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Studie gibt dunkle Prognose Klimawandel wird teuer für Deutschland

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Der Klimawandel wird sich in Zukunft direkt auf die Wirtschaftsleistung auswirken. Selbst bei einer Reduktion der Emissionen drohen Milliardenverluste.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Erwärmung der Erde wird Deutschlands Wirtschaft zusetzen. Davon geht zumindest eine neue Studie aus. Selbst bei einer Reduzierung der Emissionen würde Deutschland 2050 45 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung einbüßen. Eine Region trifft es besonders.

Der Klimawandel hat schwere Folgen für Deutschland und seine Wirtschaft. Ohne eine drastische Verringerung der Treibhausgase drohen der Bundesrepublik und anderen G20-Staaten neue Hitzewellen, Dürren, Waldbrände und Überschwemmungen. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie des italienischen Euro-Mittelmeer-Forschungszentrums für Klimawandel (CMCC) im Auftrag der europäischen Klimastiftung.

Vor dem Gipfel der großen Industrieländer (G20) am Wochenende in Rom und dem Sonntag beginnenden Weltklimatreffen (COP26) im schottischen Glasgow warnen die Wissenschaftler, dass die G20-Staaten durch den Klimawandel 2050 im Schnitt mindestens vier Prozent ihrer Wirtschaftsleistung (BIP) pro Jahr einbüßen könnten. Bis 2100 wären es sogar acht Prozent.

Selbst wenn die Emissionen so gesenkt werden, dass die Erwärmung auf zwei Prozent begrenzt wird, müsste Deutschland 2050 immer noch ein Minus von 1,35 Prozent hinnehmen - gleichbedeutend mit einem Verlust von 45 Milliarden Euro. Im ungünstigen Fall müsste Deutschland 2050 auf 1,85 Prozent Wirtschaftsleistung jährlich verzichten - bis 2100 dann 2,95 Prozent. Landwirtschaft, Tourismus und Küstenregionen sind dabei besonders bedroht.

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Laut Bericht können Hitzewellen in Deutschland zwischen 2036 und 2065 etwa 14 Mal häufiger auftreten als heute. Dürren in der Landwirtschaft dürften um 74 Prozent steigen. Ost- und Mitteldeutschland wären davon am stärksten betroffen. "Eine drastische Reduktion der CO2-Emissionen würde viele dieser Entwicklungen abschwächen", hieß es weiter. "Es ist an der Zeit, dass die G20 ihre Wirtschaftsagenda zu einer Klimaagenda machen", meinte Laurence Tubiana, Chefin der europäischen Klimastiftung.

Das Zeitfenster für wirksame Maßnahmen schließe sich allerdings schnell. Die G20-Länder stünden nun vor einer Entscheidung: "Die Weltwirtschaft zu schützen und einen raschen Übergang in eine klimaneutrale Zukunft einzuleiten - oder die Weltwirtschaft durch klimaschädliche Politik aus den Angeln zu heben."

Quelle: nfi/dpa

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