0,4 Prozent auf 1,2269 Dollar.

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,29

Auslöser der Verkäufe waren Äußerungen des Notenbankers Michael Saunders. Dieser brachte eine Zinssenkung ins Gespräch, selbst wenn ein chaotischer Brexit abgewendet werden könne, da die Verunsicherung die britische Konjunktur auf absehbare Zeit beeinträchtigen werde.

Analyst Ricardo Evangelista vom Brokerhaus ActivTrades findet diese Aussage überraschend, da Saunders als Verfechter einer restriktiven Geldpolitik gelte.

Vergangene Woche hatte die Bank von England bereits auf die Belastungen für die Wirtschaft durch den Brexit-Hickhack hingewiesen, ohne direkt eine Zinssenkung zu signalisieren.

11:58 Uhr

Ladensterben in Großbritannien: Leerstand auf Fünf-Jahres-Hoch

Die Einzelhandelskrise in Großbritannien ist kaum mehr zu übersehen: Laut jüngsten Daten der Local Data Company (LDC) hatten im ersten Halbjahr annähernd 12 Prozent der Geschäfte in den wichtigen Einkaufszonen des Landes keine Mieter mehr. Das meldet unter anderem die britische Zeitung "Guardian". Es ist der höchste Leerstand seit fünf Jahren!

In Zahlen bedeutet das: Mehr als 25.700 Geschäfte haben ihre Pforten geschlossen. Schuld daran sind sowohl die steigenden Lebenshaltungskosten durch den Pfund-Verfall sowie das das zurückgegangene Verbrauchervertrauen in Großbritannien.

Die Zahl der großen Handelsketten ist dramatisch geschrumpft. Toys R Us, Poundworld und Maplin sind pleite, Einzelhändler wie New Look, Carpetright und Mothercare werden umstrukturiert.

11:26 Uhr

Wohnungsrückkauf in Berlin: Anleger greifen bei Ado-Aktien zu

An der Börse die Nachricht, dass Berlin knapp 6000 ehemalige Sozialwohnungen von Ado Properties zurückkauft, gut an: Die Aktien legen zeitweise 5,6 Prozent zu. Zuletzt notieren sie noch knapp drei Prozent höher. Nach Abzug der Schulden verbleiben Ado Einnahmen von netto 580 Millionen Euro. Derzeit würden verschieden Optionen für die Verwendung der Erlöse geprüft, teilte das Unternehmen mit.

Ado Properties
Ado Properties 39,14

Dazu zählten die Rückzahlung bestehender Verbindlichkeiten, der Erwerb weiterer Immobilienportfolien und die Verwendung für allgemeine Unternehmenszwecke. Je Quadratmeter zahle die Gewobag etwa 2600 Euro, schrieben die Experten von Jefferies. Der Preis liege damit etwa zehn Prozent über dem Buchwert.

10:47 Uhr

Was bedeutet das E-Zigaretten-Verbot in USA? Sandra Navidi erklärt

Als erster US-Bundesstaat hat Massachusetts den Verkauf von E-Zigaretten vorerst vollständig verboten. Laut Gouverneur Charlie Baker gilt das Verbot in dem Bundesstaat im Nordosten der USA bis zum 25. Januar. Baker sprach von einem Gesundheitsnotstand, nachdem in den USA bei Hunderten Menschen nach dem Konsum von E-Zigaretten Lungenerkrankungen auftraten.

In den kommenden Monaten soll geprüft werden, was die Menschen krank mache und wie solche Produkte besser reguliert werden könnten.

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA ist derweil auf zwölf gestiegen. Zudem gebe es inzwischen 805 bestätigte und wahrscheinliche Verletzte in diesem Zusammenhang, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit. Zuletzt hatte die CDC von rund 530 Verletzten und sechs Todesfällen gesprochen.

Einer Studie im "New England Journal of Medicine" zufolge gab es bereits mehr als 900 Betroffene, rund 500 davon bestätigt. Die Ursache für die Lungenschäden ist noch immer völlig unklar.

10:19 Uhr

Trotz Cook-Pleite: Reisebranche in Deutschland brummt

Die Insolvenz des Branchenriesen Thomas Cook ist offenbar nicht repräsentativ für die gesamte Branche, wie Daten des Statistischen Bundesamts belegen:

  • Demnach steigerten die Reisebüros und Reiseveranstalter ihren Umsatz von 2008 bis 2017 um 54 Prozent - von 21,4 auf 32,9 Milliarden Euro.
  • Gleichzeitig erhöht sich die Zahl der in der Branche tätigen Personen um 30 Prozent auf 92.700.
  • Auch die Zahl der Unternehmen nahm insgesamt zu - um 12,5 Prozent auf 10.776. "Allerdings betrifft das Wachstum nur die Reisebüros", betont das Statistikamt. Deren Anzahl erreichte 2017 mit rund 8800 Unternehmen den höchsten Wert seit 2008, was einer Zunahme um 27 Prozent in diesem Zeitraum entspricht.
  • Die Reiseveranstalter mussten dagegen gleichzeitig einen Rückgang um 34 Prozent auf knapp 2000 Unternehmen hinnehmen.

Hier der aktuelle Stand bei der Cook-Pleite:

09:54 Uhr

Berlin kauft 6000 Wohnungen von Immobilienkonzern zurück

Das Land Berlin hat knapp 6000 Wohnungen von einem Immobilienkonzern zurückgekauft. Die kommunale Gesellschaft Gewobag übernimmt sie nach eigenen Angaben vom Vorabend von Ado Properties (Luxemburg).

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 34,38

Es handele sich um ehemalige Sozialwohnungs-Bestände des Unternehmens GSW, das mittlerweile zur Deutsche Wohnen Gruppe gehört, sagte Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke). Der Kaufpreis der Wohnungen sowie 70 Gewerbeeinheiten in zwei großen zusammenhängenden Quartieren in Berlin-Spandau und Berlin-Reinickendorf betrage 920 Millionen Euro, hieß es.

Die Übernahme sei für Dezember 2019 geplant. Für den Erwerb gibt es keine Zuschüsse des Landes.

Hier in Kürze mehr!

09:47 Uhr

BASF spürt schwächelnde Nachfrage aus der Autoindustrie

Der Chemieriese BASF kann im dritten Quartal keine Besserung vermelden. Die Absatz-Volumnia seien August gesunken, sagt BASF-Chef Martin Brudermüller bei einem Investorentag im belgischen Gent. Bereits im zweiten Quartal hatte BASF einen deutlichen Gewinnrückgang vermeldet.

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BASF bekomme weiter die schwächelnde Nachfrage aus der Automobilindustrie zu spüren. Im Agrargeschäft könne der Ludwigshafener Konzern indes über einen guten Saisonstart in Südamerika berichten. Der Ertrags-Mix in Juli und August ähnele dem aus dem Vorquartal.

Brudermüller hatte erst zur Jahresmitte die Prognose senken müssen. Der Konzern leidet unter dem Handelskonflikt zwischen den USA und China, auch die Unsicherheit um den Brexit belastet. Zentrale Kundengruppen wie die Automobilindustrie schwächeln, gerade konjunkturabhängige Hersteller von Basischemikalien bekommen das lahmende Wachstum der Weltwirtschaft zu spüren.

09:24 Uhr

Trotz Ukraine-Krise im Weißen Haus: Dax wagt sich vor

Der deutsche Aktienmarkt arbeitet  sich zum Wochenausklang langsam in den grünen Bereich vor. Der Dax startet mit 12.341 Punkten 0,4 Prozent höher in den Handel.

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Experten verweisen jedoch angesichts der Ukraine-Krise in den USA auf eine verhaltene Kauflaune. "Die Investoren wissen nicht genau, wie sie auf die politische Krise im Weißen Haus reagieren sollen und bleiben daher lieber erst einmal an der Seitenlinie", sagt Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader.

Zu den Gewinnern gehören die Aktien von BASF, die 1,6 Prozent zulegten. Der Chemiekonzern bekräftigte seine Mittelfrist-Prognosen und kündigte an, die Dividende jährlich zu erhöhen.

Guten Morgen, auch am letzten Handelstag der Woche wird es nicht langweilig. Ob Thomas-Cook-Pleite, Ukraine-Affäre im Weißen Haus oder der immer wilder agierende Boris Johnson, wir bleiben für Sie dran und schauen an dieser Stelle wie die Finanzmärkte auf große und kleine Themen reagieren. Mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie durch durch den heutigen Börsen-Tag.

08:46 Uhr

Euro fällt auf tiefsten Stand seit Mai 2017

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Weiter nach unten geht es mit dem Euro: In der Nacht fällt die Gemeinschaftswährung zeitweise sogar bis auf 1,0905 US-Dollar - und damit auf ein neues Tief seit Mai 2017. Am Morgen kann sich der Euro zunächst stabilisieren und wird zuletzt bei 1,0922 Dollar gehandelt, was in etwa dem Niveau vom Vorabend entspricht.

Marktbeobachter sehen vor allem die Geldpolitik der EZB als eine wesentliche Ursache für die Euroschwäche. Im September hatte die Notenbank ihren geldpolitischen Kurs weiter verschärft und unter anderem die Neuauflage von Anleihekäufen angekündigt. Im Verlauf des Monats hatte der Wert des Euro mehrfach zweijährige Tiefststände erreicht.

08:24 Uhr

Dax drohen Einbußen zum Start

Dax
Dax 12.798,19

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Donnerstag hatte er wegen Spekulationen auf eine Entspannung im Zollstreit zwischen den USA und China 0,4 Prozent im Plus bei 12.289 Punkten geschlossen.

Etwas Abwechslung von diesem Thema verspricht eine Flut von Konjunkturdaten, die auf Anleger zurollt. Auf dem Terminplan stehen unter anderem die Barometer für die Stimmung der europäischen Verbraucher und Firmenlenker.

In den USA werden unter anderem die Konsumausgaben veröffentlicht. Von diesen Zahlen versprechen sich Börsianer Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinssenkungen der US-Notenbank. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

 

08:13 Uhr

Nach Angriff - Übertreiben Saudis Reparatur-Fortschritt?

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 61,06

Nach den Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien gehen die Reparaturarbeiten schneller voran als gedacht, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf Insider. Demnach hat die Produktionsmenge wieder ein Volumen von acht Millionen Barrel pro Tag erreicht und bewege sich wieder in Richtung der Menge, die vor dem Angriff auf die Ölanlagen Mitte September produziert wurde.

Zuletzt gab es mehrfach Pressemeldungen unter Berufung auf Insider, die von schnellen Fortschritten des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco bei den Reparaturarbeiten berichten. Rohstoffexperten verwiesen aber darauf, dass Saudi Aramco derzeit einen Börsengang plane und negative Schlagzeilen vermeiden wolle.

Die Ölpreise geben daraufhin nach. Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 62,26 US-Dollar. Das sind 48 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 24 Cent auf 56,17 Dollar. Vor einer Woche hatte ein Barrel WTI-Öl noch mehr als 58 Dollar gekostet.

 

07:58 Uhr

Hacker attackieren Rüstungskonzern Rheinmetall

Ein Hackerangriff drückt die Aktien des Autozulieferers Rheinmetall. Sie verlieren im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz 2,8 Prozent. Das Unternehmen erklärt, die Attacke beeinträchtige die Produktion in Nord- und Südamerika. Sollten die Einschränkungen mehr als zwei Wochen anhalten, müsse mit einer Ergebnis-Belastung von drei bis vier Millionen Euro pro Woche gerechnet werden.

07:33 Uhr

Trump-Skandal lastet auf Börsen Asiens

Nikkei
Nikkei 22.625,38

Der Streit über ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump belastet auch die Börsen in Asien. Der Fall schüre die Sorgen unter den Anlegern um die globale Konjunktur weiter, sagen Händler. Die Vorwürfe des Machtmissbrauchs in der Affäre um ein Trump-Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hatten schon am Vorabend die Kauflaune an der Wall Street gedämpft.

In Tokio gibt der Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte 1,3 Prozent auf 21.769 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 1,8 Prozent auf 1598 Punkte. Die chinesische Börse in Shanghai liegt 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt ebenfalls 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans steigt um 0,1 Prozent.

07:16 Uhr

Musk kündigt Rekord für Tesla an

Tesla
Tesla 229,30

Elon Musk kündigt für seinen Autokonzern Tesla einen Auslieferungsrekord an - und macht damit kräftig Wind an der Börse: "Wir haben die Chance, unser erstes Quartal mit 100.000 Auslieferungen zu erreichen", schrieb Musk vom Branchenblog "Electrek" veröffentlichten E-Mail an Tesla-Mitarbeiter. Die Nachfrage sei stark, so dass Tesla 110.000 Bestellungen verbuchen könnte, hieß es in Musks Rundschreiben weiter.

Die Herausforderung sei, die Autos zügig an die Kundschaft zu bringen. Dazu müsse Tesla zum Quartalsende so viele Ressourcen wie möglich aufbieten. Anlegern gefiel das: Teslas Aktien gingen mit einem Plus von über sechs Prozent aus dem Handel. So stark hat der Kurs seit fast vier Monaten nicht mehr zugelegt.

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Im zweiten Quartal hatte Tesla gut 95.000 Autos ausgeliefert und damit seinen bisherigen Bestwert erreicht.

(Foto: imago images / Sven Simon)

 

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