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Erinnerungsbild in Sonnennähe Merkur-Sonde dreht erste Runde um Planeten

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"Hallo, Merkur", haben die ESA und ihre japanischen Kollegen das erste Bild von "BepiColombo" genannt.

(Foto: ESA, BepiColombo, MTM, CC BY-SA 3.0 IGO)

Drei Jahre nach ihrem Start fliegt "BepiColombo" erstmals am Merkur vorbei. Oberfläche und Magnetfeld des innersten Planeten unseres Sonnensystems kann die Sonde aber erst in vier Jahren untersuchen. Erst dann erreicht sie die richtige Umlaufbahn.

Die Sonde "BepiColombo" hat am frühen Morgen ihren ersten Flug um ihren künftigen Bestimmungsort Merkur gemeistert. "Das ist ein großer Erfolg für uns, weil es das erste Treffen mit dem Zielplaneten Merkur war", sagte die Leiterin der Mission im ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt, Elsa Montagnon. Um 1.34 Uhr und 42 Sekunden (MESZ) sei die Sonde dem innersten Planeten des Sonnensystems im Abstand von rund 199 Kilometern am nächsten gewesen.

Dabei habe sie zugleich eine Entfernung von rund 56 Millionen Kilometern zur Sonne gehabt - was nur rund 40 Prozent der Entfernung zwischen Erde und Sonne entspreche, sagte Montagnon. Nach Angaben der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist es der erste von insgesamt sechs Vorbeiflügen der Sonde am Merkur.

"BepiColombo" hat auf seiner viele Jahre dauernden Reise zum Merkur bereits einmal die Erde und zweimal die Venus umrundet. Um abgebremst in der endgültigen Umlaufbahn des Merkur zu landen, sind noch fünf weitere Umrundungen des kleinsten und schnellsten Planeten des Sonnensystems geplant. Der nächste sogenannte Flyby - Vorbeiflug - soll im Juni 2022 erfolgen.

Die ESA steuert nach eigenen Angaben derzeit 25 Satelliten, 22 vom Kontrollzentrum in Darmstadt aus. Die Raumsonde "BepiColombo" war im Oktober 2018 zu ihrer sieben Jahre dauernden Reise zum sonnennächsten Planeten Merkur gestartet. Mit zwei Satelliten an Deck soll sie ab Dezember 2025 die Oberfläche und das Magnetfeld des Himmelskörpers untersuchen. Das europäisch-japanische Gemeinschaftsprojekt mit Gesamtkosten von rund zwei Milliarden Euro soll dazu beitragen, die Ursprünge des Sonnensystems zu verstehen.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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