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Autoshow mit Pferdestärken Kraftpakete und Visionen in New York

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Vorerst wird es der Audi RS5 Sportback nicht nach Deutschland schaffen.

(Foto: Holger Preiss)

In den USA wurde der Stein für die jetzt drohenden Dieselfahrverbote in deutschen Städten ins Rollen gebracht. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten selbst leben VW und Co. PS-Träume weiter aus, wie die New York Auto Show beweist.

Während in Deutschland über Fahrverbote von Dieselfahrzeugen in Innenstädten diskutiert wird, ist man in einer der größten Metropolen der Welt dabei, mit Pferdestärken nur so zu protzen. Wer auf der New York International Auto Show (NAIAS) auffallen will, der muss schon ordentlich was unter der Haube haben. Dem unterwerfen sich auch die deutschen Autobauer. Mercedes hat bereits am Vorabend der Messe seine neuen C-Klasse AMG-Boliden vorgestellt. Beim C63 wiehern 467 Pferde unter der Haube, beim C63 S sind es gar 510 PS, die aus dem 4,0-Liter-V8 herausgeholt werden.

Audi RS5 Sportback nur für USA

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Der Audi RS5 Sportback würde wohl auch in Deutschland seine Käufer finden.

(Foto: Holger Preiss)

Was man in Stuttgart kann, ist selbstredend auch in Ingolstadt kein Problem. Doch anders als Mercedes, die ihre AMG-Modelle auch in Deutschland anbieten, lässt Audi seinen Messe-Kracher, den RS5 Sportback vorerst nur in Nordamerika fahren. Dabei hat der erste Viertürer der Modellgeschichte nicht nur ordentlich Power unter der Haube, sondern auch eine ganz schnittige Optik, die sich auch im hiesigen Straßenbild gut machen würde.

Auch das, was unter der langen Haube steckt, könnte in Deutschland Begehrlichkeiten wecken. Dort haben die Ingenieure nämlich den gleichen V6-Biturbo versteckt, der auch im zweitürigen Coupé arbeitet. Aus seinen 2,9 Litern Hubraum schöpft der V6 450 PS und schickt 600 Newtonmeter maximales Drehmoment an alle vier Räder. So befeuert soll der Sportback laut Datenblatt in 3,9 Sekunden Tempo 100 erreicht haben und am Ende trotz seiner 1,8 Tonnen 280 km/h schnell werden.

Der sportliche Retter von VW

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Der VW Atlas Cross Sport, hier noch als Studie, soll 2019 auf den US-Markt kommen.

(Foto: Holger Preiss)

Nicht für den deutschen Markt geplant ist der Atlas Cross Sport. In New York vorerst als seriennahe Studie präsentiert, soll das SUV-Coupé die Herzen der US-Amerikaner erobern und alte Dieselgeschichten vergessen machen. Deshalb haben die Wolfsburger dem Offroad-Sportler auch gleich mal einen potenten Benziner unters Blech geklemmt. Es ist der 3,6-Liter-V6, der 280 PS und ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern zur Verfügung stellt. Da das für die Verhältnisse im Land der unbegrenzten PS-Zahlen nicht wirklich für Furore sorgt und auch noch nicht so richtig grün wirkt, gibt es zusätzlich noch zwei E-Maschinen.

An der Vorderachse entwickelt sie 54 PS und 220 Newtonmeter, an der Hinterachse sind es 115 PS und 270 Newtonmeter. Die Systemleistung addiert sich so beim Hybrid auf 314 PS, beim Plug-In-Hybrid auf 360 PS. Die E-Motoren werden übrigens aus einer kompakt im Kardantunnel ange­ordneten Lithium-Ionen-Batterie versorgt. Der Plug-In-Hybrid soll es rein elektrisch auf 70 Kilometer bringen, der Hybrid schafft temporär immerhin 2,5 Kilometer. Aber auch für die US-Amerikaner dürfte interessant sein, wo sich der Atlas Cross Sport preislich einordnet. Denn viel Geld bezahlt man in den USA ungern für seine Mobilität.

Der Versuchsballon aus Wolfsburg

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Der Atlas Tanoak ist ein Versuchsballon der Wolfsburger in den USA.

(Foto: Holger Preiss)

So gesehen ist auch das zweite Highlight der Wolfsburger in New York, der Atlas Tanoak, ein waschechter Midsize-Pick-Up, als Versuchsballon zu verstehen. Die 5,43 Meter lange Studie wird ebenfalls von dem 3,6-Liter-V6-FSI-Motor der Atlas Baureihe befeuert und leistet hier ebenfalls 280 PS. Über eine Achtgang-Automatik werden hier die 350 Newtonmeter an alle vier Räder verteilt.

Der Umstand, dass die 1,63 Meter lange und 1,45 Meter breite Ladefläche so gestaltet ist, dass vor allem Bikes, Boards und kleinere Boote transportiert werden können, deutet schon darauf hin, dass der Tanoak eher ein Spaß- denn ein Arbeitstier sein will. Unterstrichen wird der Eindruck durch den neu entwickelten Cargo-Bügel, der aus seiner Ruheposition hinter der Doppelkabine herausgelöst und auf den Seitenwänden der Ladefläche verschoben werden kann. So entsteht ein Trägersystem, auf dem zum Beispiel Kanus über Fixierpunkte im Cargo-Bügel und Dach befestigt werden können.

Die Power-Katze

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Die stärkste Katze in Form des F-Pace SVR wird es auch in Deutschland geben.

(Foto: Holger Preiss)

Alles andere als ein Arbeitstier ist der ebenfalls in New York gezeigte Jaguar F-Pace SVR. Die britische Raubkatze wird mit dem Kürzel aber locker zum Power Cat. Angetrieben wird das Tier nämlich von einem Fünf-Liter-V8 mit Kompressor-Aufladung, der 550 PS an alle vier Räder schickt. Dank eines maximalen Drehmoments von 680 Newtonmetern geht es innerhalb von 4,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Schluss ist erst bei 283 km/h. Für das passende Klangbild soll eine Titan-Abgasanlage mit Klappensteuerung sorgen, die neben einer Gewichtsersparnis auch einen positiven Einfluss auf die Leistungsentfaltung haben soll.

Passend zu den technischen Daten gibt es ein SVR-Aerodynamikpaket mit neuen Schürzen, Schwellern und großen Lufteinlässen. Das und die neu geschmiedeten 21-Zöller lassen das SUV noch einmal deutlich bulliger wirken. Angepasst wurde außerdem die Kalibrierung der strafferen adaptiven Dämpfer, des Automatikgetriebes sowie des Allradantriebs. Letzterer profitiert darüber hinaus von einem erstmals im F-Pace montierten elektrisch gesteuerten Hinterachs-Differenzial. Alle, die jetzt ganz heiß auf das Power-SUV sind, können beruhigt sein: Es wird auch in Deutschland vertrieben.

Quelle: n-tv.de

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