Panorama
Mordgeständnis im Landgericht Berlin.
Mordgeständnis im Landgericht Berlin.(Foto: imago/Olaf Wagner)

Drama nach 31 Ehejahren: Mann gesteht Mord an geliebter Gattin

Nach Jahrzehnten gemeinsamer Ehe macht eine Frau keinen Hehl aus ihren sexuellen Abenteuern. Der Ehemann toleriert die Affären. Er will die Familie zusammenhalten. Als die vierfache Mutter dann von Trennung spricht, kommt es zum Drama.

Über 30 Jahre verheiratet, dann der tödliche Streit: Ein 59-Jähriger stach in der Küche mit vier verschiedenen Messern auf seine 50 Jahre alte Frau ein. Vor dem Berliner Landgericht legte der Haustechniker ein Geständnis ab. "Ich habe einen Menschen getötet, den ich sehr geliebt habe", erklärte der Angeklagte zu Beginn des Prozesses wegen Totschlags.

Jahrelang habe er sexuelle Eskapaden seiner Frau toleriert, um die Familie mit drei gemeinsamen Kindern zu retten. Bei der Tat habe er "rotgesehen". Zu dem tödlichen Streit war es am frühen Morgen des 10. Juli 2015 in der Wohnung der Familie im Berliner Stadtteil Lichtenberg gekommen. Seine Frau habe ihm grundlos unterstellt, ihr Handy weggenommen zu haben, so der Angeklagte. "Sie rastete weiter aus, schrie auf mich ein, ich machte die Schublade auf und nahm die Messer raus - eines nach dem anderen."

Wie oft er zugestochen habe, könne er nicht sagen. Die beiden jüngeren Kinder des Paares, damals 9 und 13 Jahre alt, waren in der Wohnung, als der Streit immer heftiger wurde. Einer der kleinen Söhne sei auch in die Küche gekommen und habe die Mutter auf dem Boden gesehen, erklärte der Angeklagte: "Es war schrecklich." Der Verteidiger sagte, bei dem Angeklagten ohne Vorstrafen müsse es eine Kurzschlussreaktion gegeben haben.

Wenige Wochen vor der Tat habe die Frau, deren sexuelle Abenteuer der 59-Jährige hingenommen habe, von Trennung wegen eines 29-jährigen Geliebten gesprochen. Der an einer Herzerkrankung leidende Mann habe um den Bestand der Ehe gefürchtet. Von einer "typischen Ausnahmesituation" sprach auch der Staatsanwalt. Die entscheidende Frage werde sein, ob ein Affekt vorlag.

Quelle: n-tv.de

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