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Dow Jones hält ganz still Börsianer finden die Fed "etwas halbherzig"

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Die Kurse stabilisieren sich, aber Analysten finden den Kurs der Fed "halbherzig".

(Foto: AP)

Ein Schuss Hoffnung ist dabei: Die obersten US-Währungshüter schließen weitere Zinssenkungen nicht aus. Das reicht, um an der Wall Street die anhaltenden Sorgen vor dem Handelsstreit mit China einzuschläfern. Trotzdem bleiben die Anleger vorsichtig.

Der US-Aktienmarkt hat sich nach seinen jüngsten Verlusten etwas stabilisiert. Nachdem die wichtigsten Indizes im frühen Handel zunächst noch weiter nachgegeben hatten, drehten sie im Verlauf moderat ins Plus und schlossen schließlich kaum verändert. Börsianer werteten jüngste Aussagen von Vertretern der US-Notenbank positiv, wonach die Währungshüter weiterhin bereit seien zu handeln, wenn dies zur Stützung der Wirtschaft erforderlich sei. Im Hintergrund schwelt derweil der Handelskonflikt mit China weiter.

Der Dow Jones Industrial stieg um 0,06 Prozent auf 26 949,9 Punkte. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,01 Prozent auf 2991,7 Punkte nach. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,06 Prozent auf 7818,6 Zähler nach unten.

Auch die jüngsten Entscheidungen der Fed sorgten für Gesprächsstoff. Die in der vergangenen Woche erfolgte US-Leitzinssenkung - der zweite Schritt innerhalb von zwei Monaten - bezeichnete Marktanalyst Michael Hewson vom Handelshaus CMC als "etwas halbherzig". Es sei so, als hätten die Notenbanker damit klarmachen wollen, dass sie mit ihrer Geldpolitik nicht ständig globale Unsicherheiten wettmachen könnten, sagte Hewson.

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Mit Blick auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China wurde am Wochenende zwar der geplante Besuch einer chinesischen Delegation in den beiden landwirtschaftlich geprägten Bundesstaaten Montana und Nebraska kurzfristig abgesagt. Von chinesischer Seite jedoch wurde die Bedeutung dieses Vorgangs relativiert. Außerdem spielte US-Präsident Donald Trump die Notwendigkeit einer raschen Einigung im Handelsstreit zuletzt herunter: Er brauche nicht zwangsläufig vor der Präsidentenwahl im November 2020 ein Handelsabkommen, hatte er Ende vergangener Woche im Weißen Haus gesagt.

Vom Handelsstreit betroffen ist auch Apple. Der Konzern wird seinen neuen Hochleistungs-Computer Mac Pro nun doch wieder in Texas montieren. Die Aktien gewannen 0,45 Prozent. An der Dow-Spitze stiegen die Anteilscheine von American Express um gut 1 Prozent. Der Kreditkartenanbieter will bis zu 120 Millionen eigene Aktien zurückkaufen und die Dividende um 10 Prozent erhöhen.

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Am Dow-Ende fielen die Aktien des Gesundheitsdienstleisters und Krankenversicherers UnitedHealth Group um 1,8 Prozent. Die Papiere der Drogerie- und Apothekenkette Walgreens Boots Alliance knüpften nach der Erholung vom Freitag an ihren jüngsten Abwärtstrend an und verloren mehr als 1 Prozent. Zudem hatte die Investmentbank Goldman Sachs ihre Kaufempfehlung für den Aluminiumproduzenten Alcoa gestrichen. Dessen Papiere büßten fast 2 Prozent ein.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

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