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Chinesisches Raumfahrtprogramm "Langer Marsch 8" erfolgreich gestartet

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Ein Teil der Rakete "Langer Marsch 8" kann wiederverwendet werden.

(Foto: dpa)

Die Ziele sind ambitioniert: Neben Mond- und Marsmissionen plant China ab dem Jahr 2022 eine bemannte Raumstation. Mit dem Test einer neuartigen Rakete gelingt der Volksrepublik nun ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Nach zweitägiger Verzögerung wegen schlechten Wetters ist die neue chinesischen Weltraumrakete vom Typ "Langer Marsch 8" gestartet. Die 50 Meter hohe Rakete hob vom Raumfahrtzentrum Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan ab. Es war der erste Start des modular gebauten, neuen Raketenmodells.

Kurz nach dem Start verkündete das Kontrollzentrum, dass der Flug normal verlaufe und der erste Startversuch "ein voller Erfolg" gewesen sei, wie das Staatsfernsehen berichtete. Fünf kleinere Satelliten seien genau in die geplanten Umlaufbahnen gebracht worden.

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Die "Langer Marsch 8" hat je nach angestrebter Umlaufbahn eine Tragfähigkeit zwischen 2,8 und 5 Tonnen. In Zukunft soll ein Teil der Rakete wiederverwendet werden können - etwa die Booster oder auch die erste Raketenstufe, die eines Tages nach einem Start auch wieder vertikal auf der Erde landen soll.

China verfolgt ein ehrgeiziges Raumfahrtprogramm mit Missionen zum Mond und Mars sowie dem Aufbau einer eigenen Raumstation ab dem Jahr 2022. Am vergangenen Donnerstag endete erfolgreich eine Mondmission, die erstmals seit mehr als vier Jahrzehnten wieder Gestein vom Erdtrabanten geholt hatte. Damit ist China nach den USA und der Sowjetunion in den 1960er- und 1970er-Jahren erst die dritte Raumfahrtnation, der dies gelungen ist.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa