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Danach für immer verschwunden Komet "Leonard" kommt an der Erde vorbei

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Dieses Bild des Kometen "C/2021 A1 Leonard" wurde mit einem Teleskop des Bayfordbury Observatory der Universität Hertfordshire aufgenommen. Es ist eine Kombination aus 13 Einzelbildern, die während der 40-minütigen Verfolgung des Kometen kurz vor Sonnenaufgang aufgenommen wurden.

(Foto: picture alliance/dpa/University of Hertfordshire)

Der Komet "C/2021 A1 Leonard" wurde gerade erst entdeckt - da fliegt er schon an der Erde vorbei und soll am Wochenende sogar mithilfe von Fernglas oder -rohr leicht zu erkennen sein. Eine einmalige Chance, denn danach verschwindet er für immer aus unserem Sonnensystem.

Es wird ein einmaliges Schauspiel bleiben: Der Anfang des Jahres entdeckte Komet namens "C/2021 A1 Leonard" fliegt am kommenden Wochenende an der Erde vorbei und könnte am Morgenhimmel sichtbar werden.

Seine geringste Entfernung werde er am Sonntagmorgen erreichen, teilte die Vereinigung der Sternfreunde mit. Allerdings bleibe er in einem "respektablem Abstand" von 34 Millionen Kilometern. Wenn Wetter und Morgendämmerung mitspielen, könnte er am Sonntag zwischen sechs und sieben Uhr am östlichen Horizont mit bloßem Auge zu sehen sein. "Für ein helles Spektakel wird dieser Schweifstern nicht sorgen", heißt es bei den Sternfreunden. Mit einem Fernglas oder Fernrohr sollte er aber leicht zu entdecken sein. Er gesellt sich also zu dem derzeit zu sehenden Sternschnuppenschwarm der Geminiden.

Komet verschwindet danach in Weiten des Alls

"Dieser Besuch des Kometen 'Leonard' ist kein helles Himmelsereignis, aber er wird für uns der einzige sein", teilten die Sternfreunde mit. Nachdem er die Sonne in einem weiten Bogen umrundet habe, werde der Himmelskörper in die Weiten des Weltalls entschwinden und nie wieder ins Sonnensystem zurückkehren. "C/2021 A1 Leonard" war am 3. Januar der erste entdeckte Komet dieses Jahres. Er wurde von Gregory J. Leonard am Mount-Lemmon-Observatorium im US-Bundesstaat Arizona gesichtet.

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Kometen sind mehrere Milliarden Jahre alt und stammen aus der Anfangszeit unseres Sonnensystems. Sie bestehen aus einer Mischung von Eis, Staub und Gestein. Nähert sich ein Komet der Sonne, beginnt sein meist nur wenige Kilometer großer Kern zu verdampfen und bildet eine dichte Staub- und Gaswolke. Später entsteht der Kometen-Schweif. Der Sonnenwind bläst ihn von sich weg. Darum ist ein Kometen-Schweif auch immer von der Sonne weggerichtet. Kometen-Schweife können bis zu 100 Millionen Kilometer lang werden, in den meisten Fällen messen sie jedoch einige 10 Millionen Kilometer.

Asteroiden, Meteoroiden, Meteoriten, Kometen

Millionen von Asteroiden und Kometen rasen durch das Sonnensystem. Unterschieden werden sie vor allem anhand ihrer Zusammensetzung; ganz klar definiert ist der Unterschied jedoch nicht. ASTEROIDEN sind die kleineren Geschwister der Planeten, sie bestehen aus Gestein und Metallen. Weil sie klein und leicht sind, bleibt ihre Bahn um die Sonne nicht unbedingt konstant, sondern kann sich durch die Gravitationskräfte anderer Körper verändern. Für sehr kleine Objekte mit weniger als einigen Dutzend Metern Durchmesser wurde die Bezeichnung METEOROIDEN eingeführt. Verglühen sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht komplett, sondern erreichen noch den Boden, werden sie METEORITEN genannt. Jeden Tag gelangen viele Tonnen kosmischen Materials auf die Erde, allerdings zum größten Teil als Staub. KOMETEN oder Schweifsterne sind ebenfalls Überreste der Entstehung des Sonnensystems und bestehen aus Eis, Staub und lockerem Gestein.

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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