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Weltpremiere in New York AMG C 63 - Power am Hudson River

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Mit dem Mercedes-AMG C 63 S Coupé haben die Stuttgarter die schärfste Form der C-Klasse in New York präsentiert.

(Foto: Holger Preiss)

Auf einer der traditionsreichsten Automessen der Welt darf nicht gekleckert werden. Deshalb hat Mercedes auch seine verschärftesten Ausführungen der C-Klasse in Form des AMG C 63 und C 63 S nach New York gebracht.

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An den Seiten der Stoßfänger des AMG C 63 S fallen zwei Öffungen auf, die sogenannten Air Curtains.

(Foto: Holger Preiss)

Die New York International Auto Show gehört nicht nur zu den traditionsreichsten Fahrzeugausstellungen der Welt, sie ist auch - obgleich sie im Schatten von Detroit steht - eine der meistbesuchten Messen überhaupt. Als die Show im Jahr 1900 startete, gab es im Madison Square Garden 160 Fahrzeuge zu sehen und Geschwindigkeiten um die 32 km/h galten seinerzeit als atemberaubend. Seit 31 Jahren findet die Automesse im Javits Center statt und wer nach 118 Jahren noch ein Ausrufezeichen setzen will, der muss sich schon anstrengen.

Power für den US-Markt

Mercedes jedenfalls hat an den Hudson River sein neues Mittelklasse-Power-Car in Form des AMG C-Klasse 63 und 63 S mitgebracht. Für die Amerikaner ein durchaus interessantes Auto, denn unter den Motorhauben der vier Karosserievarianten böllert ein 4,0-Liter-V8-Biturbo in zwei Leistungsstufen: Im C 63 stehen 476 PS und ein maximales Drehmoment von 650 Newtonmetern bereit, im C 63 S sind es 510 PS und 700 Newtonmeter. In der höchsten Ausbaustufe endet der Vortrieb von Limousine und Coupé erst bei 290 km/h. Der Sprint von 0 auf 100 km/h ist übrigens nach 3,9 Sekunden abgeschlossen. Wir reden hier also von Sportwagenwerten.

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Aus dem 4,0-Liter-V8-Biturbo werden 476 PS oder 510 PS geschöpft.

(Foto: Holger Preiss)

Und weil das so ist, wurde das Stahlfahrwerk mit seiner adaptiven Verstelldämpfung neu abgestimmt. Die C-63-Varianten haben jetzt auch serienmäßig das elektronisch gesteuerte Hinterachs-Sperrdifferenzial und die dynamischen Motorlager. Im kleinen AMG kommt auch erstmals die Neungang-Sportautomatik zum Einsatz, das die Ingenieure in Affalterbach ebenfalls neu abgestimmt haben. Je nach Motorisierung stehen bis zu sechs Fahrprogramme zur Wahl: "Glätte", "Comfort", "Sport", "Sport+", "Race" und "Individual". Wie die sich im Einzelnen darstellen, wird nach einer ersten Ausfahrt auf diesen Seiten zu lesen sein.

Was es zu sehen gibt

Bis dahin bescheiden wir uns mit dem, was auf der Messe zu sehen ist. Zum Beispiel der mit dem AMG GT eingeführte Panamericana-Grill mit seinen vertikalen Lamellen, der inzwischen die Markenidentität der Performance-Modelle aus Affalterbach optisch unterstreicht. Hinzu kommt die ebenfalls bekannte Frontschürze im A-Wing-Design. Allerdings hat die bei der C-Klasse eine neue Querfinne in den äußeren Lufteinlässen bekommen, die den Wagen optisch in die Breite ziehen soll.

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Im Fond des Mercedes-AMG C 63 S Coupés wird es verdammt eng.

(Foto: Holger Preiss)

Auch die Leichtmetallfelgen, so AMG, sind jetzt aerodynamisch optimiert worden. Die sogenannten Aeroringe und die Speichengeometrie sollen die Umströmung nachhaltig verbessern und auch die Kühlung der Bremsen unterstützen. In der Rückansicht fallen die zwei überarbeiteten Doppelendrohrblenden ins Auge, die bei der S-Version zudem von einem Diffusorbrett geklammert werden. An den Seiten der Stoßfänger fallen zwei Öffnungen auf, die sogenannten Air Curtains. Sie sorgen dafür, dass der Fahrtwind wie ein Vorhang an den Felgen vorbeistreicht und unnötige Verwirbelungen gar nicht erst entstehen.

Aber auch das verschafft für den Moment nur eine Anmutung vom dynamischen Fahrverhalten der 63er. Konkreter wird es, wenn man sich in die optional verfügbaren Performance-Sitze plumpsen lässt. Die Sitzfläche und die elektrisch einstellbaren Seitenwangen versprechen besten Halt in der Kehre, zudem lassen sie sich nicht mehr nur beheizen, sondern in Verbindung mit der Lederausstattung auch in drei Stufen klimatisieren.

Feines aus dem GT

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Im Cockpit des AMG C63 S finden sich Details aus dem GT-Viertürer wieder.

(Foto: Holger Preiss)

Im direkten Blick des Fahrers liegt das volldigitale Kombiinstrument mit einer Bilddiagonale von 31,2 Zentimetern. Genau dort kann der Fahrer auch das spezifische AMG-Menü einsehen. Dazu gehören die Motor- und Getriebetemperatur ebenso wie die Ansicht der aktuellen G-Kräfte, der Race Timer für die Rundenzeiten. Im Head-up-Display kann sich der ambitionierte Sportfahrer jetzt auch Streckengrafiken, Kurven, Bremspunkte, Deltageschwindigkeit und absolute Zeiten anzeigen lassen. Hinterlegt sind bereits die Daten für den Nürburgring und Spa Francorchamps. Natürlich können auch eigenen Strecken aufgezeichnet werden.

Doch zurück zu etwas, das auf der Hand oder besser in der Hand liegt: das neue AMG-Lenkrad. Grundlage bildet das bereits in der normalen C-Klasse benutze Volant mit den integrierten Touch-Control Buttons. Damit lassen sich die Funktionen des Kombiinstruments und des Multimediasystems durch horizontale und vertikale Wischbewegungen des Fingers bedienen. Soweit also eigentlich nichts Neues. Optional kann das Lenkrad aber mit einigen Zusatzelementen ausgerüstet werden. Dazu gehören beispielsweise ein Drehregler mit integriertem Display unterhalb der rechten Lenkradspeiche und zwei frei belegbare Displaytasten. Ein Feature, das schon in Genf im GT Viertürer beeindruckt hat und über das sich die Fahrprogramme ansteuern lassen.

Quelle: n-tv.de

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