Marktberichte

Buffett verkauft Airline-Aktien Wall Street schließt nach Auf und Ab fester

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Was kann man aus diesem Handelstag schließen?

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Neue Handelswoche – und sie beginnt an der Wall Street mit Aufschlägen. Allerdings stehen vor allem Airline-Aktien unter Druck. Investmentlegende Buffett ist ein Grund dafür. Dagegen sind vor allem Online-Spieleanbieter gefragt.

Die US-Börsen haben zum Wochenauftakt zugelegt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent fester bei 23.749 Punkten fast auf Tageshoch, nachdem er weite Teile des Handels im Minus gelegen und zwischenzeitlich rund 400 Stellen tiefer notiert hatte. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,3 Prozent auf 2839 Zähler, der Nasdaq Composite um 1,2 Prozent auf 8710 Punkte. Der Dax hatte dagegen deutlich tiefer geschlossen.

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Der Dow drehte erst in der letzten halben Stunde des Handels ins Plus. Zuvor hatten der Streit zwischen den USA und China über die Herkunft des Coronavirus und kritische Worte des Investors Warren Buffett über die Luftfahrt-Branche die Kurse belastet. US-Präsident Donald Trump macht China für die Pandemie verantwortlich und drohte der Volksrepublik in dem Zusammenhang mit neuen Zöllen. Im späten Handel hievten aber Kursgewinne großer Tech-Unternehmen die Indizes ins Plus. Apple, Amazon und Facebook gewannen mehr als ein Prozent, Microsoft rund zwei Prozent.

Online-Spieleanbieter gefragt

Unter schweren Druck gerieten zunächst Aktien von Fluggesellschaften wie Delta, American, Southwest und United mit Abschlägen von bis zu 14,5 Prozent. Im späten Handel reduzierten sich die Abschläge aber. Die Holding Berkshire Hathaway des Investors Warren Buffett hatte am Wochenende angekündigt, sich von seinen entsprechenden Beteiligungen zu trennen. Die Branche wurde von der Virus-Pandemie hart getroffen. Per Ende 2019 hielt Berkshire je etwa zehn Prozent an den vier Fluggesellschaften.

Um gut acht Prozent abwärts ging es für die Aktien der Fleischkonzerns Tyson Foods. Das Unternehmen kündigte an, vorübergehend Schlachthäuser zu schließen, falls dies nötig werde. Weil im Kampf gegen die Pandemie Restaurants geschlossen sind, dürfte die Fleischnachfrage in der zweiten Jahreshälfte zurückgehen. Zuletzt war es immer wieder zu Ausbrüchen der Lungenkrankheit Covid-19 bei Arbeitern in den Schlachthäusern gekommen. Trump hatte die Branche aber als notwendig bezeichnet, die auch während der Pandemie weiter arbeiten darf.

Zu den Gewinnern gehörten indes die Online-Spieleanbieter Activision Blizzard und Electronic Arts, deren Aktien jeweils etwa drei Prozent zulegten. Analysten der Credit Suisse hatten die Kursziele für beide Firmen zuvor hochgesetzt. Die Virus-Krise sollte nicht nur dazu führen, dass Kunden mehr Spiele herunterladen, sondern auch mehr Geld für In-Game-Zukäufe ausgeben würden, hieß es.

In der laufenden Berichtssaison haben bislang etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen aus dem S&P 500 Zahlen vorgelegt. Analysten gehen auf dieser Basis davon aus, dass die Gewinne dieser Firmen im ersten Quartal im Schnitt wohl um 12,5 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums liegen werden. Für das zweite Quartal gehen sie von einem Einbruch von 39 Prozent aus.

Quelle: ntv.de, bad/rts