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Wenn uns der Blick in die Irre führt : Optische Täuschungen und Illusionen

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Sehen ist ein aktiver Prozess. Denn unser Gehirn nimmt visuelle Eindrücke nicht nur wahr, es interpretiert sie auch auf der Basis von bereits Bekanntem, vervollständigt sie, nimmt sie sogar vorweg. Manchmal geht das schief. Die hier dargestellten senkrechten und waagerechten Linien etwa scheinen wellenförmig zu sein - sind aber gerade. Auch ...

Sehen ist ein aktiver Prozess. Denn unser Gehirn nimmt visuelle Eindrücke nicht nur wahr, es interpretiert sie auch auf der Basis von bereits Bekanntem, vervollständigt sie, nimmt sie sogar vorweg. Manchmal geht das schief. Die hier dargestellten senkrechten und waagerechten Linien etwa scheinen wellenförmig zu sein - sind aber gerade. Auch ...

Sehen ist ein aktiver Prozess. Denn unser Gehirn nimmt visuelle Eindrücke nicht nur wahr, es interpretiert sie auch auf der Basis von bereits Bekanntem, vervollständigt sie, nimmt sie sogar vorweg. Manchmal geht das schief. Die hier dargestellten senkrechten und waagerechten Linien etwa scheinen wellenförmig zu sein - sind aber gerade. Auch ...

... diese Darstellung kommt komplett ohne Kurven aus. Und doch wird in ihrem Innern ein gewölbtes Kreuz sichtbar. Ausschließlich gerade ...

... sind auch die für dieses Bild verwendeten Linien. Wer ...

... aus einem gewissen Abstand auf dieses Gitter schaut, glaubt, in den Schnittpunkten der grauen Linien schwarze Flecken zu sehen. Sie flackern und sind nur wahrnehmbar, solange man den Blick nicht ruhen lässt. Eigentlich aber sind alle Schnittpunkte weiß.

Der Würfel, den man auf diesem Bild sieht, ist nicht als solcher dargestellt. Das Gehirn ergänzt die fehlenden Kanten. Gleiches geschieht, wenn ...

... wir auf diesem Bild ein weißes Dreieck entdecken. Es ist einigermaßen unmöglich, KEIN weißes Dreieck zu wahrzunehmen.

Was sehen Sie hier? Dunkles Holz, frisch vom Drechsler - oder doch etwas anderes?

Schachteln? Stufen? Nein, ein ebener Kirchenfußboden. Spätestens, wenn man ihn betritt, glaubt man es. Er ziert die Lateranbasilika in Rom.

Ein anderes Phänomen: Bewegt man sich vor diesem Bild, scheint sich der Kreis vom Hintergrund zu lösen.

Entfernt man sich ein wenig von diesen Kreisen und schaut dabei auf den schwarzen Punkt, kommen die Kreise in Bewegung. Sie scheinen sich zu drehen.

Vor diesen zusammengerollten Schlangen muss man sich nicht mal bewegen, damit sie ins Rotieren kommen. Anschauen reicht. Schon drehen sich die Kreise.

Eine unmögliche Figur: das Penrose-Dreieck. Es zeigt drei Balken, die jeweils im rechten Winkel zueinander stehen und trotzdem zu einem Dreieck verbunden sind. Im dreidimensionalen Raum kann es ein solches Dreieck nicht geben. Unsere Wahrnehmung fällt dennoch darauf rein.

Diese Grafik wird durch ein Rechteck eingerahmt. Auf der rechten Seite scheint es schmaler zu sein als auf der linken - ist es aber nicht.

Ein Kreuz und zwei Dreiecke: Das rechte Dreieck erscheint dunkler als das linke, obwohl beide im selben Grau gehalten sind. Der Grund dafür: die direkte Umgebung. Vor einem helleren Hintergrund erscheint das Grau dunkler. Derselbe Effekt ...

... zeigt sich hier. Der Mittelpunkt der Darstellung erscheint heller als das äußere weiß, ist es aber nicht.

Und auch wenn es nicht so aussieht: Das innere weiße Quadrat und das innere schwarze Quadrat sind gleich groß. Das weiße erscheint uns nur größer, weil der Hintergrund dunkel ist. Dunkle Gegenstände auf hellen Grund dagegen sehen kleiner aus, als sie sind.

Auch die beiden orangefarbenen Kreise in dieser Abbildung sind gleich groß. Hier hängt die Täuschung mit der Größe der drumherum angeordneten Punkte zusammen.

Die beiden Figuren in dieser Darstellung sind ebenfalls gleich groß. Der Junge ist nicht kleiner als der Mann. Der Fehleindruck hat in diesem Fall auch etwas mit dem perspektivischen Blick zu tun, ebenso wie ...

... hier. Die beiden gelben Balken sind exakt gleich lang.

Und noch ein Größenvergleich: Die mittlere Pfeilspitze teilt die Linie genau in der Mitte. Der linke Teil ist nicht kürzer als der rechte.

Ein anderer Effekt: Der hier eingefügte Kreis scheint auf seiner linken Seite abgeflacht zu sein. Tatsächlich aber ist er kreisrund und symmetrisch.

Wie viele Balken sehen Sie? Zählt man am linken Ende nach, kommt man zu einem anderen Ergebnis als am rechten.

Und noch eine letzte Illusion: Diese Ringe scheinen ineinander zu greifen. Doch tatsächlich sind es vier voneinander unabhängige Kreise. (asc)

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