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Weihnachten im All Sechs Raumfahrer feiern in Schwerelosigkeit

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Über das Festmenü ist noch nichts bekannt. Dieses "Sandwich" flog am 22. November 2017 durch die Raumstation.

(Foto: picture alliance / Nasa/Planet P)

Mit dem einen Frachter kommt ein Tannenbaum, mit dem anderen die Geschenke. Und eine Sojus bringt gerade drei Astronauten zur Internationalen Raumstation, dann ist die Crew dort komplett. Sie schwebt ins neue Jahr - und stößt gleich mehrmals darauf an.

Ein Russe, ein US-Amerikaner und ein Japaner sind kurz vor Weihnachten zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Die Sojus-Rakete mit dem Kosmonauten Anton Schkaplerow sowie den Astronauten Scott Tingle und Norishige Kanai startete planmäßig vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan, wie die Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte. Nach zwei Tagen Flugzeit soll das Raumschiff "Sojus MS-07" am Dienstag an der ISS andocken.

Der Raketenstart war Berichten zufolge auf Wunsch der US-Behörde Nasa wegen Weihnachten um einige Tage vorgezogen worden. Hätte einer der Raumfahrer ein gesundheitliches Problem gehabt, hätte Alexander Gerst als Ersatzmann bereitgestanden. Der Astronaut aus Künzelsau in Baden-Württemberg soll planmäßig im kommenden Jahr zu seiner zweiten ISS-Mission aufbrechen und war diesmal Teil des dreiköpfigen Ersatzteams.

Weihnachten ist zwei Mal

Für die bevorstehenden Festtage ist auf der ISS gesorgt. "Auf der Station gibt es einen Tannenbaum", sagte Schkaplerow vor dem Start. Ein weiterer Baum sei an Bord eines US-Raumtransporters vom Typ "Dragon". Dieser erreichte an diesem Sonntag die ISS mit rund 2200 Tonnen Fracht. Ein russischer Progress-Frachter solle zudem in Kürze Geschenke von den Angehörigen und von Roskosmos auf den Außenposten der Menschheit bringen, sagte Schkaplerow.

Für das internationale Team auf der ISS haben die bevorstehenden Festtage unterschiedliche Bedeutung: Für die westlichen Astronauten ist das Weihnachtsfest am 25. Dezember der Auftakt, die russischen Kollegen feiern das orthodoxe Weihnachten erst zwei Wochen später am 7. Januar. Alle gemeinsam feiern aber in der Silvesternacht das neue Jahr. Dazu werde auf der ISS immer dann angestoßen, wenn in der Heimat der Team-Kollegen gerade Mitternacht sei, sagte Schkaplerow.

Neben mehreren Festen erwartet die Neuankömmlinge in dem fliegenden Labor aber vor allem eines: viel Arbeit. Mehr als 250 Experimente stünden auf dem Programm, darunter biologische, technische und medizinische, teilten Roskosmos und die Nasa mit. Zudem sind Anfang 2018 mehrere Außeneinsätze in unterschiedlicher Besetzung geplant.

Erst am Donnerstag waren drei Raumfahrer von der ISS zurückgekehrt. Derzeit sind noch der Russe Alexander Misurkin sowie die US-Astronauten Mark Vande Hei und Joseph Acaba im All im Einsatz.

Quelle: n-tv.de, asc/dpa

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