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Jungfernflug der "Falcon Heavy" Elon Musk schießt Tesla ins All

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Die "Falcon Heavy" wartet auf der historischen Startrampe 39A auf ihren Jungfernflug.

(Foto: REUTERS)

Die "Falcon Heavy" von SpaceX ist die stärkste Raumfahrtrakete, die derzeit im Einsatz ist. Irgendwann einmal soll sie Touristen ins All und bis zum Mars fliegen - für ihren Jungfernflug verfrachtet Elon Musk allerdings einen Tesla an Bord.

Der US-amerikanische Space-X- und Tesla-Chef Elon Musk will am Dienstagabend ein Elektroauto ins All schießen. Der Tesla aus Musks Privatbesitz soll sich als Ladung an Bord der Riesenrakete "Falcon Heavy" befinden, die SpaceX vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aus testen will. Bei ihrem Jungfernflug soll die Rakete von derselben Abschussrampe aus starten wie einst die Mondmission "Apollo" und später die Spaceshuttles der US-Raumfahrtbehörde Nasa.

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Der Tesla an Bord der "Falcon Heavy" wird die Erde nie wiedersehen. Läuft bei der Testmission alles wie geplant, umkreist er stattdessen bis an sein Lebensende die Sonne auf einer marsähnlichen Umlaufbahn.

(Foto: AP)

Die 70 Meter hohe "Falcon Heavy" ist die derzeit stärkste Raumfahrtrakete der Welt. Sie kann laut SpaceX mit rund 64 Tonnen doppelt so viel Fracht ins All mitnehmen wie die zweitgrößte Rakete, die momentan im Einsatz ist und auch mehr als eine vollgetankte Boeing 737 mit Passagieren, Crew und Gepäck an Bord. In früheren Jahrzehnten hatten allerdings sowohl die USA als auch die Sowjetunion bereits größere Raketen im Einsatz.

Drei selbstlandende Trägerraketen

Die "Falcon Heavy" besteht aus drei Trägerraketen, von denen zwei laut SpaceX bereits im Einsatz waren: Eine brachte im Mai 2016 den Tahicom-8-Satelliten ins All, eine andere wurde im Juli 2016 für einen Versorgungsflug zu Internationalen Raumstation ISS eingesetzt. Bei dem heutigen Jungfernflug sollen alle drei Trägerraketen nach dem Start von der "Falcon Heavy" abgetrennt werden und selbstständig zur Erde zurückkehren: Zwei von ihnen sollen im Cape Canaveral landen, die dritte auf einer Landeplattform im Atlantischen Ozean.

Die "Falcon Heavy" soll nach Angaben von SpaceX später Weltraumtouristen ins All transportieren und irgendwann bis zum Mond und Mars fliegen. Noch befindet sich das System aber im Anfangsstadium: Musk räumte ein, es sei durchaus möglich, dass der Jungfernflug schief´gehe.

Musk ist mit seiner Super-Rakete bereits fünf Jahre im zeitlichen Rückstand. Der erste Start war ursprünglich für 2013 geplant. Neugierige können den Start der "Falcon Heavy" in einem Livestream von SpaceX mitverfolgen.

Quelle: ntv.de, chr/dpa