Politik
Sonneborn: Ich mache nichts kaputt.
Sonneborn: Ich mache nichts kaputt.(Foto: picture alliance / dpa)

Überdruss im Europaparlament: Sonneborn will nicht mehr

Eine Studie stellt fest: Der Satiriker Sonneborn macht im Europaparlament "im Grunde nichts". Er selbst klagt vor allem über die Langeweile dort und erklärt, bald gehen zu wollen. Allerdings gibt es einen Grund, warum er noch aushält.

Dem Satiriker Martin Sonneborn wird es im Europaparlament allmählich langweilig. Sein Überdruss sei so groß, dass er nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren wolle, sagte Sonneborn dem "Handelsblatt". Er fügte hinzu: "Ich werde auch nicht die komplette Legislaturperiode dort sitzen, das ist irgendwann ausgereizt und wird langweilig", klagte Sonneborn. "Ich will nur länger als mein Chef aushalten, Parlamentspräsident Schulz."

Der frühere Chef der Satirezeitschrift "Titanic" war 2013 für die Satirepartei "Die Partei" ins Europaparlament gewählt worden. Eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung hatte jüngst festgestellt, dass der Satiriker im Europaparlament "im Grunde nichts" mache, außer das Parlament für seine Satire zu nutzen. Das koste den Steuerzahler mindestens 160.000 Euro jährlich.

Sonneborn will daran nichts Verwerfliches erkennen. "Die Zuschriften, die ich erhalte, zeigen, dass viele junge Leute den EU-Irrsinn erstmals zur Kenntnis nehmen", behauptete er. "Die EU kostet im Jahr 135 Milliarden Euro. Da ist die eine Milliarde, die ich in Brüssel einstecke, gut investiert."

Sonneborn verwies darauf, dass er im Plenum "abwechselnd mit Ja und Nein" stimme, nichts kaputt mache und einen "höheren Unterhaltungswert als Herbert Reul" habe. Reul ist Chef der CDU/CSU-Gruppe im EU-Parlament.

Quelle: n-tv.de

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