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Folge des Ukraine-Kriegs Roskosmos sieht Zukunft der ISS skeptisch

Matthias Maurer bei seinem Außeneinsatz an der Raumstation ISS.

Im März war dies noch möglich: Matthias Maurer bei einem Außeneinsatz an der Raumstation ISS.

(Foto: Heidi Lavelle/NASA/dpa)

Auch weit entfernt von der Ukraine sind die Auswirkungen des Krieges zu spüren: "Die Entscheidung über das Schicksal der ISS wird viel von der Lage abhängen, die in unserem Land und darum herum herrscht", sagt der Chef der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, Rogosin.

Angesichts des Kriegs in der Ukraine hat Russland seine Mitarbeit beim Betrieb der Internationalen Raumstation (ISS) infrage gestellt. "Die Entscheidung über das Schicksal der ISS wird viel von der Lage abhängen, die in unserem Land und darum herum herrscht", sagte der Chef der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, Dmitri Rogosin, der Nachrichtenagentur Tass.

Im Falle eines Ausstiegs werde Moskau seine Partner aber ein Jahr im Voraus unterrichten. Bis 2024 sei Russlands Beteiligung an der Station vorläufig noch geplant.

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Zuvor hatte Rogosin nicht ausgeschlossen, das russische Modul von der ISS abzukapseln und eigenständig weiterzubetreiben. Dabei deutete er auch eine mögliche Nutzung der Station zur militärischen Erdbeobachtung an.

Bis Mitte Mai will sich die russische Regierung zudem entscheiden, ob sie weiterhin westliche Astronauten auf ihren Raumschiffen zur ISS mitnimmt. Nach dem von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine haben westliche Länder auch Sanktionen gegen die russische Raumfahrtindustrie verhängt.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa

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