Wissen

Knapp sechs Stunden Flug Drei Raumfahrer erreichen die ISS

Erst gerät ein Raumfrachter außer Kontrolle und stürzt ab, daraufhin verspätet sich der Flug der drei Raumfahrer um ganze zwei Monate. Jetzt geht aber alles nach Plan. Die Raumfahrer fliegen zur ISS und docken an.

Drei Raumfahrer haben an Bord einer Sojus-Rakete die Internationale Raumstation (ISS) erreicht. Die Raumfahrer aus Russland, den USA und Japan dockten um 04.46 Uhr (MESZ) an der ISS an, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Die Reise des Trios zum Außenposten der Menschheit gut 400 Kilometer über der Erde hatte sich nach dem Absturz eines unbemannten Raumfrachters um zwei Monate verzögert.

60261867.jpg

Der Abflug hatte sich um zwei Monate verspätet, nachdem ein Raumfrachter abgestürzt war.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die russische Sojus-Rakete war am Mittwochabend planmäßig um 23.02 Uhr (MESZ) vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in der kasachischen Steppe abgehoben. An Bord waren der russische Kosmonaut Oleg Kononenko, der US-Astronaut Kjell Lindgren und ihr Kollege Kimiya Yui aus Japan.

Der Abflug zur ISS war ursprünglich Ende Mai geplant, wurde aber wegen des Absturzes eines russischen "Progress"-Frachters im April verschoben. Dieser hatte nach dem Start die vorgesehene Umlaufbahn verfehlt und geriet außer Kontrolle. Einige Tage später verglühte der Frachter beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos setzte daraufhin sämtliche Weltraumflüge aus.

Astronaut froh über Verzögerung

Auch die zunächst für Mitte Mai geplante Rückkehr von drei Besatzungsmitgliedern der ISS verzögerte sich deswegen. Kononenko, Lindgren und Yui erklärten vor dem Start, sie seien gut vorbereitet worden und machten sich keine Sorgen, dass etwas schief gehen könnte. "Jetzt habe ich mehr Vertrauen in die Zuverlässigkeit (der Sojus)", sagte Lindgren der Agentur Tass zufolge.

Die drei sollen für 163 Tage im All bleiben. Sie verstärken auf der ISS die russischen Kosmonauten Gennadi Padalka und Michail Kornijenko sowie den US-Astronauten Scott Kelly.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa/AFP

Mehr zum Thema