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Neue Technologien als Belastung Digitalstress senkt die Arbeitsleistung

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Der Grad der Digitalisierung muss zu den Kompetenzen der Mitarbeiter passen. Ist das nicht der Fall, sorgt das für Stress.

(Foto: imago/Westend61)

Neue Technologien am Arbeitsplatz stellen laut einer Studie einen erhöhten Stressfaktor dar. Daraus resultieren oft Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Hauptursache ist aber nicht die Technologie selbst, sondern mangelndes Wissen darüber.

Stress mit der Digitalisierung am Arbeitsplatz schwächt die Arbeitskraft. Das legt eine neue Studie von Wissenschaftlern der Universität Augsburg nahe, die insgesamt 2640 Arbeitnehmer befragten. Demnach leidet mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer, die sich hohem digitalen Stress ausgesetzt sehen, unter Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und allgemeiner Müdigkeit. "Nachweislich verringert übermäßiger digitaler Stress die berufliche Leistung, um zugleich mit einem starken Work-Life-Konflikt einherzugehen", heißt es in einer Mitteilung der Uni.

Die Studie brachte ein überraschendes Ergebnis: 25- bis 34-Jährige empfinden durch die neuen Technologien größere Belastung als ältere Kollegen. Und Frauen sollen digital gestresster sein als Männer. Projektleiter Henner Gimpel - ein Wirtschaftsingenieur - und seine Kollegen erstellten die Untersuchung gemeinsam mit der Fraunhofer Projektgruppe Wirtschaftsinformatik. Gefördert wurde die Studie von der Hans-Böckler-Stiftung des DGB.

Die Wissenschaftler fragten die Arbeitnehmer zunächst, welche von 40 Technologien sie bei der Arbeit nutzen - angefangen vom Festnetztelefon übers Navi bis zu künstlicher Intelligenz. Anschließend wurden Stressempfinden, berufliche Belastung, Krankheitstage und Ähnliches abgefragt. Dabei kam heraus, dass Arbeitnehmer mit hohem Digitalstress wesentlich häufiger an Kopfschmerzen oder Schlafstörungen leiden als im Schnitt.

Digitalisierung muss zu Kompetenzen passen

Hauptursache von Digitalstress ist laut Studie aber weniger die Technologie als solche als vielmehr mangelndes Wissen der Arbeitnehmer im Umgang damit. Einzelne Stressfaktoren sind demnach Komplexität und Unzuverlässigkeit der Technologie ebenso wie Sorge um den eigenen Arbeitsplatz.

Der Digitalisierungsgrad des Arbeitsplatzes ist nicht alleine ausschlaggebend für das Level an digitalem Stress. Der Grad der Digitalisierung müsse zu den Kompetenzen der Arbeitnehmer passen. Erst das Ungleichgewicht zwischen den Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Technologien und den Anforderungen sorge für Stress. Laut Studie ist diese Form von Stress in allen Branchen zu finden - sowohl in der Informations- und Kommunikationsbranche, als auch in Gewerkschaften, Verbänden und Parteien.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa