Dienstag, 14. April 2020Der Tag

mit Kai Stoppel
Kai Stoppel
22:43 Uhr

Das war Dienstag, der 14. April 2020

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Das Dorotheen Quartier in Stuttgart bei Nacht.

(Foto: imago images/Arnulf Hettrich)

 

Die Coronavirus-Pandemie ist wieder das bestimmende Thema des Tages: Dabei natürlich vor allem die Entwicklung der Fallzahlen in Deutschland, aber auch die Diskussion über die Frage, wie es eigentlich in den kommenden Wochen hierzulande weitergehen soll. Während auch die USA gegen die Ausbreitung des Virus kämpfen, sorgt US-Präsident Donald Trump mit Kämpfen der anderen Art für Aufsehen - etwa jene gegen Gouverneure von US-Bundesstaaten.

Das interessierte Sie heute außerdem:

Damit verabschiede ich mich und wünsche Ihnen noch eine erholsame Nacht. Bleiben Sie gesund!
Ihr Kai Stoppel

22:05 Uhr

Fahrer "augenscheinlich" alkoholisiert - Auto erfasst zwei Fußgänger

Zwei Menschen sind in Hamburg von einem Auto erfasst und schwerst verletzt worden. Der Fahrer war "augenscheinlich" alkoholisiert, wie eine Sprecherin der Polizei in Hamburg sagte. Der Wagen sei in Hamburg-Altona am Abend von der Straße abgekommen, gegen eine Ampelanlage geschleudert und habe dabei den Mann und die Frau erfasst. Ein Notarzt an der Unglücksstelle sprach demnach von lebensbedrohlichen Verletzungen bei beiden.

Eine weitere Fußgängerin sei von herumfliegenden Trümmerteilen leicht verletzt worden, der Fahrer des Wagens habe einen Schock erlitten. Alle vier seien ins Krankenhaus gebracht worden. Womöglich sei das Auto auch zu schnell gefahren.

21:33 Uhr

"Körperlich komplett überfordert" - 64-Jähriger schießt sich aus Kampfjet

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Kampfflugzeug des Typ Dassault Rafale - nicht für jeden etwas.

(Foto: dpa)

Ein 64-Jähriger schießt sich mit dem Schleudersitz aus einem Militärflugzeug - so geschehen am 20. März 2019 auf dem Luftwaffenstützpunkt Saint-Dizier in Ostfrankreich. Ein Jahr später offenbart der Bericht der französischen Untersuchungsbehörde für Zivilluftfahrt Haarsträubendes.

Der Zivilist hat sich wohl versehentlich aus dem Kampfflugzeug Dassault Rafale geschossen, weil ihn die Situation geistig und körperlich komplett überfordert hatte. "Der Fluggast hat nie sein Interesse an dieser Art von Flug bekundet, insbesondere nicht an der Rafale", schreiben die Experten. Den Flug hatte der 64-Jährige von Kollegen als Überraschung geschenkt bekommen.

Als das Flugzeug schließlich startete, war der Mann von den G-Kräften, der Wirkung der Beschleunigung, völlig überfordert und betätigte wohl aus Versehen den Schleudersitz. Dabei verlor er sogar noch seinen Helm. Wie durch ein Wunder, wurde der Mann nur leicht verletzt - der Pilot konnte die Maschine noch sicher landen.

21:04 Uhr

Melania Trump telefoniert mit Deutschlands First Lady

First Lady USA telefoniert mit First Lady Deutschland. Thema: die Lage in der Corona-Pandemie. Der Anruf kam aus den Vereinigten Staaten, Melania Trump hatte bei Elke Büdenbender angerufen, um sich nach der Situation in Deutschland zu erkundigen. Die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier "bedankte sich bei Melania Trump für diese besondere Geste transatlantischer Freundschaft", teilte das Bundespräsidialamt mit.

Die beiden Präsidentengattinnen hätten sich über die aktuelle Lage und weitere geplante Maßnahmen ausgetauscht und "ihre besondere Solidarität und ihr Mitgefühl mit den Menschen in den USA und Deutschland" erklärt, hieß es weiter. Das Weiße Haus teilte mit, die Frau von US-Präsident Donald Trump habe bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten Deutschland und dem übrigen Europa im Kampf gegen die Pandemie zur Seite stünden.

Vor ein paar Wochen hatte die US-First Lady in der indischen Hauptstadt Neu Delhi im Rahmen eines Staatsbesuchs mit ihrem Mann an einer Schulstunde zum Thema Glück teilgenommen - vielleicht ein Ansporn, sich wieder mehr in der Öffentlichkeit zu zeigen und zu engagieren? Im Februar setzte sich die Präsidentengattin dort also in einem Klassenzimmer auf einen kleinen Stuhl und schaute Schülerinnen beim Geschichtenerzählen, Zeichnen, Tanzen und bei Yoga-Übungen zu, wie in einem Beitrag des indischen Fernsehsenders Doordarshan zu sehen war. "Ich kann mir für uns alle keine bessere Art vorstellen, unseren Tag zu beginnen", zeigte sich die 49-Jährige beeindruckt. Und ein nettes Telefonat tut es manchmal eben auch.

20:26 Uhr

Hilary Dwyer stirbt nach Corona-Infektion

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Hilary Dwyer - hier ein Foto aus dem Jahr 1970 - wurde 74 Jahre alt.

(Foto: imago images/glasshouseimages)

Die frühere Schauspielerin Hilary Dwyer ist im Alter von 74 Jahren an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, wie "The Hollywood Reporter" berichtet. Die Britin war unter anderem in Grusel-Kinofilmen Ende der 1960er und in den 1970er Jahren aufgetreten. Laut ihrem Patensohn Alex Williams starb Dwyer, die auch unter dem Namen Hilary Heath bekannt war, bereits vor einigen Tagen an den Folgen von Covid-19, wie Williams in einem Facebook-Post mitgeteilt hatte.

20:03 Uhr

Bulgare mit Covid-19 flieht aus Klinik - Dorf unter Quarantäne

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Der Mann floh aus einem Krankenhaus in der südbulgarischen Stadt Stara Sagora.

(Foto: imago images / Danita Delimont)

Da wird sich jemand nicht besonders viele Freunde gemacht haben: In Bulgarien ist ein ganzes Dorf unter Quarantäne gestellt worden, weil ein an Covid-19 erkrankter Einwohner aus der Klinik geflohen und in das Dorf zurückgekehrt ist. Der 58-Jährige, der zudem an einer schweren Form von Diabetes leidet, sei am Dienstag mit ein Taxi vom Krankenhaus der südbulgarischen Stadt Stara Sagora in sein Geburtsdorf Panitscherewo gefahren, berichtete der Fernsehsender bTV.

Gesundheitsminister Kiril Ananiew stellte das Dorf umgehend für 14 Tage unter Quarantäne. Polizisten machten den Mann in seinem Haus in dem Dorf ausfindig. Er wurde mit einem Krankenwagen zurück in die Klinik gebracht.

19:33 Uhr

Brasiliens Regenwald während Corona-Krise massiv dezimiert

Von wegen die Umwelt atmet durch: Im Schatten der Covid-19-Pandemie ist die Abholzung in Amazonien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 50 Prozent gestiegen. Darauf deuten brasilianischen Medienberichten zufolge die vorläufigen Zahlen des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) für die ersten drei Monate dieses Jahres hin.

Demnach sind im Januar, Februar und März dieses Jahres 796,08 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt worden. Das ist der höchste Wert, den das Inpe seit der Einführung des Systems zur schnellen Erhebung 2016 festgestellt hat. 2019 wurden für diesen Zeitraum 525,63 Quadratkilometer gemessen.

Das Inpe wertet Satellitenbilder aus, um Abholzung und Brandrodung zu erfassen. Mit einer schnellen Erhebung untersucht es die Veränderungen des Waldes in Echtzeit.

18:59 Uhr

Foto aus US-Krankenhaus zeigt Leichensäcke in Bett

Durch die Coronavirus-Pandemie steigt die Zahl der Todesfälle im US-Bundesstaat Michigan, und die Leichenhalle im Sinai-Grace Hospital in der Stadt Detroit ist mittlerweile überfüllt. Leichensäcke werden laut einem CNN-Bericht daher in anderen Räumen untergebracht, unter anderem in speziell heranbeorderten Kühlcontainern. Fotos aus einem Container sollen Leichensäcke zeigen, die teilweise übereinanderliegen.

Ein weiteres Foto, das laut dem Sender von einem Mitarbeiter der Notaufnahme gemacht wurde, zeigt drei Leichensäcke, die in einem großen Bett und einem angrenzenden Sessel liegen - dabei soll es sich um einen Raum des Krankenhauses handeln, in dem üblicherweise Schlafstudien durchgeführt werden. Laut dem Bericht diente der Raum als Zwischenlösung, als noch keine gekühlten Container zur Verfügung standen.

18:05 Uhr

Boeing büßt immer mehr Flugzeugbestellungen ein

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Für den angeschlagenen US-Luftfahrtriesen Boeing häufen sich die Negativberichte: In der Corona-Krise verliert der Konzern immer mehr 737-Max-Bestellungen. Im ersten Quartal wurden unterm Strich 314 Aufträge für den nach zwei Abstürzen mit Startverboten belegten Problemflieger storniert, wie der Airbus-Rivale mitteilte.

Insgesamt büßte Boeing bis Ende März 307 Flugzeugbestellungen ein, da immerhin einige neue Aufträge für andere Modelle reinkamen. Boeing ist wegen des 737-Max-Debakels bereits stark angeschlagen, die Coronavirus-Pandemie erschwert die Lage nun noch zusätzlich.

18:18 Uhr

Rennen ums Weiße Haus - Obama stellt sich hinter Joe Biden

Wirklich überraschen dürfte dies nicht: Ex-US-Präsident Barack Obama hat seinem früheren Stellvertreter Joe Biden offiziell seine Unterstützung im US-Präsidentschaftsrennen zugesichert. Wenn er es nicht getan hätte, wäre diese Nachricht wohl erstaunlicher gewesen.

Er sei stolz, seinen Freund Biden als Präsidenten zu empfehlen, sagte Obama in einer auf Twitter verbreiteten Videobotschaft. Das dürfte Biden, dem einzig verbliebenen demokratischen Präsidentschaftsbewerber, einen weiteren Schub geben.

*Datenschutz

 

17:32 Uhr

WHO warnt: Alkohol schützt nicht gegen Corona

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO räumt mit der mancherorts verbreiteten Annahme auf, alkoholische Getränke könnten gegen das Coronavirus schützen. "Angst und Fehlinformationen haben einen gefährlichen Mythos erzeugt, dass der Konsum von hochprozentigem Alkohol das Covid-19-Virus abtöten kann. Das tut er nicht", teilte das Regionalbüro in Kopenhagen mit.

Vielmehr solle der Zugang zu alkoholischen Getränken während der Zeit von strikten Corona-Maßnahmen wie Ausgehsperren und Selbstisolation beschränkt werden, mahnte die Organisation an. Es sei schließlich bekannt, dass Alkohol schlecht für die Gesundheit im Allgemeinen sei und das Risiko von Verletzungen und Gewalt erhöhe. Der Alkoholkonsum werde zudem mit einer Reihe von Erkrankungen in Verbindung gebracht, die eine Person anfälliger für Covid-19 machen könnten.

16:56 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:57 Uhr

Sprechende Drohnen fordern in den USA zum Abstand halten auf

Um die Einhaltung der Kontaktsperre und der Regeln zum Social Distancing zu überprüfen, setzt die Polizei in der US-Stadt Savannah Drohnen ein. Diese steigen auf über 30 Meter in die Höhe und können sogar Sprachnachrichten abspielen.

16:42 Uhr

ADAC: Weniger Staus als Heiligabend

An den traditionell sehr verkehrsreichen Ostertagen hat der ADAC aufgrund der Corona-Krise in diesem Jahr nahezu keine Staus gezählt. Wie der Automobilklub mitteilte, ging die Zahl bereits an Gründonnerstag im Vergleich zum Vorjahr von 3400 auf 638 zurück. In den folgenden Tagen kam es noch einmal zu deutlich weniger Staus.

So sank die Zahl laut ADAC an Karfreitag auf 68, am Ostersonntag waren es nur noch 38, an Ostermontag sogar nur 32. Damit habe es an jedem dieser Tage noch einmal teilweise deutlich weniger Staus gegeben als an Heiligabend 2019. Der 24. Dezember war den Angaben zufolge mit 81 Staus der verkehrsärmste Tag des gesamten Vorjahrs. Der Automobilklub sprach von einem historischen Tiefstand beim Verkehr.

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Die meisten Menschen in Deutschland hielten sich an die Vorgaben und verzichteten zu Ostern auf Reisen oder Ausflüge.

(Foto: imago images/HMB-Media)

16:34 Uhr

Freiwillige bauen spezielle Atemmasken für Gehörlose

Mittlerweile gibt es ja bereits Atemschutzmasken in allen Formen und Farben – ich habe sogar schon welche mit weißer Spitze gesehen, passend zum Brautkleid. In Spanien hat eine Gruppe freiwilliger Helfer im südspanischen Jerez de la Frontera nun mit der Produktion von Schutzmasken für Gehörlose begonnen.

Diese haben einen Rahmen aus Stoff, der Mittelteil ist aber aus transparentem Kunststoff, der den Mund sichtbar macht. Grund: Gehörlose oder Menschen, die nur eingeschränkt hören können, müssen zur besseren Verständigung neben der Gebärdensprache auch die Lippen ihres Gegenübers lesen können.

16:07 Uhr

Gassigehen mit Schildkröte keine Ausrede: Geldstrafe für 60-Jährige

Gassigehen mit der Schildkröte wollten Polizisten in Rom nicht als Ausnahme für die weiterhin geltende Corona-Ausgangssperre gelten lassen - und haben einer 60-jährigen Frau dafür ein saftiges Bußgeld aufgebrummt. Die Frau habe eine "einzigartige Rechtfertigung" für ihren Spaziergang am Ostermontag vorgebracht, teilte die Polizei der italienischen Hauptstadt mit. Sie habe angeblich ihre Schildkröte spazieren führen wollen.

Die Beamten warfen der 60-Jährigen jedoch vor, "ohne gerechtfertigten Grund" das Haus verlassen zu haben. Deswegen müsse sie 400 Euro Strafe zahlen, sagte der Beamte Nunzio Carbone.

15:47 Uhr

Russland will bemannte Flüge zum Mond vorbereiten

Fast 50 Jahre ist es her, dass zum letzten Mal ein Mensch auf dem Mond stand - und dann war es irgendwie uninteressant geworden. Aber wie der Mensch so ist: Irgendwann werden die "outen" Dinge wieder "in". Auf einmal wollen alle Nationen wieder zum Mond. Die USA, China und jetzt auch Russland.

Russland will in fünf Jahren eine Raumsonde auf den Mond schicken, um damit bemannte Missionen auf den Erdtrabanten vorzubereiten, sagte der Generaldirektor der russischen Forschungs-Produktions-Vereinigung Lawotschkin, Wladimir Kolmykow, der Staatsagentur Ria Nowosti. "Der Start ist für August 2025 geplant."

Die Sonde mit dem Namen "Luna 27" soll auch die Oberfläche untersuchen und prüfen, ob dort Raumschiffe mit Menschen an Bord landen können. Russland will in den nächsten Jahren noch weitere Raumsonden zum Mond fliegen lassen. Nach 2030 sollen dort Kosmonauten landen.

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So könnte eine bemannte russische Mission auf dem Mond aussehen.

(Foto: Roskosmos)

14:59 Uhr

26-jähriger Bombenbauer jagt sich selbst in die Luft

Wozu baut jemand eine Rohrbombe? Terroristen tun dies, sicher – aber in dem vorliegenden Fall eines Bombenbaus in Oberbayern gibt es laut den Behörden keine Hinweise auf eine politische Motivation.

Fest steht: Ein 26-Jähriger hatte verschiedene Pulver in ein Rohr gefüllt und dieses mit Gips verschlossen. Und dann kam es zum Unglück: Als er den Sprengkörper in seiner Werkstatt in einen Schraubstock spannte, um ein Loch für die Zündschnur zu bohren, explodierte die Bombe, erklärte das bayerische Landeskriminalamt.

Der Bastler verletzte sich schwer an Oberkörper, Gesicht und Armen, konnte aber noch selbst den Notarzt rufen. Er kam in ein Krankenhaus. Sprengstoffspezialisten des LKA durchsuchten das Anwesen, die Ermittlungen laufen.

14:35 Uhr
Breaking News

IWF rechnet mit schwerer Rezession in der Eurozone

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr mit einer schweren Rezession in der Eurozone. Die Wirtschaftsleistung werde um 7,5 Prozent schrumpfen, betonte der IWF am Dienstag in seiner jüngsten Prognose zur globalen Konjunkturentwicklung. In Deutschland soll die Wirtschaft demnach im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent schrumpfen, in Italien sogar um 9,1 Prozent.

14:32 Uhr

Feuerwehr warnt vor Rauchgas durch Großbrand in Hamburg

In Hamburg gibt es derzeit eine starke Rauchentwicklung durch einen Großbrand im westlichsten Stadtteil Rissen. Die Feuerwehr warnt davor, dass die Bevölkerung in Hamburg-Rissen "durch Rauchgase aufgrund eines Brandes" beeinträchtigt werden könnte. Die Rauchwolke zieht demnach in Richtung Osten. Den Anwohnern wird empfohlen, sofort Fenster und Türen zu schließen. Lüftungs- und Klimaanlagen sollten abgeschaltet werden.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Ina Bullwinkel hat die Redaktion verlassen und ich wünsche ihr auf diesem Wege noch mal schriftlich einen schönen Feierabend. Ich hoffe, sie kann noch ein wenig Sonnenschein genießen. Ich habe bereits den Vormittag damit verbracht - und werde jetzt leicht gebräunt die zweite Hälfte des "ntv.de-Tages" übernehmen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß.

PS: Haben Sie es gemerkt? Kein einziges Mal "Corona" erwähnt (das letzte Mal zählt nicht).

14:05 Uhr

Polizei rückt zu betrunkenem "Osterhasen" aus

Ein betrunkener Mann im Hasenkostüm hat mit einem verbotenen Osterfeuer im eigenen Garten im nordrhein-westfälischen Unna für einige Unruhe gesorgt. Polizeibeamte und Ordnungsamt suchten den 63-Jährigen am Samstag wegen starker Rauchentwicklung auf - der Mann öffnete im Hasen-Outfit. Mitsamt Körbchen in der Hand, allerdings nur mit einer Schnapsflasche gefüllt. Der Sohn löschte das Feuer, wie die Polizei berichtete.

Drei Stunden später rückten die Kräfte erneut aus - das Osterfeuer brannte wieder. Der 63-Jährige trug immer noch sein Hasenkostüm, der Schnaps lag aber nicht mehr im Körbchen, den hatte der betrunkene Mann inzwischen wohl ausgetrunken. Erneut war es der Sohn, der die Flammen löschte. Den falschen Hasen erwartet ein Bußgeld.

13:45 Uhr

Bangkok schützt Babys mit Mini-Gesichtsschutz

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Diese neugeborenen Babys in Bangkok bekommen einen ganz besonderen Schutz.

(Foto: REUTERS)

Sie sehen ein bisschen aus wie geschrumpfte Raumfahrer. Aber bei dieser Verkleidung handelt es sich um einen wichtigen Schutz: Um sie vor dem neuartigen Coronavirus abzuschirmen, bekommen Babys auf den Entbindungsstationen in Bangkok einen eigens für sie gefertigten Gesichtsschutz.

Der Gesichtsschutz mit passendem Mützchen wurde im Krankenhaus Praram 9 entwickelt. Auch andere Hospitäler haben die Idee übernommen, damit die Babys geschützt von der Entbindungsstation nach Hause kommen.

13:16 Uhr

Mann leckt Lebensmittel ab - Polizei ermittelt

Diese Aktion wäre auch dann fragwürdig, wenn gerade kein gefährliches Virus grassieren würde: In einem Supermarkt in Freiburg hat ein Mann nach Angaben der Polizei Lebensmittel abgeleckt. Damit nicht genug, ließ er sich dabei auch noch filmen.

Die Packungen mit den Lebensmitteln habe der Mann nach der Aktion wieder verschlossen und zurück in die Regale gestellt, bestätigte ein Polizeisprecher. Zudem habe er unverpackt in Regalen liegendes Obst und Gemüse bespuckt und abgeleckt. Dies sei in Zeiten des Coronavirus eine gefährliche Aktion.

Der Mann sei mittlerweile identifiziert. Sein Motiv sei noch unklar. Zur Identität des Mannes sowie zu Details der Ermittlungen machte die Polizei keine Angaben. Geprüft werde, gegen welche Gesetze der Mann verstoßen hat und wer die Taten filmte, sagte der Sprecher. Zudem stehe die Frage im Raum, ob eine psychische Erkrankung vorliege.

12:41 Uhr

Spahn besucht Klinik - und fährt im vollen Aufzug

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich am Uni-Klinikum in Gießen ein Bild zur aktuellen Krisenlage gemacht. Mit von der Partie waren auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und Kanzleramtschef Helge Braun.

Ein Foto von dem Besuch in der Klinik macht jetzt auf Twitter die Runde: Es zeigt einen vollen Fahrstuhl mit etwa elf Personen. Spahn, Bouffier und Braun stehen - mit Mundschutz ausgerüstet - zwischen den anderen. Auch der hessische Sozialminister Kai Klose und der Chef der hessischen Staatskanzlei sollen an Bord gewesen sein. Abstand sieht anders aus.

12:17 Uhr

Junge Flüchtlinge kommen verspätet nach Deutschland

Die Ausreise von 50 minderjährigen Flüchtlingen aus Griechenland nach Deutschland wird erst am Samstag stattfinden. Das teilte das griechische Migrationsministerium mit. Ursprünglich sollte der Flug bereits am Freitag stattfinden. Zuvor sollen am Mittwochmorgen bereits zwölf Kinder aus dem berüchtigten Lager von Moria auf der Insel Lesbos, von der Insel Chios und der Insel Samos nach Luxemburg fliegen, hieß es.

Der Plan sieht vor, dass rund 1600 Minderjährige in andere EU-Staaten gebracht werden sollen. Das Verfahren wird aber nach Schätzung des stellvertretenden griechischen Migrationsministers Giorgos Koumoutsakos länger als bislang erhofft dauern.

12:01 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:43 Uhr

Heuschreckenplage holt zu zweitem Schlag aus

Helfer haben vor neuen Schwärmen von Wüstenheuschrecken und verheerenden Folgen für die Menschen in Ostafrika gewarnt. Man habe bereits gesehen, wie sich die Nahrungsmittelsicherheit in vielen Gebieten verschlechtert habe, da die Insekten Weiden und Ackerland angegriffen hätten, teilte John Karongo mit, ein Agrarwissenschaftler beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Sollte der Ausbruch nicht gestoppt werden, könne es zu neuen, größeren Schwärmen und großflächigem Ernteverlust kommen, warnte das IKRK.

Seit Monaten fallen Wüstenheuschrecken über ganze Landstriche in Ostafrika her. Kenia, Äthiopien und Somalia sind am stärksten betroffen. Ein kleiner Schwarm von etwa einem Quadratkilometer kann laut der UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO) an einem Tag potenziell so viel vertilgen wie 35.000 Menschen. Nach einer ersten Welle des Heuschrecken-Befalls steht nun eine zweite an, kurz vor der wichtigsten Erntezeit des Jahres.

11:06 Uhr

Zweiter Regierungssitz in Bonn kostet Millionen

Die Bonner Republik war einmal, trotzdem haben immer noch sechs Bundesministerien ihren Sitz in der früheren Hauptstadt. Und das kostet. Die Aufteilung der Bundesregierung auf Berlin und Bonn hat im vergangenen Jahr mindestens 9,16 Millionen Euro gekostet. Das ist etwa ein Achtel mehr als noch vor zwei Jahren, wie aus einem Bericht des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss hervorgeht.

Alleine für die 19.849 Dienstreisen zwischen beiden Standorten flossen 6,7 Millionen Euro aus der Staatskasse. Im Schnitt verursachte der geteilte Regierungssitz 54 Dienstreisen am Tag. Die Kosten dafür stiegen innerhalb von zwei Jahren um mehr als ein Viertel. Sechs von 14 Ministerien haben ihren ersten Dienstsitz noch in Bonn: Landwirtschaft, Verteidigung, Gesundheit, Umwelt, Bildung und Forschung sowie Entwicklung. Die Ministerien, deren erster Dienstsitz Berlin ist, haben einen zweiten Sitz in Bonn.

10:36 Uhr

Klage gegen Corona-Regeln: Anwältin in Psychiatrie eingewiesen

Die Corona-Maßnahmen seien verfassungswidrig, hat die Heidelberger Anwältin Beate Bahner mehrfach erklärt. Sie bezeichnete die Regelungen als "größten Rechtsskandal, den die Bundesrepublik Deutschland je erlebt hat". Bahner reichte Klage ein, das Bundesverfassungsgericht lehnte ihren Eilantrag allerdings ab.

Seit Sonntagabend soll Bahner nun in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht sein, wie die "Rhein-Neckar-Zeitung" berichtet. "Sie hat einen sehr verwirrten Eindruck gemacht", zitiert die Zeitung einen Polizeisprecher.

Auf ihrer Webseite hatte die Anwältin zuvor eine "Auferstehungsverordnung" veröffentlicht und den "Shutdown" für beendet erklärt. Außerdem kündigte Bahner eine Auszeit an mit dem Hinweis, sich frühestens wieder im Mai zu melden. Sie schreibt, der "lauteste Polizeihelikopter aller Zeiten" sei hinter ihr her.

10:00 Uhr

Tschernobyl: Feuer nur 1,5 km von Reaktor entfernt

Der Waldbrand in der Sperrzone um das ehemalige ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl ist nach mehr als einer Woche noch immer nicht unter Kontrolle. Die ukrainischen Behörden erklärten, für das havarierte Atomkraftwerk bestehe "keine Gefahr". Greenpeace Russland erklärte dagegen unter Berufung auf Satellitenbilder, das Feuer sei an der nächstgelegenen Stelle nur noch 1,5 Kilometer von der Schutzhülle um den havarierten Reaktorblock entfernt.

Die Feuerwehr bekämpfte den Brand gestern noch mit mehr als 400 Einsatzkräften am Boden und aus der Luft. Die ukrainischen Behörden machen seit einigen Tagen keine Angaben zur Ausdehnung des Feuers in dem radioaktiv belasteten Gebiet. Der Leiter des Regionalen Feuer-Beobachtungszentrums für Osteuropa, Sergej Sibzew, sagte, das Feuer sei "riesig" und "unberechenbar". Im Westen der Sperrzone seien bereits 20.000 Hektar betroffen.

09:37 Uhr

Abstimmung trotz Corona: Biden gewinnt Vorwahl

Joe Biden, der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, hat die Vorwahl im Bundesstaat Wisconsin für sich entschieden. Eine Woche nach der Abstimmung dort verkündeten US-Medien das vorläufige Ergebnis. Es gilt allerdings nur noch als Formalität, denn Bidens parteiinterner Rivale Bernie Sanders ist zwischenzeitlich ohnehin aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten ausgestiegen.

Biden ist damit der einzige verbliebene Bewerber der Partei. Die offizielle Kür des Kandidaten soll aber erst bei einem Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer folgen. In Wisconsin hatte Biden etwa doppelt so viele Stimmen bekommen wie Sanders, wie US-Medien nach Auszählung nahezu aller Stimmen nun meldeten. Trotz der Corona-Epidemie in den USA hatten Wähler am Dienstag vergangener Woche darüber abgestimmt, wer für die Demokraten gegen Präsident Donald Trump antreten soll. Sowohl Biden als auch Sanders hatten die Durchführung der Wahl wegen des Gesundheitsrisikos abgelehnt.

09:08 Uhr

Kabul verbietet Motorräder - aus Sicherheitsgründen

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Motorisierte Zweiräder sind in Afghanistans Hauptstadt ab Mittwoch verboten.

(Foto: dpa)

Keine Motorräder mehr in Kabul? Das hat Afghanistans Innenministerium jetzt aus Sicherheitsgründen verfügt. "Die meisten kriminellen und terroristischen Aktivitäten wurden im vergangenen Jahr mit Hilfe von Motorrädern durchgeführt", erklärte ein Polizeisprecher in Kabul. Deshalb wolle man Motorräder ab diesem Mittwoch bis auf Weiteres aus der Hauptstadt verbannen.

Die Polizei soll das Verbot in Kabul an Kontrollpunkten durchsetzen und Verstöße bestrafen, zudem sollen motorisierte Zweiräder bei Missachtung beschlagnahmt werden. Motorräder prägen den dichten Verkehr der Hauptstadt. Teils fahren gleich mehrere Familienmitglieder auf einer Maschine, weil sie sich keine Autos leisten können. Auch Fahrer von Lieferdiensten nutzen hauptsächlich Motorräder. Ob es Ausnahmen geben wird, ist bisher unklar.

08:34 Uhr

Reis-Automaten sollen Vietnamesen durch Krise helfen

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Eine Frau füllt sich Reis aus einem Automaten in Ho-Chi-Minh-Stadt ab.

(Foto: REUTERS)

Dass Geld 24/7 am Automaten gezogen werden kann, ist nichts Besonderes. In Vietnam gibt es jetzt allerdings noch etwas anderes am Automaten: Reis. Und das sogar kostenlos. Wie CNN berichtet, wurden die "ATMs" aufgestellt, um den Menschen zu helfen, die am schwersten von der Corona-Pandemie betroffen sind.

Geschäftsleute und andere Spender haben demnach die Reis-Automaten in verschiedenen Städten aufgestellt, darunter Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt. Beim Abfüllen müssen die Menschen einen Sicherheitsabstand einhalten und zuvor die Hände desinfizieren.

08:12 Uhr

Seoul wirft Nordkorea erneute Raketentests vor

Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs vermutlich mehrere Marschflugkörper von kurzer Reichweite über das offene Meer abgefeuert. Mehrere Geschosse seien an der Ostküste Nordkoreas gestartet worden, teilte Südkoreas Generalstab mit. Sie flogen demnach etwa 150 Kilometer weit, bevor sie ins Meer fielen. Es werde vermutet, dass es sich um Lenkflugkörper handele, die gegen Schiffe gerichtet seien.

Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hatte im vergangenen Monat mehrere Raketentests unternommen und dabei auch ballistische Raketen getestet. UN-Resolutionen verbieten Nordkorea die Erprobung solcher Raketen, die je nach Bauart auch einen atomaren Sprengkopf befördern könnten.

07:46 Uhr

Türkei lässt Tausende Gefangene wegen Corona frei

Das türkische Parlament hat einen umstrittenen Gesetzentwurf zur Freilassung Zehntausender Strafgefangener wegen der Corona-Krise bewilligt. Der Entwurf sei durch die Annahme durch die Abgeordneten "zu Gesetz geworden", hieß es in einer offiziellen Twitter-Botschaft des Parlaments.

Das Gesetz sieht die Freilassung von rund 90.000 Insassen aus überfüllten Gefängnissen wegen der Coronavirus-Pandemie vor. Ausgenommen davon sind politische Gefangene, die nach den umstrittenen Antiterrorgesetzen der Türkei angeklagt sind. Human Rights Watch hatte das Vorhaben deshalb scharf kritisiert. Die Schriftstellervereinigung PEN hatte gefordert, angesichts der unhygienischen Zustände in vielen türkischen Gefängnissen auch inhaftierte Journalisten und Menschenrechtsaktivisten freizulassen.

07:16 Uhr

Kaufrausch im Lockdown: Kleinanzeigen gehen "durch die Decke"

Durch die Ausgangsbeschränkungen verbringen viele Menschen mehr Zeit zu Hause und wie es aussieht, auch mit dem Ausmisten: Online-Marktplätze erleben dank der geschlossenen Geschäfte in Deutschland derzeit einen Aufschwung.

Bei Ebay-Kleinanzeigen stellten Nutzer in der letzten Märzwoche gut 25 Prozent mehr Anzeigen ein als in den beiden Vorwochen, sagte ein Sprecher. Seit der Kontaktsperre und den Ladenschließungen gehe es "durch die Decke". Gefragt seien Fahrräder, Gartenzubehör, Pflanzen, Fahrzeugteile, Bücher und Filme. Auf den Second-Hand-Webseiten "Kleiderkreisel" und "Mamikreisel" melden sich einer Sprecherin zufolge gerade deutlich mehr Menschen an als sonst - und stellten mehr Artikel online.

Auch bei der Flohmarkt-App "Shpock" stiegen die Zugriffe - vor allem suchten Nutzer Spielkonsolen, Fitnessgeräte, Schreibtische und Laptops, sagte eine Sprecherin. "Medimops", wo es elektronische Unterhaltung und gebrauchte Bücher gibt, berichtet ebenfalls von mehr Verkäufen als in den Vorwochen.

06:56 Uhr

Polarluft beschert kältesten Tag der Woche

Ab heute macht sich Hoch "Nikolas" von den Britischen Inseln her für unser Wetter stark und sorgt für trockene und meist sonnige Aussichten. Allerdings ist es zunächst noch ziemlich kalt. Denn bevor ab der Wochenmitte auch wieder die Sommermarke von 25 Grad herankommt, hält sich zuerst noch kalte Polarluft.

Und die sorgt heute nicht nur für den kältesten Tag der Wetterwoche mit Tageshöchstwerten zwischen 5 Grad im Erzgebirge und 13 Grad im Breisgau und einem teils kräftigen Nordwestwind. Auch die Frühwerte bringen und verbreitet leichten Frost oder Bodenfrost. Stellenweise müssen Sie Richtung Erzgebirge, Harz und Oberbayern auch mit Glätte durch etwas Schnee oder gefrierende Nässe rechnen.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Dafür wird es tagsüber wieder überwiegend schön. Letzte Schneeschauer in den Mittelgebirgen und an den Alpen ziehen bis zum Mittag ab und dann wird es vielfach freundlich bis sonnig. Lediglich im Westen und Nordwesten ziehen zeitweise dichtere Wolken durch, Regen fällt aber kaum.

Die weiteren Aussichten: Morgen scheint nach einer oft frostigen Nacht die Sonne vom überwiegend blauen Himmel und harmlose Wolken stören kaum. Dazu 12 Grad an der See. Sonst werden es 14 bis 18, am südlichen Oberrhein bis zu 20 Grad.

Der Donnerstag verläuft mehrheitlich sonnig. Einzig im Norden ziehen kompaktere Wolkenfelder durch. Ganz im Norden nur um 12, sonst 15 bis 20, im Süden und Westen 21 bis 25 Grad.

Am Freitag scheint dann zwar ebenfalls häufig die Sonne. Doch sind die Wolken insgesamt zahlreicher und stellenweise kann es in der Mitte und im Süden auch mal für einen Regenschauer reichen. Die Temperaturen bringen nur wenig Änderung bei 12 Grad an der Küsten und 25 Grad am Oberrhein. Ihr Björn Alexander

06:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Sie haben schöne Ostertage verbracht, wenn auch anders als gewohnt. Und für viele von Ihnen waren die Feiertage sicherlich mit der Erwartung verbunden: Danach kommen endlich Lockerungen. Am Wochenende hatte die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfohlen, Schulen sobald wie möglich wieder zu öffnen - zunächst für jüngere Schüler, da ältere Fernunterricht besser nutzen könnten. Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie wie gewohnt im Coronavirus-Liveticker.

Folgende Themen werden heute außerdem wichtig:

  • Lockerungen in Österreich: Deutschlands Nachbarland beginnt nach vier Wochen im Notbetrieb heute mit der Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen. In einem ersten Schritt dürfen alle kleinen Läden mit weniger als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie die Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen. Verbunden ist das Vorgehen mit strengen Auflagen.
  • Neue Prognose zur Entwicklung der Weltwirtschaft: Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt eine neue Prognose zur Entwicklung der Weltwirtschaft vor. IWF-Chefin Kristalina Georgiewa hat bereits gewarnt, dass der Fonds für dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie mit einer Rezession rechnet.
  • Asylerstanträge in Deutschland: Jeder zweite Asylerstantrag wurde im vergangenen Jahr für einen Minderjährigen gestellt. Von insgesamt 142.509 Asylerstanträgen 2019 entfielen 71.421 auf Schutzsuchende unter 18 Jahren. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor.

Ich hoffe, Sie starten gut in diesen Dienstag. Mein Name ist Ina Bullwinkel und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: ina.bullwinkel[at]nama.de.

06:13 Uhr

AKK rechnet nicht mehr mit Sonderparteitag

Eigentlich sollten die CDU-Delegierten auf einem Sonderparteitag einen Nachfolger für CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wählen. Daraus wird jetzt wohl erst einmal nichts. Kramp-Karrenbauer rechnet zumindest angesichts der Corona-Krise nicht mehr mit einem Parteitag vor dem regulären Delegiertentreffen Anfang Dezember in Stuttgart: "Mein Eindruck ist, je weiter wir hinter die Sommerpause rücken mit einem möglichen Sonderparteitag, desto geringer ist der Bedarf nach einem Parteitag, der dann nur wenige Wochen vor dem regulären stattfindet", sagte Kramp-Karrenbauer.

Ein für Ende April anvisierter Sonderparteitag war wegen der Corona-Krise abgesagt worden. In der Partei wird nicht damit gerechnet, dass es angesichts der Beschränkungen für Großveranstaltungen vor der Anfang Juli beginnenden Sommerpause einen Ersatztermin geben könnte.

06:00 Uhr

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