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Hurrikan durchkreuzt Pläne SpaceX-Astronauten sitzen auf ISS fest

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Bob Behnken und Doug Hurley waren Ende Mai als erste Raumfahrer überhaupt mit einer "Dragon"-Raumkapsel des Privatunternehmens SpaceX zur ISS geflogen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es war die Weltraum-Premiere: Ende Mai schickt das private Raumfahrtunternehmen SpaceX Astronauten zur ISS. Es ist der erste Start seit fast zehn Jahren von amerikanischem Boden. Nun soll die Crew wieder nach Hause zurückkehren. Doch das Wetter meint es nicht so gut.

Die für Sonntag geplante Rückkehr zweier US-Astronauten mit einer SpaceX-Raumkapsel von der Internationalen Raumstation ISS könnte nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa wegen des Hurrikans "Isaias" verschoben werden. "Wir haben keine Kontrolle über das Wetter", sagte Astronaut Bob Behnken. Bislang ist geplant, dass die beiden Raumfahrer am Samstag von der ISS starten und am Sonntag vor der Küste Floridas landen.

Bob Behnken und Doug Hurley waren Ende Mai als erste Raumfahrer überhaupt mit einer "Dragon"-Raumkapsel des Privatunternehmens SpaceX zur ISS geflogen. Es war der erste Start eines bemannten Raumschiffs durch die USA seit dem Ende des Space Shuttle-Programms 2011. Seither waren US-Astronauten auf russische Raketen angewiesen.

Der US-Bundesstaat Florida hat wegen des nahenden Hurrikans "Isaias" bereits den Notstand für Teile seiner Atlantikküste ausgerufen. "Isaias" erreichte nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums der USA am Freitag Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern und bewegte sich in nordwestliche Richtung.

In der Dominikanischen Republik kam durch den Sturm mindestens ein Mensch ums Leben, Flüsse traten über die Ufer. Auch Puerto Rico wurde getroffen. Dort gab es Überschwemmungen, Bäume und Stromleitungen stürzten um, Tausende Menschen waren zwischenzeitlich ohne Strom.

Quelle: ntv.de, hny/AFP