Marktberichte

Kursverluste bei Schwergewichten US-Anleger rechnen mit Zinssenkung

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Dieser ehe maue Start in die neue Handelswoche lässt noch genügend Luft nach oben.

(Foto: REUTERS)

An der Wall Street fehlt den Anlegern zum Start in die neue Handelswoche die Kauflaune. Nur zu Beginn klettern die Kurse, am Ende steht ein uneinheitlicher Handel. Kursgebende Themen gibt es aber genug - in beide Richtungen.

Die Wall Street hat zum Wochenstart nach einem zunächst freundlichen Auftakt uneinheitlich geschlossen. Vor allem Kursverluste bei schwergewichtigen Hochtechnologiewerten wie Microsoft hätten auf die Stimmung gedrückt, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 26.835 Punkten. Der Nasdaq Composite gab dagegen 0,2 Prozent auf 8087 Punkte nach. Der breit gefasste S&P-500 notierte zuletzt kaum verändert bei 2978 Punkten. Im frühen Handel hatten sich Investoren noch in der Hoffnung auf weitere Zinssenkungen der Notenbank Fed mit US-Aktien eingedeckt. Der Dax schloss 0,2 Prozent höher bei 12.220 Punkten.

Bei den Unternehmen rückten Boeing und AT&T ins Rampenlicht. Der Airbus-Rivale kämpft mit technischen Problemen bei seinem neuen Großraum-Flugzeug 777X. Wegen Schwierigkeiten mit den Triebwerken des Zulieferers General Electric (GE) musste der Flugzeug-Hersteller den Marktstart der Maschinen bereits auf 2020 verschieben. Boeing-Aktien verloren mehr als ein Prozent.

Elliott mischt mit

Die Anteilsscheine des Telekomkonzerns AT&T legten dagegen 1,5 Prozent zu. Der US-Hedge-Fonds und Aktionär Elliott forderte das Management von AT&T auf, nicht zum Kerngeschäft zählende Firmenanteile zu verkaufen und die Kosten zu senken. Auch stellte Elliott den Kauf von Time Warner in Höhe von 85 Milliarden Dollar (rund 80 Milliarden Euro) in Frage. US-Präsident Donald Trump begrüßte Elliotts Engagement.

Die Aktien von Fred's brachen um knapp 50 Prozent ein, nachdem der Discount-Einzelhändler einen Antrag auf Gläubigerschutz gestellt hatte.

Zu den Gewinnern zählten Wells Fargo mit einem Plus von 2,7 Prozent, obwohl die Bank in diesem Jahr mit einem Rückgang des Zinsüberschusses um sechs Prozent rechnet.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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