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GebrauchtwagencheckHyundai i20 - guter Kleinwagen, aber Licht- und Bremsenproblem

26.10.2026, 17:02 Uhr
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Die zweite Generation des Hyundai i20 gab es zwischen 2014 und 2020. (Foto: Hyundai)

Einen Hyundai i20 aus Vorbesitz zu erwerben, kann durchaus eine gute Entscheidung sein. Ein wenig Vorsicht sollte man aber walten lassen: Auffälligkeiten bei der TÜV-Hauptuntersuchung betreffen die Prüfpunkte Bremsen und Licht.

Seit 2008 heißen Kleinwagen bei Hyundai i20, die Modellreihe ist mittlerweile in der dritten Generation erhältlich. Die zweite Generation (GB) des i20 war zwischen 2014 und 2020 am Start. Mit ihr gelang es Hyundai, sich technisch und optisch in der Kleinwagenklasse im Umfeld von Ford Fiesta, Opel Corsa und VW Polo zu etablieren. Wie es um die Qualität des kleinen Hyundai steht, weiß der TÜV.

Qualität

Interessenten für einen Hyundai i20 (GB) aus Vorbesitz sollten ihr Wunschmodell nicht blauäugig erwerben. Grund dafür sind Auffälligkeiten, die bei den TÜV-Hauptuntersuchungen (HU) die Prüfpunkte Bremsen und Licht betreffen. Beim Licht-Check sehen die TÜV-Experten überwiegend rot. Sie bemängeln zudem die Funktion von Fuß- und Feststellbremse. Ölverlust ist bei den jüngeren Modellen ein Punkt, den Käufer im Auge haben sollten.

Die Prüfpunkte Fahrwerk (Achsaufhängung, Achsfedern, Lenkung) und Abgasanlage bereiten dagegen keine Probleme.

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Der Kleinwagen Hyundai i20 (GB) bietet ordentliche Platzverhältnisse. (Foto: Hyundai)

Karosserie und Innenraum

Den 4,04 Meter langen i20 gab es als Fünftürer und ab 2015 auch als Dreitürer. Diese etwas sportlicher gezeichnete Version vermarktete Hyundai unter der Bezeichnung Coupé. Wer es rustikal mag, schaut nach Active-Modellen (ab 2016) im Crossover-Blechkleid. Das Platzangebot geht für die Außenlänge in Ordnung.

Das Kofferraumvolumen kommt beim Fünftürer auf Werte zwischen 326 und 1.042 Litern, das Gepäckabteil des Dreitürers fasst zwischen 336 und 1.011 Litern. Einen guten Eindruck hinterlässt der Kleinwagen auch hinsichtlich Verarbeitung und Materialanmutung, besonders natürlich in den gehobenen Ausstattungsversionen.

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Ab 2016 gab es Active-Modelle. (Foto: Hyundai)

2018 erhielt der i20 ein Facelift. Zu erkennen sind diese Modelle unter anderem am geänderten Kühlergrill, anderem Heck-Design und bunten Farbakzenten im Innenraum. Der Dreitürer wurde aus dem Programm genommen.

Motoren und Antrieb

Das Motorenangebot war klassentypisch vernünftig ausgelegt und verzichtete auf sportliche Antriebe. Basisaggregat war ein 1,2-Liter-Vierzylinder-Sauger mit 55 kW/75 PS, den es auch in der Ausbaustufe mit 62 kW/82 PS gab. Ein 1,4-Liter-Vierzylinder-Sauger leistete 74 kW/100 PS. Statt eines manuellen Fünfganggetriebes wie beim 1.2er sorgte hier ein Sechsganggetriebe für die Kraftübertragung an die Vorderachse. Alternativ gab es für das 100-PS-Aggregat eine Viergangautomatik.

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Der Kofferraum fasst zwischen 326 und 1.042 Liter. (Foto: Hyundai)

Ab 2016 ergänzte ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbo mit 74 kW/100 PS oder 88 kW7120 PS das Benziner-Angebot. Als Alternative zu den manuellen Schaltgetrieben konnten Erstkäufer ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ordern. Die Normverbräuche der Sauger variierten zwischen 4,7 und 6,4 Litern, die der Turbos zwischen 4,3 und 5,2 Litern.

Bis 2018 waren zudem ein 75 PS starker 1,1-Liter-Dreizylinder-Diesel und ein 1,4-Liter-Selbstzünder mit 66 kW/90 PS im Programm. Die Normverbrauchswerte lagen zwischen 3,2 und 4 Litern. Serienmäßig waren die Selbstzünder an ein manuelles Sechsgangschaltgetriebe gekoppelt.

Ausstattung und Sicherheit

Wie oft bei Kleinwagen: Wer Komfort sucht, meidet die Basisausstattung. Auch Hyundai rechnete beim i20 mit spitzem Bleistift, um einen Einstiegspreis von rund 12.000 Euro zu realisieren. Dieser ging auf Kosten von Komfortmerkmalen; so fehlten hier etwa Klimaanlage, verstellbare Lenksäule und Radio. Erst ab der Ausstattungslinie "Classic" waren diese an Bord.

Das "Trend"-Niveau bot mehr Komfort, etwa mit Tempomat und elektrischen Fensterhebern für den Fond. Auch ein Spurhalteassistent war Serie. "Style"-Modelle dürften diejenigen ansprechen, die Wert auf schicke Alus und Komfort wie Klimaautomatik legen. Erstkäufer konnten Style noch durch Extras wie Navi, Rückfahrkamera und Ledersitze aufwerten.

Darüber hinaus hatte Hyundai einige Ausstattungsposten in Paketen gebündelt, darunter auch einige Assistenten. Seit dem Facelift 2018 gab es ein neues Assistenten-Paket, das unter anderem Notbremshelfer, Spurverlassens-Warner und Fernlichtassistent umfasste.

Fazit

Der Hyundai i20 (GB) ist ein gut gemachter Kleinwagen, der neben ansprechender Optik auch ordentliche Platzverhältnisse bietet. Interessenten sollten auf eine frische HU-Plakette achten und vor Vertragsabschluss ihr Wunschmodell fachgerecht checken lassen. Bei mobile.de werden aktuell rund 900 gebrauchte i20-Modelle der zweiten Generation zum Kauf angeboten. Los geht es ab rund 3.800 Euro.

Quelle: ntv.de, Elfriede Munsch, sp-x

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