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Tiere "gesund und gestärkt" So viele Robben wie noch nie im Wattenmeer

Fast zehntausend Seehunde haben Niedersachsens Tierschützer dieses Jahr im Wattenmeer gezählt. Nach verheerenden Seuchen Anfang des Jahrhunderts ist die Population so groß wie noch nie seit Beginn der Zählungen .

Im niedersächsischen Wattenmeer leben so viele Seehunde wie nie zuvor seit Beginn der offiziellen Zählungen. Ihre Zahl stieg in diesem Sommer auf knapp zehntausend und übertraf damit die bisherige Rekordmarke von 2014 noch einmal um etwa 600 Tiere, wie das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) in Hannover mitteilte. Es organisiert die jährlichen Seehundzählflüge.

Dabei zählten die Experten entlang der niedersächsischen Küste zwischen Ems und Elbe exakt 9946 Seehunde, davon 2212 Jungtiere. Die Tiere machten darüber hinaus "einen gesunden und gestärkten Eindruck", erklärte Laves-Präsident Eberhard Haunhorst.

Seehunde leben im gesamten Wattenmeer von den Niederlanden bis hinauf nach Dänemark. In Niedersachsen wird ihr Bestand seit 1958 erfasst. In den 70er Jahren sank die Zahl der Seehunde dort auf kaum mehr als tausend Tiere, danach stieg sie wieder an.

Zwischenzeitlich setzten aber immer wieder Seuchen dem Bestand zu. Eine verheerende Staupeepidemie etwa tötete 2002 in Niedersachsen 3850 der damals etwa 6500 dort lebenden Seehunde.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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