Marktberichte

Apple gibt leicht nach Wall Street wegen G20-Treffen optimistisch

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(Foto: dpa)

Ein Ende des Handelsstreits erwarten sie nicht - trotzdem blicken US-Anleger positiv auf das bevorstehende Gespräch zwischen Trump und Xi. Der Dow-Jones-Index macht einen kleinen Sprung. Zu den Verlieren des Tages zählt Tech-Unternehmen Apple.

Zum Wochenausklang haben Anleger an der Wall Street leicht optimistisch auf das G20-Treffen geblickt. Am Samstag werden US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping zusammentreffen. Einen Durchbruch im Handelsstreit erwartete zwar kaum jemand. Doch schon eine Annäherung könne als Erfolg gewertet werden, hieß es im Handel. "Es besteht große Unsicherheit darüber, was das Treffen am Samstag bringen wird. Das Minimalziel, das Händler erwarten, besteht in einer Wiederaufnahme der festgefahrenen Verhandlungen. Dadurch dürfte sich die Einführung zusätzlicher Zölle verzögern", argumentierte Analyst Raffi Boyadjian von XM.

Der Dow-Jones-Index legte um 0,3 Prozent auf 26.600 Punkte zu, S&P-500 und Nasdaq-Composite stiegen um 0,6 bzw. 0,5 Prozent. Zum Monats- und Quartalsende verbuchte der S&P-500 auf Monatssicht ein Plus von 6,9 Prozent und auf Quartalssicht von 3,8 Prozent. Damit war der Juni 2019 der beste seit 1955.

Bei den Einzelwerten gaben Apple um 0,9 Prozent nach. Designchef Jony Ive wird das Unternehmen nach fast drei Jahrzehnten verlassen und sich selbstständig machen. Apple soll aber einer der Hauptkunden von Ives neuem Designbüro werden und beide Seiten wollen künftig bei einer Reihe von Projekten zusammenarbeiten. Nike tendierten um 0,3 Prozent höher. Der Sportartikelhersteller hatte in seinem vierten Quartal wegen Investitionen und einer höheren Steuerquote weniger verdient als erwartet. Dank eines guten Wachstums in China und Nordamerika übertraf Nike aber die Umsatzschätzungen.

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Am Devisenmarkt herrschte eine abwartende Haltung vor. Der Dollar notierte wenig verändert, zuletzt ging der Euro bei 1,1370 Dollar und damit auf dem Niveau des Vorabends um. Alle Welt schaue auf das Treffen der Präsidenten Xi und Trump während des Gipfels, nachdem die jüngste Eskalation im Handelsstreit Auslöser für eine neuerliche dramatische Eintrübung der globalen Konjunkturaussichten gewesen sei, sagte Devisenanalystin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. Der WSJ-Dollarindex zeigte sich unverändert.

Die Ölpreise zeigten sich zweigeteilt: Während der Preis der international gehandelten Sorte mit 66,55 US-Dollar je Fass stagnierte, sank der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI um 1,6 Prozent auf 58,47 Dollar. In den USA stieg nicht nur die Anzahl der aktiven Ölförderanlagen, die Förderung erreichte zudem insgesamt einen neuen Rekordstand.

Der Goldpreis stieg dank der schwachen Inflations- und trüben Konjunkturdaten um 0,1 Prozent auf 1.411 Dollar, weil Zinssenkungsfantasien das zinslose Edelmetall an Attraktivität gewinnen ließen. Die Unsicherheit mit Blick auf den G20-Gipfel stützte das Edelmetall kaum. Der Goldpreis hat im Juni um rund 8 Prozent zugelegt.

Quelle: n-tv.de, jpe/DJ