mit Uladzimir ZhyhachouDas war Samstag, der 3. September 2022
Wie ist die Lage im Süden der Ukraine? Mehrere Tage nach Beginn der Gegenoffensive ist immer noch unklar, wie erfolgreich sie verläuft. Kiew macht keine konkreten Angaben; Moskau behauptet, die Ukraine erleide hohe Verluste. Die britischen Geheimdienste erkennen dagegen kleinere ukrainische Erfolge im Süden des Landes. Mehr dazu lesen Sie hier.
Auch das war heute wichtig:
Tausende an Gorbatschows Sarg - "Das einzige legale Mittel, seine Meinung kundzutun"
Letzte Hauptleitung unterbrochen - Atomkraftwerk Saporischschja vom Netz getrennt
Unterlagen beschlagnahmt - Ermittler durchsuchen Schlesingers RBB-Büro
Wie abhängig sind wir noch? - Was Russlands Gas-Lieferstopp für Deutschland bedeutet
Raketenstart abgebrochen - NASA muss Mond-Mission erneut verschieben
Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen eine gute Nacht, bis morgen!
Mysteriöser Tod in Bamberg: Busfahrer tot in Fluss gefunden
Der Ausflug einer thüringischen Reisegruppe nach Bamberg hat für den Busfahrer unter mysteriösen Umständen tödlich geendet. Der 73-Jährige hatte die Reisegruppe für einen Ausflug von Thüringen nach Bamberg in Bayern gefahren - er war dann allerdings verschwunden, als die Gruppe die Rückreise antreten wollte.
Mitreisende machten sich auf die Suche nach dem Mann und fanden ihn leblos im Fluss Regnitz nahe der Konzerthalle. Ein Notarzt stellte seinen Tod fest. Der Leichnam soll nun rechtsmedizinisch untersucht werden. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht, hieß es in der Mitteilung.
Karussell schleudert Menschen in Kassenhäuschen - 14 Verletzte
Bei einem Karussellunfall in Tschechien sind 14 Menschen verletzt worden. Zwei davon haben schwere Verletzungen, sie sind aber nicht in Lebensgefahr, wie ein Rettungssprecher der Nachrichtenagentur CTK sagte. Nach Angaben der Polizei hatte es Probleme bei einem großen Kettenkarussell gegeben, worauf mehrere Menschen in ihren Sitzen gegen das Kassenhäuschen geschleudert wurden. Das Unglück ereignete sich im Rahmen eines Kulturfestivals in der Stadt Havirov, östlich von Ostrau (tschechisch Ostrava). Der Bürgermeister brach das Festival vorzeitig ab.
Fünf Bergsteiger sterben an Vulkan in Russland
Mindestens fünf Bergsteiger sind an einem Vulkan auf der Halbinsel Kamtschatka im äußersten Osten Russlands ums Leben gekommen. Sie stürzten aus großer Höhe ab. Die Touristen aus mehreren Regionen Russlands waren an dem mit 4750 Meter höchsten aktiven Vulkan Eurasiens unterwegs - dem Kljutschewskaja Sopka. Zu dem Unglück kam es etwa 500 Meter unterhalb des Gipfels.
Ein Bergführer wurde verletzt. Ein anderer alarmierte per Satellitentelefon die Rettungskräfte. Die genauen Umstände sind noch unklar.
Razzia beim RBB - Ermittler durchsuchen Intendanzbereich
In den Ermittlungen zur RBB-Krise rund um Filzvorwürfe hat die Generalstaatsanwaltschaft Berlin Räume des öffentlich-rechtlichen Senders durchsucht. Man habe sich auf den Bereich der Intendanz am Senderhauptstandort in Berlin beschränkt und Unterlagen beschlagnahmt, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.
Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt seit einiger Zeit gegen die fristlos entlassene Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg, Patricia Schlesinger, ihren Ehemann und Ex-"Spiegel"-Journalisten Gerhard Spörl und den zurückgetretenen Senderchefkontrolleur Wolf-Dieter Wolf wegen des Verdachts der Untreue und der Vorteilsannahme.
Zweiköpfige Schildkröte feiert in Genf 25. Geburtstag
Dank aufwendiger Pflege hat eine zweiköpfige Schildkröte in der Schweiz das Alter von 25 Jahren erreicht. An seinem heutigen Geburtstag wurde das im Genfer Naturhistorischen Museum lebende Tier namens Janus mit einer Zahnbürste gewaschen. Die griechische Landschildkröte wird täglich gebadet, regelmäßig massiert, mit einer speziellen Diät verwöhnt und auf ihren Allgemeinzustand kontrolliert.
Die zwei Köpfe mit zwei Gehirnen haben laut Museum eigene Persönlichkeiten und wollen manchmal unterschiedliche Richtungen einschlagen. Der rechte Kopf sei dominanter, der linke eher phlegmatisch. Deshalb behält das Pflegeteam Janus ständig im Auge und bringt ihn, wenn nötig, vom Rücken wieder in die Bauchlage, denn selbst könne sich das Tier nicht sofort wieder aufrichten.
Die Amphibie schlüpfte 1997 in der Obhut des Museums und wurde nach Janus, dem römischen Gott mit zwei Gesichtern, benannt. In freier Wildbahn hätte das Tier kaum überlebt, weil die zwei Köpfe aus Platzmangel nicht zum Schutz in den Panzer gezogen werden können.
Pilot droht, Kleinflugzeug absichtlich in Kaufhaus zu steuern
In der US-Stadt Tupelo im Bundesstaat Mississippi hat der Pilot eines Kleinflugzeugs damit gedroht, absichtlich in ein Kaufhaus zu fliegen. Das Kaufhaus sowie ein Geschäft in der Nähe seien evakuiert worden, teilte die Polizei in Tupelo mit.
Videos in den sozialen Medien zeigen, wie ein Kleinflugzeug über der Stadt kreiste. Die Bürger der Stadt wurden gebeten, das betroffene Gebiet zu meiden.
Die Polizei war nach eigenen Angaben gegen 5.00 Uhr (Ortszeit) alarmiert worden und habe in direktem Kontakt mit dem Piloten gestanden. Etwa vier Stunden später sei das Flugzeug noch immer in der Luft gewesen, aber gen Norden abgedreht, teilte die Polizei mit.
Update: Die Gefahr ist gebannt. Das Flugzeug landete nach mehr als fünf Stunden in der Luft in einem Feld in der Nähe der Stadt, wie der Gouverneur von Mississippi, Tate Reeves, mitteilte. "Wir sind froh, dass die Situation geklärt ist und niemand verletzt wurde", schrieb Reeves auf Twitter. Die Polizei habe die "Situation mit äußerster Professionalität" gemeistert. US-Medien berichteten, der Pilot sei festgenommen worden.
NASA sagt Start der "Artemis"-Mondmission erneut ab
Die US-Weltraumbehörde NASA hat auch den zweiten Startversuch einer unbemannten Mond-Mission abgebrochen. Die Start-Leiterin von "Artemis I", Charlie Blackwell-Thompson, habe den Versuch wenige Stunden vor dem geplanten Start abgesagt, wie ein Sprecher mitteilte. Zuvor hatte die NASA bereits ein Leck in einem Tankschlauch bestätigt. Mehrere Versuche, dieses Problem zu lösen, waren gescheitert.
Ein erster Startversuch von "Artemis I" war vergangenen Montag ebenfalls wegen eines Tanklecks abgebrochen worden. Außerdem hatte ein Triebwerk nicht auf die nötige Temperatur heruntergekühlt werden können.
Der rund 40 Tage dauernde unbemannte Testflug der "Artemis"-Mission soll die Rückkehr zu bemannten Flügen zum Mond einläuten.
"Dick und Doof": MV-Minister entschuldigt sich für Beleidigung der Grünen-Chefin
Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus hat sich nach Schmäh-Äußerungen über die Figur von Grünen-Chefin Ricarda Lang entschuldigt. In einer frei gehaltenen Rede habe er "Formulierungen genutzt, die möglicherweise missverstanden werden konnten", erklärte der SPD-Politiker in Schwerin. Sollten sich "Personen wegen meiner Äußerungen verletzt fühlen, bitte ich dafür um Entschuldigung und werde Äußerungen dieser Art nicht wiederholen". Den Namen der Grünen-Chefin erwähnte Backhaus in seiner Erklärung nicht ausdrücklich.
Die Landes-Grünen in Mecklenburg-Vorpommern hatten den Minister zuvor zu einer schriftlichen Erklärung aufgefordert. Medienberichten zufolge hatte Backhaus in einer Rede in Rostock mit Blick auf Ricarda Lang gesagt: "Früher waren Dick und Doof zwei Personen."
Gorbatschow in Moskau beigesetzt
Nach der Trauerfeier mit Tausenden Menschen ist der ehemalige sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow in Moskau beigesetzt worden. Der Sarg wurde unter den Klängen der russischen Nationalhymne und mit Salutschüssen ins Grab gelassen. Die Zeremonie fand auf dem Prominentenfriedhof am Neujungfrauenkloster statt. Der Friedensnobelpreisträger wurde neben seiner Frau Raissa bestattet.
Am Vormittag nahmen viele Moskauer am offenen Sarg Abschied. Präsident Wladimir Putin war nicht dabei. Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fehlte auch die Politprominenz aus dem Westen. Als einziger Regierungschef aus der EU war Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban anwesend.
Versuchter Mord: Polizei nimmt Hochstapler aus Netflix-Serie fest
Ein wegen versuchten Mordes gesuchter und aus einer Netflix-Dokumentation bekannter britischer Hochstapler ist nach seiner Flucht auf einer Autobahn nahe belgischer Hauptstadt Brüssel festgenommen worden. Gegen ihn lief eine Fahndung wegen versuchten Mordes, nachdem er Ende August in Frankreich zwei Gendarmen angefahren und verletzt hatte, die ihn mit auf die Wache nehmen wollten.
Der 51-jährige Robert Hendy-Freegard war 2005 in London wegen Betrugs, Diebstahls und Entführung zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte seine mehrheitlich weiblichen Opfer bezirzt und dann gnadenlos ausgenommen. Wegen seiner Fähigkeit, Menschen zu manipulieren, bekam er den Spitznamen "der Puppenspieler". Das Urteil wegen Entführung gegen ihn wurde jedoch später aufgehoben und Hendy-Freegard 2009 aus dem Gefängnis entlassen. Anfang des Jahres veröffentlichte der US-Streamingdienst eine Dokuserie über ihn.
"Fürchterlich mitgenommen": Von der Leyen trauert um Pony
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen trauert nach einem mutmaßlichen Wolfsriss um eines ihrer Ponys. "Die ganze Familie ist fürchterlich mitgenommen von der Nachricht", sagte von der Leyen. Nach Angaben ihres Sprechers handelt es sich um das 30 Jahre alte Pony Dolly. Es habe mit einem anderen Pony auf der Weide gestanden, dem anderen gehe es gut. Das niedersächsische Umweltministerium bestätigte, dass es in der Nacht zum Freitag in Burgdorf einen mutmaßlichen Wolfsriss gegeben habe. Das Bissmuster lege den Schluss auf einen Wolfsangriff sehr nah, sagte ein Ministeriumssprecher.
Tödliche Attacke bei CSD - Verdächtiger kommt in U-Haft
Am Rande des CSD in Münster am 27. August schreitet ein 25-Jähriger ein, als zwei Frauen homophob beleidigt und bedroht werden. Der 20-jährige Angreifer schlägt auf den Mann ein, dieser geht zu Boden, prallt dabei mit dem Kopf auf dem Asphalt auf. Später stirbt er im Krankenhaus. Der 20-Jährige flieht zunächst, wird aber später festgenommen. Der Haftrichter entscheidet nun: Der Tatverdächtige muss in Untersuchungshaft, ihm wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Der 20-Jährige äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen, seine Nationalität ist noch nicht abschließend geklärt.
Schichtwechsel
Einen schönen guten Tag, liebe Leserinnen und Leser! Clara Suchy hat sich vor wenige Augenblicken in den Feierabend verabschiedet, ab sofort begleite ich Sie weiter durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Samstag!
Peter Maffay liest Partnerin Hendrikje Balsmeyer manchmal vor
Hendrikje Balsmeyer bekommt von ihrem Lebensgefährten Peter Maffay gerne ein Buch vorgelesen. "Manchmal bin ich abends einfach zu müde, um das Kapitel zu Ende zu lesen, dann frage ich schon mal Peter", sagte sie. "Gelegentlich muss ich auch zweimal fragen, bis er versteht, dass meine Frage ernst gemeint war. Dann tut er es aber gerne und ich genieße das sehr."
Die beiden haben gerade ein Kinderbuch veröffentlicht, das Vorlesebuch "Anouk, dein nächstes Abenteuer ruft!" für Kinder ab fünf Jahren. Gewidmet ist es der gemeinsamen dreijährigen Tochter Anouk. Balsmeyer liest der Kleinen immer wieder daraus vor, auch wenn sie die Kapitel dabei oft noch strafft, damit es nicht zu lang wird für die Kleine. "Ich finde, Vorlesen ist etwas total Intimes, Emotionales und was total Schönes", sagte sie.
Eisdieb bleibt mit Arm im Automat stecken
Drei Jugendliche in Rheinland-Pfalz stellen sich beim versuchten Diebstahl von Speise-Eis äußerst ungeschickt an - und gehen so der Polizei ins Netz. Das Trio klaut mehrere Packungen Eis aus einem Eis-Automaten in Bellheim nahe Landau, wie die Polizei mitteilt. Als die Polizei anrückt, ergreifen zwei von ihnen die Flucht - der dritte allerdings bleibt mit seinem Arm im Ausgabefach des Automaten stecken und wird von der Polizei gefasst.
Die beiden anderen Jugendlichen seien zurückgekommen, nachdem sie das Malheur ihres Freundes bemerkt hatten, die Polizei konnte sie ebenfalls schnappen. Das Trio hatte nach Polizeiangaben nicht nur 15 Packungen Eis geklaut, sondern führte noch allerhand verbotenes Material mit sich. Deshalb werde nun wegen Diebstahls, Verstößen gegen das Betäubungsmittel-, Arzneimittel- und Waffengesetz ermittelt.
Timothée Chalamet präsentiert rückenfreien Look in Venedig
Schauspieler Timothée Chalamet zeigt bei den Filmfestspielen von Venedig einmal mehr, warum er auch als Modeikone gilt. Er erschien zur Premiere seines neuen Films "Bones and All" in einem maßgeschneiderten roten Ensemble von Designer Haider Ackermann.
Das Outfit bestand aus einem schimmernden, rückenfreien Neckholder-Top - mit integriertem Schal um den Hals - und einer passenden, enganliegenden Hose. Dazu kombinierte Chalamet für den roten Teppich schwarze Stiefel und silberne Ringe sowie zeitweise eine Sonnenbrille.
Der auffällige Look in Rot war nicht das erste Outfit von Ackermann, das Chalamet in Venedig präsentierte. Vergangenes Jahr trat der Schauspieler in einem paillettenbesetzten schwarzen Look des Labels beim Filmfest auf. 2019 lief Chalamet in einem silbergrauen Anzug von Ackermann über den roten Teppich von Venedig.
Harry und Meghan in Europa: Kein Treffen mit William und Kate geplant?
Prinz William hat angeblich nicht vor, sich nächste Woche mit seinem Bruder Prinz Harry zu treffen - obwohl die beiden dann wohl für kurze Zeit nahe beieinander wohnen. Harry und seine Ehefrau Herzogin Meghan kommen aus Kalifornien nach Europa. Sie besuchen unter anderem ein Event in Manchester sowie eine Veranstaltung in London und kommen dazwischen nach Düsseldorf, wo im kommenden Jahr die von Harry initiierten Invictus Games stattfinden.
Während ihres Aufenthalts in Europa wollen der Herzog und die Herzogin von Sussex britischen Medienberichten zufolge in ihrem Haus in Windsor, Frogmore Cottage, wohnen. William und Kate leben in Adelaide Cottage, nur 15 Gehminuten oder fünf Autominuten von Frogmore entfernt, schreibt die "Daily Mail". Dennoch soll es demnach Insidern zufolge "keine Pläne" geben, dass sich William und Harry treffen. Das Verhältnis zwischen den beiden Brüdern gilt als angespannt. Seit ihrem Umzug in die USA im Jahr 2020 haben Harry und Meghan immer wieder in Interviews Familienangelegenheiten ausgeplaudert.
"Bully" Herbig: Würde Winnetou-Filmparodie heute nicht mehr so drehen
Comedian, Schauspieler und Regisseur Michael Herbig würde die Karl-May-Verfilmungsparodie "Der Schuh des Manitu" so heute nicht mehr machen. "Den Film hab ich vor 22 Jahren gemacht und es war eine Parodie auf Filme, die vor 60 Jahren im Kino waren", erläuterte der oft auch "Bully" Herbig genannte Komiker in der am Freitagabend ausgestrahlten Radio-Bremen-Talkshow "3 nach 9" im Gespräch mit Giovanni di Lorenzo.
Das habe damals mit Leidenschaft, Spielfreude und der Verwirklichung von Träumen zu tun gehabt. Heute würde er das nicht mehr so machen, sagte Herbig. Warum? "Die Comedy-Polizei ist so streng geworden." Das nehme ein bisschen die Unschuld und Freiheit, meinte der Comedian.
Herbig sagte, er finde es durchaus richtig, dass man über gewisse Dinge nicht mehr so spreche wie vor 20 Jahren. Es gebe viele laute Stimmen heutzutage und alle seien "mit der Gesamtsituation unzufrieden", er habe darauf für sich noch keine Antwort, sagte Herbig etwas ratlos.
Polizei fahndet nach Clemens N.
Ein 26-jähriger Patient des Maßregelvollzugs für suchtkranke Straftäter in Bernburg ist aus der Einrichtung geflohen. Wie die Polizei im Salzlandkreis mitteilte, war Clemens N. zum Zeitpunkt seines Verschwindens mit einer rotbraunen Joggingjacke, einer blauen Jeans und einer weißen Hose bekleidet.
"Seine Gefährlichkeitsprognose vonseiten der zuständigen Einrichtung gilt als hoch", erklärten die Behörden der "Bild"-Zeitung. Nach Angaben der Behörden war Clemens N. mit einer Krankenschwester in einem Parkbereich der Klinik unterwegs und nutzte die Gelegenheit, um über eine Mauer zu klettern und auszubrechen.
Hinweise nimmt das Polizeirevier Salzlandkreis unter 03.471/379-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Aber Achtung: Es wird darum gebeten, nicht selbstständig an die Person heranzutreten, sondern umgehend die Polizei zu informieren.
Salma Hayek feiert ihren Geburtstag im roten Bikini
Bei Salma Hayek ist das Alter zweifellos nur eine Zahl. Die Schauspielerin zelebriert ihren 56. Geburtstag am 2. September mit einem Video von sich auf Instagram. Darin tanzt sie in einem knappen, roten Bikini auf einer Yacht und strahlt in die Kamera. "Alles Gute zum 56. Geburtstag an mich", schreibt Hayek dazu.
In den Kommentaren sind bereits reihenweise Glückwünsche zu lesen, darunter auch von zahlreichen Hollywoodgrößen. Allen voran Anthony Hopkins: "Happy Birthday, Schönheit. Wir lieben Dich." Melanie Griffith kommentiert: "Happy Birthday, wunderschöne Salma." Liebevolle Worte gab es zudem von Zoe Saldana und Chelsea Handler.
Orban reist zu Gorbatschow-Trauerfeier nach Moskau
Der wegen seines Russland-Sonderweges innerhalb der EU in der Kritik stehende ungarische Regierungschef Viktor Orban hat eine Reise nach Moskau angekündigt, wo er an der Trauerfeier für den verstorbenen sowjetischen Ex-Präsidenten Michail Gorbatschow teilnehmen will.
Orban wolle Gorbatschow "die letzte Ehre erweisen", teilte das Außenministerium auf Twitter mit. Der Kreml betonte umgehend, dass kein Treffen zwischen Orban und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geplant sei.
Erdstoß erschüttert Kreta
Ein Beben der ungefähren Stärke 5,2 hat die Menschen auf der griechischen Insel Kreta aus dem Schlaf gerissen. Das Zentrum des Bebens lag südlich der Küste der Ferienstadt Ierapetra in einer Tiefe von knapp fünf Kilometern, wie das Geodynamische Institut von Athen mitteilte. Den Erdstoß gegen 7.15 Uhr spürten Menschen auf der gesamten Insel. "Uns wurden bislang keine Verletzten oder Schäden gemeldet", sagte der Bürgermeister der nahen Hafenstadt Sitia (auch: Siteia) im staatlichen Rundfunk. Kreta liegt nördlich eines tiefen tektonischen Grabens, wo sich die afrikanische und die europäische Kontinentalplatte treffen.
Licht aus für die Leuchtreklame: Werbewirtschaft bangt um ihre Zukunft
Kaum zu glauben, aber wahr: Seit Donnerstag werden Leuchtreklamen zwischen 22.00 und 16.00 Uhr abgeschaltet - es sei denn, das Licht wird zur Gefahrenabwehr oder zur Verkehrssicherheit benötigt, zum Beispiel an Bahnunterführungen. Doch beispiellose Zeiten erfordern auch beispiellose Lösungen. Anders sieht es die Werbewirtschaft. Denn sie sieht sich durch die neuen bundesweiten Energiesparauflagen in Gefahr.
Die beschlossenen Maßnahmen bedrohten die Branche der Out of Home Medien im Kern, erklärte Kai-Marcus Thäsler, Geschäftsführer des Fachverbands Außenwerbung (FAW). Unter Out of Home Medien versteht man Außenwerbung wie etwa Plakate oder auch beleuchtete Werbetafeln im öffentlichen Raum.
Die Branche sei bereit, ihren Beitrag zu den notwendigen Energieeinsparungen zu leisten, hieß es vom Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW). Der Dachverband sieht aber einen Knackpunkt: Das Licht muss zu lange ausgeschaltet werden. Vor dem Kabinettsbeschluss habe sich der Verband mit einer Abschaltung von Leuchtreklame und Werbetafeln zwischen 22.00 Uhr am Abend und 6.00 Uhr am Morgen einverstanden erklärt, hieß es vom ZAW. Die Ausweitung bis in den Nachmittag sei für die Betroffenen vollkommen überraschend erfolgt.
Rund 7000 Jahre altes Gletschereis in der Schweiz geschmolzen
Aus der Schweiz erreichen uns dramatische Berichte: Der Eisverlust an kleineren Schweizer Gletschern war in diesem Sommer extrem. "Was wir sehen, war stärker als alles, was wir bislang für möglich gehalten haben", sagte der Glaziologe Matthias Huss. Am Corvatsch-Gletscher in der Südostschweiz seien Eisschichten geschmolzen, die dort teils seit rund 7000 Jahren lagen, sagte der Leiter des Schweizer Gletschermessnetzes Glamos an der ETH Zürich.
Mit dem Schmelzen des Eises habe sich auch die Landschaft dramatisch verändert, sagte Huss. "Das vorher schon dünne Eis verschwindet an vielen Stellen." Am Corvatsch sei ein Eisgrat mit dem Jahrtausende alten Eis fast ganz verschwunden. "Vom Eis ist da nur noch ein kleiner Rest sichtbar", sagte Huss.
Auch aus Österreich gibt es dramatische Meldungen. So schmilzt ein seit Jahrzehnten unter genauer wissenschaftlicher Beobachtung stehender Gletscher in Tirol so schnell wie nie. Laut Daten der Universität Innsbruck hat der Hintereisferner im Ötztal in diesem Jahr fünf Prozent seines Gesamtvolumens verloren.
Acht Menschen in Fluss zwischen USA und Mexiko ertrunken
Im Grenzfluss zwischen den USA und Mexiko sind nach Medienberichten mindestens acht Menschen ertrunken. Weitere 37 Menschen wurden aus dem Rio Grande (in Mexiko Río Bravo genannt) gerettet, wie unter anderem die US-Zeitungen "New York Times" und "Washington Post" unter Berufung auf örtliche Beamte berichten. Demnach hatte eine große Gruppe von Migranten versucht, den Fluss, in dem nach schwerem Regen ein hoher Pegelstand und eine starke Strömung herrschten, in der Nähe der texanischen Grenzstadt Eagle Pass auf die US-Seite zu überqueren.
Die Zahl der unerlaubten Grenzübertritte von Mexiko in die USA war in den vergangenen Monaten auf einem sehr hohen Stand. Gerichtsentscheidungen in den USA verhinderten bisher, dass die US-Regierung von Präsident Joe Biden restriktive Grenzregelungen aus der Amtszeit seines Vorgängers Donald Trump aufheben konnte. So werden, mit der Pandemie begründet, viele Migranten ohne Papiere an der Grenze sofort abgewiesen, ohne einen Asylantrag stellen zu können.
Im Grenzfluss gab es in diesem Jahr bereits zahlreiche Todesfälle, wie US-Medien unter Berufung auf die Grenzschutzbehörde CBP berichteten. Unter anderem das Fehlen legaler Einreisemöglichkeiten führt dazu, dass viele Migranten - vor allem aus Mexiko und Mittelamerika - gefährliche Grenzübertritte wagen. Im Juni wurden in Texas, nahe der mexikanischen Grenze, 53 tote Migranten, die offenbar in die USA geschleust worden waren, in einem bei glühender Hitze abgestellten Lkw-Anhänger gefunden.
Mit DNA-Test gegen Hundehaufen
Mit einer DNA-Analyse will die Gemeinde Weilerswist im Westen von Bonn ein stinkendes Problem angehen: Bürgermeisterin Anna-Katharina Horst will etwas gegen den Hundekot auf Straßen und in Grünanlagen unternehmen.
Die parteilose Kommunalpolitikerin hat unter anderem beim Städte- und Gemeindebund NRW angefragt, ob eine Rechtsgrundlage geschaffen werden könne, um Proben der DNA von Hunden zu nehmen.
Auf diese Weise ließe sich ermitteln, von welchen Hunden die stinkenden Haufen stammen - und welche Besitzer dafür verantwortlich sind.
Auch andere Gemeinden seien an einer Lösung interessiert, berichtet sie. "Es ist eine Tatsache, dass es einige Hundebesitzer gibt, die der Pflicht, den Hundekot zu beseitigen, nicht nachkommen", sagt die Bürgermeisterin der Eifel-Kommune.
Weilerswist liegt im Kreis Euskirchen und hat 17.500 Einwohner - aber auch 1586 Hunde. Auf Friedhöfen und Spielplätzen lägen die Haufen auch, sagt die Politikerin. Darunter, dass zum Beispiel Grünanlagen als Hundeklos missbraucht werden, leiden auch die Mitarbeiter des Bauhofs, wie sie berichtet. Ein Mundschutz reiche nicht aus, um sich vor dem aufgewirbelten Kot zu schützen - da werde ein Visier benötigt.
Die Reaktionen auf ihren Vorstoß seien gemischt, berichtet Horst, die selbst mit Hunden aufgewachsen ist. "Was bei mir ankommt, ist überwiegend pro." Sie wolle den Hundekot aus dem öffentlichen Raum weghaben. Ihr Motiv sei nicht, die Gemeindekasse zu füllen. "Ich setze auf ein Abschreckungsmoment."
Wissing: 9-Euro-Ticket-Nachfolge soll bis Anfang 2023 stehen
Seit dieser Woche ist klar: Die Nachfolge für das 9-Euro-Ticket wird kommen. Finanzminister Christian Lindner hat sich dazu von seinem Parteikollegen und Verkehrsminister Volker Wissing überreden lassen. Unklar ist noch, wie viel es kosten wird und wann es für alle verfügbar sein wird. FDP-Politiker Wissing hat einen Wunschtermin: Er will das Thema bis Ende des Jahres gelöst haben.
"Unser Ziel sollte sein, spätestens zu Beginn des Jahres 2023 ein neues Ticket zu haben", sagte der FDP-Politiker den Zeitungen der Mediengruppe VRM. "Ich möchte ein vom Preis her möglichst attraktives Ticket, das deutschlandweit gilt und als Abo-Variante zu kaufen ist." Der Preis hänge "von der konkreten Ausgestaltung und der Verteilung der Kosten zwischen Bund, Ländern und den Kunden ab".
Angriff auf Sicherheitskräfte: Acht tote Polizisten bei Sprengstoffexplosion in Kolumbien
Bei einer Sprengstoffexplosion in Kolumbien sind acht Polizisten ums Leben gekommen. Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro schrieb in einem Tweet von einem Anschlag und drückte den Angehörigen seine Solidarität aus.
Die Explosion in der Gegend von Neiva rund 350 Kilometer südlich der Hauptstadt Bogotá ist der bisher schwerste Angriff auf staatliche Sicherheitskräfte, seit Petro als erster Linker der jüngeren Geschichte Kolumbiens am 7. August sein Amt angetreten hat. "Diese Ereignisse sind Ausdruck einer klaren Sabotage des totalen Friedens", schrieb er am Freitag weiter. Medienberichten zufolge reiste Petro selbst nach Neiva.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leser und Leserinnen,
noch ist es nicht offiziell Herbst, aber der erste Samstag im September bringt das Ende des Sommers immer näher. Doch während wir uns heute noch auf einen schönen Sommertag freuen können, denken manche schon an die Wintermonate. Obwohl Weihnachten noch ein paar Monate entfernt ist, entbrennt schon jetzt die Diskussion darüber, ob die Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr überhaupt eingeschaltet werden soll. So warnt der Berliner CDU-Landesvorsitzende Kai Wegner davor, aus Energiespargründen auf die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt zu verzichten. "Licht bedeutet auch Hoffnung. Und Weihnachten ist das Fest der Hoffnung", sagte Wegner.
Was erwartet uns heute?
Ampelparteien treffen sich erneut, um über weitere Entlastungen zu beraten.
Nachdem der "Artemis"-Start diese Woche abgesagt werden musste, hofft die NASA heute auf einen reibungslosen Start.
Die Internationale Atomenergiebehörde besucht heute erneut das Kernkraftwerk Saporischschja.
Für Michail Gorbatschow ist im Gewerkschaftshaus in der Nähe des Kremls eine Trauerfeier geplant. Anschließend soll der am Dienstagabend verstorbene ehemalige sowjetische Staatschef auf dem Neujungfrauenfriedhof beigesetzt werden. Russlands Präsident Wladimir Putin wird nach Kreml-Angaben nicht kommen.
Mein Name ist Clara Suchy und ich werde Sie heute durch den Tag begleiten. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kommentare haben, können Sie diese gerne an clara.suchy@nachrichtenmanufaktur.de schicken.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins Wochenende!
Mehr Piloten, mehr Unfälle: Gleitschirmverband mahnt zur Vorsicht
Die Zahl der gemeldeten Gleitschirmunfälle deutscher Piloten ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.
2001 wurden noch 159 Unfälle im In- und Ausland gemeldet - im vergangenen Jahr waren es 269.
Bis Anfang August seien im Jahr 2022 zudem mehr meldepflichtige Unfälle erfasst worden als im Vorjahreszeitraum, sagte der Sicherheitsreferent des Deutschen Hängegleiterverbands (DHV), Karl Slezak.
Demnach stieg deren Zahl von 70 auf 96, die Zahl der tödlichen Unfälle von 3 auf 5.
Bei den Zahlen sei aber zu beachten, dass in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen das Gleitschirmfliegen für sich entdeckt hätten, teilte der Verband im oberbayerischen Gmund am Tegernsee mit. Seien im Jahr 1997 nur knapp 20.000 DHV-Mitglieder Gleitschirm-Piloten gewesen, waren es im vergangenen Jahr mit mehr als 37.000 fast doppelt so viele.
Sorgen bereitet dem Verband aber der Klimawandel. "Das Fluggerät Gleitschirm ist nicht für das Fliegen in stärkeren Turbulenzen geeignet", sagte Slezak. "Deshalb spüren wir die Auswirkungen des Klimawandels durch mehr Wetterlagen mit starkem Wind und starken thermischen Turbulenzen in den letzten Jahren deutlich."