Der Tag
8. März 2022
imagemit Max Perseke
Zum Archiv
22:36 Uhr

Das war Dienstag, der 8. März 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

abermals bewegten heute Nachrichten aus der Ukraine die Welt. So wurden Hunderte Zivilisten aus der umkämpften Stadt Sumy in Sicherheit gebracht. Für viele kam die Rettung aber zu spät. In der Nacht waren dort 21 Menschen bei einem russischen Angriff getötet worden. Polen hat indessen beschlossen, seine Mig-29-Kampfflugzeuge in einem Tausch an die USA übergeben, womit die Jets an die Ukraine geliefert werden könnten - ob das dann auch so passiert, ist noch offen.

Mit unserem Live-Ticker zum Ukraine-Krieg halten wir Sie die ganze Nacht über auf dem Laufenden.

Was heute ebenfalls viele Menschen weltweit bewegte, und weswegen in aller Herrinnen Länder Menschen auf die Straße gingen, war der Weltfrauentag. Es ist ein Tag, an dem besonders aufmerksam gemacht wird auf die Verdienste der Frauen - die heutigen wie die historischen - welche in der Menschheitsgeschichte oder zumindest seit es eine professionelle Geschichtsschreibung gibt allzu gerne einmal unter den Tisch gekehrt wurden.

Meine Kollegin Yuki Schubert startete den "Tag" heute mit einem Zitat der legendären Richterin Ruth Bader Ginsburg. Auf dieses möchte ich an dieser Stelle noch einmal hinweisen und Sie damit in den Abend verabschieden: "Kämpfe für die Dinge, die dir wichtig sind. Aber kämpfe so, dass sich dir andere anschließen wollen!"

Das war Dienstag, der 8. März 2022
21:57 Uhr

Das Grunzen der Schweine verrät Emotionen

Das Grunzen von Schweinen in ihre Emotionen zu übersetzen, ist einem Forscherteam gelungen. Mit Hilfe eines Programms erkennen die Wissenschaftler anhand der Tierlaute, ob das Schwein glücklich ist oder nicht. Schließlich gebe es in positiv und negativ erlebten Situationen deutliche Unterschiede bei den Rufen von Schweinen, schreibt das Forscherteam im Fachmagazin "Scientific Reports". So sei das Grunzen in positiven Situationen viel kürzer und weise geringere Schwankungen in Lautstärke, Intensität und Tonlage auf, erklärt Elodie Briefer von der Universität Kopenhagen.

Die Wissenschaftler analysierten die akustischen Merkmale von über 7000 Geräuschaufnahmen, die von 411 Schweinen stammten. Die Aufnahmen wurden dafür in positiv erlebten Situationen erstellt, wie etwa beim Herumtoben im Freien. Negative Emotionen durchlebten die Tiere beispielsweise bei Kämpfen unter den Jungtieren, Kastrationen oder Schlachtungen. Für das menschliche Gehör seien die feinen akustischen Unterschiede oft nicht zu hören, erklärt eine der Forscherinnen.

Das Grunzen der Schweine verrät Emotionen
21:10 Uhr

1400 Menschen betrogen: Mann am Frankfurter Flughafen gefasst

Am Franfkurter Flughafen ist der Polizei ein mit internationalem Haftbefehl gesuchter mutmaßlicher Millionenbetrüger ins Netz gegangen. Der 48-Jährige soll mit falschen Rechnungen zwischen 2008 und 2015 in den USA von rund 1400 Menschen insgesamt mehr als 1,2 Millionen Euro ergaunert haben. Wie die Bundespolizei am Dienstag in Frankfurt mitteilte, wurde der Verdächtige festgenommen und kam in Auslieferungshaft. Interpol war dem 48-Jährigen demnach seit mehr als drei Jahren auf den Fersen. Bei seiner Festnahme am Montag war der Mann auf seinem Weg von Montreal in Kanada nach Sofia in Bulgarien in Frankfurt zwischengelandet. Laut Bundespolizei drohen ihm in den USA bis zu 25 Jahre Haft.

1400 Menschen betrogen: Mann am Frankfurter Flughafen gefasst
20:11 Uhr

Großstörung bei Spotify: Nutzer werden ausgeloggt

Der Musikstreaming-Marktführer Spotify hat heute mit einer Großstörung zu kämpfen. "Irgendetwas stimmt nicht, und wir untersuchen es. Danke für Eure Berichte!", erklärte das schwedische Unternehmen auf Twitter. Auf dem Portal "allestoerungen.de" meldeten mehr als 100.000 Nutzer Probleme. Anwender berichteten, dass sie nach dem Öffnen der App sofort wieder ausgeloggt werden. Spotify machte zunächst keine Angaben über die Ursache der Störung und wie lange sie anhalten wird.

Update: Noch am Abend wurde die Störung behoben. Der Spotify-Support gab Entwarnung. "Jetzt sieht alles viel besser aus! Meldet Euch bei @SpotifyCares, wenn ihr noch Hilfe benötigt." Über die Ursache der Störung machte Spotify keine Angaben.

Großstörung bei Spotify: Nutzer werden ausgeloggt
20:01 Uhr

Verfassungsschutz darf AfD als Verdachtsfall einstufen

Das Bundesamt für Verfassungsschutz darf die AfD einer Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts zufolge als rechtsextremistischen Verdachtsfall einordnen. Eine entsprechende Klage der AfD werde abgewiesen, erklärte das Gericht.

Verfassungsschutz darf AfD als Verdachtsfall einstufen
19:47 Uhr

Bischöfe wollen Missbrauch an Erwachsenen thematisieren

Die katholischen Bischöfe wollen den Blick stärker darauf richten, dass auch Erwachsene im Kontext Kirche Opfer von Missbrauch werden können. Man wisse, dass nicht nur Kinder und Jugendliche sexualisierte Gewalt erfahren hätten. Jedoch stehe man "bei der Aufarbeitung geistlicher und sexualisierter Gewalt in der Frauen- und Männerseelsorge noch ganz am Anfang", sagte der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf im fränkischen Wallfahrtsort Vierzehnheiligen auf der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. In ihrem neuen Papier zur Seelsorge betonten die Bischöfe nun, "dass es für sexualisierte Nähe und Kontakte in seelsorglichen Kontexten keine Toleranz gibt", erläuterte Kohlgraf weiter.

Bischöfe wollen Missbrauch an Erwachsenen thematisieren
19:03 Uhr

Pamela Anderson gibt Broadway-Debüt

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Pamela Anderson (r.) vor 30 Jahren inmitten ihrer Baywatch-Kollegen. (Foto: picture alliance / Everett Collection)

Der Broadway, also New Yorks berühmteste Theatermeile, ist für Schauspieler etwas ganz besonderes. Nun auch für Pamela Anderson. Die kanadisch-amerikanische Schauspielerin werde einige Wochen lang die Hauptrolle in dem Musical "Chicago" übernehmen, wie die Veranstalter mitteilen. Das Stück läuft schon seit Jahrzehnten am New Yorker Broadway und ist ein Klassiker. Vom 12. April bis zum 5. Juni solle nun die 54-jährige Anderson die Rolle der Roxie Hart übernehmen, eines Show-Girls, das wegen Mordes angeklagt wird. Das sei ein "wahr gewordener Traum" und eine "süße Abwechslung" für sie, wurde Anderson zitiert. Die Schauspielerin war vor allem in den 90er Jahren mit ihrer Rolle als Rettungsschwimmerin in der TV-Erfolgsserie "Baywatch" berühmt geworden.

Pamela Anderson gibt Broadway-Debüt
18:20 Uhr

Missbrauchsskandal: Prinz Andrew tätigt vereinbarte Zahlung

Nach der Einigung auf einen Vergleich im Missbrauchsskandal um Prinz Andrew hat der britische Royal Berichten zufolge seine Schulden beglichen. Die britische Nachrichtenagentur PA meldete, Andrew habe seine Zahlung an die US-amerikanische Klägerin Virginia Giuffre geleistet. Damit steht das Zivilverfahren, das dem 62-Jährigen vor der außergerichtlichen Einigung noch drohte, kurz vor dem endgültigen Schlusspunkt. Prinz Andrew hatte sich Mitte Februar mit der Klägerin auf einen Vergleich geeinigt und damit einen rufschädigenden Zivilprozess in den USA abgewendet. Giuffre hatte dem Royal vorgeworfen, sie vor gut 20 Jahren als Minderjährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Berichten zufolge soll Andrew eine achtstellige Summe zahlen müssen, offiziell gibt es dazu jedoch keinen Kommentar.

Missbrauchsskandal: Prinz Andrew tätigt vereinbarte Zahlung
18:01 Uhr

Jordanischer Prinz reumütig nach Komplottversuch

Nach dem mutmaßlichen Komplott gegen Jordaniens König Abdullah II. hat dessen jüngerer Halbbruder, Prinz Hamsa, sich in einem Brief entschuldigt und Fehlverhalten eingeräumt. "Ich bin auf Abwege geraten, Eure Majestät, und irren ist menschlich", heißt es im Schreiben, das der königliche Hof am Dienstag veröffentlichte. Der Prinz trage die Verantwortung für sein Handeln und für die "Vergehen" gegen König Abdullah II. in den vergangenen Jahren. "Ich bitte Eure Majestät um Vergebung im Wissen, dass Sie immer nachsichtig waren."

Die mutmaßliche Verschwörung, die das Königshaus nach eigenen Angaben im April vergangenen Jahres vereitelte, hatte die Königsfamilie erschüttert. Im Zentrum des mutmaßlichen Komplotts soll Prinz Hamsa gestanden haben. Berichten zufolge kam es zwischen den Brüdern dabei zu einem offenen Streit. Prinz Hamsa wurde unter Hausarrest gestellt, bekräftigte danach jedoch öffentlich seine Loyalität zu Abdullah. Hamsa war bis 2004 Thronfolger, wurde dann aber abgesetzt.

Jordanischer Prinz reumütig nach Komplottversuch
17:29 Uhr

In Brief an frühere Freundin: Zahnarzt gesteht Dreifachmord

"Mit dieser Schuld leben zu müssen, ein Mörder zu sein, ist die schlimmste Strafe". Mit diesen Worten hat ein wegen Dreifachmordes angeklagter Zahnarzt aus Westensee in Schleswig-Holstein seine Taten gestanden - in einem Brief, den er Ende Februar aus der Untersuchungshaft an eine frühere Freundin schrieb. Der Vorsitzende des Kieler Schwurgerichts, vor dem sich der 48-Jährige wegen heimtückischer Morde aus niedrigen Beweggründen verantworten muss, verlas das Schreiben am Dienstag im Prozess. In dem Brief hieß es auch: "Mein Lebenswunsch war es ganz sicher nicht, meine eigene Frau zurück zu schlagen und drei Menschen zu erschießen." Bisher hatte der Angeklagte geschwiegen.

In Brief an frühere Freundin: Zahnarzt gesteht Dreifachmord
16:28 Uhr

16:28 Sexuelle Schikane: Mitglieder in dänischem Mädchenchor entschädigt

22 ehemaligen Mitgliedern des Mädchenchors des Dänischen Rundfunks wird im Zuge der Aufarbeitung von sexualisiertem Fehlverhalten bei dem Chor eine Entschädigung gezahlt. Der Chor besteht aus rund 50 Jugendlichen und jungen Frauen im Alter von 15 bis 22 Jahren. Ein Anwaltsbüro war im Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Danmarks Radio bei juristischen Überprüfungen zuvor zu dem Schluss gekommen, dass in 22 von 64 Vorfällen sexueller Schikane eine Grundlage für die Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 5000 bis 25.000 Kronen bestehe. Die Rundfunkanstalt entschloss sich, in allen 22 Fällen die Höchstsumme davon zu zahlen. Es liegt nun an den Betroffenen, ob sie diese Summe annehmen wollen.

Die Rundfunkanstalt hatte im November 2021 eine externe Untersuchung veröffentlicht, nach der es in dem landesweit bekannten Mädchenchor über Jahrzehnte sexuelle Beleidigungen gegeben habe. Demnach wurden die Betroffenen damals von der Unternehmensführung im Stich gelassen. Nach Angaben der Rundfunkanstalt zählten zu den Fällen unter anderem eine vulgäre Wortwahl, eine flirtende und sexualisierte Atmosphäre, ein großer Fokus auf das Äußere und Fälle schweren Mobbings. Der Sender entschuldigte sich bei den früheren Chormitgliedern.

16:28 Sexuelle Schikane: Mitglieder in dänischem Mädchenchor entschädigt
15:53 Uhr

Ex-Unterhaussprecher Bercow war "Serien-Mobber"

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Bercow konnte es rhetorisch mit so ziemlich jedem aufnehmen. (Foto: REUTERS)

Was für ein beeindruckender Mann, dachten sich vermutlich viele, als der frühere britische Unterhaussprecher John Bercow sich während des Brexit-Streits für die Rechte des Parlaments einsetzte. Unvergessen sind seine markanten "Order, Order"-Rufe. Nun bröckelt die Fassade: Einem unabhängigen Expertengremium zufolge hat Bervow während seiner Zeit im Amt massiv Mitarbeiter gemobbt. Die Experten bestätigten damit eine Untersuchung der Beauftragten für parlamentarische Standards, die Bercow vorgeworfen hatte, ein "serial bully" (ungefähr: serienmäßiger Tyrann gegenüber Mitarbeitern) gewesen zu sein. Der Ex-Unterhauspräsident solle daher keinen Ausweis für das Parlament mehr erhalten. Sein Verhalten sei "sehr weit unterhalb" der erwartbaren Standards für ein Mitglied des Parlaments gewesen, so der am Dienstag veröffentlichte Bericht weiter.

Ex-Unterhaussprecher Bercow war "Serien-Mobber"
15:25 Uhr

Existenz des AfD-"Flügels": Verfassungsschutz wirkt ratlos

Das Bundesamt für Verfassungsschutz ist sich nach eigenen Angaben nicht sicher, dass der sogenannte Flügel als eigener Zusammenschluss innerhalb der AfD noch existiert. Das wurde am in einer Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Köln deutlich. In dem Verfahren geht es um Klagen der AfD gegen ihre Einordnung als möglichen Verdachtsfall durch den Verfassungsschutz. Der Anwalt der AfD, Christian Conrad, betonte in der Verhandlung: "Den Flügel gibt es nicht mehr." Er habe sich aufgelöst. Der Anwalt des Verfassungsschutzes, Wolfgang Roth, erklärte demgegenüber, ob das so sei, werde derzeit noch geprüft. Als Ideologie lebe der Flügel in der AfD aber in jedem Fall fort und spiele dort eine entscheidende Rolle.

Existenz des AfD-"Flügels": Verfassungsschutz wirkt ratlos
14:52 Uhr

Zecken werden agil - Impfung schützt

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2021 registrierte das Robert-Koch-Institut (RKI) bundesweit 390 FSME-Erkrankungen. (Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp)

Das bevorstehende Frühlingswetter zieht die Menschen ins Freie - und mit den steigenden Temperaturen werden auch die Zecken wieder mobiler - schon bei Temperaturen ab etwa acht Grad Celsius. Die kleinen Blutsauger lauern bevorzugt im Wald auf Gräsern und Büschen, aber auch im heimischen Garten. Zecken können unter anderem den Erreger der sogenannten Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen, einer virusbedingten Hirnhaut- oder Gehirnentzündung. Am häufigsten durch Zecken übertragen wird jedoch die von Bakterien verursachte sogenannte Lyme-Borreliose, die Nervensysteme und Gelenke schädigen kann.

Gegen FSME schützt längerfristig eine aus drei Einzeldosen bestehende Impfung, die alle drei bis fünf Jahre aufzufrischen ist. Von den Erkrankten sind fast alle nicht oder unzureichend geimpft. Eine Schutzimpfung gegen Borreliose gibt es dagegen nicht. Früh erkannt, lässt sich die Infektion aber gut mit Antibiotika behandeln.

Zecken werden agil - Impfung schützt
14:30 Uhr

Aufgabenteilung zwischen Männern und Frauen bleibt ungleich

Die Corona-Krise hat die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen bei Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung kaum verändert. Zwar beteiligten sich Männer vor allem zu Beginn der Pandemie stärker an der Kinderbetreuung, wie eine Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab. Den weitaus größeren Teil übernahmen aber nach wie vor Mütter. Im Verlauf der Pandemie nahm die stärkere Beteiligung der Väter an der Kinderbetreuung den Forschern zufolge wieder ab.

Aufgabenteilung zwischen Männern und Frauen bleibt ungleich
14:13 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Yuki Schubert hat sich in den Feierabend verabschiedet und kann nun noch für ein paar Stunden die Sonnenstrahlen in Berlin genießen. Bis zum Abend begleite ich Sie im "Tag" mit den wichtigsten Nachrichten. Mein Name ist Max Perseke, bei Kritik oder Anregungen melden Sie sich gerne unter dertag@n-tv.de.

Schichtwechsel
13:52 Uhr

Hamburger Gericht lehnt Verfahren gegen HSV-Profi Jatta ab

Seit 2019 sieht sich der HSV-Profi Bakery Jatta wiederholt Vorwürfen über eine falsche Identität ausgesetzt. Das Amtsgericht Hamburg-Altona hat die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen ihn nun abgelehnt. Jattas Anwalt Thomas Bliwier sagte dazu: "Die Ablehnung erfolgte aus tatsächlichen Gründen. Die Staatsanwaltschaft konnte nicht darlegen, dass Herr Jatta getäuscht hat." Seitens des Hanseatischen Oberlandesgerichts gab es dazu zunächst keine Stellungnahme.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte im Dezember vergangenen Jahres Anklage gegen den Spieler von Fußball-Zweitligist Hamburger SV erhoben. Nach Auffassung der Behörde soll es sich bei ihm tatsächlich um den zweieinhalb Jahre älteren Bakary Daffeh handeln. Dem Gambier waren Vergehen gegen das Aufenthaltsgesetz in vier Fällen sowie in einem weiteren Fall mittelbare Falschbeurkundung vorgeworfen worden. "Es gibt keinerlei Tatverdacht und keinen Anlass für weitere Ermittlungen", sagte Bliwier: "Das ist ausermittelt."

Hamburger Gericht lehnt Verfahren gegen HSV-Profi Jatta ab
12:57 Uhr

Transporter auf A11 mit Wäscheleine abgeschleppt

Weil ihm unterwegs der Sprit ausgegangen ist, hat ein Fahrer eines Transporters einen hilfsbereiten Autofahrer eines Kleinwagens gebeten, ihn abzuschleppen. Nur wurde als Abschleppseil eine dünne Wäscheleine genutzt, was die Polizei aufmerksam gemacht hat. Laut Bundespolizei wurde das ungewöhnliche Gespann auf der Autobahn 11 bei Penkun in Mecklenburg-Vorpommern zwischen Berlin und Stettin entdeckt.

Der 46-Jährige habe den Kleinwagen nach eigenen Angaben auch wegen der hohen Kraftstoffpreise in Deutschland angehalten. Er habe sich lieber mit dem geflochtenen Seil nach Polen bringen lassen wollen. Dort sind diese Preise nach einer starken Steuersenkung erheblich niedriger. Bei der Polizeikontrolle kam heraus, dass der Fahrer, der aus Berlin kam, keinen Führerschein besitzt und von der polnischen Polizei aus strafrechtlichen Gründen gesucht wurde. Der Atemalkoholtest ergab 1,5 Promille. Fahrer und Fahrzeug wurden an die Kriminalpolizei für weitere Ermittlungen übergeben. Der Transporter hat ein Leergewicht von etwa zwei Tonnen.

Transporter auf A11 mit Wäscheleine abgeschleppt
11:44 Uhr

Mann kauft Pokémon-Karte mit ergaunerter Corona-Hilfe - Haft

Ein Mann im US-Bundesstaat Georgia hat sich 85.000 Dollar (rund 78.000 Euro) an Corona-Hilfen erschlichen und davon für knapp 58.000 Dollar eine Pokémon-Sammelkarte gekauft. Wie die zuständige Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde er nun in einem Prozess zu drei Jahren Haft verurteilt. Der 31-Jährige habe sich in einem Fall des Betrugs schuldig bekannt und zugestimmt, die Sammelkarte mit der Figur Glurak abzugeben. Zudem habe ein Bundesrichter unter anderem die Rückzahlung des Hilfsdarlehens und eine Geldstrafe von 10.000 Dollar angeordnet.

Der Mann hatte demnach im Sommer 2020 einen Antrag auf ein staatliches Corona-Hilfsdarlehen für Kleinunternehmen gestellt. Darin habe er angegeben, dass sein Betrieb in dem Jahr vor dem Pandemie-Ausbruch zehn Angestellte und einen Bruttoumsatz von 235.000 Dollar gehabt habe. Aufgrund dieser falschen Angaben seien ihm Anfang August 2020 die Hilfsgelder gewährt und überwiesen worden, hieß es weiter.

Mann kauft Pokémon-Karte mit ergaunerter Corona-Hilfe - Haft
11:00 Uhr

14-Jähriger wird in Senden von Zug erfasst und stirbt

Ein Jugendlicher ist in Bayern von einem Zug erfasst und getötet worden. Laut Polizei wollte der 14-Jährige am Montagnachmittag in Senden an einem unbeschrankten Bahnübergang mit seinem Fahrrad die Gleise überqueren. Nach Berichten von Augenzeugen habe er dabei einen herannahenden Zug übersehen, der ihn erfasste. Der Jugendliche starb demnach noch vor Ort. Laut Polizei versammelten sich an der Unglücksstelle zahlreiche Schaulustige. Die Feuerwehr schirmte den Unfallort daher mit Sichtschutzwänden ab. Fahrgäste im Zug wurden nicht verletzt.

14-Jähriger wird in Senden von Zug erfasst und stirbt
10:23 Uhr

Medien: WM-Play-off der Ukraine in Schottland verlegt

Das Play-off-Halbfinale zur Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Schottland und der Ukraine wird aufgrund des Krieges verlegt. Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten hervor, allerdings wird kein konkreter Ersatztermin genannt. Eine Bestätigung steht bisher aus, anscheinend ist das Nations-League-Fenster im Juni eine Option. Schottland sollte die Ukraine am 24. März im Glasgower Hampden Park empfangen. Das Finale gegen den Sieger des Duells zwischen Wales und Österreich (24. März in Cardiff) war gemäß bisheriger Planung für den 29. März vorgesehen. Laut BBC wird in Folge der Verlegung auch dieses Spiel verschoben. Die WM 2022 wird vom 21. November bis 18. Dezember in Katar ausgetragen.

Medien: WM-Play-off der Ukraine in Schottland verlegt
09:47 Uhr

Mafia-Häuser als mögliche Unterkunft für Kriegsflüchtlinge

Menschen, die aus der Ukraine nach Italien geflüchtet sind, könnten in von der Mafia beschlagnahmten Immobilien unterkommen. Das debattiert gerade das italienische Innenministerium. Da die Behörde das beschlagnahmte Mafia-Vermögen verwaltet, könnte geprüft werden, ob diese "kurzfristig, wenn auch nur vorübergehend, für die Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine genutzt werden können", sagte Innenministerin Luciana Lamorgese. Nach Angaben des Innenministeriums sind seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar mehr als 17.000 Ukrainer, überwiegend Frauen und Kinder, nach Italien eingereist. Während die meisten Flüchtlinge bisher bei Verwandten und Freunden untergekommen sind, haben sich im ganzen Land Initiativen gebildet, um die erwartete große Zahl von Flüchtlingen aufzunehmen.

Mafia-Häuser als mögliche Unterkunft für Kriegsflüchtlinge
08:39 Uhr

Bericht: Alle zehn Minuten wird in Brasilien eine Frau vergewaltigt

Einem Bericht des brasilianischen Forums für öffentliche Sicherheit zufolge wird in Brasilien alle zehn Minuten eine Frau vergewaltigt. Alle sieben Stunden wird demnach eine Frau ermordet. Insgesamt stieg die Zahl der Vergewaltigungen im vergangenen Jahr demnach um fast vier Prozent auf mehr als 56.000. Die Organisation zählte zudem 1319 Morde an Frauen. "Diese Zahlen zeigen, wie dringend notwendig es ist, öffentliche Maßnahmen zu ergreifen, um Opfer zu schützen und Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Brasilien zu verhindern und zu bekämpfen", erklärte die Direktorin der Organisation, Samira Bueno. Die Studie basiert auf Polizeianzeigen, was bedeutet, dass es wahrscheinlich mehr Fälle von Übergriffen gibt, die nicht gezählt wurden. Der Weltfrauentag am 8. März erinnert an die strukturelle Benachteiligung von Frauen und Mädchen weltweit.

Bericht: Alle zehn Minuten wird in Brasilien eine Frau vergewaltigt
08:27 Uhr

Hoch "Martin" hat eine Menge Sonne im Gepäck

Am Dienstag sorgt Hoch "Martin" deutschlandweit für viel Sonnenschein. Der Himmel zeigt sich verbreitet strahlend blau, nur im Osten und Süden ziehen dünne Schleierwolken durch. Die Temperaturen dazu liegen zwischen fünf Grad im Erzgebirge und maximal elf Grad am Rhein.

Hoch "Martin" hat eine Menge Sonne im Gepäck
07:57 Uhr

Nach Ausraster: Zverev bekommt Sperre auf Bewährung

Weil er immer wieder mit seinem Schläger gegen den Schiedsrichterstuhl geschlagen hat, auf dem der Unparteiische noch saß, ist Alexander Zverev von der Herrentennis-Organisation ATP mit einer achtwöchigen Sperre auf Bewährung belegt worden. Darüber hinaus wurde dem Weltranglisten-Dritten eine zusätzliche Geldstrafe von 25.000 Dollar - ebenfalls zur Bewährung - auferlegt, wie die ATP nun mitteilte. Damit darf sich Zverev bis zum 22. Februar 2023 - ein Jahr nach dem Vorfall - keinen weiteren Verstoß leisten, der zu einer Geldstrafe wegen unsportlichen Verhaltens führt. Zverev kann bis Freitag Einspruch gegen das Ergebnis der Untersuchung einlegen.

Wegen seines Ausrasters nach einer Niederlage im Doppel beim Turnier in Acapulco wurde der 24-Jährige disqualifiziert und musste 40.000 Dollar Strafe zahlen. Zudem muss der Hamburger das Preisgeld von mehr als 30.000 Dollar zurückzahlen und verliert die Punkte für die Weltrangliste.

Nach Ausraster: Zverev bekommt Sperre auf Bewährung
07:14 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

Russland und die Ukraine haben nach ihrer dritten Verhandlungsrunde die Absicht bekräftigt, humanitäre Korridore in den umkämpften Gebieten zu schaffen. Es gebe kleine positive Schritte bei der Verbesserung der Logistik, hieß es von ukrainischer Seite. Nach russischen Angaben soll es heute einen neuen Anlauf für eine Feuerpause geben, um Menschen über die Korridore in Sicherheit zu bringen. Aussichten auf ein Ende aller Kampfhandlungen gibt es bisher nicht.

In einer neuen Videobotschaft hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigt, dass er trotz der Kämpfe um Kiew die Hauptstadt nicht verlassen wird. Er verstecke sich nicht und habe vor niemandem Angst. Nach Angaben des Präsidialamts rief Selenskyj die ukrainischen Soldaten zurück, die in Auslandsmissionen eingesetzt sind. Die "hochprofessionellen Militärs" würden im Kampf gegen die "russische Aggression" benötigt, hieß es. Außerdem hat Russland erstmals offen mit einem Gas-Lieferstopp durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 gedroht. "Wir haben das volle Recht, eine "spiegelgerechte" Entscheidung zu treffen und ein Embargo zu erlassen", sagte der russische Vize-Regierungschef Alexander Nowak im Staatsfernsehen. Noch träfen sie diese Entscheidung nicht. Mehr zur aktuellen Lage in der Ukraine, lesen Sie in unserem Liveticker.

Diese Themen stehen für heute auf dem Plan:

  • Wegen der schweren Spannungen mit Russland sucht die EU neue Wege, um möglichst schnell unabhängig von russischem Gas zu werden. Dafür will die Brüsseler EU-Kommission um 15.30 Uhr einen Plan mit möglichen Maßnahmen vorlegen.

  • Am Kölner Verwaltungsgericht beginnt um 10.00 Uhr ein politisch brisantes Verfahren. Die AfD hat vier Klagen gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz eingereicht, in denen es unter anderem darum geht, ob der Inlandsgeheimdienst die gesamte Partei als Verdachtsfall oder als gesichert rechtsextremistische Bestrebung einstufen darf.

  • Erzieherinnen und Erzieher an kommunalen Kitas und andere Beschäftigte sozialer Berufe wollen heute bundesweit für mehr Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gehen. Zum Weltfrauentag will die Gewerkschaft Verdi damit den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst erhöhen.

  • Zum Internationalen Frauentag heute ruft Familien- und Frauenministerin Anne Spiegel dazu auf, nicht nachzulassen im Kampf gegen Sexismus und für die Gleichstellung der Geschlechter. Sexismus sei ein alltägliches Phänomen, das viele Frauen betreffe, gerade am Arbeitsplatz.

"Kämpfe für die Dinge, die dir wichtig sind. Aber kämpfe so, dass sich dir andere anschließen wollen!" Mit diesem Zitat der Gleichberechtigungsikone Ruth Bader Ginsburg wünsche ich Ihnen einen schönen Weltfrauentag. Bei Fragen, Anregungen oder Wünsche melden Sie sich unter dertag@n-tv.de

Ihre Yuki Schubert

Das wird heute wichtig
06:55 Uhr

Massaker mit mindestens 17 Toten in Mexiko: Erste DNA-Funde

Die Behörden in Mexiko haben genetisches Material von elf mutmaßlichen Opfern eines Massakers im nordwestlichen Bundesstaat Michoacán identifiziert. "Wir konnten anhand der sichergestellten Blutproben etwa elf verschiedene genetische Profile erstellen", erklärte Staatsanwalt Adrián López. Er könne aber nicht sagen, wie viele Opfer es bei der Gewalttat insgesamt gegeben habe. Medienberichten zufolge wurden bei dem Massaker vor mehr als einer Woche 17 Menschen getötet. Auf einem im Internet geteilten Video ist die Hinrichtung von rund zehn Menschen durch bewaffnete Männer zu sehen. Laut der nationalen Staatsanwaltschaft handelte es sich um einen Zusammenstoß zwischen rivalisierenden kriminellen Banden, die dem Drogenkartell Jalisco Nueva Generación angehörten, der mächtigsten kriminellen Organisation in Mexiko. Michoacán ist seit Jahren im Zentrum der Drogenkriminalität.

Massaker mit mindestens 17 Toten in Mexiko: Erste DNA-Funde
06:21 Uhr

Spaniens König akzeptiert Wunsch seines Vaters

Der spanische König Felipe VI. hat die Absicht seines im Exil in Abu Dhabi lebenden Vaters, Altkönig Juan Carlos, akzeptiert, Spanien zu besuchen. Das teilte das Königshaus in Madrid mit. Erst vergangenen Mittwoch hatte die spanische Generalstaatsanwaltschaft alle strafrechtlichen Ermittlungen im Zusammenhang mit finanziellem Fehlverhalten des früheren Staatsoberhaupts eingestellt. Das Königshaus veröffentlichte ein Schreiben des 84-Jährigen an seinen Sohn, in dem Juan Carlos betont, er wolle zunächst weiter in Abu Dhabi wohnen, seine Heimat aber "häufig" besuchen, um Familienmitglieder und Freunde zu sehen. Juan Carlos äußert in dem Schreiben zwar Bedauern über einige "frühere Ereignisse" in seinem "Privatleben", reklamiert für sich aber auch "legitimen Stolz" auf seinen Beitrag zum demokratischen Zusammenleben Spaniens. Im Anschluss an das auf der Internetseite des Königshauses veröffentlichte Schreiben heißt es knapp: "Seine Majestät der König (Felipe VI.) respektiert und versteht den Willen Seiner Majestät des Königs Don Juan Carlos, der in seinem Brief zum Ausdruck kommt."

Spaniens König akzeptiert Wunsch seines Vaters