mit Janis PeitschDas war Donnerstag, der 31. Oktober 2024
Liebe Leserinnen und Leser,
Der "Tag" neigt sich dem Ende entgegen. Bevor im Büro die Lichter ausgehen und die Nachtschicht übernimmt, möchte ich Ihnen noch folgende Geschichten mit auf den Weg geben:
Trump vs. Harris: So könnten die Börsen auf den Wahlausgang reagieren
Ampel so unbeliebt wie nie: Mehrheit der Deutschen spricht sich für Neuwahlen aus
Wie im Fußball: Lukaschenko schlägt ein Unentschieden im Ukraine-Krieg vor
Jetzt teilt Babak Rafati aus: "Katastrophal" - Ex-Schiri schießt heftig gegen DFB
RTL+-Doku mit Böhmermann: "El Hotzo" will sich bei Donald Trump persönlich entschuldigen
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und eine entspannte Nacht.
US-Behörden beschlagnahmen berühmtes Eichhörnchen
Das Eichhörnchen Peanut wurde in Videos seines Halters Mark Longo zum Star in den sozialen Medien. Doch nun haben die Behörden des Staates New York die Wohngemeinschaft von Mensch und Eichhörnchen aufgelöst.
Nach zahlreichen anonymen Beschwerden über das Tier seien mindestens sechs Beamte der staatlichen Behörde für Umweltschutz in sein Haus in Pine City gekommen, klagte Influencer Longo. Die Behörde teilte mit, eine Untersuchung sei eingeleitet worden, nachdem es Berichte gegeben habe, dass Wildtiere illegalerweise als Haustiere gehalten worden seien.
"Nun Internet, du hast GEWONNEN", schrieb Longo auf Instagram. "Du hast mir eines der fantastischsten Tiere wegen deines Egoismus weggenommen." Dem 34-Jährigen zufolge nahm er Peanut bei sich auf, nachdem die Mutter des Eichhörnchens überfahren worden war. Später seien alle Auswilderungsversuche gescheitert.
Britische Regierung entschuldigt sich für Tod durch Luftverschmutzung
Ella Adoo-Kissi-Debrah erkrankte kurz vor ihrem siebten Geburtstag an schwerem Asthma. Am 15. Februar 2013 starb das Mädchen im Alter von neun Jahren. Untersuchungen ergaben später, dass neben akutem Atemversagen und Asthma auch Luftverschmutzung zu Ellas Tod beitrug.
Mehr als elf Jahre später hat die britische Regierung für den Tod von Ella um Verzeihung gebeten. Die Bitte war Teil eines Vergleichs, der als Folge einer Klage der Mutter von Ella veröffentlicht wurde.
Die Entschuldigung der Regierung sei eine Anerkennung dessen, was ihrer Tochter zugestoßen sei, sagte Rosamund Adoo-Kissi-Debrah nach einem Treffen mit Regierungsvertretern. Das Problem der Luftverschmutzung und die Folgen für die öffentliche Gesundheit seien nun im Bewusstsein der Menschen verankert. Sie werde sich weiter dafür einsetzen, dass die Luft sauberer werde. Die Regierung habe ihr versichert, sie werde weiterhin mit ihr zusammenarbeiten.
Ein Toter, 13 Verletzte bei Brand in Klinik
Im Krankenhaus im hessischen Frankenberg ist ein Patient bei einem Brand ums Leben gekommen. 13 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit.
Ersten Erkenntnissen zufolge brach das Feuer in einem Patientenzimmer aus. Bei dem Toten soll es sich um den Patienten aus dem betroffenen Zimmer handeln.
Das Feuer, das gegen 18.40 Uhr ausbrach, konnte gelöscht werden. Da Teile des Krankenhauses vorerst nicht mehr nutzbar sind, wurden rund 150 Patienten in umliegende Kliniken verlegt. Weitere Details sind nicht bekannt. die Polizei ermittelt.
Flughafen Frankfurt testet Asphalt aus Cashew-Schalen
Der Frankfurter Flughafen will klimaneutral werden. Ein neuartiger Asphalt soll dabei helfen und befindet sich gerade in der Testphase.
Das Besondere: Das notwendige Bindemittel Bitumen ist statt aus Erdöl mit Schalenöl von Cashew-Kernen hergestellt, wie Betreiber Fraport mitteilte. Der biogene Rohstoff des Herstellers B2Square sei deutlich haltbarer und verbessere die Klimabilanz im Vergleich zum herkömmlichen Bitumen maßgeblich.
Fraport testet das neue Material zunächst auf dem Vorfeld in einer 200 Meter langen Sackgasse. Diese ist auf einer Seite herkömmlich gedeckt und auf der anderen mit dem neuen und in der Anschaffung teureren Cashew-Asphalt ausgestattet. Beide Seiten werden von den ein- und ausfahrenden Fahrzeugen gleichmäßig belastet und sollen in den kommenden zwei Jahren regelmäßig untersucht werden.
Zwölfjähriger startet Petition - New York verlegt Weihnachtsferien
Der 24. Dezember fällt in diesem Jahr auf einen Dienstag. Der 23. war in der Millionenmetropole New York noch als regulärer Schultag eingeplant - bis ein Zwölfjähriger sich einmischte und eine Online-Petition startete, die Tausende unterzeichneten.
Der Plan mache so "keinen Sinn", schrieb Isaac Regnier als Erklärung zu seiner Petition. "Die Anwesenheitsrate wird an dem Tag sehr gering sein. Kinder, deren Familien Reisepläne haben, müssen die ändern oder in der Schule fehlen. Kinder und Lehrer werden genervt sein und die Kinder werden nichts lernen."
Der Vorschlag fand seinen Weg zu Bürgermeister Adams, der den Schüler persönlich anrief und später bei einer Pressekonferenz mit ihm die Änderung des Ferienplans vorstellte: Der 23. Dezember wird schulfrei, anstelle dessen kommt am Ende des Schuljahres ein weiterer Schultag hinzu. "Großartige Idee, Isaac!", schrieb Adams bei X.
Marc Terenzi verlässt Suchtklinik
"Du musst mir helfen, ich kann nicht mehr", soll Marc Terenzi im August eine Freundin angefleht haben. Der Grund: seine Alkoholprobleme und seine Trennung von Verena Kerth. Kurz darauf checkte er in einer Berliner Suchtklinik ein. Nun hat er die Therapie beendet.
"Ich bin wieder draußen." Und: "Ich bin jetzt entlassen worden", sagte Terenzi gegenüber der "Bild"-Zeitung. Dem Blatt liegt dazu auch ein Foto vor, das den Sänger vor der Gedächtniskirche zeigt und bei dem es sich um das erste Selfie nach der Entlassung handeln soll.
Durch seinen Aufenthalt habe er eigene Verhaltensmuster erkannt, in die er immer wieder zurückfalle, so Terenzi. Nun habe er "ein neues und besseres Bild" von sich selbst entwickelt. In Zukunft wolle er weiter an sich arbeiten und "versuchen, mein Leben zu regeln".
Video zeigt Folgen des Super-Taifuns auf Taiwan
Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 184 Kilometern pro Stunde bewegt sich ein Super-Taifun über das Festland Taiwans. Aufnahmen halten die Wucht der Wassermassen und das Ausmaß der Zerstörung fest. Es soll sich hierbei um den größten Sturm seit 30 Jahren handeln, berichtet die taiwanesische Wetterbehörde.
Trump über Frauen: "Schütze sie – ob sie es mögen oder nicht"
Donald Trump punktet mit seiner derben Rhetorik bekanntlich stärker bei Männern als bei Frauen. Eine neue Aussage dürfte ihm im Kampf um weibliche Wählerstimmen kaum helfen - im Gegenteil.
Bei einem Auftritt in Green Bay im Bundesstaat Wisconsin erzählte Trump, dass ihm seine Berater gesagt hätten, er solle nicht sagen, dass er Frauen beschützen wolle - es sei "unangebracht". Trump sagte weiter: "Ich will die Frauen in unserem Land schützen. Nun, ich werde es tun, ob es den Frauen gefällt oder nicht, ich werde sie beschützen."
Wir erinnern uns: Gegen Trump gibt es diverse Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe. Vor diesem Hintergrund hat der Kommentar des Republikaners einen besonders faden Beigeschmack.
Radiohead-Sänger unterbricht Konzert wegen Pro-Palästina-Störer
Radiohead-Sänger Thom Yorke ist gerade auf Solo-Tournee. Bei einem Auftritt im australischen Melbourne kam es nun zu einem Eklat. Während des Konzerts kritisierte ein Zuschauer den Musiker lautstark dafür, dass er sich nicht öffentlich zum Gaza-Konflikt positioniere.
Yorke forderte den Mann daraufhin auf, sich nicht wie ein "Feigling" zu verstecken und sich öffentlich auf der Bühne zu äußern. "Komm auf die verdammte Bühne und sag, was du zu sagen hast", rief der sichtlich verärgerte Künstler ins Publikum.
Als der Störer aber nicht kam und stattdessen weiter dazwischenrief, legte Yorke seine Gitarre ab. "Ok, mach nur, bis später dann", erklärte er und verließ unter enttäuschten Rufen der Fans die Bühne.
Einige Minuten später kam Yorke aber zurück und spielte unter dem Jubel des Publikums sein letztes Lied des Abends: "Karma Police" von Radiohead.
Pietro Lombardi und Laura sprechen über heftigen Beziehungsstreit
Vor einigen Wochen eskaliert ein Streit zwischen DSDS-Juror Pietro Lombardi und seiner Partnerin Laura Rypa. Sogar die Polizei wird eingeschaltet.
Nun haben sich die beiden in einem Interview zu dem Vorfall geäußert. Der "Bild"-Zeitung sagte Rypa: "Wir haben uns so lautstark gestritten, und dann hat Pietro auf einmal angefangen, mit irgendwelchen Sachen rumzuschmeißen." Sie sei überfordert gewesen. "Ich konnte ihn dann halt nicht mehr händeln." Sie habe die Polizei gerufen. Zugleich sagte sie: "Er hat mich nicht geschlagen."
Lombardi sagte zum Ablauf: "Ich habe unsere Fotos auf den Boden geschmissen. Ich habe meine Platten auf den Boden geschmissen. Da gibt es jetzt drei Stück zu Hause, die kaputt sind." Zugleich betonte er: "Ich bin kein Frauenschläger!"
Auf die Frage, was der Auslöser für den Streit gewesen sei, sagte Rypa: "Ich weiß es gar nicht mehr. Es war wirklich eine Kleinigkeit."
Zahl der Toten durch verheerende Unwetter in Spanien steigt auf 140
Nach dem katastrophalen Unwetter in Spanien werden immer mehr Leichen geborgen. Die Opferzahl steigt auf 140. Derweil geht die Suche nach Vermissten und Verschütteten weiter.
Riesige Rauchsäule über São Paulo: Shoppingcenter brennt komplett aus
In den frühen Morgenstunden bricht in einem Einkaufszentrum im brasilianischen São Paulo ein Feuer aus. Zu dem Zeitpunkt sind nur wenige Menschen in dem Gebäude, dennoch erleiden drei Personen leichte Verletzungen. Das Haus brennt komplett ab.
Unbekannte errichten über Nacht Trump-Statuen in US-Städten
Kurz vor der US-Wahl tauchen in Portland und Philadelphia plötzlich Statuen mit dem Konterfei von Donald Trump auf. Wie mehrere Medien berichten, wurden die Kunstwerke von Unbekannten neben bereits bestehenden Denkmälern errichtet, die Frauenkörper darstellen.
Die Aktion ist offensichtlich als Kritik an dem Republikaner zu verstehen. Denn die Trump-Statuen schauen mehr oder weniger wollüstig auf die Statuen der Frauen herüber. Dazu passt auch die Inschrift auf den Sockeln: "In Gedenken an ein Leben voller sexueller Übergriffe".
In Philadelphia wurde die Trump-Statue schnell wieder entfernt. In Portland hingegen blieb das Kunstwerk zunächst stehen, wurde dann aber zerstört, mutmaßlich von Anhängern des republikanischen Präsidentschaftskandidaten.
Bundesregierung schließt alle iranischen Generalkonsulate
Als Reaktion auf die Hinrichtung des deutsch-iranischen Doppelstaatsbürgers Djamshid Sharmahd schließt die Bundesregierung alle drei iranischen Generalkonsulate in Deutschland. Wie das Auswärtige Amt mitteilt, handelt es sich um die diplomatischen Vertretungen in Frankfurt am Main, Hamburg und München, die Botschaft in Berlin bleibt aber geöffnet.
Neue Unwetterwarnungen in Spanien
An vielen Orten scheint nach den schweren Unwettern vom Dienstag ungeachtet der Zerstörung wieder die Sonne - doch die Gefahr ist nicht gebannt. Jetzt drohen Überschwemmungen in anderen Regionen.
Der Wetterdienst Aemet gab eine Hochwasserwarnung für die gesamte Provinz Castellón aus, die sich ebenfalls in der von heftigen Regenfällen stark getroffenen Mittelmeerregion Valencia befindet. Sie war bisher von dem Wetterphänomen "Kalter Tropfen" verschont geblieben, das jetzt gen Nordosten weiterzieht.
"Die Unwetter sind noch nicht vorbei", warnte auch Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez bei einem Besuch in Valencia.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Sabine Oelmann verabschiedet sich in den Feierabend. Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden Nachrichten aus aller Welt.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]ntv.de.
Los geht's!
Strafe für Sender wegen zu unkritischer Befragung des britischen Ex-Premiers
Der rechtskonservative Fernsehsender GB News soll in Großbritannien 100.000 Pfund (etwa 120.000 Euro) Strafe zahlen, weil der damalige Premierminister Rishi Sunak in einer Show nicht kritisch genug befragt wurde. Der Sender habe die Neutralitätsregeln verletzt, entschied die Aufsichtsbehörde Ofcom. Es sei weder ein großes Spektrum an Meinungen gezeigt noch Unparteilichkeit anderweitig gewahrt worden.
Dem damaligen Premierminister sei mit der Sendung vor einer anstehenden Parlamentswahl eine "weitgehend unangefochtene" Plattform gegeben worden, um seine Politik und die Entscheidungen seiner Regierung zu bewerben, schreibt die Aufsichtsbehörde. Wegen der Schwere der Vorwürfe und des wiederholten Vorkommens werde nun eine Strafe verhängt.
Sunak war in der Sendung vom 12. Februar eine Stunde lang von Wählerinnen und Wählern befragt worden. Seine Aussagen wurden nicht unabhängig eingeordnet. Der Moderator griff weder ein noch fragte er nach. Mittlerweile ist Sunaks konservative Regierung abgewählt - seit Sommer regiert die sozialdemokratische Labour-Partei.
Das ist ja der Gipfel: Ricarda Lang veräppelt die Ampel
Bad-hair-day, oder was? Ricarda Lang ist nicht mehr Grünen-Chefin und hat jetzt anscheinend viel Zeit: Endlich mal wieder zum Sport, vielleicht, oder zur Kosmetik, oder zum Friseur. Von dort schickt sie einen Gruß, der lustig sein soll: "Ich war gestern beim Friseur. Oder wie man in Teilen der Ampel sagt: Ich habe einen Friseur-Gipfel veranstaltet."
Hochexplosiver Sprengstoff an Berliner S-Bahnhof: Derselbe wie in Brüssel und Paris
Bei dem in Berlin gefundenen Sprengstoff handelt es sich nach Medienberichten um hochexplosives Triacetontriperoxid (TATP). In Berliner Sicherheitskreisen werde davon ausgegangen, dass es sich um diese Substanz handele, berichten "Bild" und "Spiegel". Die Berliner Polizei wolle dies "weder bestätigen noch dementieren", so eine Sprecherin. Bei TATP handelt es sich um ein Material, das weltweit von kriminellen Netzwerken und islamistischen Attentätern verwendet wurde. Der hochexplosive Sprengstoff wurde auch bei den Terroranschlägen in Brüssel und Paris genutzt. Aber auch für die Sprengung von Geldautomaten setzten Kriminelle das Material ein.
Der Sprengstoff wurde am Mittwochnachmittag am S-Bahnhof Neukölln sichergestellt, als Bundespolizisten einen Mann kontrollieren wollten. Dieser floh jedoch und ließ eine Tasche mit der Substanz zurück. Es handele sich um ein halbes Kilo TATP. Der Sprengstoff wurde nach Polizeiangaben später in einem nahegelegenen Park gesprengt.
Trump verhöhnt Beyoncé
Na, das ist aber einer neidisch und frustriert. Donald Trump hat sich bei einer Wahlkampfveranstaltung über Beyoncé und deren Unterstützung für Kamala Harris lustig gemacht. Die Sängerin hatte bei einem Auftritt für die Demokratin nicht gesungen. Das kritisierte der ehemalige US-Präsident und behauptete fälschlicherweise sogar, sowohl Beyoncé als auch Harris seien bei der Veranstaltung ausgebuht worden.
Die Künstlerin hatte bei ihrem Auftritt für Harris allerdings erklärt, sie sei gerade eben nicht als Künstlerin, sondern in allererster Linie als eine Mutter vor Ort. Eine Aussage, die Trump nun für seinen Spott nutzte: "Sie hat die Bühne verlassen, ohne einen einzigen Song zu singen", lästert Trump. Harris kann - im Gegensatz zu Trump - auf die Unterstützung zahlreicher hochkarätiger Stars zählen: Neben Beyoncé engagieren sich unter anderem auch Eminem, Bruce Springsteen, Samuel L. Jackson, Tyler Perry und Spike Lee, Barbra Streisand, Donna Karan, Jennifer Aniston, Jon Bon Jovi und unzählige mehr für die Demokratin.
Für Trump ist die Situation hingegen dem Bericht zufolge komplexer. Als ehemaliger TV-Star sehne auch er sich nach der Anerkennung prominenter Kollegen, so die "New York Times". Gleichzeitig nutze er aber auch deren weitgehende Ablehnung, um seine Basis zu mobilisieren. Während die Demokraten die Verehrung von Stars zur Motivation ihrer Anhänger einsetzen, bediene sich Trump der Ablehnung gegenüber der Elite.
Konferenz der "Reporters For Future" für Klima-Berichterstattung in Berlin
Mit vereinten Kräften und inspirierenden Visionen für eine konstruktive Klima- und Umweltberichterstattung startet das neu gegründete Netzwerk "Reporters For Future" in Berlin. Geleitet von Nicola Müller-Zantop, TV-Journalistin aus Berlin, und Jochen Siegle, Journalist und Filmemacher aus Stuttgart, versammeln sich hier am Samstag, 2. November, ExpertInnen, AktivistInnen und Medienschaffende, um die mediale Landschaft für ökologische und soziale Themen nachhaltig zu gestalten.
Die Konferenz wird sowohl vor Ort als auch per Livestream übertragen. Zudem gibt es verschiedene Workshops. "Reporters For Future" zielt darauf ab, Medienschaffende aller Genres in ihrer Berichterstattung über Klima- und Umweltthemen zu unterstützen. Gründer Jochen Siegle: "Konstruktive, visuell beeindruckende Geschichten haben die Macht, Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft zu beschleunigen - dafür unsere internationalen Kontakte und Kompetenzen zu bündeln, ist mir eine Herzensangelegenheit." Das Netzwerk richtet sich nicht nur an Journalistinnen und Filmemacherinnen, sondern freut sich auch über engagierte UnterstützerInnen außerhalb der Medienbranche, um ein möglichst großes, global vernetztes Team aufzubauen. Der Kick-Off-Event und die Konferenz bieten ein Programm mit mehr als 20 hochkarätigen SpeakerInnen, die Impulse und Perspektiven zu zentralen Themen der Klima- und Umweltkommunikation teilen.
Einige Keynote-Speaker:
Stefan Rahmstorf, Klimaforscher am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PI)
Nicole Zabel-Wasmuth, Planet Narratives
Ismeni Walter, Professorin für Umweltjournalismus
Frank Raddatz, Theater des Anthropozän, Kunst & Klima
Micha Fritz, Viva con Agua
Louis Palmer, Solar Butterfly und UN Champion of the Earth
Raab bei ESC-Vorauswahl in der Jury
Stefan Raab ist Teil des Jury-Teams bei der Suche nach dem deutschen Kandidaten für den Eurovision Song Contest (ESC). In vier Live-Castingshows im Frühjahr 2025 - drei davon bei RTL und das Finale in der ARD - wird der deutsche Musikbeitrag für den ESC in Basel ermittelt.
Raab und weitere Jury-Teilnehmer suchen aus 24 Acts aus. Die Live-Shows zur besten Sendezeit moderiert Barbara Schöneberger. Der Eurovision Song Contest findet im Mai 2025 in Basel statt, weil die Schweiz in diesem Jahr den Sieg holte. Wer zu dem traditionellen Musikwettbewerb reisen wird, werde vollkommen in den Händen der Zuschauer der Entscheidungs-Show liegen.
Steinmeier bittet um Vergebung für NS-Verbrechen auf Kreta
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Griechenland-Besuch um Vergebung für die deutschen Verbrechen während der NS-Zeit auf Kreta gebeten. "Ich möchte Sie heute im Namen Deutschlands um Vergebung bitten", sagte Steinmeier am Donnerstag auf Griechisch laut Redemanuskript bei einem Besuch in Kandanos auf Kreta, dem Schauplatz einer der schlimmsten Gräueltaten der deutschen Besatzungstruppen während des Zweiten Weltkriegs.
Weiter entschuldigte sich der Bundespräsident dafür, dass Deutschland über Jahrzehnte die Ahndung der Verbrechen verschleppt und nach dem Krieg "zunächst weggesehen und geschwiegen hat". Das 50 Kilometer südwestlich von Chania gelegene Kandanos war eines der ersten Dörfer auf Kreta, das von Soldaten der Wehrmacht als Vergeltungsmaßnahme vollständig zerstört worden war. Am 3. Juni 1941 wurden mehr als 180 Bewohner, die sich den deutschen Soldaten entgegengestellt hatten, getötet. Bei seinem Besuch vor Ort legte Steinmeier an der Gedenkstätte für die Opfer der Zerstörung einen Kranz nieder und traf auch auf Überlebende.
Promis bekommen ihren eigenen Baum im "Fame Forest" bei Berlin
In einem Waldabschnitt in Oberkrämer (Landkreis Oberhavel) sollen künftig für berühmte Künstler und Sportler Bäume gepflanzt werden. Ab sofort werde für Künstler, die in der "Uber Arena" und der "Uber Eats Music Hall" auftreten werden, ein eigener Baum gepflanzt, teilen die Organisatoren nach der Pflanzung der ersten Bäume mit. Ein ähnliches Projekt existiere bereits in Hamburg.
Auf dem Gelände wurden nun die ersten der 40 Bäume gepflanzt. An den Bäumen weist ein Schild auf den Künstler oder Sportler hin, mit dem die Pflanzung in Verbindung steht. Die ersten Bäume sollten für das Eishockeyteam der Eisbären Berlin stehen, die regelmäßig in der Halle am Ostbahnhof spielen. Die Mannschaft war vor Ort und griff bei der Pflanzung selbst zum Spaten.
"Das Pflanzen eines Baums im Fame Forest trägt nicht nur zum Wachstum des einzigartigen Waldes bei, sondern verbindet auch die Welt des Sports und Entertainments mit dem Umweltschutz und fördert das Bewusstsein für die Bedeutung von Bäumen und Natur", so die Initiatoren. Mit jedem gepflanzten Baum setzt man also ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Gemeinschaft.
ntv-Reporter in Spanien: "An A3 und A7 werden 1200 weggespülte Autos vermutet"
Die Sturzfluten in Spanien reißen zahlreiche Autofahrer in ihren Wagen mit sich. Erste Schätzungen gehen von Tausenden Vermissten aus, die noch eingeschlossen sein könnten. ntv-Reporter Cord Eickhoff berichtet aus dem betroffenen Utiel.
Stellen Sie sich vor, es wäre Ihr Kind ...
Weltweit haben rund 473 Millionen Kinder im vergangenen Jahr in Konfliktgebieten gelebt - mehr als doppelt so viele wie noch vor 30 Jahren. Das teilt die Hilfsorganisation Save the Children in Berlin mit. Das seien 19 Prozent aller Kinder weltweit. Zugleich nimmt den Angaben zufolge die Zahl schwerer Verbrechen an Kindern in Konflikten zu: 2023 habe es 31.721 bestätigte Fälle gegeben, 15 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Gemessen an der Zahl der Betroffenen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung sei der Nahe Osten am gefährlichsten. "Hier lebt mehr als jedes dritte Kind in unmittelbarer Nähe eines bewaffneten Konflikts", so die Organisation. Der höchste Anstieg an schweren Verbrechen gegen Kinder sei im nordostafrikanischen Sudan mit registrierten 1.759 Verstößen zu verzeichnen gewesen, wo sich die Zahl seit 2022 mehr als verfünffacht habe.
In den palästinensischen Gebieten sei mit 8.434 Verstößen die höchste Zahl erreicht worden. "Hinter jeder Zahl unseres Berichts stehen viele Einzelschicksale von Kindern, die sich nur eines wünschen: ein Leben in Frieden", sagt Lea Meyer, Expertin für humanitäre Hilfe bei der Organisation. Die Forderung: "Staaten müssen ihren Verpflichtungen zum Schutz von Kindern in Konflikten nachkommen – rechtlich, finanziell und durch ihr außenpolitisches Handeln."
Biden beißt ein Baby ...
... natürlich nur aus Spaß und ganz zart. Denn US-Präsident Joe Biden hat zum letzten Mal in seiner Amtszeit Kinder im Weißen Haus zu Halloween begrüßt. Seine Gattin verkleidete sich als Panda, ein überaus zeitgemäßes Kostüm.
Der Zoo von Washington hat seit Kurzem nach rund einem Jahr Pause wieder zwei Pandas aus China. Am Nachmittag las sie Kindern aus einem Buch vor. Unter der Devise "Hallo-read" sollte das Event neben dem Spaß auch zum Lesen animieren.
Biden verteilte Süßigkeiten mit Anzug und Krawatte statt Kostüm. Ein als Hühnchen verkleidetes Baby unterhielt er damit, dass er vorgab, ihm ins Bein zu beißen. Zu Halloween im Weißen Haus werden traditionell Kinder aus Militär-Familien und aus der Nachbarschaft eingeladen.
Tod zweier Journalisten - UN fordern mehr Schutz für Presse in Mexiko
Nach dem Tod zweier Journalisten innerhalb von 24 Stunden hat das UN-Menschenrechtsbüro mehr Schutz für die Presse in Mexiko gefordert. Die Vorfälle seien ein "Weckruf, um das Recht auf Information und freie Meinungsäußerung in Mexiko zu verteidigen".
Mauricio Solís von der Nachrichtenseite "Minuto por Minuto" wurde am Dienstag erschossen, kurz nachdem er ein Interview mit dem Bürgermeister der Stadt Uruapan geführt hatte. Nach Angaben des UN-Büros für Menschenrechte war Solís mindestens der fünfte Journalist, der in diesem Jahr in Mexiko getötet wurde. Er habe über Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit seiner Arbeit berichtet und über die Gewalt von Drogenkartellen im mexikanischen Bundesstaat Michoacán. Uruapan liegt in der wichtigsten Avocadoanbauregion Mexikos - die Erpressung von Schutzgeld von Avocado- und Limetten-Farmern durch kriminelle Gruppen sei dort an der Tagesordnung.
Weniger als 24 Stunden später wurde die Unterhaltungsreporterin Patricia Ramírez González mit schweren Verletzungen in ihrem Restaurant in Colima aufgefunden und starb noch am Tatort. Lokale Medien berichten, dass Ramírez einen Blog über die lokale Unterhaltungsindustrie veröffentlichte und für eine Zeitung in Colima schrieb.
Wie Trickbetrüger mit den Gefühlen der Menschen spielen
Mit ihren perfiden und hochkriminellen Machenschaften sorgen sie immer wieder nicht nur für teils erhebliche finanzielle Schäden bei den Betroffenen, sondern hinterlassen bei ihnen auch regelmäßig tiefe emotionale Spuren: Falsche Polizisten, die meist mit einem Anruf den Kontakt zu den Geschädigten anbahnen und mit skrupellos aufgetischten Geschichten zum Erfolg kommen. Oftmals sind es Maschen wie diese:
"Hallo, hier ist die Polizei. Ihr Sohn / Ihre Tochter hat einen schweren Autounfall verursacht, bei dem ein anderer zu Tode gekommen ist. Damit er / sie nicht ins Gefängnis kommt, müssen Sie eine Kaution zahlen."
"Hier spricht Kommissar Müller. Ihre Bank wurde von Verbrechern gehackt. Ihr Geld ist dort nicht mehr sicher! Übergeben Sie es uns, mein Kollege kommt und holt es ab".
Auf letztere Weise hatten Betrüger am Montag eine ältere Frau in Dietzenbach und am Tag darauf eine hochbetagte Bürgerin in Langen überrumpelt und nicht gerade wenig Geld erbeutet. Die erstgenannte Masche vom Unfall und der Kaution kam jüngst ebenfalls in Dietzenbach zum Einsatz. Auch hier traf es eine Seniorin. Die Dame ließ sich Geld bei Ihrer Bank auszahlen und übergab gegen 9.30 Uhr eine hohe fünfstellige Summe im Bereich eines Supermarktes in der Gallischen Straße an eine etwa 30-jährige, korpulente Abholerin. Diese war 1,60 bis 1,65 Meter groß, hatte kurze braune Haare und trug einen hellen Pullover, darüber eine dunkle Weste sowie eine dunkle Hose. Die Kriminalpolizei in Offenbach sucht nun Zeugen, die weitere Hinweise auf die unbekannte Frau geben können (069 8098-1234). Bitte seien Sie wachsam!!
Wer bietet mehr? Kunst für Kinder in Not
Sind Sie am 1. November in Berlin und haben noch nichts vor? Sie könnten eine besondere Kunstauktion besuchen und vielfach Gutes tun: Der Abend steht ganz im Zeichen der Kinder, dem schwächsten Glied unserer Gesellschaft. Bereits zum 10. Mal organisiert der Berliner Rotary Club Luftbrücke diesen Abend. Gesellschaftliches und vor allem nachhaltiges Engagement sehen die Mitglieder als ihre Pflicht. Sie unterstützen unter anderem seit zehn Jahren das Notfall-Kinderheim Elisabethstift.
Dort leben gut 200 Kinder, teilweise haben sie traumatische Erlebnisse hinter sich - doch hier werden Kinder und Teenager ebenso betreut wie wenige Wochen alte Babys. Viele kommen nur mit der Kleidung, die sie auf dem Leib tragen, im Kinderheim an. Natürlich erhält das Heim für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen staatliche Mittel, so wird die Grundversorgung gesichert, "wenn Kinder aber beispielsweise durch Traumata oder aufgrund ihrer besonderen Lebensgeschichte eine individuelle Förderung benötigen, helfen solche Benefiz-Aktionen immens", sagt Geschäftsführerin Sandra Haase ntv.de. Dadurch könnten Kinder passgenaue Unterstützung erhalten, wie einen privaten Schulplatz, eine besondere kunst- oder tiergestützte Therapie. Durch individuelle Einzelförderung bekommen junge Menschen die Chance auf eine gute Entwicklung und auf eine bessere Zukunft.
Die Auktion findet morgen, am 1. November ab 18 Uhr in der St.-Matthäus-Kirche (Matthäikirchplatz 1 am Kulturforum, 10785 Berlin) statt. Es werden 55 Werke namhafter und aufstrebender Kunstschaffender versteigert. Inhaltlich und preislich ist für jeden etwas dabei, sowohl für Kunst-Einsteiger als auch für erfahrene Sammler.
Das sollten Autofahrer zu Halloween wissen
Frankenstein-Fratze, Kürbis-Kopf oder Ganzkörper-Gruselgewand - so manche betreiben einen Riesenaufwand, um trefflich kostümiert zur Halloween- oder auch bald wieder zu einer Faschingsparty zu gehen. Was bei Kostümierung und Alkoholgenuss zu bedenken ist, erläutern der Auto Club Europa (ACE) und der ADAC.
Für Autofahrer gilt: Es ist zwar grundsätzlich nicht verboten, sich verkleidet hinters Steuer zu setzen. Aber weder Sicht, Gehör noch Bewegungsfreiheit dürfen durch die Kostümierung eingeschränkt werden. Ganz klar: Opulente Verkleidungen scheiden am Lenkrad aus. Denn wird die eigene Sicht behindert, ist ein Verwarnungsgeld von 10 Euro möglich. Wer aus solchen oder anderen Gründen grundsätzlich andere behindert, gefährdet oder Sachschäden verursacht, muss wiederum mit 20 bis 35 Euro rechnen.
Auch darf das Gesicht am Steuer weder verdeckt noch verhüllt sein. Hintergrund ist, dass man für die Verkehrsüberwachung identifizierbar bleiben muss. Ansonsten wird ein Bußgeld von 60 Euro fällig. Allerdings ist dabei nicht jede Kostümierung verboten. Solange die Accessoires wesentliche Gesichtszüge erkennen lassen, sind sie erlaubt. Beispiele: Gesichtsbemalung oder eine Clownsnase.
Sprengstoff in Tasche in Berlin - Mann weiter flüchtig
Ein Mann, der mit Sprengstoff in einem Beutel in Berlin unterwegs war, ist weiter auf der Flucht. Bundespolizisten hatten den Mann am Mittwochnachmittag am S-Bahnhof Neukölln kontrollieren wollen. Der Mann floh jedoch und ließ den Beutel zurück, in dem sich nach Polizeiangaben Sprengstoff befand. Um welche Art von Sprengstoff es sich dabei handelte, stehe noch nicht fest.
Der Fund hatte einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Bundespolizisten brachten den explosiven Fund zu einer Parkanlage in der Nähe, wo er am Abend von Experten gesprengt wurde. Für Anwohner habe keine Gefahr bestanden. Die Hintergründe des Vorfalls sind nach Angaben der Polizei noch unklar. Es habe sich um eine "verdachtsunabhängige Kontrolle" der Bundespolizisten gehandelt, erklärt die Sprecherin.
Die Polizei ermittelt nach ihren Angaben in alle Richtungen. Bislang gebe es weiter keine Anhaltspunkte dafür, dass möglicherweise ein geplanter Terroranschlag vereitelt worden sei. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz wurde jedoch vom Landeskriminalamt hinzugezogen.
E-mobil auch auf dem Wasser
An Land kommt der Umstieg auf die Elektromobilität langsam, aber sichtbar voran: Auch wenn der Absatz von E-Autos aktuell schwächelt, werden vielerorts fortwährend neue Ladepunkte installiert. Auf der Nordsee dagegen schippern noch kaum Motorboote oder Segeljachten elektrisch angetrieben - auch weil in Jachthäfen und Marinas Ladepunkte wie an Land bislang fehlen. "Das Wasser wurde vergessen bei der ganzen Elektrifizierung", sagt Holger Wesemüller, Vorsitzender des Beirats für den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.
Eine Gruppe von Hafenbetreibern, Küstenkommunen, Motor- und Segelverbänden sowie Naturschützern arbeitet an dem Umstieg: Sie wollen die Freizeitschifffahrt im Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer klimaneutral machen. Die niedersächsische Küste könne dabei eine Vorreiterrolle einnehmen, so Wesemüller, der an dem Vorhaben mitarbeitet.
In dem Projekt "E-Mobilität in See- und Sportboothäfen" (E-MobiSS) werden unter Leitung der Naturschutz- und Forschungsgemeinschaft Mellumrat und der Insel Borkum etwa technische Anforderungen für eine Freizeitschifffahrt mit fossilfreien und batterieelektrischen Antrieben untersucht. Es wird vom Bundesverkehrsministerium gefördert.
Was heute wichtig wird oder: "Treffen sich zwei Putin-Versteher"
Guten Morgen an diesem schaurig-schönen Tag, dem letzten im Oktober. Heute treffen die beiden Putin-Versteher Gerhard Schröder und Viktor Orban in Wien bei einer Diskussionsveranstaltung zusammen, um "die aktuelle geopolitische Lage" zu erörtern. Zwei Außenseiter in der Europäischen Union unter sich - man muss schon sagen, unser ehemaliger Kanzler hat ein Händchen für Menschen und Situation. Nicht. Dazu passt, dass heute Nacht die Zahl bekannt gegeben wurde, wie viele Kinder auf der Welt in Konfliktgebieten leben: 437 Millionen. Dazu trägt beider Freund Putin mit seinem Angriffskrieg auf die Ukraine in erheblichem Maß bei. Aber lassen wir das - heute ist Halloween und endlich Gelegenheit, sich mit Absicht zu gruseln. Damit wünsche ich Ihnen einen schönen Tag.
Was heute ansteht:
Nach der Unwetterkatastrophe mit mindestens 95 Toten wird in Spanien die Suche nach Leichen, Vermissten und von der Außenwelt abgeschnittenen Menschen fortgesetzt. Befürchtet wird, dass die Opferzahl weiter ansteigt. Hilfe benötigten Tausende Menschen, die in Fahrzeugen, Häusern und Dörfern ausharrten.
Für den russischen Vormarsch in der Ostukraine ist die Industriestadt Pokrowsk das nächste wichtige Ziel. Der Feind stehe nur noch knapp sieben Kilometer vor der Stadt im Gebiet Donezk, die vor dem Krieg etwa 50.000 Einwohner hatte. In Washington, New York und Brüssel wird unterdessen darüber beraten, wie mit der Unterstützung der russischen Streitkräfte durch geschätzt 10.000 Soldaten aus Nordkorea umzugehen ist.
Kurz vor der US-Präsidentschaftswahl deutet sich die Möglichkeit einer Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz an. Er hoffe, dass es dazu "innerhalb von Tagen" kommt, so der geschäftsführende Ministerpräsident im Libanon, Nadschib Mikati.
Neun Monate nach einem Angriff auf zwei Obdachlose in Moers beginnt der Prozess gegen drei angeklagte Jugendliche. Zwei von ihnen sollen laut Anklage die Opfer mit Pfefferspray besprüht und ihnen mehrmals gegen den Kopf getreten haben. Ein Jugendlicher habe die Tat gefilmt. Einer der Obdachlosen, ein 58 Jahre alter Mann, war nach der Tat im Krankenhaus gestorben.
Zu Halloween dürften heute Abend auch in Deutschland viele verkleidete Kinder nach Geschenken verlangen, indem sie an Haustüren "Süßes oder Saures" sagen.
Stefan Raab klinkt sich wieder beim Musikwettbewerb ESC ein. Der 58-Jährige will mit den beteiligten Sendern ARD und RTL in der Schweizerischen Botschaft in Berlin Details über seine Mitarbeit am deutschen Vorentscheid bekannt geben (ab 11 Uhr). Der Eurovision Song Contest wird im Mai 2025 in Basel stattfinden.
"Unter aller Kanone": Weil rügt Lindner für "Gegengipfel"
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat Bundesfinanzminister Christian Lindner für dessen parallel zu einem Industriegipfel im Kanzleramt veranstaltetes Treffen mit Wirtschaftsverbänden gerügt. Dass Kanzler Olaf Scholz angesichts der Wirtschaftslage einen Kreis von Leuten einlade, sei völlig normal, so Weil in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Wirtschaftspolitik müsse in dieser Lage Chefsache sein. Dass Lindner dann publikumswirksam einen Gegengipfel veranstalte, sei aber "schon ein ziemlich dicker Hund". So könne man nicht vorgehen, sagte Weil. "Das ist ein Umgang, der unter aller Kanone ist."
Scholz hatte am Montag im Kanzleramt einen Industriegipfel veranstaltet. Lindners FDP-Fraktion lud ihrerseits am selben Tag zu einem Treffen, bei dem auch Handwerk und Mittelstand dabei waren. Wirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen wiederum hatte ein Papier mit der Forderung nach einem milliardenschweren Fonds für mehr Investitionen vorgelegt, was mit Lindner und Scholz kaum zu machen ist. Weil wollte nicht spekulieren, ob die Ampel-Koalition bis zur regulären Bundestagswahl im September 2025 durchhält. Er äußerte bloß den Wunsch, dass die Bundesregierung wieder voll handlungsfähig werde, öffentliche Schauspiele beende und sich konzentriert den Problemen zuwende.
Katastrophe im Urlaubsparadies: Spanien sucht Vermisste und Schuldige
Nach der Unwetterkatastrophe mit mindestens 95 Toten wird in Spanien die Suche nach Leichen, Vermissten und von der Außenwelt abgeschnittenen Menschen in der Nacht fortgesetzt. "Wegen der Dunkelheit müssen allerdings viele Aktivitäten bis Tagesanbruch unterbrochen werden", so der Leiter der Notfallabteilung des spanischen Roten Kreuzes, Iñigo Vila, am Abend im staatlichen Fernsehsender RTVE.
Unter den Toten sind laut spanischen Medienberichten mindestens vier Kinder und sechs alte Menschen in einem Pflegeheim. Befürchtet wird, dass die Opferzahl weiter ansteigt. Eine offizielle Gesamtzahl der Vermissten lag nicht vor. Hilfe benötigten auch Tausende Menschen, die in Fahrzeugen, Häusern und Dörfern ausharrten. Besonders schlimm ist die Lage in der bei Urlaubern sehr beliebten Region Valencia, wo 92 der insgesamt 95 bislang bestätigten Todesopfer geborgen wurden. Schwer betroffen sind aber auch andere Regionen am Mittelmeer wie Andalusien und Murcia sowie Kastilien-La Mancha. Die Zentralregierung in Madrid rief eine dreitägige Staatstrauer ab Donnerstag aus. Sie sicherte den Betroffenen auch schnelle Hilfe beim Wiederaufbau zu.
In der Nacht waren zahlreiche Autobahnen und Landstraßen weiter unbefahrbar. Auch der Bahnverkehr wurde erheblich beeinträchtigt. Rund 115.000 Haushalte waren ohne Strom, zudem gab es weiter Probleme mit den Handyverbindungen. Ein Sprecher der Polizeieinheit Guardia Civil schätzte am Abend, dass auf den Autobahnen A3 und A7 noch 1.200 Menschen in Autos, Bussen oder Lastwagen gefangen seien. Obwohl das ganze Ausmaß der Tragödie noch nicht bekannt ist und die Such- und Rettungsarbeiten noch länger anhalten werden, hat in Spanien bereits eine Debatte über mögliche Schuldige begonnen und ob die Behörden die Bürger früher oder besser hätten warnen müssen.
Verheerender Supertaifun zieht von Philippinen nach Taiwan
Im Norden der Philippinen erholen sich die Menschen gerade noch von Sturm "Trami" - nun tobt Supertaifun "Kong-rey". Der zieht weiter in Richtung Taiwan. Es gibt bereits Verletzte und Vermisste, den "Kong-rey" hat im Norden der Philippinen mit heftigen Winden und Starkregen gewütet und Tausende Menschen in die Flucht getrieben. Laut Wetteramt Pagasa war der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 195 Kilometern pro Stunde und Böen von bis zu 240 Kilometern pro Stunde unterwegs. Dem Katastrophenschutz zufolge könnten bis zu fünf Millionen Menschen vom Supertaifun, der auf den Philippinen "Leon" heißt, betroffen sein.
Schulen blieben geschlossen, auch Flüge wurden in den betroffenen Gebieten gestrichen. Zuletzt war der Taifun in der Nähe der Inselgruppe Batanes, dem nördlichsten Punkt der Philippinen, unterwegs. "Trami»"hatte in der vergangenen Wochen vor allem auf der Hauptinsel Luzon getobt, auf der auch die Hauptstadt Manila liegt. Die Schäden sind teilweise gewaltig. Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf 150 gestiegen. Die meisten ertranken in den Fluten oder wurden von Überschwemmungen und Erdrutschen getroffen. 29 Menschen werden noch immer vermisst. Der Tropensturm war einer der verheerendsten, die den südostasiatischen Inselstaat in diesem Jahr getroffen haben.