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Risse im FensterBeschädigtes chinesisches Raumschiff in Wüste gelandet

19.01.2026, 10:17 Uhr
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Rückkehrkapsel des Raumschiffs "Shenzhou 20" am Landeplatz Dongfeng. (Foto: picture alliance / Xinhua News Agency)

Weil am Fenster des Raumschiffs "Shenzhou 20" Schäden festgestellt wurden, mussten drei chinesische Astronauten mit einem Notfallplan zurückgeholt werden. Nun ist auch ihr Raumschiff wieder auf der Erde - doch in welchem Zustand? Und was hat die Schäden verursacht?

Chinas beschädigtes Raumschiff "Shenzhou 20" ist zur Erde zurückgekehrt. Die unbemannte Raumkapsel landete nach offiziellen Angaben am Vormittag (Ortszeit) in der Landezone Dongfeng in der nordchinesischen Wüste Gobi, in der Autonomen Region Innere Mongolei.

Nach ersten Begutachtungen habe die Raumkapsel einen normalen Eindruck gemacht und die Güter an Bord seien in gutem Zustand, berichteten Staatsmedien. Demnach war die Rückkehr-Mission ein "voller Erfolg".

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Moment der Trennung der Orbitalkapsel von "Shenzhou 20" von der Rückkehrkapsel. (Foto: picture alliance / Xinhua News Agency)

Die "Shenzhou 20" hätte mitsamt ihrer dreiköpfigen Crew eigentlich am 5. November wieder zur Erde fliegen sollen. Doch Risse im Fenster, die laut chinesischen Raumfahrtexperten durch den Zusammenprall mit kleinen Weltraumschrottteilen entstanden sein dürften, hatten die Rückkehr zunächst auf unbestimmte Zeit verzögert.

Neun Monate im All

Erstmals in seiner Raumfahrt-Geschichte musste China ein Notfallprotokoll in Gang setzen, um die gestrandeten Raumfahrer zur Erde zurückzuholen. Die Missionsleitung entschied schließlich, dass die drei Männer am 14. November auf die bereits angedockte Kapsel ihrer Nachfolger, der "Shenzhou 21", umsteigen und zurückkehren sollen.

Die "Shenzhou 20" verblieb für weitere Überprüfungen und Reparaturen an der Weltraumstation und kehrte nun nach insgesamt 270 Tagen im All zurück auf die Erde. Der Vorfall zeigte, dass Weltraumschrott - also alle nicht mehr verwendeten Objekte wie Satelliten oder Bruchstücke - ein drängenderes Problem für die internationale Raumfahrt geworden ist.

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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