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"Rückgrat der Gesellschaft" Inhabergeführte Unternehmen

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„Familien sind das Rückgrat der Gesellschaft“ – was nach politischer Sonntagsrede klingt, ist nach Meinung von Volker Schmidt-Jenrich von SJB Fonds Skyline in der Wirtschaft harte und ehrliche Realität. Dafür stünden mehr als 900 Mrd. Euro Umsatz und mehr als vier Mio. Arbeitsplätze. Wer bei inhabergeführten Firmen zuerst an kleine und mittlere Unternehmen denkt, hat Namen wie Faber-Castell, Bahlsen, Lambertz, Fielmann im Kopf.

Haltung und Handeln inhabergeführter Unternehmen spielen sich aber nicht nur im Kleinen ab. Werner von Siemens, Franz Haniel, Carl Miele oder Reinhard Zinkmann sind große historische Beispiele. Unternehmen wie Bertelsmann, Oetker oder der Technologiekonzern Heraeus mit einem Umsatz von 16 Mrd. Euro und weltweit 12.800 Beschäftigten haben heute in ihren Sektoren maßgebliche Marktpositionen.  Viele inhabergeführte Unternehmen werden gestärkt aus der Wirtschaftskrise kommen, glaubt Volker Schmidt-Jennrich von SJB Fonds Skyline.

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Laut EU-Kommission sind 60 Prozent aller europäischen Firmen kleine und mittlere Unternehmen. Die Mehrheit ist inhaber- oder familiengeführt. Allein in Deutschland erwirtschaften inhabergeführte Firmen Umsätze von 910 Milliarden Euro und bieten 4,3 Millionen Arbeitsplätze: Viele von ihnen werden gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgehen, denn sie haben starke Eigenkapitalpuffer. Seit der Wirtschaftskrise 2000/ 2001 haben sich Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Rentabilität und Liquidität systematisch verbessert. 2002 betrug die Eigenkapitalquote rund 18,9 Prozent. Bis 2007 stieg sie auf rund 29,8 Prozent. Im Schnitt verfügen diese Unternehmen hierzulande über Eigenkapital von 44,7 Prozent.

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So viel Stärke macht selbstbewusst. Laut Stiftung Familienunternehmen schätzen drei von vier inhabergeführten Firmen ihre Geschäftslage sehr gut bis befriedigend ein. Die Unternehmensinhaber legen viel Wert auf Handlungsfähigkeit durch eigene Stärke. 71,2 Prozent wollen durch Cash Flow wachsen. Bei anstehenden Investitionen sind sie nicht auf Bankkredite angewiesen. Sie expandieren antizyklisch und erschließen neue Märkte, auch in der EU und in Schwellenländern. Not in Krisenzeiten macht erfinderisch. 2008 investierten inhabergeführte Unternehmen durchschnittlich 3,5 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, nicht-inhabergeführte Unternehmen 2,5 Prozent.

Jedes fünfte Familienunternehmen wollte diese Ausgaben 2009 sogar noch steigern. Besondere Kraftquelle für ihre Finanzen und Innovationen ist die Interessengleichheit zwischen Unternehmen und Eigentümern. Und sie denken langfristig, oft generationsübergreifend. 78,0 Prozent inhabergeführter Firmen geben die Weiterführung des Unternehmens als ihr wichtigstes nicht-finanzielles Ziel an. Dafür ist wirtschaftlicher Erfolg die beste Voraussetzung. 87,0 Prozent wollen ihr Kapital weiter aufbauen und die Liquidität erhalten. Fazit: Inhabergeführte Unternehmen wissen es: „Investiere in der Not, dann hast Du in Zeit und Not.“ Einfach kaufen.

 

 

 

 

Quelle: n-tv.de