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Auch die Konkurrenz ist starkKompakte E-Autos - fünf Alternativen zum VW ID.3 Neo 

23.04.2026, 17:50 Uhr
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Der-Kia-EV4-ist-ein-echter-Allrounder
Der Kia EV4 ist ein echter Allrounder. (Foto: Kia)

VW hat den ID.3 Neo erneut kräftig überarbeitet. Denn die Konkurrenz in seinem Segment ist stark. Eine Auswahl - von Kia über Opel bis Renault.

Mit dem erneut gelifteten ID.3 will VW nun das Segment der kompakten E-Autos aufmischen. Der als "Golf für das Elektrozeitalter" gestartete Fünftürer soll mit geglättetem Design und aufgewertetem Innenraum die Kritik an den bisherigen Versionen vergessen machen.

Angeboten wird der ID.3 Neo mit 125 kW/170 PS, 140 kW/190 PS und 170 kW/231 PS sowie mit 50, 58 und 79 kWh großen Batterien. Die Reichweite reicht je nach Version bis zu 630 Kilometern, geladen wird mit 11 kW AC sowie mit bis zu 105 kW oder 183 kW DC. Der Preis startet bei 33.995 Euro. Der Rahmen stimmt also. Aber auch die Konkurrenz ist stark. Eine Auswahl:

Kia EV4

Unter den vielen elektrischen Kia-Crossovern ist der EV4 die Ausnahme: Den klassischen Kompaktwagen gibt es als leicht exotisch gezeichnete Stufenhecklimousine ("Fastback") und mit dem im Deutschland deutlich populärerem Steilheck. Der 4,43 Meter lange Fünftürer ist vergleichsweise flach, bietet trotzdem ein gutes Raumgefühl vorn und besonders viel Beinfreiheit hinten. Dazu kommt ein ordentliches Kofferraumvolumen von 435 Litern, die Fastback-Version bietet sogar 490 Liter.

Angetrieben wird der EV4 stets mit 150 kW/204 PS, die Stromversorgung übernehmen Batterien mit 58,3 oder 81,4 kWh. Je nach Variante reicht das für 440 bis 633 Kilometer - einer der besten Werte im Wettbewerb. Die Preise starten bei 37.590 Euro, die Langstreckenversion kostet ab 43.240 Euro. Positiv fallen der hohe Komfort und die gute Geräuschdämmung auf.

Nur mittelmäßig ist die Ladeleistung - anders als bei den größeren Modellen verzichten die Koreaner hier auf die 800-Volt-Technik. Maximal 11 kW AC und bis zu 128 kW DC sind in dieser Klasse zwar noch akzeptabel, aber nicht mehr Spitze.

Opel Astra Electric

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Opels elektrischer Astra ist als Limousine und Kombi zu haben. (Foto: Opel)

Die Rüsselsheimer setzen auch in der Kompaktklasse auf eine Multi-Antriebs-Strategie. Der Astra basiert auf einer flexiblen Plattform, die neben Verbrennern und Plug-in-Hybriden auch reine E-Modelle erlaubt. Somit bleibt der Rüsselsheimer Stromer optisch und konzeptionell nah am klassischen Kompaktwagen - und ist wie dieser auch als Kombi "Sports Tourer" zu haben. Seit dem gerade erfolgten Facelift tritt der Astra optisch moderner auf, unter anderem mit neuer Lichtsignatur.

Der 115 kW/156 PS starke Opel Astra konzentriert sich eher auf Effizienz als auf aufregende Fahrleistungen, die Sprintzeit auf 100 km/h fällt mit knapp 10 Sekunden somit eher durchschnittlich aus. Dafür punktet er mit gut abgestimmtem Fahrwerk, ausgereifter Bedienung und angenehmer Geräuschisolation.

Die Batterie fasst 58 kWh brutto, die Reichweite liegt bei 454 Kilometern für den Fünftürer und 445 Kilometern für den Kombi. Etwas zu mau fällt die DC-Ladeleistung von nur 100 kW aus, das Auffüllen von 10 auf 80 Prozent soll trotzdem in rund 31 Minuten möglich sein. Der Preis startet bei 37.990 Euro, der Kombi bei 39.490 Euro.

Renault Mégane E-Tech Electric

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Der Renault Mégane punktet unter anderem mit digitalisiertem Innenraum. (Foto: Renault)

Der elektrische Mégane gehört zu den frühen Vertretern der neuen Kompaktklasse und zeigt bis heute ein eigenes Profil. Mit 4,21 Metern Länge fällt er etwas kürzer aus als mancher Rivale, setzt dafür aber auf markantes Design mit leichten Crossover-Anleihen und einen stark digitalisierten Innenraum. Das Infotainment nutzt Googles-Kartenmaterial und bindet die Ladeplanung in die Navigation ein, wichtige Klimafunktionen bleiben separat bedienbar.

Angeboten werden Batterien mit 40 und 60 kWh, laut Hersteller sind bis zu 470 Kilometer Fahrt möglich. Bei der Ladeleistung geht Renault einen Sonderweg und rüstet die größeren Varianten mit einem 22-kW-Bordlader aus, was das kurze Laden an öffentlichen AC-Säulen attraktiv macht. Am DC-Schnelllader sind bis zu 130 kW möglich. Preislich geht es bei 35.600 Euro los, die Versionen mit großer Batterie und schnellerer Ladetechnik starten bei 42.900 Euro.

MG4

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Der MG4 hat gerade ein Lifting erhalten. (Foto: MG)

Das klassische europäische Kompaktsegment lassen die meisten chinesischen Marken aktuell noch brachliegen. Nicht so der ehemals englische Autobauer MG, der seit 2022 mit dem MG4 eines der ersten chinesischen E-Modelle nach Deutschland brachte. 2026 wurde der Fünftürer nachgebessert, vor allem im Innenraum. Das neue Cockpit wirkt aufgeräumter und wertiger, der 12,8-Zoll-Touchscreen ist klarer strukturiert, und für zentrale Funktionen bleiben physische Tasten erhalten.

Angeboten werden nun Akkuversionen mit 64 und 77 kWh sowie 140 kW/190 PS oder 180 kW/245 PS. Darüber rangiert weiter die 320 kW/435 PS starke XPower-Version. Die Reichweite beträgt bis zu 545 Kilometer. Beim Laden verspricht MG bis zu 154 kW DC für den kleineren Akku und 144 kW für den größeren. Gelungen sind Lenkung, Bremsen und Fahrwerk, weniger gut der nur 250 Liter große Kofferraum - das sind eher Kleinwagenwerte. Mit einem Startpreis von 43.000 Euro ist der Chinese kein Schnäppchen, bietet aber bereits eine umfangreiche Ausstattung.

Nissan Leaf

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Der Nissan Leaf geht in die dritte Generation. (Foto: Nissan)

Der Nissan Leaf war einst einer der Elektro-Pioniere, zuletzt aber technisch abgehängt. In der dritten Generation will er nun wieder Anschluss an die Konkurrenz finden: Der 4,35 Meter lange Kompakte tritt dafür deutlich moderner auf, nimmt sich Design-Anleihen bei SUVs und Coupés. Die Plattform teilt er sich mit dem Renault Mégane, setzt bei Motor und Batterie aber auf eigene Technik.

Angeboten werden Versionen mit 130 kW/176 PS und 160 kW/217 PS sowie mit netto 52,9 und 75,1 kWh Batteriekapazität. Die Reichweite liegt bei bis zu 624 Kilometern. Punkten kann er mit hohem Fahrkomfort und ausgeglichener Abstimmung sowie einem gut verarbeiteten Innenraum. Bei der Ladeleistung bleibt der Nissan mit 11 kW (AC) sowie 105 beziehungsweise 150 kW (DC) aber nur im Mittelfeld. Die Preise starten bei 35.950 Euro.

Quelle: ntv.de, Holger Holzer, sp-x

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