Dienstag, 21. April 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:31 Uhr

Das war Dienstag, der 21. April 2020

Schutzmasken sind wohl die angesagtesten Accessoires dieses Frühlings. Immer mehr Bundesländer beschließen Maskenpflicht - im öffentlichen Nahverkehr und/oder beim Einkaufen. Welche Regeln in Ihrer Region gelten, erfahren Sie hier.

Was war heute wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend! Bis morgen.

21:59 Uhr

Maschmeyer: Wir steuern auf eine Vollkatastrophe zu

Welche wirtschaftlichen Folgen hat die Corona-Krise für Deutschland? Auf diese Frage hat der Unternehmer und "Die Höhle der Löwen"-Star Carsten Maschmeyer eine erschreckende Antwort. "Wir müssen alle mal realisieren, dass wir auf eine Vollkatastrophe zusteuern", erklärt Maschmeyer im Gespräch mit der "Bild".

Maschmeyer spricht in dem Interview von einem Ausmaß, "wie wir uns das überhaupt noch nicht im Wirklichen vorstellen können". Natürlich müssten die Menschen überleben, aber man brauche schließlich auch nach der Krise Geld, um weiter überleben zu können. Er erklärt: "Ich habe die Befürchtung, dass wir nach dem Coronavirus ein Pleite- und Arbeitslosigkeits-Virus bekommen."

Der Unternehmer warnt vor einer riesigen Rezession. Er schätze, dass jedes fünfte kleine Café, Kneipe oder Restaurant das "Comeback" nicht schaffen werde und "dass die Hälfte aller Start-ups verschwinden, dass ein Viertel der Kleinunternehmen am Markt verschwinden, die Großkonzerne gewinnen" werden.

21:24 Uhr

Massaker in Mosambik: Dschihadisten töten 52 Zivilisten

Kämpfer einer dschihadistischen Miliz haben im Norden Mosambiks nach Polizeiangaben mehr als 50 Zivilisten getötet, die sich weigerten, sich der Miliz anzuschließen. Die Dschihadisten hätten Anfang April im Dorf Xitaxi wahllos Menschen erschossen oder enthauptet, nachdem Dorfbewohner es abgelehnt hatten, für die Miliz zu kämpfen, berichteten mosambikanische Staatsmedien unter Berufung auf die Polizei. Polizeisprecher Orlando Mudumane sprach von einem "Massaker".

Dschihadisten hätten in jüngster Zeit verstärkt versucht, junge Menschen zu rekrutieren, sagte Mudumane im staatlichen Rundfunk. Im Dorf Xitaxi im Bezirk Muidumbe hätten Jugendliche Widerstand gegen diese Rekrutierungsversuche geleistet. Daraufhin hätten die Dschihadisten insgesamt 52 Menschen "brutal und teuflisch" getötet. Die Polizei nahm den Berichten zufolge eine Fahndung nach den Kämpfern auf.

21:06 Uhr
Breaking News

Mehr als 4700 Corona-Tote in Deutschland

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist nach Berechnungen von ntv.de auf 144.759 gestiegen. Demnach sind bis zum Abend 4.738 Infizierte gestorben, 53.906 sind aktuell mit dem Virus infiziert. 86.115 Personen gelten mittlerweile als genesen. Das sind 1609 bestätigte Infektionen und 223 Todesfälle mehr im Vergleich zum Vortag.

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20:41 Uhr

Ferrari-Fahrer rast mit 372 km/h über Autobahn

Tempolimit auf der Autobahn? Gibt's in Deutschland nicht. Trotzdem droht einem unbekannten Ferrari-Fahrer, der mit 372 Stundenkilometern auf der A7 in Norddeutschland unterwegs war, eine Strafe. Nicht für überhöhte Geschwindigkeit, aber sehr wohl fürs Handy am Steuer. Denn der Fahrer des 963 PS-starken LaFerrari hält das Steuer nur mit der linken Hand, mit der rechten wird gefilmt! Das Video wurde vor wenigen Tagen auf der Facebook-Seite des spanischen Ferrari-Besitzer-Clubs gepostet, wer am Steuer sitzt ist unklar. Er hätte sich aber auf jeden Fall für seine Fahrt wenigstens eine GoPro anschaffen können.

*Datenschutz

19:54 Uhr

Schauspieler Leon Boden mit 61 Jahren gestorben

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Leon Boden, die deutsche Stimme von Jason Statham und Denzel Washington, ist tot.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Der Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher Leon Boden ist im Alter von 61 Jahren gestorben. Das berichtet "t-online.de" unter Berufung auf Bodens Agentur. Bekannt war der Schauspieler unter anderem als deutsche Stimme der Hollywood-Stars Denzel Washington und Jason Statham.

Boden lieh seine Stimme unter anderem aber auch schon Will Smith, Wesley Snipes, Samuel L. Jackson, Laurence Fishburne, Idris Elba und James Belushi.

Zudem war der Schauspieler in den vergangenen fast 30 Jahren in zahlreichen TV-Produktionen zu sehen - darunter in "Ein Fall für zwei", "Die Rosenheim-Cops" und "Hinter Gittern - Der Frauenknast".

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19:34 Uhr

Angreifer erschießt mindestens sieben Menschen im Libanon

Ein bewaffneter Mann hat im Libanon mindestens sieben Menschen erschossen. Bei den Opfern in dem Ort Baklin im Schuf-Gebirge handele es sich um zwei Libanesen und fünf Syrer, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA.  

Der Täter habe eine Pumpgun und eine Kalaschnikow benutzt. Sicherheitskräfte suchen nach dem flüchtigen Mann. Motiv und weitere Hintergründe der Bluttat sind zunächst unklar.

Der Fernsehsender LBCI meldete, es seien insgesamt neun Leichen entdeckt worden. Die Opfer seien an drei verschiedenen Orten getötet worden. In einem halb fertiggestellten Gebäude wurden demnach ein Mann, eine Frau und zwei Kinder tot aufgefunden.

18:59 Uhr

Lkw brennt auf Autobahn - Polizei entdeckt Leiche im Führerhaus

Nach dem Brand eines Lastwagens auf der Autobahn 40 bei Kempen in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei im Führerhaus die Leiche eines Mannes entdeckt. Der Laster kam aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab, kippte um und ging in Flammen auf.

Für die Löscharbeiten und die Bergung wurde die A40 in beide Richtungen voll gesperrt. Bei den Löscharbeiten wurde dann die Leiche entdeckt, deren Identität nun geklärt werden soll.

18:04 Uhr

Antisemiten stören Holocaust-Gedenken mit Hitler-Bildern

Als eine "unbeschreibliche Schande" verurteilte Außenminister Heiko Maas diese feige Aktion. Unbekannte Täter haben eine Online-Gedenkveranstaltung der israelischen Botschaft in Berlin für die Opfer des Holocaust attackiert und durch das Zeigen von Hitler-Bildern den Abbruch erzwungen.

  • Der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff teilte auf Twitter mit, die Angreifer hätten sich in eine Zoom-Videokonferenz der Botschaft am Vorabend des Holocaust-Gedenkens in Israel eingeschaltet, Hitler-Fotos gepostet und antisemitische Parolen verbreitet.
  • Damit hätten sie die Schilderungen des Holocaust-Überlebenden Zvi Herschel unterbrochen und den Abbruch der Gedenkveranstaltung erzwungen.
  • Israel gedenkt in diesen Tagen der sechs Millionen Juden, die im Zweiten Weltkrieg von den Nazis ermordet wurden.
17:38 Uhr

Waldbrand in Gummersbach: Verursacher stellt sich der Polizei

Gut 35 Hektar Wald standen gestern in Gummersbach bei Köln in Flammen, zeitweise hing eine riesige Rauchwolke über der Stadt. Hunderte Feuerwehrleute sowie zwei Polizeihubschrauber mit Löschwassergefäßen und Flugfeld-Löschfahrzeuge vom Airport Köln/Bonn waren im Einsatz.

Nun stellt sich ein 24-jähriger Mann bei der Polizei, der das Feuer offenbar ausgelöst hat. Er habe "eingeräumt, dass er an der inzwischen ermittelten Stelle des Brandausbruchs durch leichtfertigen Umgang mit Feuer den ausgetrockneten Bodenbewuchs in Brand gesetzt hat", so die Polizei. Mit einem anderen Mann habe er das Feuer ausgetreten und gedacht, es sei aus. Dann hätten sie die Stelle verlassen.

17:17 Uhr

Verteidigungsministerium will Eurofighter und F-18 beschaffen

Die Tornado-Flotte der Luftwaffe soll nach einem Vorschlag des Verteidigungsministeriums mit dem Eurofighter sowie F-18-Kampflugzeugen des US-Herstellers Boeing ersetzt werden. Das Ministerium von Annegret Kramp-Karrenbauer informierte nach dpa-Informationen die zuständigen Obleute im Bundestag über das milliardenschwere Vorhaben.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:56 Uhr

Junger Mann vor Supermarkt in Lübeck erstochen

Auf einem Supermarktparkplatz in Lübeck ist am Montagnachmittag ein 21-Jähriger tödlich verletzt worden.

Eine Meldung über eine schwerverletzte Person auf dem Supermarktparkplatz sei kurz vor 17 Uhr bei der Polizeileitstelle eingegangen, teilte die Polizei mit. Trotz umgehender Wiederbelebungsversuche ist der 21-jährige Mann noch vor Ort gestorben.

Nach aktuellem Ermittlungsstand sei von insgesamt drei männlichen Tatverdächtigen auszugehen, teilte die Polizei mit. Ein 22-Jähriger wurde in einem an den Parkplatz grenzenden Hochhaus vorläufig festgenommen.

16:15 Uhr

Mutter von Clan-Chef in Klinik: Chaos-Nacht in Berlin

Eine Frau wird in ein Krankenhaus eingeliefert. Diese Nachricht sorgt für eine Chaos-Nacht in den Berliner Stadtteilen Kreuzberg und Neukölln. Denn die Frau ist offenbar keine Unbekannte.

  • Nach Angaben der Polizei war eine ältere Frau aus einer Großfamilie am späten Abend in eine Klinik gebracht worden. Wie die "Bild" berichtet, soll es sich bei der Frau um die Mutter des bekannten Clan-Chefs Issa Remmo handeln. Demnach soll sie in den frühen Morgenstunden im Krankenhaus gestorben sein.
  • Bis zu 60 Menschen versammelten sich in kurzer Zeit vor dem Krankenhaus, sodass Mitarbeiter die Polizei riefen. Die Stimmung sei aber nicht besonders angespannt gewesen, die Polizei habe nur auf Einhaltung der Abstandsregeln geachtet, sagte ein Sprecher.
  • Gefährlicher waren gleichzeitig zwei Autofahrer unterwegs, die von Zeugen am Wohnort der Patientin gesehen wurden und dann offenbar auf dem Weg zum Krankenhaus waren. Ein Wagen entkam der Polizei, die ihn stoppen wollte. Der andere Fahrer fuhr den Angaben zufolge auf einen Polizisten zu, konnte aber in der Nähe des Krankenhauses gefasst werden.

Update: Ob die Frau noch lebt, ist immer noch unklar. Die "Bild" hat mittlerweile die entsprechende Stelle im Artikel korrigiert. Jetzt heißt es lediglich, die Frau wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

14:58 Uhr

Polizei verhaftet 37-Jährige nach Gewalttod von 80-jährigem Freund

Vor knapp zwei Wochen findet die Polizei in Hamburg einen 80-Jährigen tot in seiner Wohnung. Nun steht dessen 37 Jahre alte Lebensgefährtin unter Mordverdacht.

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Die Staatsanwaltschaft hatte einen Haftbefehl sowie einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung der Tatverdächtigen beantragt.

  • Die Frau sei bereits gestern in ihrer Wohnung in Bergedorf verhaftet worden, teilte die Polizei mit.
  • Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung seien Beweismittel sichergestellt worden.
  • Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei starb der Rentner durch Gewalteinwirkung gegen seinen Kopf und Hals.
  • Seine deutlich jüngere Lebensgefährtin sei durch die Ermittlungen der Mordkommission ins Visier der Fahnder geraten.
14:36 Uhr

Mordanklage wegen Anschlags von Halle erhoben

Ein halbes Jahr nach dem Anschlag von Halle an der Saale hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen den Tatverdächtigen Stephan B. vor dem Oberlandesgericht Naumburg erhoben. Ihm werden zweifacher Mord sowie versuchter Mord in mehreren Fällen vorgeworfen, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Stephan B. habe aus einer "antisemitischen, rassistischen und fremdenfeindlichen Gesinnung heraus einen Mordanschlag auf Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischen Glaubens" geplant.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:28 Uhr

Schichtwechsel

Einen schönen Feierabend wünsche ich meinem Kollegen Christoph Rieke! Ich übernehme jetzt den "Tag" und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:21 Uhr

Piraten kapern Containerschiff und nehmen acht Geiseln

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Als hätten die Welt und das Land Benin derzeit nicht genug Probleme: Vor der westafrikanischen Küste haben Piraten ein Containerschiff der deutschen Reederei Gerd Ritscher gekapert.

  • Mindestens acht Personen würden am Schiff "Tommi Ritscher" unter portugiesischer Flagge vor Benin als Geiseln gehalten, wie die Consultingfirma MTI in Singapur im Auftrag der Reederei mit Sitz in Jork in Niedersachsen mitteilte.
  • Unter den Geiseln seien drei Russen, wie die russische Botschaft in Cotonou bestätigte.
  • Das Schiff befinde sich in den Hoheitsgewässern Benins und werde von Patrouillenbooten der Marine blockiert, hieß es.
  • Über die Forderungen der Piraten ist noch nichts bekannt.
  • Den Angaben nach war die 255 Meter lange "Tommi Ritscher" am Sonntag angegriffen worden, als sie vor dem Hafen Cotonou in Benin lag.
12:56 Uhr

Gericht legt Urteil im NSU-Prozess gegen Zschäpe vor

Wegen der Mord- und Anschlagsserie des NSU war die Rechtsterroristin Beate Zschäpe zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Knapp zwei Jahre später und 20 Jahre nach dem ersten Mord liegen nun die schriftlichen Urteilsgründe vor.

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Das Urteil in dem als historisch geltenden Prozess um den NSU wurde bereits im Juli 2018 gesprochen.

(Foto: dpa)

  • Die Urteilsbegründung wurde zu den Akten genommen, wie das Oberlandesgericht München (OLG) mitteilte.
  • Sie umfasst demnach 3025 Seiten und soll den "revisionsführenden Verfahrensbeteiligten" in Kürze zugestellt werden.
  • Zschäpe war als Mittäterin an den zehn Morden, zwei Bombenanschlägen und mehr als einem Dutzend Überfällen verurteilt worden, die dem NSU angelastet werden.
  • Mit ihr wurden vier Männer als Helfer des NSU verurteilt.
12:41 Uhr

UN warnen vor globaler Unterernährungs-Katastrophe

Zu wenig Essen und zu wenig Nährstoffe: Weltweit sind etwa 135 Millionen Menschen von Ernährungskrisen betroffen. Die Vereinten Nationen warnen nun davor, dass sich die Zahl der unterernährten Menschen wegen der Corona-Pandemie verdoppeln könnte.

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Laut den UN wird die Corona-Krise das Problem der Unterernährung weltweit verschärfen.

(Foto: REUTERS)

  • Die Zahl der Menschen, die sich nicht ausreichend ernähren können, um gesund zu leben, oder die sogar Hunger leiden, könnte 2020 sprunghaft auf 265 Millionen Menschen anwachsen, schreibt das UN-Welternährungsprogramm (WFP) in einem Bericht.
  • Unter der drastischen Verschlechterung ihrer Ernährungslage durch die Folgen der Corona-Krise dürften besonders Menschen in ärmeren Staaten leiden.
  • Im vergangenen Jahr wussten besonders viele Menschen im Jemen, in der Demokratischen Republik Kongo und in Afghanistan nicht, wo sie die nächste Mahlzeit herbekommen sollten.
12:07 Uhr

Mann muss wegen Mordes an Ex-Freundin lebenslang in Haft

Im Oktober 2017 entdeckt die Polizei in einem Waldstück im Kreis Stormarn eine Frauenleiche – es handelt sich um den Körper einer vermissten 39-Jährigen. Ihr Ex-Partner muss nun lebenslang hinter Gitter.

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Der Angeklagte (hier im Oktober 2019) wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

(Foto: dpa)

  • Im Prozess um den Mord an der Frau sah das Landgericht Lübeck es als erwiesen an, dass der heute 40 Jahre alte Deutsche seine Ex-Freundin in seiner Wohnung in Rümpel getötet und ihre Leiche in einem Waldstück versteckt hat.
  • Der Angeklagte hatte die Tat im Prozess gestanden, sie jedoch als spontane Reaktion auf kränkende Äußerungen des Opfers dargestellt.
  • Die Kammer glaubte dies allerdings nicht und ging von einer geplanten Tat aus Eifersucht und Eigennutz aus.
11:23 Uhr

Feuerwehr gelingen kaum Löscherfolge rund um Tschernobyl

*Datenschutz

Was ist das nur für ein Jahr voller beunruhigender Meldungen. Auch aus dem Norden der Ukraine gibt es eine irritierende Nachricht: Dort laufen die Löscharbeiten rund um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl nur schleppend.

  • Trotz der massiv aufgestockten Zahl von Einsatzkräften gebe es noch keine bedeutenden Fortschritte bei der Bekämpfung der Brände im radioaktiv belasteten Gebiet, teilte der Katastrophenschutz mit.
  • Demnach löschen auch heute knapp 1400 Feuerwehrleute etwa sechs Schwelbrände.
  • Die Behörden versicherten derweil erneut, dass die Radioaktivität in den an das Sperrgebiet angrenzenden besiedelten Gebieten unterhalb der Grenzwerte liege.

10:23 Uhr

Mexiko erlebt blutigsten Tag seit Jahresbeginn

Auch in Mexiko gelten wegen der Corona-Krise seit Mitte März landesweite Ausgangsbeschränkungen. Einen positiven Effekt auf die Gewaltrate in dem mittelamerikanischen Staat hat das allerdings nicht.

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Seit 2006 wurden in Mexiko nach offiziellen Angaben insgesamt rund 275.000 Menschen ermordet.

(Foto: AP)

  • Am Sonntag verzeichnete das Land mit 105 Morden binnen 24 Stunden den blutigsten Tag seit Jahresbeginn, wie aus Daten der Staatsanwaltschaften hervorgeht.
  • Demnach wurden im Bundesstaat Mexiko mit zwölf Toten die meisten Morde registriert, gefolgt vom nordöstlichen Staat Chihuahua mit zehn Morden.
  • Der bisherige traurige Rekord lag bei 104 Morden innerhalb von 24 Stunden am 4. April.
  • Im vergangenen Jahr wurden mehr als 34.600 Morde verzeichnet - so viele wie noch nie seit 1997.
09:59 Uhr

Nach Bryant-Tod: Weitere Opferfamilien verklagen Helikopter-Firma

Drei Monate ist es her, dass der US-Basketballstar Kobe Bryant und seine Tochter Gianna bei einem Helikopter-Absturz starben. Nun haben Angehörige weiterer Unfallopfer die Helikopter-Firma verklagt.

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Kobe Bryant, seine Tochter Gianna und sieben weitere Menschen waren am 26. Januar bei einem Helikopter-Absturz nahe L.A. ums Leben gekommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Hinterbliebene des Baseball-Trainers John Altobelli, seiner Frau Keri und ihrer 13-jährigen Tochter Alyssa sowie der Basketballtrainerin Christina Mauser haben Medienberichten zufolge unabhängig voneinander Klage bei einem Gericht in Los Angeles eingereicht.
  • Demnach werfen sie den Firmen Island Express Helicopters und Island Express Holding vor, leichtsinnig, fahrlässig und rechtswidrig gehandelt zu haben.
  • Bryants Witwe Vanessa hatte bereits vor zwei Monaten Klage gegen die beiden Firmen eingereicht.
09:22 Uhr

Scholz sieht bei EU-Wiederaufbaufonds keine Eile geboten

Nach langwierigen Verhandlungen hatte die Eurogruppe sich auf die Gründung eines Wiederaufbaufonds geeinigt. Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht dabei allerdings keinen Zeitdruck.

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Scholz sieht beim EU-Wiederaufbaufonds keinen Zeitdruck.

(Foto: imago images/photothek)

  • "Wir haben unter den EU-Finanzministern besprochen, dass wir über einen europäischen Wiederaufbaufonds sehr eng verzahnt mit dem künftigen Finanzrahmen der Europäischen Union und mit dem Haushalt der EU-Kommission diskutieren werden", sagte Scholz der "Welt".
  • "Doch so weit sind wir längst nicht, erst mal geht es darum, die Pandemie zu bekämpfen, dann richten wir unseren Fokus auf die erneute Wachstumsphase", so Scholz.
  • "Wenn wir die Krise im Griff haben, folgt der nächste Schritt", sagte der Finanzminister. "Was für Deutschland gilt, gilt gleichermaßen für Europa".
09:11 Uhr
Breaking News

Münchner Oktoberfest 2020 abgesagt

Jetzt ist es offiziell: Das Münchner Oktoberfest findet in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht statt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder teilte mit, er sei mit dem Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter übereingekommen, dass das Risiko zur Durchführung der Wiesn in diesem Jahr "schlicht und einfach zu groß ist". Gerade bei großen Festen brauche es wegen der großen Ansteckungsgefahr größte Sensibilität.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:09 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:41 Uhr

US-General erklärt Baufortschritt von Trumps Grenzmauer

Für US-Präsident Donald Trump ist und bleibt der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko eine Herzensangelegenheit. Ungeachtet der Corona-Krise nimmt das Projekt weiter Gestalt an.

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Trump lauscht Semonites Ausführungen zur Grenzmauer.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

  • Bislang seien rund 264 Kilometer des Bollwerks gebaut worden, sagte der Kommandeur des Ingenieurkorps der US-Armee, General Todd Semonite, im Weißen Haus.
  • Semonite gehe davon aus, Trumps Ziel von rund 725 Kilometern bis Jahresende erreichen zu können.
  • "Es läuft gut", sagte Semonite: "Wir sehen keine bedeutenden Probleme."
08:13 Uhr

Neue Autobahngesellschaft startet 2021

Alles neu im Autobahnnetz: Für die Autobahnen ist künftig alleine der Bund zuständig. Trotz der Corona-Krise soll eine der größten Reformen in der Verkehrspolitik wie geplant Anfang 2021 starten.

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Der Chef der neuen Autobahn GmbH sieht einen hohen Sanierungsbedarf.

(Foto: dpa)

  • "Die Lage ist wegen der Corona-Krise nicht einfacher geworden, aber der 1. Januar 2021 als Start der Autobahn GmbH ist unverrückbar", sagte der Chef der Autobahn GmbH, Stephan Krenz, zur Deutschen Presse-Agentur.
  • "Der Termin steht. Wir kommen voran", so Krenz.
  • "Die Reform der Bundesfernstraßen-Verwaltung ist sehr komplex und groß, sie muss in relativ kurzer Zeit über die Bühne gehen", sagte Krenz.
  • Demnach umfasst das Reformprojekt "13.000 Straßenkilometer, 15.000 Mitarbeiter, 2000 IT-Systeme und Tausende Baustellen".
07:46 Uhr

Abe opfert für umstrittenen Kriegsschrein

Im Schrein Yasukuni wird der in Kriegen für das japanische Kaiserreich Gestorbenen gedacht - unter ihnen sind auch verurteilte und hingerichtete Kriegsverbrecher. Japans Premier Shinzo Abe erregt nun in diesem Zusammenhang Aufsehen.

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Abe hatte den Schrein zuletzt im Dezember 2013 besucht und beließ es wegen scharfer Kritik seither bei Opfergaben.

(Foto: imago images/Kyodo News)

  • Der rechtskonservative Ministerpräsident hat dem umstrittenen Kriegsschrein in Tokio eine Opfergabe zukommen lassen.
  • Von einem Pilgergang zum zweitägigen Frühjahrsfest des Shinto-Heiligtums sah Abe Medienberichten zufolge aber ab.
  • Besuche japanischer Politiker und Opfergaben im Yasukuni-Schrein lösten in der Vergangenheit immer wieder Spannungen mit China sowie Südkorea aus, gegen die Japans Aggressionen im Zweiten Weltkrieg gerichtet waren.
07:23 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

keine Salutschüsse, keine dicke Party - dafür aber bei bester Gesundheit: Vor stattlichen 94 Jahren wurde Elizabeth Alexandra Mary in London geboren. Heute ist sie aller Welt als britische Queen Elizabeth II. bekannt. Wegen der Coronavirus-Pandemie begeht die rüstige Monarchin ihren Ehrentag allerdings im ganz kleinen Kreis, schon vor einem Monat hatte sie sich mit ihrem Prinzgemahl Philip (der übrigens schon 98 Jahre alt ist) nach Schloss Windsor zurückgezogen. Ob er ihr heute ein Ständchen trällert?

Das beherrschende Thema aber ist und bleibt die Entwicklung rund um das Coronavirus, die wir für Sie auch im Liveticker abbilden. Zudem hält der Tagesplan diese Themen bereit:

  • Hamburg und Schleswig-Holstein legen mit den schriftlichen Abiturprüfungen los - unter strengen Hygieneregeln wie etwa Mindestabständen.
  • Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter teilen um 9 Uhr mit, ob es in diesem Jahr ein Oktoberfest geben wird - oder ob es wegen der Corona-Krise flachfällt.
  • Weiterhin behalten wir im Blick, was es mit den Meldungen zum Gesundheitszustand von Kim Jong Un auf sich hat. Der nordkoreanische Machthaber soll eine Not-OP hinter sich haben.
  • Und das britische Parlament nimmt nach der Osterpause seine Arbeit wieder auf und tagt teilweise per Videokonferenz - möglicherweise inklusive einer Extra-Einlage von "God save the Queen".

Bleiben Sie gesund und kommen Sie wohlbehalten durch den Dienstag! Mein Name ist Christoph Rieke und ich begleite Sie zunächst durch den "Tag".

07:05 Uhr

JU-Chef Kuban fordert mehr Macht der Bundesregierung in Krisen

Die unterschiedlichen Regeln in den Bundesländern im Kampf gegen die Corona-Pandemie irritieren und verärgern viele Deutsche. Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, fordert deshalb, der Bundesregierung in Krisenzeiten mehr Macht zu übertragen.

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JU-Chef Kuban fordert ein bundesweit einheitliches Vorgehen in Krisenzeiten.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Die unterschiedlichen Lockerungen etwa bei Kinderbetreuung oder Ladenöffnungen zeigten, dass in besonderen Krisenzeiten mehr Kompetenzen auf Bundesebene gebündelt werden müssten, sagte Kuban der "Rheinischen Post".
  • Die Entscheidungen in solchen Krisensituationen sollten künftig beim Bund sowie die Ausführung und Kontrolle bei den Ländern liegen, forderte der Chef der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU.
  • "Alles andere verunsichert die Menschen und führt zu Wettbewerbsverzerrungen", sagte Kuban.
06:47 Uhr

Sonne ringt mit starkem Wind um die Wetterhoheit

Ganz im Süden bringt der Start in den Tag noch ein paar kompaktere Wolkenreste. Später geht es aber auch hier - genau wie im großen Rest unseres Landes - strahlend schön weiter. Dementsprechend verteilen sich die Sonnenstunden: Richtung Alpen und Schwarzwald 9 bis 11, sonst 13 bis 14.

Die Temperaturen erreichen meistens 12 bis 20 Grad. Wärmer wird es im Südwesten bei 20 bis 23, im Breisgau bis zu 25 Grad. Dabei weht nach wie vor ein teils stürmischer Ost- bis Nordostwind. Auf den Bergen mit 70 bis 90 km/h, im Süden mit 50 bis 70 km/h. Der Westen bekommt Spitzenböen zwischen 40 und 60 km/h. Schwächer ist der Wind im Nordosten mit Tempo 30 bis 50.

Die weiteren Aussichten: Morgen überwiegend strahlend schön und ein allmählich nachlassender Wind bei 14 bis 25 Grad. Der Donnerstag verläuft ebenfalls sehr sonnig und der Wind lässt weiter nach. Dazu an der See um die 16, sonst 20 bis 26 Grad.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Der ntv-Meteorologe Björn Alexander.

Am Freitag wird es nicht mehr so strahlend schön. Schauer sind aber keine in Sicht. Dabei erwartet uns der wärmste Tag der Wetterwoche bei 16 bis 27 Grad.

Am Wochenende gibt es einen Mix aus Sonne und Wolken, der am Samstag an den Alpen sowie im Osten vielleicht einzelne Schauer oder Gewitter bringt. Am Sonntag ist das Schauerrisiko dann eher wieder gering. Hierbei wird es etwas kühler bei 12 Grad an der See und bis 22 Grad am Rhein. Ihr Björn Alexander

06:14 Uhr

Michael Wendler hat Laura Müller einen Heiratsantrag gemacht

Die Frage nach dem "ob" stellte sich schon lange nicht mehr, es ging nur noch um das "wann" - nun ist das auch geklärt: Michael Wendler hat seiner Freundin Laura Müller einen Heiratsantrag gemacht.

  • "I said yes" (Ich habe ja gesagt), schrieb Müller auf Instagram.
  • Auf einem dazugehörigen Foto sind die 19-Jährige und der 47-Jährige küssend auf einer Dachterrasse voller roter Rosen zu sehen.
  • Bereits im März hatte der Schlagersänger verkündet, seine Freundin noch in diesem jahr heiraten zu wollen.
  • RTL, VOX und TVNOW werden die Hochzeitsvorbereitungen sowie die Heirat exklusiv begleiten.

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
05:51 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht