Der beste Sitz ist der teuersteADAC testet Kindersitze und findet viel Gutes, aber zwei Versager

Zwei Kindersitze fallen beim aktuellen ADAC-Test durch. Die Mehrheit der geprüften Modelle bietet dagegen einen guten oder zumindest zufriedenstellenden Schutz. Sieger ist allerdings auch der teuerste Sitz im Test.
Die meisten Kindersitze für das Auto bieten guten Schutz. Doch immer wieder finden sich im Handel mangelhafte Exemplare, wie auch der aktuelle Test des ADAC zeigt. Ein weiteres Ergebnis: Gute Modelle sind häufig nicht billig, Testsieger wurde sogar der teuerste Kandidat.
Insgesamt kann sich das Ergebnis sehen lassen: 7 der überprüften 16 Kindersitze haben im Herbsttest die Note "gut" erhalten. Fünf weitere Modelle wurden mit "befriedigend" bewertet, zwei erhielten ein "ausreichend". Zwei Sitze fielen mit der Note "mangelhaft" durch. Die Tester untersuchten neben der Sicherheit bei Unfällen auch Bedienung, Ergonomie und Schadstoffbelastung. Die Preise der geprüften Produkte lagen zwischen 65 und 570 Euro.
Den Testsieg holte die Babyschale Maxi-Cosi Coral Slide Pro mit Isofix-Basis FamilyFix Slide Pro (570 Euro). Sie erreichte die Gesamtnote 2,1 und punktete unter anderem mit einer leichten, herausnehmbaren Tragetasche. Ebenfalls gute Ergebnisse erzielten die Babyschalen Cybex Cloud G3 mit Base G3 (460 Euro) und Joie i-Gemm 3 mit i-Base Encore (330 Euro), die jeweils die Note 2,2 erhielten.
Unter den Sitzen für Kleinkinder schnitt der Recaro Toron 1 (550 Euro) mit der Note 2,3 am besten ab. Er eignet sich für Kinder von der Geburt bis zu einem Alter von rund vier Jahren. Ebenfalls mit "gut" bewertet wurden der Cybex Sirona G3 mit Base G3 (500 Euro) und der Maxi-Cosi MobiFix Pro (550 Euro), die jeweils die Note 2,5 erreichten.
Kindersitze mit Sicherheitsmängeln
Deutliche Sicherheitsmängel zeigten dagegen die Babyschale Britax Römer Baby-Safe Pro mit Vario Base 5Z (535 Euro) und der Axkid Minikid Core (400 Euro). Beide versagten bei Frontalaufprallversuchen. Beim Britax-Römer-Modell öffnete sich in der Liegeposition das Gurtschloss, sodass der Dummy aus der Schale geschleudert wurde. Beim Axkid brachen Teile der Sitzkonstruktion, zudem löste sich die Stützfußverriegelung. Beide Hersteller haben inzwischen freiwillige Rückrufe eingeleitet beziehungsweise einen Austausch angeboten.
Bei den Sitzerhöhungen für größere Kinder erreichte der Lionelo Neal i-Size (100 Euro) die Note 3,5. Der besonders günstige Joie i-Provo (65 Euro) kam aufgrund von Schwächen beim Seitenaufprallschutz lediglich auf ein "ausreichend" (3,6).