Marktberichte

Wall Street schnauft durch Apple bremst Rekordrally aus

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(Foto: AP)

Nur ein bisschen Veränderung am Jahrestag des "Schwarzen Montags": Die Anleger an der Wall Street schalten nach einer langen Rekordjagd aber erst einmal einen Gang runter. Als Bremsklotz erweist sich unter anderem anderem Apple.

Die Technologieschwergewichte Apple und Ebay haben die Rekordjagd an der Wall Street gebremst. "Die Leute denken, dass der Oktober eine gruselige Zeit ist und sie Gewinne mitnehmen sollten", sagte Aktienanalystin Kim Forrest vom Finanzberater Fort Pitt Capital Group. "Vielleicht passiert das gerade bei den Technologiewerten."

Der Dow Jones der Standardwerte notierte zum Schluss kaum verändert auf 23.163 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg fast einen Punkt auf 2562 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,3 Prozent auf 6605 Punkte.

In Frankfurt ging der Dax 0,4 Prozent schwächer auf 12.990 Punkten aus dem Handel. Der Rücksetzer kam auf den Tag genau 30 Jahre nach dem Börsencrash, der als "Schwarzer Montag" in die Geschichte einging. Die Apple-Aktien sackten 2,4 Prozent ab. Hintergrund war ein Bericht der taiwanischen Zeitung "Economic Daily News", wonach das Unternehmen wegen des enttäuschenden Absatzes von iPhone-8-Smartphones die Bestellungen bei Zulieferern um bis zu 50 Prozent gekürzt haben soll.

Ebays Kurs büßte 1,8 Prozent ein. Der Internet-Händler enttäuschte die Anleger mit seiner Gewinnprognose. Auf der Gewinnerliste standen dagegen Verizon mit einem Kursgewinn von 1,2 Prozent. Der größte US-Mobilfunkkonzern hatte im vergangenen Quartal etwas mehr umgesetzt als von Analysten erwartet.

Gefragt waren auch Adobe, die 12,2 Prozent in die Höhe schnellten. Der Softwarekonzern rechnet damit, dass Gewinn und Umsatz im kommenden Jahr über den aktuellen Analystenerwartungen liegen. An der New York Stock Exchange wechselten rund 710 Millionen Aktien den Besitzer. 1446 Werte legten zu, 1396 gaben nach und 206 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,82 Milliarden Aktien 1250 im Plus, 1664 im Minus und 209 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 7/32 auf 99-14/32. Die Rendite sank auf 2,3142 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 12/32 auf 98-11/32 und rentierte mit 2,8317 Prozent. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, wonach Fed-Direktor Jerome Powell die besten Aussichten haben soll, von Präsident Donald Trump zum Kandidaten für den Chefposten der US-Notenbank nominiert zu werden. Trump neige zur Ernennung Powells, berichtete "Politico" unter Berufung auf drei Regierungsinsider, die namentlich nicht genannt wurden.

Quelle: n-tv.de, hul/rts