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Totalausfall bei Galileo Europäisches Navigationssystem ist offline

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Das Galileo-Netzwerk besteht zurzeit aus 22 Satelliten - fertiggestellt soll es 2020 werden.

(Foto: DLR)

Das europäische Navigationssystem Galileo soll die Antwort auf das GPS-Netz der USA sein. Derzeit ist das komplette Satellitennetzwerk aber aufgrund eines Systemfehlers nicht nutzbar.

Das europäische Navigationssystem Galileo ist fast vollständig ausgefallen. Auf der Internetseite der Europäischen Agentur für Navigations- und Satelliten-Systeme (GNSS) sind alle 26 Galileo-Satelliten derzeit als "down" gekennzeichnet. Laut dem Technikportal Heise Online hat die GNSS bereits am vergangenen Donnerstag erste Störungen gemeldet. Am Samstagabend informierte die Agentur über den Totalausfall.

Der Such- und Rettungsdienst, mit dem Menschen in Notlagen aufgespürt werden können, funktioniere aber noch, teilte die zuständige EU-Agentur GSA auf ihrer Webseite mit. Gestört seien Einrichtungen am Boden. Experten arbeiteten daran, den Fehler zu beheben. Ursache für den Ausfall ist womöglich ein Systemfehler in einer italienischen Bodenstation. Das meldet das Portal InsideGNSS unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen.

Mit dem milliardenschweren Prestigeprojekt Galileo will Europa unabhängig vom US-amerikanischen GPS werden. Erste Galileo-Dienste sind seit Dezember 2016 verfügbar. Inzwischen sind Positionsbestimmungen rund um den Erdball möglich. Das System soll letztlich mit 30 Satelliten Navigationsdienste anbieten. Derzeit befinden sich 26 Galileo-Satelliten in der Umlaufbahn, 4 weitere sollen Ende 2020 ins All geschossen werden. Das Kontrollzentrum steht in Oberpfaffenhofen, Betreiber aber ist die europäische Satellitennavigationsbehörde GSA in Prag.

Galileo war mit großer Verzögerung und viel höheren Kosten als geplant an den Start gegangen. Ursprünglich sollte Galileo bereits 2008 in den Vollbetrieb gehen. 1999 plante die EU 2,2 bis 2,9 Milliarden Euro für den Aufbau des Systems ein. Der derzeitige Kostenrahmen: Im EU-Budget bis 2020 sind 7,2 Milliarden für den Aufbau plus 3 weitere Milliarden für den Betrieb vorgesehen.

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Quelle: n-tv.de, chr/dpa

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