Panorama
Donnerstag, 26. Oktober 2017

"Sie lachte, wenn wir töteten": Nazi-Gang ermordete 14 Obdachlose

Sie wollten Moskau von "Betrunkenen säubern" und töteten deshalb hilflose Menschen. Eine Angeklagte, die sich Chuckys Braut nennt, beschreibt die schockierenden Taten als "befriedigend wie Sex".

Eine vierköpfige Nazi-Gang aus Moskau hat 14 Menschen auf dem Gewissen. Eigenen Angaben zufolge wollten sie die Stadt von "Betrunkenen säubern". Wie die britische "Sun" berichtet, suchten sie zwischen Juli 2014 und Februar 2015 nachts in abgelegenen Gegenden nach wehrlosen Obdachlosen, die sie selbst als "biologischen Abfall" betrachteten. Einen betrunkenen Zimmermann ermordeten sie mit 171 Messerstichen, andere Obdachlose prügelten sie mit Hämmern zu Tode.

Am Mittwoch endete der Prozess, der unfassbare Details zu Tage brachte. Pawel Wojtow, 23 Jahre alt und Kopf der Bande, muss lebenslang hinter Gitter. Der Russe trug ein Shirt, auf dem "Nur Hass" stand, er nutzte die Urteilsverkündung für eine bizarre Show. Obwohl seine Hände mit Handschellen hinter dem Rücken gefesselt waren, setzte er immer wieder zu einem provisorischen Hitlergruß an.

Elena Lobatschewa, die sich "Chuckys Braut" nennt, wurde zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt. Das relativ milde Urteil sei darauf zurückzuführen, dass die Beweislage in allen 14 Fällen nicht ausreichend war. Letztendlich konnte ihr die Schuld in drei Mordfällen nachgewiesen werden. Ermittler fanden Fotos der Opfer mit aufgeschnittenen Bäuchen sowie Folter- und Hinrichtungsvideos auf ihrem Computer. Die Ordner trugen Namen wie "Zärtlichkeit" und "Brauche das".

Töten aus Lust

Lobatschewa hatte ausgesagt, dass sie die Obdachlosen aus "Lust" tötete. Seit ihrer Kindheit sei sie vom Horrorfilm "Bride of Chucky" besessen. Das Einstechen auf die Opfer habe ihr sexuelle Lust bereitet. Wojtow bestätigte die Angaben der 27-Jährigen: "Es war klar, dass sie das Morden liebte, sie genoss es, die Opfer zu sehen. Sie sprach immer von Folter und der Zerstückelung von Körpern. Wenn wir töteten, dann lachte sie immer."

Wladislaw Karatajew, 21 Jahre alt, wurde zu 16 Jahren Haft verurteilt. Artur Narzissow, 25 Jahre alt, und Maxim Pawlow, 19, erhielten jeweils 19 Jahre und sechs Monate. Staatsanwalt Jaroslaw Myts sagte, das Schlimmste an der Geschichte sei, dass diese Irren Anhänger hätten. Bereits nach der Verhaftung der jetzt Verurteilten hatte es Sympathiebekundungen gegeben - vor allem aus der Neonaziszene.

Quelle: n-tv.de

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