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Werte im Blutplasma gemessenVitamin C könnte Gehirngesundheit im Alter beeinflussen

17.06.2026, 07:38 Uhr
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Eine Vitamin-C-reiche Ernährung ist in mehrerlei Hinsicht günstig. (Foto: imago / imageBROKER / Didebashvili ib gai )

Gewöhnlich wird Vitamin C mit der Vorbeugung von Erkältungen in Verbindung gebracht. Doch es gibt Hinweise darauf, dass es auch die Vorgänge im Gehirn beeinflussen kann. Forschende schauen deshalb genauer hin.

Ein hoher Vitamin-C-Spiegel im Blutplasma kann bei älteren Personen zu einer besseren Gehirngesundheit führen. Das hat ein Forschungsteam der Universität Hirosaki in Japan herausgefunden. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass ein einzelner Ernährungsfaktor einen echten Einfluss auf die Funktionen der Hirnnetzwerke und bestimmter Hirnstrukturen haben könnte.

Für die Untersuchung gewann das Team um die Radiologen Haruka Nagaya und Tomohiro Shintaku mehr als 2000 Freiwillige. Das Durchschnittsalter lag bei 69 Jahren. Bei allen Studienteilnehmern wurde der Vitamin‑C‑Gehalt im Blutplasma und das Volumen der grauen und der weißen Hirnsubstanz gemessen.

Darüber hinaus sah sich das Forschungsteam die Verknüpfungen im sogenannten Default-Mode-Netzwerk (DMN) an. Dieses wird mit verschiedenen kognitiven Funktionen wie der Steuerung der Aufmerksamkeit, dem autobiografischen Gedächtnis und dem Nachdenken über die Zukunft in Verbindung gebracht.

Messbare Unterschiede in Hirnarealen

Bei der Auswertung dieser Daten stellte sich heraus, dass die Personen, die einen niedrigen Vitamin-C-Spiegel im Blutplasma hatten, auch ein geringeres Volumen an grauer Hirnsubstanz aufwiesen. Diese spielt eine zentrale Rolle für Gedächtnis, Bewegung und Emotionen. Außerdem wiesen Personen mit niedrigerem Vitamin-C-Spiegel weniger Verknüpfungen im DMN auf.

Bei den standardisierten Gedächtnistests, die von den Studienteilnehmenden absolviert werden mussten, ließen sich aber keine direkten Zusammenhänge erkennen. Jedoch sahen die Forschenden bei denjenigen mit einem höheren Vitamin-C-Spiegel etwas bessere Testergebnisse im kognitiven Bereich. Bereits in früheren Studien gab es Hinweise auf Zusammenhänge zwischen einer vitaminreichen Ernährung und einem geringeren Risiko kognitiver Beeinträchtigungen bei älteren Erwachsenen.

Vitamin C

Vitamin C, das auch als Ascorbinsäure bezeichnet wird, ist ein lebenswichtiger Stoff, der vor allem das Immunsystem unterstützt und die Zellen schützt

Da es sich um ein wasserlöslichen Stoff handelt, kann Vitamin C nicht im Körper gespeichert werden. Die tägliche Aufnahme über die Nahrung ist notwendig.

Besonders große Mengen an Vitamin C sind in Hagebutten, Sanddorn, Acerolakirschen und schwarzen Johannisbeeren enthalten. Überschüssiges Vitamin C wird schnell über den Urin ausgeschieden.

"Die Erkenntnisse führen zu der spannenden Hypothese, dass eine Vitamin-C-reiche Ernährung eine unterstützende Rolle bei der Erhaltung der Hirngesundheit und der Milderung altersbedingter kognitiver Beeinträchtigungen bei älteren Erwachsenen spielen könnte", wird Shintaku in einer Mitteilung zitiert.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Fachjournal "PLOS ONE" veröffentlicht. Sie lassen zwar keinen direkten Rückschluss zwischen dem Vitamin-C-Spiegel im Blutplasma und der Gehirngesundheit eines Menschen zu. Die statistischen Zusammenhänge liefern vielmehr einen weiteren Hinweis darauf, dass eine vitaminreiche Ernährung den altersbedingten Abbau im Gehirn und die Entstehung der neurodegenerativer Erkrankungen wie Demenz verlangsamen könnte.

Quelle: ntv.de, jaz

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