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Mehr als 40 Grad und 430.000 Blitze Die Rekorde des Hitze-Wochenendes

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19.000 Badegäste suchten im Strandbad Wannsee die Abkühlung.

(Foto: picture alliance / dpa)

Dass es am Wochenende besonders heiß war in Deutschland, haben wir alle gemerkt. Und dann krachte es. Wo zuckten die meisten Blitze über den Himmel? Wo waren die Hagelkörner am größten? Und wo hatte die Feuerwehr besonders viel zu tun? Hier die Antworten.

Der Temperaturrekord: Am heißesten war es am Wochenende in Kitzingen am Main (Bayern): 40,3 Grad Celsius zeigte das Thermometer dort an. Das ist die höchste jemals gemessene Temperatur in Deutschland seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

Die heißeste tropische Nacht von Samstag auf Sonntag: Wie n-tv Meteorologe Björn Alexander den Messwerten entnehmen kann, mussten die Menschen in Durbach bei Freiburg nachts am meisten schwitzen: Die Temperaturen fielen dort nicht unter 26 Grad Celsius. Auch Frankfurt am Main, Endenburg im Schwarzwald, Hohenstadt auf der Alb, Dollenberg und Großerlach-Mannenweiler (beides Baden-Württemberg) sowie Torgau in Sachsen verzeichneten in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen hohen Tiefstwert: Dort blieb es 25 Grad warm.

Das bestbesuchte Freibad: Das dürfte das Strandbad Wannsee gewesen sein. Samstag und Sonntag kamen dort 19.000 Badegäste zusammen.

Die meisten Blitze: Als es schließlich krachte, zogen die heftigsten Gewitter über die Mitte und den Norden Deutschlands hinweg. "Dort gab es innerhalb von 24 Stunden über 250.000 Blitze, die die Erde erreichten", weiß n-tv Meteorologe Alexander. "Hinzu kamen fast 170.000 Wolkenblitze, was uns insgesamt zu über 430.000 Blitzen bringt."

Der heftigste Regen: "Binnen einer Stunde fielen in Bielefeld und Oerlinghausen (beides Nordrhein-Westfalen) 44 Liter pro Quadratmeter", sagt der Wetterexperte. In Königsberg in Bayern waren es immerhin 42 Liter. Im niedersächsischen Uetze gingen 35 Liter pro Quadratmeter nieder, in Redefin in Mecklenburg-Vorpommern war es die immer noch beachtliche Menge von stündlich 29 Litern pro Quadratmeter.

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Die größten Hagelkörner: Bei Twitter gibt es ein beeindruckendes Bild von Hagelklumpen in Freudenberg im Siegerland, Nordrhein-Westfalen: Dort waren sie offenbar wo groß wie Äpfel.

Die heftigsten Böen: "In Brodersby-Schönhagen, Schleswig-Holstein, erreichte der Wind Geschwindigkeiten von 120 Kilometern in der Stunde", so Alexander. "In der Autostadt Wolfsburg waren es 119 km/h." Auf dem Brocken gab es Böen mit einer Geschwindigkeit von 117 km/h, auf dem Braunschweiger Flughafen wurden Windgeschwindigkeiten von 111 km/h gemessen, und in Sankt-Augustin bei Bonn brachte es der Wind auf 106 km/h.

Die meisten Feuerwehreinsätze: Darüber gibt es keine offizielle Statistik, jedoch hatte die Feuerwehr in Braunschweig auffällig viel zu tun: Mehr als 100 Mal rückte sie aus. Blitze hatten Gebäude in Brand gesetzt, Bäume waren umgestürzt, Keller vollgelaufen.

Die meisten Zugausfälle: Wie eine Bahnsprecherin n-tv.de sagte, beeinträchtigten die Gewitter am stärksten die Strecke Hannover-Wolfsburg. Sie musste wegen umgestürzter Bäume und gerissener Oberleitungen gesperrt werden.

Der größte Temperatursturz: Die Nacht zum Montag fiel deutlich kühler aus als die davor: "Sie war im Mittel 5 bis 10 Grad kälter", sagt Alexander. An der Nordsee, in Husum, wo es gestern am späten Nachmittag noch 31 Grad warm war, werden heute nur noch maximal 18 Grad Celsius erreicht. Die Höchsttemperatur ist damit von einem Tag auf den anderen um 13 Grad gefallen.

Quelle: n-tv.de, asc

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