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Andere Ursache als zuvor? Rätselhaftes Elefantensterben dauert an

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Die 330 toten Elefanten im Okavango-Delta sorgten im Vorjahr für Bestürzung (Bild von Juli 2020).

(Foto: picture alliance / Photoshot)

Im vergangenen Jahr verenden Hunderte Elefanten in Botsuana. Nach langem Rätseln machen Behörden Blaualgen als wahrscheinliche Todesursache aus. Nun werden wieder Dutzende Kadaver gefunden - und die werfen neue Fragen auf.

Im weltberühmten Naturparadies Okavango-Delta geht das rätselhafte Elefantensterben unvermindert weiter. "Seit Januar wurden bisher insgesamt 39 Elefantenkadaver gefunden - die meisten in der Mombo-Region im Okavango-Delta", sagte der Direktor von Botsuanas Nationalpark-Behörde, Kabelo Senyatso. "Erste Untersuchungen haben Bakterien und Anthrax als Todesursache ausgeschlossen", betonte er. Man müsse aber nun die weiteren Untersuchungen abwarten.

Die toten Tiere zeigten ähnliche Symptome wie die insgesamt 330 Elefanten, die im Vorjahr rund 230 Kilometer entfernt ebenfalls im Okavango-Delta entdeckt worden waren. Die Behörden hatten damals Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt, als wahrscheinliche Todesursache ausgemacht. Labortests mit Blutproben verendeter Tiere sowie Erd- und Wasserproben hätten ergeben, dass diese Gifte bildenden Mikroorganismen die Tiere im Okavango-Delta im Nordwesten des Landes töteten, hatte die Wildpark-Behörde Mitte September erklärt.

Manche Arten von Cyanobakterien bilden potenziell tödliche Giftstoffe. Das kann zum Beispiel Folgen für Tiere beim Trinken aus Gewässern haben, wenn sich die Mikroben dort bei Algenblüten massenhaft vermehren. Das Okavango-Delta ist weltweit wegen der spektakulären Landschaften und reichen Tierwelt berühmt und beherbergt die weltweit höchste Anzahl von Elefanten.

Durch die Corona-Beschränkungen sind dort neben den Touristenzahlen auch die Angriffe von Wilderern gesunken. "Unsere Daten spiegeln weniger Fälle von Wilderei wider als in der Phase vor der Pandemie", sagte Senyatso, betonte aber: "Wir haben die Gründe für den Trend noch nicht wissenschaftlich untersucht, vermuten aber, dass der Rückgang mit den Covid-19-Restriktionen zusammenhängt."

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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