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GebrauchtwagencheckMitsubishi Space Star - sehr günstiger Kleinwagen mit Macken

23.03.2026, 17:41 Uhr
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Der Mitsubishi Space Star zählte zu den günstigsten Neuwagen in Deutschland. (Foto: Mitsubishi)

Kleinstwagen wie der Mitsubishi Space Star sind als Neuwagen fast nicht mehr zu haben. Interessenten müssen sich auf den Gebrauchtwagenportalen umschauen. Worauf man bei dem Japaner achten sollte, weiß der Tüv.

Als der Mitsubishi Space Star im April 2013 auf den deutschen Markt kam, trat er in Wettbewerb unter anderem zu Citroen C1, Hyundai i10, Fiat Panda, Kia Picanto, Ford Ka oder Skoda Citigo. Als der japanische Kleinstwagen 2024 in Rente ging, gab es dagegen aufgrund von gestiegenen Sicherheitsanforderungen kaum noch Konkurrenten.

Qualität

Günstige Kleinst- und Kleinwagen leiden oft unter mangelnder Bereitschaft ihrer Eigentümer, das Fahrzeug regelmäßig warten zu lassen. Beim Space Star scheint diese Eigenschaft nicht allzu sehr ausgeprägt zu sein. Ganz ohne Kritik durchlaufen die Space Star-Modelle jedoch nicht die Tüv-Hauptuntersuchungen (HU). Schwachpunkte sind die Beleuchtungsanlage sowie bei jüngeren Fahrzeugen die Funktionsweise der Bremsen.

Den Prüfpunkt Fahrwerk absolviert der Japaner in jüngeren Jahren ohne Probleme, die ältesten Jahrgänge werden aber bei diesem Check Achsfedern und Lenkung auffällig. Die Abgasanlage bereitet keine Probleme, Ölverlust kommt vereinzelt vor.

Besondere-Fahrleistungen-darf-man-nicht-erwarten
Besondere Fahrleistungen darf man nicht erwarten. (Foto: Mitsubishi)

Karosserie und Innenraum

Der Space Star - nicht zu verwechseln mit dem bis 2004 gebauten Kompaktvan gleichen Namens - ist 3,71 Meter kurz und 1,67 Meter breit. Der Fünftürer bietet angesichts der knappen Maße vergleichsweise gute Platzverhältnisse und viele Ablagen. Das Kofferraumvolumen variiert je nach Stellung der Rücksitzlehnen zwischen 235 und 912 Litern, beim Umklappen der Lehnen entsteht allerdings eine Stufe.

Das Interieur ist einfach und übersichtlich; in den höheren Ausstattungslinien kaschieren Klavierlackverzierungen und chromfarbene Applikationen die tristen Kunststofflandschaften. Erstkäufer, die sich für einen der farbintensiven Lacke entschieden hatten, freuten sich zudem über die entsprechenden Farbakzente auf den Sitzen und Türarmlehnen.

Das-Cockpit-ist-einfach-gemacht
Das Cockpit ist einfach gemacht. (Foto: Mitsubishi)

2016 und 2020 erhielt der Space Star ein Facelift. Sie brachten unter anderem jeweils eine Modifizierung der Frontgestaltung sowie der Scheinwerfer, ab 2020 streckt sich der Japaner dank etwa der seitdem etwas längeren Motorhaube auf eine Länge von 3,85 Metern. Die Facelifts brachten zudem Verbesserungen bei der Innenraumgestaltung, bei der Polsterqualität und beim Infotainment.

Motor und Antrieb

Zum Marktstart gab es zwei Dreizylinder-Motoren, ein 1,0-Liter mit 52 kW/71 PS sowie ein 1,2-Liter mit 59 kW/80 PS. Beide Sauger bedürfen fleißiger Schaltarbeit, um auf Touren zu kommen. Ab Werk wurden sie mit einem manuellen Fünfganggetriebe ausgeliefert, für den 1.2er stand ein CVT-Getriebe zur Wahl. Der 71-PS-Motor konnte zudem auch mit einer Start-Stopp-Automatik geordert werden, Serie beim 80-PS-Aggregat.

Die Normverbräuche gab Mitsubishi mit Werten zwischen 4,0 und 4,4 Litern an. 2021 schickten die Japaner den Einstiegsbenziner in Rente, der 1.2er leistete seitdem 71 PS.

Ausstattung und Sicherheit

Keine Klimaanlage, kein Radio, kein höhenverstellbarer Fahrersitz und keine Zentralverriegelung: Zum offiziellen Basispreis von knapp 9.000 Euro sprach der Space Star bei seinem Debüt Frugalisten und Pflege- und Lieferdienste an. Erst ab "Shine" beziehungsweise "Plus" waren die erwähnten Ausstattungsdetails an Bord. "Shine +" und "Top" boten unter anderem noch Sitzheizung, 14 oder 15 Zoll große Alus, elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel. Außerdem konnten Erstkäufer "Pakte" mit Komfortfeatures wie Klimaautomatik und LED-Blinker dazubuchen. Die Ausstattung mit Assistenzsystemen beschränkte sich auf die gesetzlich vorgeschriebenen.

Der-Kofferraum-ist-kleinwagentypisch
Der Kofferraum ist kleinwagentypisch. (Foto: Mitsubishi)

Fazit

Dank satter Rabatte und Sonderaktionen zählte der Space Star zu den günstigsten Angeboten auf dem deutschen Markt. Vom Preis allein sollte man sich aber nicht leiten lassen. Ein gründlicher Check vor Vertragsabschluss und eine frische HU-Plakette schaden nicht. Wer ein jüngeres Fahrzeug nimmt, profitiert noch von der Mitsubishi-5-Jahres-Garantie. Nach Auswertung von mobile.de werden aktuell rund 1.500 gebrauchte Space Star auf dieser Plattform zum Kauf angeboten. Los geht es ab rund 1.600 Euro.

Quelle: ntv.de, Elfriede Munsch, sp-x

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