Das war Donnerstag, der 11. April 2024
Liebe Leserinnen und Leser,
der heutige Donnerstag ist nun fast zu Ende. Abschließend möchte ich Ihnen noch ein paar Texte des Tages ans Herz legen:
Quelerelen um Gesetzesnovelle: Wissing droht mit Fahrverboten am Wochenende
Verunsicherung bei der Autoindustrie: Die Abkehr vom Verbrenner-Aus wäre eine Sackgasse
Beinamputation drohte: Til Schweiger liegt mit Sepsis im Krankenhaus
Produzenten stellen um: Braune Eier verschwinden schrittweise aus Supermärkten
Mordprozess machte ihn bekannt: Ex-Footballer O.J. Simpson ist tot
Schweigegeld für Porno-Star: Trump verzeiwefelt: Richterin lehnt Prozess-Verschiebung ab
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Der Tag ist morgen wieder für Sie da.
Rechtsextremist Höcke macht unfassbare Aussage im TV-Duell
Einen Rechtsextremisten wie Björn Höcke in eine Talkshow einzuladen, ist hochumstritten. Passiert ist es trotzdem. Der Thüringer CDU-Politiker Mario Voigt und sein AfD-Kontrahent haben sich bei einem TV-Duell einen Schlagabtausch über die Europapolitik geliefert. Voigt warnte vor den Folgen der europapolitischen Vorstellungen von Höcke. Er wolle, dass die Europäische Union sterbe, sagte Voigt im TV-Duell beim Sender Welt. "Das wäre eine Katastrophe für Deutschland, das wäre der Abstieg für Deutschland." Die EU sei nicht perfekt, "aber es ist ein Haus, das uns immer beschützt hat", sagte er. Höcke sagte hingegen, Deutschland müsse raus aus der EU. Der 52-Jährige forderte einen "lockeren Bund europäischer Staaten".
Höcke machte in dem Duell teilweise kaum zu glaubende Aussagen. So sagte er: "Russland ist ein bedrängtes Land. Und Russland will Frieden." In Wahrheit führt Moskau seit über zwei Jahren einen brutalen Angriffskrieg mit zehntausenden Toten, um die Ukraine zu unterwerfen. Zudem behauptete der Rechtsextremist Höcke, der angeklagt ist, die verbotene SA-Parole "Alles für Deutschland" verwendet zu haben, er habe nicht gewusst, dass es sich dabei um eine verbotene Parole aus der NS-Zeit handele. Björn Höcke arbeitete einst als Geschichtslehrer.
Schlimmer Unfall - vollbesetztes Auto gerät in den Gegenverkehr
Eine 35-Jährige ist bei einem Verkehrsunfall nahe Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis in Hessen ums Leben gekommen. Zudem gab es fünf Verletzte. Die 35-jährige Frau saß in einem Auto mit fünf weiteren Menschen, das laut Polizei auf der Bundesstraße 80 aus zunächst unbekannten Gründen in den Gegenverkehr geraten war. Ein entgegenkommender Lastwagenfahrer versuchte noch auszuweichen, doch beide Fahrzeuge kollidierten seitlich.
Während der unverletzte 44-jährige Lkw-Fahrer anhalten konnte, prallte das Auto gegen die Schutzplanke, geriet ins Schleudern und kippte um. Die 35-Jährige wurde nach den Angaben aus dem Fahrzeug geschleudert und darunter eingeklemmt. Sie starb noch am Unfallort. Die anderen fünf Insassen des Autos im Alter zwischen 7 und 54 kamen verletzt in umliegende Krankenhäuser.
Drei Söhne bei Angriff durch Israel getötet: Hamas-Chef Hanijeh äußert sich
Der Hamas-Chef Ismail Hanijeh verneint, dass seine drei bei einem israelischen Angriff getöteten Söhne Kämpfer der radikal-islamischen Gruppe waren. Nach Angaben Israels gehörten sie dem bewaffneten Arm der Hamas an.
Hanijeh bekräftigt gegenüber Reuters, dass der Tod seiner Söhne nicht seine Haltung bei den Verhandlungen über eine Feuerpause beeinflussen werde: "Die Interessen des palästinensischen Volkes stehen über allem." Die Hamas wolle eine Einigung, aber die "Besatzungsmacht" weiche einer Antwort auf die von der Hamas gestellten Forderungen aus.
Wissing droht mit Fahrverboten - Grüne reagiert empört
Im Streit über das Klimaschutzgesetz hat die stellvertretende Grünen-Fraktionschefin Julia Verlinden Aussagen von Verkehrsminister Volker Wissing zu drohenden Fahrverboten zurückgewiesen. "Diese Behauptung ist schlichtweg falsch", sagte Verlinden. "Ein Minister sollte nicht unbegründet Sorgen bei den Menschen schüren." Der FDP-Politiker Wissing hatte vor drastischen Einschnitten für Autofahrer gewarnt, falls die Ampel sich nicht bald auf eine Reform des Klimaschutzgesetzes einigt - bis hin zu Fahrverboten am Wochenende. Das geht aus einem Schreiben Wissings an die Vorsitzenden der Ampel-Fraktionen hervor.
Verlinden sagte, das aktuell geltende Recht verlange von Wissing lediglich, ein Klimaschutzprogramm vorzulegen, "in dem sinnvolle Vorschläge enthalten sind, die zu mehr Klimaschutz im Verkehrssektor führen". "Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie etwa ein Tempolimit. Es wäre an der Zeit, dass der Minister gute Vorschläge macht."
Ausgerechnet auf Erziehungsreise: 14-Jähriger begeht fatale Tat
Da haben die erzieherischen Maßnahmen wohl noch nicht so wirklich gefruchtet. In Norddeutschland hat ein 14-Jähriger mit dem Mietauto seines Betreuers eine Spritztour nach Hamburg unternommen. Er stahl in Lübeck den Schlüssel und fuhr in Begleitung weiterer Jugendlicher davon, wie die Polizei mitteilte. Der Betreuer einer Jugendhilfeeinrichtung in NRW rief demnach die Beamten. Der Mann war mit dem 14-Jährigen auf einer Erziehungsreise, für die er ein Auto angemietet hatte.
In Hamburg kontrollierten Polizeibeamte das Auto. Am Steuer saß ein 20-Jähriger. Zu seinen vier Beifahrern gehörte auch der 14-Jährige. Wie die Gruppe zueinander fand, war unklar. Gegen den 20-Jährigen erhärtete sich der Verdacht, dass er betrunken und ohne Führerschein am Steuer saß. Der 14-Jährige wurde wegen seines - womöglich alkoholbedingten - Zustands in ein Krankenhaus gebracht. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des Autodiebstahls und des unerlaubten Gebrauchs eines Fahrzeugs ermittelt.
Wissing: Deutschland drohen Auto-Fahrverbote am Wochenende
In der Ampel-Regierung gibt es Streit um eine Reform des Klimaschutzgesetzes. Mit Folgen, die bald jeder spüren wird? Bundesverkehrsminister Volker Wissing jedenfalls warnt vor drastischen Einschnitten für Autofahrer - bis hin zu Fahrverboten am Wochenende. Das geht aus einem Schreiben Wissings an die Fraktionschefs der Ampel-Fraktionen SPD, Grüne und FDP hervor.
In dem Brief heißt es, sofern das Klimaschutzgesetz nicht vor dem 15. Juli in Kraft trete, sei das Ministerium verpflichtet, ein Sofortprogramm vorzulegen, das die Einhaltung der Jahresemissionsmengen im Verkehr in den kommenden Jahren sicherstelle. Dafür wäre 2024 nach Wissings Argumentation eine deutliche Verringerung der Pkw- und Lkw-Fahrleistung notwendig. Diese wäre "nur durch restriktive und der Bevölkerung kaum vermittelbare Maßnahmen wie flächendeckende und unbefristete Fahrverbote an Samstagen und Sonntagen möglich".
Erbarmungslose Militärdiktatur erlässt knallharte neue Regeln in Mali
Die Behörden der in Mali herrschenden Militärjunta haben jegliche Berichterstattung über politische Parteien verboten. Die Oberste Kommunikationsbehörde des westafrikanischen Landes forderte in einer Erklärung "alle Medien (Radio, Fernsehen, Print- und Online-Medien) auf, die Ausstrahlung und Veröffentlichung der Aktivitäten politischer Parteien und der politischen Aktivitäten von Vereinigungen einzustellen". Am Vortag hatte die Junta bereits die Suspendierung aller politischen Aktivitäten angeordnet.
Begründet wurde dieser Schritt nach Angaben eines Regierungssprechers in einem von Juntachef Assimi Goita erlassenen Dekret mit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung. Demnach betreffe die Suspendierung, die bis auf Weiteres und im ganzen Land gelte, die "Aktivitäten politischer Parteien und die Aktivitäten mit politischem Charakter von Vereinigungen". Verantwortlich dafür seien "sterile Diskussionen" politischer Parteien und deren "subversive Handlungen", sagte der Sprecher. Am 1. April hatten mehr als 80 politische Parteien und zivile Gruppen in einer gemeinsamen Erklärung Präsidentschaftswahlen und ein Ende der Militärherrschaft "so bald wie möglich" gefordert.
Verschollene dank genialer Idee von einsamer Insel gerettet
Ich hoffe natürlich, dass Sie nie in ihrem Leben auf einer einsamen Insel stranden. Wenn aber doch, dann wissen Sie anhand dieser Geschichte, was zu tun ist: Die US-Küstenwache hat drei Schiffbrüchige, die mehr als eine Woche lang auf einer Insel im Pazifik gestrandet waren, dank eines Palmwedel-Schriftzugs gefunden. Die Männer um die 40 Jahre waren am Ostersonntag mit einem Boot zum Fischen aufgebrochen - kamen allerdings nicht zurück. Verwandte meldeten sie als vermisst, die US-Küstenwache begann mit ihrer Suche und entdeckte schließlich auf der Insel Pikelot, die zu Mikronesien gehört, Palmwedel am Strand.
Damit hatten die Männer das Wort "Help" (deutsch: Hilfe) buchstabiert. Die US-Küstenwache sprach von einem "bemerkenswerten Zeugnis ihres Willens, gefunden zu werden". Der Einfallsreichtum sei ausschlaggebend dafür gewesen, dass die Rettungskräfte die Schiffbrüchigen gefunden hätten und sie hätten retten können.
Lebensgefahr an der Nordsee - beliebter Urlaubsort warnt eindringlich
Noch ist der Sommer nicht da, doch sicher verschlägt es trotzdem bereits einige Menschen in die Urlaubsregionen an der Nordsee. Und dort ist im sehr beliebten Ort St. Peter-Ording oberste Vorsicht geboten. Auf der Tourismus-Homepage des Ortes erscheint eine eindringliche Warnung: "Akute Gefahr durch Treibsand!" Kleine Teile des Strandes sind wegen Treibsandlöchern gesperrt worden. Die Bereiche mit instabilem Sandboden bildeten sich nach Angaben der Tourismuszentrale infolge der hohen Wasserstände der vergangenen Tage. Die Gefahrenstellen seien auch mit Warnschildern versehen worden.
Am Mittwoch war den Angaben zufolge eine Spaziergängerin in ein Treibsandloch hineingeraten und wieder herausgezogen worden. Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in eine Treibsandzone gerate, solle Ruhe bewahren und ein paar Schritte rückwärts auf festen Boden gehen oder sich mit den Händen nach hinten auf den Boden abzustützen und die Beine aus dem Boden ziehen.
Neuer Krieg droht - Lufthansa streicht weitere Flüge
Die Welt schaut in diesen Tagen erneut gebannt in den Nahen Osten. Dort ist die Gefahr von einem neuen Krieg aktuell erhöht. Die USA rechnen mit einem Angriff Irans auf Ziele in Israel.
Die Lufthansa hat angesichts der Spannungen in Nahost ihre Flüge in die iranische Hauptstadt bis voraussichtlich Samstag gestrichen. "Aufgrund der aktuellen Situation setzt Lufthansa nach sorgfältiger Evaluation ihre Flüge von und nach Teheran bis voraussichtlich einschließlich Samstag, 13. April, aus", teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Zuvor hatte die Lufthansa Flüge bereits bis Donnerstag ausgesetzt. Das Unternehmen verlasse sich "nicht allein auf staatliche Einschätzungen", sondern bewerte die jeweilige aktuelle Sicherheitslage selbst und entscheide daraufhin eigenständig, hieß es weiter.
Mann baggert erschöpften Elefanten aus Schlamm frei
Im indischen Keremule finden Menschen einen Elefanten in einer misslichen Lage vor: Das Tier steckt in einem Schlammloch fest und kann sich aus eigener Kraft nicht befreien. Ein Baggerfahrer bringt schließlich die ersehnte Befreiung:
Clan-Boss Remmo macht Dorf in MV verrückte Vorschläge
Der angebliche Clan-Boss Issa Remmo, der sich in Privatinsolvenz befindet, lebt laut eigenen Angaben mittlerweile in dem kleinen Ort Grabowhöfe in Mecklenburg-Vorpommern. Dort besuchte er den Bürgermeister in dessen Sprechstunde und machte äußerst ungewöhnliche Angebote. Eine Journalistin vom Portal "Wir sind Müritzer" war dabei und berichtet in einem Artikel, Issa Remmo habe von Scheichs und anderen Menschen mit viel Geld geredet. Er will demnach in Grabowhöfe und Waren investieren lassen. Eine Idee: ein Riesenrad wie in London. In der britischen Hauptstadt steht eines der größten der Welt, das "London Eye".
Zudem bot Issa Remmo Grabowhöfes Bürgermeister Enrico Malow an, in der Gemeinde zu arbeiten. "Ich möchte als Spende einen Tag in der Woche für die Gemeinde arbeiten. Im Garten oder sonst wo", so der 56-Jährige.
Kultserie aus den 90er-Jahren soll wiederbelebt werden
Drei beliebte Mitglieder der Originalbesetzung von "Melrose Place", Heather Locklear, Laura Leighton und Daphne Zuniga, kommen für eine Fortsetzung der Serie aus den 1990er-Jahren wieder zusammen. Ein Reboot von "Melrose Place", bei dem das Trio die Hauptrollen spielen soll, befindet sich bei CBS Studios in der Entwicklung und wird derzeit bei Sendern und Streamern angeboten. Das berichtet "Deadline".
Das neue "Melrose Place" spielt Jahre nach der Originalserie und würde das weitere Leben der beliebten Charaktere beleuchten. Die Serie war als Spin-Off zu "Beverly Hills, 90210" entwickelt worden. Der Ableger, der von 1992-99 sieben Staffeln lang ausgestrahlt wurde, verfolgte das Leben einer Gruppe junger Erwachsener, die in einem Apartmentkomplex am Melrose Place in der Gegend von West Hollywood oder Los Angeles leben.
Wagenknecht: Neues Gesetz wird Menschen in "Geschlechtsumwandlungen" treiben
Die Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht ist strikt gegen das geplante Selbstbestimmungsgesetz, das Einträge zum Geschlecht beim Standesamt vereinfachen soll. Die für Freitag vorgesehene Verabschiedung des Gesetzes sei ein schwerer gesellschaftspolitischer Fehler, sagte Wagenknecht dem Nachrichtenportal T-Online. "Das Gesetz wird Menschen in Geschlechtsumwandlungen treiben, die es dann bitter bereuen werden", behauptete sie.
Medizinische Eingriffe werden mit dem neuen Gesetz nicht geregelt. Es sieht vor, dass Menschen ihren Geschlechtseintrag und Vornamen per Erklärung beim Standesamt ändern können. Damit entfällt die bisherige Pflicht, eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Dies soll das geltende Transsexuellengesetz ablösen.
Wagenknecht warf der Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP vor, sie wolle das Gesetz "angefeuert von einer radikalen Minderheit und gegen den Rat zahlreicher Experten" verabschieden. Die Neuregelung bedeute, dass Kinder ab 14 Jahren ihr Geschlecht "beliebig ändern könnten". Das sei verantwortungslos, meinte die Vorsitzende vom neuen Bündnis Sahra Wagenknecht. In den anstehenden Wahlkämpfen werde sie für eine Abkehr von diesem "gefährlichen Irrsinn" streiten.
Russische Spezialkräfte töten zwei Terrorverdächtige
Im nordkaukasischen Naltschik töten russische Spezialkräfte offenbar zwei Terrorverdächtige. Diese sollen Anschläge in Russland geplant haben - was genau, geben die Behörden nicht an. Doch seit dem Anschlag in Moskau, bei dem 145 Menschen sterben, ist Russland in Alarmbereitschaft:
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
der Schichtwechsel im Tag ist vollzogen. Mein Kollege Michael Bauer befindet sich im Feierabend und ich begleite Sie bis in den Abend hinein mit Nachrichten. Mein Name ist Robin Grützmacher. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne eine Nachricht an: robin.gruetzmacher@ntv.de.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Rest-Donnerstag!
Til Schweiger liegt mit "offenem Bein" im Krankenhaus
Schauspieler und Produzent Til Schweiger geht's nicht gut. Er liegt seit zwei Wochen in einer Klinik. Was passiert ist, hat er der "Bild"-Zeitung gesagt: "Ich bekomme seit vierzehn Tagen Antibiotika im Krankenhaus, weil ich seit August eine Wunde am Bein habe. Ich hatte mir damals das Schienbein angeschlagen und da sind dann Keime reingekommen. Jetzt habe ich ein 'offenes Bein', so nennt man das", erklärt Schweiger. "Leider wurde es immer schlimmer", fügt er hinzu.
Demnach ist für das anstehende Wochenende die nächste große Untersuchungsrunde geplant: "Mit MRT, Doppler-Sonografie, Ultraschall", fasst der Filmemacher zusammen. Danach entscheidet sich, wie lange Schweiger noch in der Klink bleiben muss.
Schwere Sturmserie verwüstet Süden der USA
Die südlichen Bundesstaaten der USA kämpfen aktuell gegen schwere Stürme an. Zahlreiche Gebäude sind schwer beschädigt oder niedergerissen, örtlich führen die starken Winde zu Überflutungen. Mindestens ein Mensch stirbt durch das Extremwetter.
Astro-Influencerin tötet eigene Familie wegen Sonnenfinsternis
Kurz vor der Sonnenfinsternis in den USA hat eine Astrologie-Influencerin offenbar ihren Lebensgefährten und eines ihrer Kinder getötet. Wie die "Los Angeles Times" berichtete, hatte Danielle Johnson ihre Follower in der vergangenen Woche vor dem Naturereignis gewarnt. Die als Influencerin unter dem Namen Danielle Akoya bekannte Frau sei nach der Tat mit ihrem Auto in einen Baum gefahren und dabei ums Leben gekommen.
Im Vorfeld hatte Johnson im Onlinedienst X geschrieben, dass das Naturereignis der "Inbegriff der spirituellen Kriegsführung" sei. "Schützt euch und habt euer Herz am rechten Fleck. Es ist offensichtlich, dass sich die Welt gerade verändert. Wenn ihr euch jemals für eine Seite entscheiden musstet, jetzt ist die Zeit, das Richtige zu tun."
Lindner räumt Ministerien mehr Zeit für Sparpläne ein
Die vermutlich erneut sehr schwierige Haushaltsaufstellung der Ampel-Koalition beginnt mit Verzögerungen. Aus dem FDP-geführten Bundesfinanzministerium verlautete, die einzelnen Ministerien bekämen knapp zwei Wochen mehr Zeit, um ihre Ausgabenwünsche anzumelden. Es bestehe noch erheblicher interner Beratungsbedarf in den Ministerien.
"Es war insbesondere der Wunsch der grünen Ressorts, den Zeitpunkt für die Rückmeldung an das Finanzministerium zu verschieben, da sie aus organisatorischen Gründen erst Ende April zu einer internen Klausurtagung zusammenkommen können." Diesem Wunsch sei das Finanzministerium nach Rücksprache mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nachgekommen. Die neue Frist sei nun der 2. Mai.
In der Koalition wird mit extrem harten Verhandlungen gerechnet, weil mehr Gelder in die Verteidigung gesteckt werden sollen und dann anderswo fehlen. Außerdem kämpft die Regierung weiter mit den Folgen des Verfassungsgerichtsurteils von Ende 2023, mit dem 60 Milliarden Euro aus dem Klimafonds KTF gestrichen wurden.
Satellitenbild-Vergleich zeigt Flut-Ausmaß in Russland
Die Flutkatastrophe im Süden Russlands nimmt kein Ende. Zehntausende Menschen müssen ihre Häuser verlassen. Der Vergleich von Satellitenaufnahmen vor und nach den verheerenden Überschwemmungen machen das ganze Ausmaß deutlich.
Eckart Dux ist tot - Er war die deutsche Stimme von Steve Martin
Er war die deutsche Stimme von Weltstars wie Anthony Perkins, Steve Martin und Fred Astaire: Eckart Dux, einer der bedeutendsten Synchronsprecher im deutschsprachigen Raum, ist tot. "Wir sind betroffen und traurig", sagte Hörspiel-Regisseurin Heikedine Körting vom Audiolabel Europa. Dux sei nach Auskunft der Familie friedlich eingeschlafen.
"Eine so lange Karriere - er konnte der Welt nicht mehr bieten, als er gegeben hat", sagte Körting, die mit Dux unter anderem bei den Hörspiel-Reihen "Die drei ???" und "TKKG" zusammengearbeitet hat. Dux wurde 97 Jahre alt, er lebte im niedersächsischen Sassenburg bei Gifhorn. Zuvor hatte es Berichte über seinen Tod in sozialen Medien gegeben.
Die markant sonore Stimme von Dux begleitet deutsche Kinogänger seit fast 80 Jahren. Er war der feste Sprecher von Anthony Perkins, zum Beispiel in dem Horror-Klassiker "Psycho" (1960), synchronisierte auch häufiger Steve Martin, etwa in "Solo für 2" (1984).
Niedersachsen setzt Abi-Prüfungen nach Einbruch aus
Wegen eines Einbruchs an einer Schule im Harz sind die schriftlichen Abiturprüfungen im Fach Politik-Wirtschaft in ganz Niedersachsen unterbrochen worden. Theoretisch hätten Schülerinnen und Schüler die Aufgaben vorab einsehen können, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Kultusministeriums. Beim Zentralabitur werden bei den Prüfungen allen Schülerinnen und Schülern in einem Bundesland die gleichen Aufgaben vorgelegt.
Das Ministerium forderte die betroffenen Schulen am frühen Morgen rund um den Prüfungsbeginn angesichts des Einbruchs auf, die geplanten Prüfungsaufgaben nicht auszuteilen oder wieder einzusammeln. Gegen 9.00 Uhr wurden anschließend neue Aufgaben für die Schulen hochgeladen, die ursprünglich für einen Nachholtermin gedacht waren.
Die Schulen könnten nun selbst entscheiden, ob sie die Prüfungen noch am Donnerstag zeitversetzt beginnen lassen oder, wenn die Unruhe unter den Schülerinnen und Schülern zu groß ist, einen Nachschreibtermin nutzen, sagte der Sprecher weiter. Sollten sie sich für eine Verschiebung entscheiden, werden die Abi-Prüfungen in Politik-Wirtschaft am 8. Mai geschrieben.
Schiff brennt im Havelkanal fast komplett aus
Aus bisher ungeklärten Gründen fängt ein stillgelegtes Binnenschiff, das im Havelkanal nahe Berlin-Wilhelmstadt liegt, Feuer. Aufnahmen zeigen, wie zahlreiche Rettungskräfte gegen die Flammen ankämpfen. Verletzt wird niemand.
US-Jumboflieger wird wegen Hundekot im Gang umgeleitet
"Lebensgefährlich": Warentest warnt vor mangelhaftem Kindersitz
Die Stiftung Warentest und der ADAC warnen vor dem Kauf des Kindersitzes Viaggio Twist von Peg Perego und der Isofix-Station des Herstellers, die auch für verschiedene Babyschalen verwendet werden kann. Im noch laufenden gemeinsamen Test von Autokindersitzen habe sich beim Frontalcrashtest die Sitzschale des Modells gelöst, der Sitz mitsamt Dummy flogen durchs Auto, wie Stiftung Warentest und ADAC mitteilten. Der Hersteller habe die Auslieferung bereits gestoppt.
Direkt nach Deutschland ausgeliefert worden seien bislang nur wenige Sitzschalen, zitierte der ADAC den italienischen Hersteller Peg Perego. Ein Anspruch auf Rückgabe oder Umtausch bestehe zwar nicht, doch Eltern könnten beim Hersteller-Kundenservice um Kulanz bitten, erklärte der ADAC.
In der rückwärts gerichteten Position löste sich nach dem Brechen des Stützfußes der Sitz komplett und flog samt Test-Dummy unkontrolliert nach vorn. Das bedeutet nicht nur für das Kind Lebensgefahr, sondern für alle Insassen des Autos.
Tarifeinigung bei Lufthansa: Mehr Geld für Kabinenpersonal
Bei der Lufthansa ist für das Kabinenpersonal als letzte große Beschäftigtengruppe eine Tarifeinigung erreicht worden. Über einen Zeitraum von drei Jahren soll es neben einer Inflationsausgleichsprämie von 3000 Euro drei Gehaltssteigerungen mit insgesamt 17,4 Prozent geben, wie die Gewerkschaft UFO berichtete.
Australisches Kampfflugzeug mit Skeletten im Meer gefunden
Ein Expeditionsteam hat das Wrack eines australischen Kampfflugzeugs identifiziert, das während des Zweiten Weltkriegs vor der Küste Papua-Neuguineas abgestürzt war. Der Beaufort-Bomber A9-186 lag 43 Meter unter der Wasseroberfläche, darin fand das Team Überreste von zwei der vier Besatzungsmitglieder.
DNA-Tests von Knochenfragmenten ergaben, dass es sich bei den Armeeangehörigen um den damals 28-jährigen Clement Batstone Wiggins und den 34-jährigen Russell Henry Grigg handelte, teilte die Royal Australian Air Force mit. "Es ist sehr schwierig, nach 80 Jahren im Salzwasser eine positive Identifizierung zu erhalten", sagte der Leiter der Suchexpedition, Steve Burnell. Die gesamte Mission sei "wegen der Salzwasserkrokodile und der schlechten Sicht" herausfordernd gewesen.
A9-186 war bereits 2020 entdeckt worden, es seien aber 50 Tauchgänge nötig gewesen, um zweifelsfrei zu klären, welches Flugzeug es war, so Burnell. Das Wrack wurde schließlich anhand eines im Schlamm liegenden und deshalb wenig korrodierten Kennzeichens identifiziert.
Neue "El Tusi"-Droge in Deutschland aufgetaucht
Weil sie Drogenhandel in nicht geringen Mengen betrieben haben sollen, sitzen vier Männer in Untersuchungshaft. Die Verdächtigen sollen seit März 2024 mit der "El Tusi"-Droge, einem Gemisch aus MDMA, Ketamin und Inosit, gehandelt haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Mannheim gemeinsam mitteilten.
Auf einem Parkplatz konnten die Ermittler den Angaben zufolge die Männer Anfang April festnehmen. Anschließend wurden die Wohnungen der Verdächtigen durchsucht. Dabei wurden weitere Drogen, eine Schreckschusswaffe sowie Bargeld sichergestellt.
Die Haftbefehle gegen die Männer im Alter von 19, 20, 21 und 26 Jahren wurden am vergangenen Donnerstag erlassen. Die Verdächtigen müssen sich unter anderem wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in zwei Fällen und Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verantworten.
Kohl-Enkel kandidiert wohl für CDU-Vorstand
Der Name Johannes Volkmann dürfte vielen Menschen nichts sagen. Dabei hat der Nachwuchspolitiker einen prominenten Stammbaum. Er ist der Enkel von Altkanzler Helmut Kohl. Der 27-Jährige strebt nun einen ähnlichen Weg wie sein verstorbener Großvater an. Volkmann kandidiert laut "Bild"-Zeitung für den CDU-Vorstand, er sei von der Jungen Union (JU) und der Hessen-CDU vorgeschlagen worden.
Die Chancen sollen nicht schlecht stehen: Die JU stellt in der Regel mehrere Kandidaten für den CDU-Vorstand. Derzeit ist Volkmann Vorsitzender des Kreistags im hessischen Lahn-Dill-Kreis.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
nach einer nachrichtlich ruhigen Nacht nimmt der Morgen dann doch Fahrt auf. Bedauernswerterweise scheint sich der Konflikt in Nahost auszuweiten. Die USA haben Israel angesichts von Drohungen des Iran bereits ihren Beistand zugesichert. Des Weiteren herrscht Unklarheit, wie viele der Hamas-Geiseln noch am Leben sind. Einem Bericht der "New York Times" zufolge kann die Terrorgruppe die geforderte Anzahl für einen Austausch nicht aufbringen. Über das weitere Geschehen in Israel und Gaza halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden.
Und diese Themen werden heute ebenfalls wichtig:
Bundeskanzler Olaf Scholz kommt mit der Regierungskommission zur Zukunft der Landwirtschaft zusammen. In dem Gespräch soll es nach bundesweiten Bauernprotesten gegen das Ende von Agrardiesel-Vergünstigungen um mögliche andere Entlastungen für die Branche gehen.
Knapp fünf Monate vor der Landtagswahl in Thüringen treten der CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt und AfD-Rechtsaußen Björn Höcke ab 20.15 Uhr in einem TV-Duell gegeneinander an. In dem schon vorher kontrovers diskutierten Duell will Voigt den Thüringer AfD-Spitzenkandidaten Höcke inhaltlich stellen, wie er mehrfach sagte. Kritiker werfen dem CDU-Politiker hingegen vor, Höcke mit dem Gespräch eine bundesweite Bühne zu geben.
Die Europäische Zentralbank (EZB) entscheidet vor dem Hintergrund gesunkener Inflationsraten über ihren weiteren geldpolitischen Kurs. Allgemein wird erwartet, dass die Euro-Währungshüter die Leitzinsen im Euroraum vorerst unverändert lassen werden.
Bayer Leverkusen will im Viertelfinale der Europa League gegen West Ham United die Chance auf das Triple aus drei Titeln wahren und sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel verschaffen. Die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso geht als Favorit ins erste Aufeinandertreffen im heimischen Stadion (21 Uhr/RTL).
Deutschlands Handballerinnen starten in die Olympia-Qualifikation. Die Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch trifft zum Auftakt in Neu-Ulm um 17.45 Uhr auf den vermeintlich stärksten Gruppengegner aus Slowenien.
Alle weiteren wichtigen und wissenswerten News wird "Der Tag" Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Mein Name ist Michael Bauer und ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Donnerstag.
"NYT": Hamas kann keine 40 Geiseln für Tausch aufbringen
Derzeit verhandeln Israel und die Hamas erneut über einen Waffenstillstand. Daran gekoppelt soll ein erneuter Geiselaustausch sein. Wie die "New York Times" berichtet, habe die Terrorgruppe aber keine 40 lebenden Geiseln im Gazastreifen, die die Kriterien für einen Austausch erfüllen. Die Aussage soll von einem ranghohen Hamas-Beamten kommen. Demnach sei Israel bereits über die Behauptung der Hamas unterrichtet worden.
Die Behauptung weckte Befürchtungen, dass mehr Geiseln tot sein könnten als bisher angenommen. Israelische Beamte gehen davon aus, dass sich noch etwa 130 Geiseln im Gazastreifen befinden, und israelische Geheimdienstmitarbeiter sind zu dem Schluss gekommen, dass bislang mindestens 30 von ihnen in der Gefangenschaft gestorben sind.
Internationale Unterhändler hatten einen zunächst sechswöchigen Waffenstillstand vorgeschlagen, in dem die Hamas eine erste Gruppe von 40 Geiseln - darunter Frauen, ältere Menschen, kranke Geiseln und fünf israelische Soldatinnen - im Austausch gegen Hunderte Palästinenser, die in israelischen Gefängnissen festgehalten werden, freilassen würde.
"Verzweifelter" Trump scheitert mit Hinhaltetaktik vor Gericht
Zum dritten Mal in dieser Woche hat ein Berufungsgericht eine von Donald Trump erstrebte Verzögerung des Strafprozesses gegen den früheren US-Präsidenten in Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an einen Pornostar abgelehnt. Übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge lehnte Richterin Ellen Gesmer den Antrag ab. Der Strafprozess gegen Trump ist der erste gegen einen früheren US-Präsidenten. Er soll kommenden Montag in New York mit der Auswahl der Geschworenen beginnen. Trumps Anwälte waren diese Woche bereits mit zwei weiteren Anträgen gescheitert, die darauf abzielten, den Prozessbeginn hinauszuzögern.
Die "New York Times" schrieb, der jüngste Antrag "unterstrich Trumps zunehmend verzweifelte Versuche, den Prozess zu verzögern". Konkret versuchten seine Anwälte mit dem Antrag, den Prozess zu verzögern, um Zeit für die abschließende Prüfung einer Klage gegen den zuständigen Richter, Juan Merchan, zu gewinnen. Die Anwälte des Republikaners argumentieren, dass der Richter befangen sei, weil dessen erwachsene Tochter als Beraterin auch für Demokraten gearbeitet habe.
Gesellschaftliche Mitte verliert Vertrauen in etablierte Parteien
Das Vertrauen in die etablierten Parteien ist in der gesellschaftlichen Mitte zuletzt deutlich gesunken. Das liegt laut einer Untersuchung der Bertelsmann Stiftung vor allem daran, dass Menschen mit mittleren Einkommen zwar einerseits einen großen Veränderungsdruck spüren, andererseits aber nicht den Eindruck haben, dass die Ampel-Koalition dafür die Weichen richtig stellt. Dass die Union von dieser Skepsis in Wählerumfragen bislang nur begrenzt profitiert, deutet nach Ansicht der Verfasser der Studie, Robert Vehrkamp und Silke Borgstedt, darauf hin, dass in diesen Milieus generell das Zutrauen in die Parteien der alten Bonner Republik schwindet.
Weder SPD, Grünen und FDP noch CDU und CSU gelinge es derzeit, "in der Mitte den Eindruck von Empathie, Problemlösungsfähigkeit und Zugewandtheit zu hinterlassen, um ihre Wählerschaft gegen populistische Verführung und Mobilisierung zu immunisieren", heißt es in der aktuellen Untersuchung. Die Analyse stützt sich auf vier repräsentative Befragungen zwischen September 2021 und Ende Februar 2024.
Bei einer Online-Befragung im Januar dieses Jahres hatten 56 Prozent der deutschen Bevölkerung, die Meinungsforscher der gesellschaftlichen Mitte zuordnen, erklärt, sie schauten eher optimistisch in die Zukunft. Zum Vergleich: Im Mai 2022 hatten noch 66 Prozent der Befragten Optimismus geäußert. Das gilt laut Untersuchung, obwohl die aktuelle Lebenszufriedenheit in der Mitte weiterhin recht hoch ist.