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Asteroid löschte Dinosaurier aus Fossilien beschreiben Massensterben

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Der Einschlag von Asteroid Chicxulub besiegelte auch das Ende der Dinosaurier.

(Foto: imago/Science Photo Library)

Im Norden der USA stoßen Wissenschaftler auf Fossilien vom Ende der Kreidezeit. Damals wurden 75 Prozent des Lebens auf der Erde durch einen Asteroiden ausgelöscht. Der Fund beinhaltet auch bisher unbekannte Arten.

Wissenschaftler haben im US-Bundesstaat North Dakota zahlreiche Spuren eines gigantischen Massensterbens vor 66 Millionen Jahren entdeckt. Die Fossilien vom Ende der Kreidezeit seien innerhalb von Minuten nach dem Einschlag eines Asteroiden auf der Erde entstanden, heißt es in einer Studie von Forschern der University of Kansas, die am Montag veröffentlicht wird. Bei dem Fund handelt sich demnach um eine "Hauptader vorzüglich erhaltener Tier- und Fischfossilien".

Asteroiden, Kometen und Meteoroiden

Millionen von Asteroiden und Kometen rasen durch das Sonnensystem. Unterschieden werden sie vor allem anhand ihrer Zusammensetzung; ganz klar definiert ist der Unterschied allerdings nicht. ASTEROIDEN sind die kleineren Geschwister der Planeten, sie bestehen aus Gestein und Metallen. Weil sie klein und leicht sind, bleibt ihre Bahn um die Sonne nicht unbedingt konstant, sondern kann sich durch die Gravitationskräfte anderer Körper verändern. KOMETEN sind Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems und bestehen aus Gestein sowie flüchtigen Stoffen wie Wasser und Gasen. Die "schmutzigen Schneebälle" entwickeln darum in Sonnennähe typischweise einen oft Millionen Kilometer langen Schweif. Für sehr kleine Objekte mit weniger als einigen Dutzend Metern Durchmesser wurde die Bezeichnung METEOROIDEN eingeführt. Verglühen sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht komplett, sondern erreichen noch den Boden, werden sie METEORITEN genannt. Jeden Tag gelangen etliche Tonnen kosmischen Materials auf die Erde, allerdings zum größten Teil als Staub.

Der Asteroid löste mit seinem Aufprall im heutigen Mexiko innerhalb kürzester Zeit eine Kette verheerender Folgeereignisse aus, durch die rund 75 Prozent der damals auf der Erde lebenden Tiere und Pflanzen ausgelöscht wurden. Der Asteroid besiegelte das Ende des Dinosaurier-Zeitalters.

Durch eine Flutwelle, die der Einschlag auslöste, wurden in der heutigen Ausgrabungsstätte Tanis in North Dakota zahlreiche Lebewesen getötet und später konserviert. Darunter seien Süßwasserfische, Landwirbeltiere, Bäume sowie Ammoniten und andere Meerestiere, sagt der Autor der Studie, Robert DePalma.

Fossilien unbekannter Arten

In einigen Fischfossilien seien Spuren des Asteroidenaufpralls entdeckt worden. Dies lege nahe, dass die Flutwelle innerhalb von Minuten aus dem heutigen Mexiko den heutigen Norden der Vereinigten Staatem erreichte. "Die Sedimentierung geschah so schnell, dass alles dreidimensional erhalten ist - sie sind nicht zerquetscht", sagte der Mitautor David Burnham.

Unter den Fossilien seien offenbar auch bisher unbekannte Fischarten, sagte DePalma. Bei anderen Fossilien handele es sich um die "am besten erhaltenen Exemplare ihrer Art". Die Bestände in Tanis seien einzigartig.

Quelle: n-tv.de, fhe/AFP

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