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Sicherheitsniveau deutlich besserStrengerer Euro-NCAP-Crashtest: Chinesische E-Autos schlagen Cupra

03.09.2026, 12:27 Uhr
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Beim Crashverhalten schneidet der Cupra Raval vorbildlich ab. Abzüge gab es von Euro NCAP allerdings für die Basisausstattung mit Assistenzsystemen. (Foto: Euro NCAP)

Drei chinesische Elektroautos holen im verschärften Euro-NCAP-Test, der in diesem Jahr eingeführt wurde, auf Anhieb fünf Sterne. Mithalten kann der Cupra Raval nur mit einem optionalen Sicherheitspaket.

Euro NCAP hat vier weitere Elektroautos nach seinem seit 2026 geltenden, verschärften Testregime auf ihre Sicherheit überprüft. Dabei konnten die drei chinesischen Kandidaten Aion UT, Geely E2 und Leapmotor B05 jeweils die maximalen fünf Sterne einfahren. Der vierte Kandidat, der neue Cupra Raval aus dem VW-Konzern, kommt mit seiner Basisausstattung hingegen nur auf vier Sterne. Erst mit dem optionalen Sicherheitspaket erreicht auch der spanische Elektro-Mini die Bestwertung.

Am Insassenschutz liegt das mäßigere Abschneiden des Raval nicht. Hier erreicht der Konkurrent von Renault 5 und Kia EV2 starke 91 Prozent, bei der Sicherheit nach einem Unfall sogar 95 Prozent. Volle Punktzahl gab es unter anderem beim Seitenaufprall sowie beim Frontalcrash über die gesamte Fahrzeugbreite.

Entscheidende Punkte lässt der Cupra allerdings bei den Assistenzsystemen liegen. In der Kategorie "Safe Driving" erreicht die Basisausstattung lediglich 58 Prozent. Mit Sicherheitspaket steigt der Wert auf 72 Prozent, bei der Unfallvermeidung verbessert sich der Raval zudem von 66 auf 77 Prozent. Mit diesen Werten reicht es insgesamt für fünf Sterne. Euro NCAP kritisiert deshalb die Abwesenheit einiger Assistenzfunktionen in der Basisausstattung.

Chinesische Autos schon bei Serienausstattung gut

Die drei China-Stromer schneiden dagegen bereits mit ihrer Serienausstattung durchweg gut ab. Besonders hohen Insassenschutz bietet der Leapmotor B05 mit 92 Prozent. Auch sein Notbremssystem überzeugte, vor allem bei höherem Tempo und in Kreuzungssituationen. Der Aion UT erreicht beim Insassenschutz 91 Prozent, leistet sich allerdings Schwächen bei der Verkehrszeichenerkennung. Im Test wurden lediglich 68 Prozent der Tempolimits korrekt erkannt.

Der Geely E2 erzielt mit 79 Prozent den besten Wert des Quartetts beim sicheren Fahren. Kritik gab es unter anderem für teilweise inkonsistente Reaktionen des Notbremssystems sowie einen unzureichenden Schutz der Fahrerbeine beim versetzten Frontalcrash.

Kritik an Touchscreen-Bedienung

Kritik übt Euro NCAP an der Bedienung über Touchscreens. Beim Aion UT und Leapmotor B05 bemängelten die Tester, dass wichtige Funktionen zu stark auf den Zentralbildschirm verlagert wurden. Der Geely E2 sammelt dagegen mit seinen physischen Bedienelementen Pluspunkte.

Generell verweist Euro NCAP auf eine stark gewachsene Präsenz chinesischer Autos in seinen Sicherheitstests. Seit 2021 habe sich die Zahl der getesteten Modelle aus China annähernd verzehnfacht. Zugleich hat sich das Sicherheitsniveau seit dem ersten Test eines chinesischen Modells im Jahr 2010 deutlich verbessert. Mittlerweile könnten neue Autos aus China die hohen Sicherheitserwartungen europäischer Kunden erfüllen.

Quelle: ntv.de, Mario Hommen, sp-x

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