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Befehl an Satelliten aus China Amateurfunker knipst Sonnenfinsternis-Bild

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Aus dieser Perspektive ist der Schatten auf der Erde deutlich zu erkennen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für ihn ist es Routine. Für Beobachter dürfte dieser Schnappschuss und seine Entstehung eher kurios sein. Ein deutscher Amateurfunker lichtet eine Sonnenfinsternis aus der Perspektive des Mondes ab. Er bedient sich dabei chinesischer Technologie.

Ein Amateurfunker aus Schleswig-Holstein hat ein spektakuläres Foto einer Sonnenfinsternis aus der Mondperspektive veröffentlicht, das von einem chinesischen Satelliten gemacht wurde. Das Foto zeigt im Vordergrund die von Kratern zerklüftete Rückseite des Mondes und im Hintergrund die blaue Erde mit einem schwarzen Fleck links oben.

Das Foto sei am 2. Juli gemacht worden und zeige die Sonnenfinsternis über dem Pazifik bei Chile, sagte der Amateurfunker Reinhard Kühn. Aufgenommen wurde es von dem chinesischen Satelliten "Longjiang 2" - und der Befehl zum Download des Bildes kam von dem 70-Jährigen aus Sörup bei Flensburg. Der ehemalige Banker, der seit 50 Jahren leidenschaftlicher Funkamateur ist, arbeitet seit Mitte 2018 mit den Chinesen zusammen. "Die haben festgestellt, dass sie jemand brauchen, der den Uplink machen kann, wenn in China der Mond nicht mehr sichtbar ist", sagte er.

Für den chinesischen Satelliten bekam Kühn vom Harbin Institute of Technology in China unter dessen Projektleiter Wei Mingchuan eine Datenbank mit Befehlen, die er über seine Antenne ausstrahlen kann. So konnte er auch den Befehl zum Download geben. Das Foto wurde dann über das Dwingeloo-Radioteleskop in den Niederlanden und von chinesischen Stationen empfangen.

Tammo Jan Dijkema von der Camras-Stiftung, die das Dwingeloo-Radioteleskop betreibt, bestätigte den Download. Er habe das Teleskop bedient, als das Foto vom Satelliten heruntergeladen wurde, sagte er. Die Mit-Rechte an dem Bild hat sich Kühn also verdient - mit seinem Rufzeichen DK5LA steht er drunter.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa

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