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Düstere Prophezeiung Hawking spricht vom Grab der Menschheit

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Stephen Hawking ist bekannt für seinen Pessimismus.

(Foto: REUTERS)

Stephen Hawking gibt der menschlichen Rasse nicht mehr lange - es sei denn, sie flieht von der "zerbrechlichen Erde". Ansonsten, so seine Prophezeiung, werde die Menschheit die nächsten 1000 Jahre nicht überleben.

Mit seinen düsteren Zukunftsprognosen sorgt Stephen Hawking regelmäßig für Schlagzeilen. Während eines Vortrags in der Oxford Union Debating Society hat der weltberühmte Physiker seine Mitmenschen nun erneut davor gewarnt, dass das Fortbestehen der menschlichen Spezies von einigen zentralen Entscheidungen abhänge. Darüber berichtet die britische Tageszeitung "The Independent".

Für Hawking steht demnach fest, dass die Menschheit möglichst schnell einen neuen Planeten finden müsse. Ansonsten, so seine Prophezeiung, werde die menschliche Rasse die nächsten 1000 Jahre nicht überleben.

"Es ist eine glorreiche Zeit, um zu leben und im Bereich der theoretischen Physik zu forschen", sagte Hawking der Zeitung zufolge weiter. "Unser Bild des Universums hat sich in den letzten 50 Jahren sehr stark verändert und ich bin froh, wenn ich dazu einen kleinen Beitrag leisten konnte. Die Tatsache, dass wir Menschen, die wir selbst bloße Partikel der Natur sind, so weit gekommen sind in dem Versuch, die Gesetze, die uns und das Universum beherrschen, zu ermitteln, ist sicherlich ein Triumph".

Hawking: zu den Sternen sehen

Doch trotz des Erfolgs müsse die Wissenschaft Reisen in den Weltraum und der Erforschung des Weltalls mehr Aufmerksamkeit widmen, mahnt der 74-Jährige. "Vielleicht werden wir eines Tages die Gravitationswellen nutzen, um direkt in das 'Herz' des Urknalls zu sehen", wird Hawking weiter zitiert. Im Weltraum sei schon vieles entdeckt worden, doch reiche dies nicht. Man müsse die Erforschung des Weltalls für die Zukunft der Menschheit fortsetzen. "Ich denke nicht, dass wir es noch weitere 1000 Jahre auf diesem zerbrechlichen Planeten schaffen", so der Wissenschaftler.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Astrophysiker vor Bedrohungen, die zum Verschwinden der Menschheit führen können, warnt. Bereits Anfang des Jahres hatte er von einem "Desaster auf der Erde" gesprochen und die Menschen vor ihrem selbst heraufbeschworenem Untergang gewarnt. Im Dezember 2015 sprach er davon, dass künstliche Intelligenz das "Ende der menschlichen Spezies" auslösen könne. Vom Menschen geschaffene Maschinen könnten eines Tages klüger werden als ihre Schöpfer.

Seinen Vortrag im Debattierclub am vergangenen Montag beendete Hawking mit inspirierenden Worten an die Studenten: "Denkt daran, in die Sterne zu schauen, anstatt hinunter zu euren Füßen. Versucht zu verstehen, was ihr seht, macht euch Gedanken darüber, was das Universum existieren lässt. Seid neugierig. Wie schwer es auch erscheinen mag, es gibt immer etwas, das man tun kann und worin man erfolgreich sein kann. Es geht darum, nicht aufzugeben."

Quelle: ntv.de, dsi