Donnerstag, 11. Februar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:33 Uhr

Das war Donnerstag, der 11. Februar 2021

Corona ist weltweit auf dem Rückzug (die Gründe erfahren Sie hier), doch in Deutschland "werden die Ausgangssperren kommen". Sagt zumindest der Virologe Martin Stürmer in diesem ntv.de-Interview.

Was war heute wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!


21:51 Uhr

Bundestag streicht Nazi-Begriffe aus Gesetz

Der Bundestag hat sprachliche Relikte des Nazi-Regimes aus dem deutschen Namensänderungsrecht getilgt. Das Parlament änderte einstimmig den Gesetzestext aus dem Jahr 1938, in dem trotz zahlreicher Änderungen bis heute vom Deutschen Reich und dem Reichsminister des Innern die Rede war.

Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei erklärte, die Entscheidung habe zwar keine praktische, aber eine hohe symbolische Wirkung. In seiner ursprünglichen Form hatte das Gesetz die jüdischen Deutschen verpflichtet, den zusätzlichen Vornamen Sara oder Israel anzunehmen. Die jetzt beschlossene Neuregelung geht zurück auf eine Initiative des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein. Seinen Angaben zufolge gibt es noch knapp 30 weitere Gesetze aus der Zeit des NS-Regimes, die aus ähnlichen Gründen bereinigt werden müssten.

21:20 Uhr

USA verhängen Sanktionen gegen Militärjunta in Myanmar

Nach dem Putsch in Myanmar hat die US-Regierung zehn führende Militärangehörige und drei mit den Streitkräften verbundene Unternehmen mit Sanktionen belegt.

Betroffen sind unter anderem der Anführer der Putschisten, Min Aung Hlaing, sein Stellvertreter Soe Win sowie der neue Verteidigungsminister Mya Tun Oo, wie das Finanzministerium in Washington erklärte. Wegen Verbindungen zur Militärführung werden zudem drei Bergbau- und Juwelenunternehmen mit Sanktionen belegt.

Finanzministerin Janet Yellen warnte, die USA seien bereit, weitere Sanktionen zu verhängen, falls die Generäle im früheren Birma nicht einlenken sollten. "Falls es mehr Gewalt gegen friedliche Demonstranten geben sollte, wird das birmanische Militär feststellen, dass die heutigen Sanktionen nur der Anfang sind", erklärte Yellen.

20:45 Uhr

Mann dringt in Wohnung einer Frau ein - um zu duschen

Sauberer Einbrecher: In Nordrhein-Westfalen ist ein Mann zum Duschen in eine Wohnung eingestiegen. Der auf Mitte 30 geschätzte Mann war auf unbekannte Weise in die Wohnung einer 37-Jährigen in Kall in der Eifel gelangt. Als die Frau mit ihrer zweijährigen Tochter zu Hause eintraf, hörte sie Geräusche aus dem Badezimmer und fand die Tür von innen verriegelt vor.

  • Mit einer Münze öffnete sie von außen die Tür und sah einen ihr fremden Mann, der nur mit einem Handtuch um die Hüften bekleidet aus der Dusche stieg.
  • Darauf angesprochen, was er in ihrer Wohnung mache, sagte er, er habe nur duschen wollen. Aus Schreck verließ die Frau mit dem Kleinkind die Wohnung und alarmierte die Polizei.
  • Bevor diese eintraf, ergriff der frischgeduschte Eindringling die Flucht durch ein abgeschlossenes Fenster, das er aus dem Rahmen riss.
19:49 Uhr

So erklärt HBO Abwesenheit von Samantha in neuer "SATC"-Staffel

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Kim Cattrall ist in der neuen Staffel nicht dabei.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Der "Sex and the City"-Cast muss in der Neuauflage auf Kim Cattrall verzichten. Sie wird nicht in ihrer Rolle als Samantha Jones zurückkehren. Der für das Spin-off verantwortliche Streamingdienst HBO Max hat nun durchblicken lassen, wie die Abwesenheit der beliebten Rolle still und leise erklärt werden wird.

  • "Es geht dieses Mal um Frauen ab 50. Und wie im echten Leben kommen mit der Zeit Freundschaften hinzu oder es gehen welche", sagt Chief Content Officer Casey Bloys im Interview mit "TV Line".
  • Hauptdarstellerin Sarah Jessica Parker und Autor Michael Patrick King seien als kreative Köpfe der Neuauflage nicht daran interessiert, "Sex and The City" nachzuerzählen und dass die Charaktere ihre Dreißiger wieder aufleben lassen, betont Bloys. "Sie versuchen, eine ehrliche Geschichte darüber zu erzählen, wie man eine Frau in den Fünfzigern in New York ist. Es sollte sich also alles realistisch anfühlen, und die Freunde, die Sie mit 30 hatten, haben Sie vielleicht nicht, wenn Sie 50 sind. Freundschaften verblassen und neue Freundschaften beginnen", führt der HBO-Verantwortliche aus.
  • Kim Cattrall hat bereits vor einigen Jahren klargestellt, dass sie für eine "Sex and the City"-Fortsetzung nicht zur Verfügung steht. Die Dreharbeiten für die neue Staffel beginnen im späten Frühjahr in New York.
19:01 Uhr

Recherchen: Weiterer Kremlgegner von Nawalny-Tätern vergiftet 

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Wladimir Kara-Mursa wurde wohl zwei Mal vergiftet.

(Foto: imago images/photothek)

Die russischen Geheimdienstler, die der Kremlkritiker Alexej Nawalny für einen Giftanschlag auf sich verantwortlich macht, sollen nach einer Recherche auch in den Fall des vergifteten Oppositionellen Wladimir Kara-Mursa verwickelt sein.

  • Die Männer sollen Kara-Mursa vor seinen Zusammenbrüchen in den Jahren 2015 und 2017 verfolgt haben, schreibt die Investigativplattform Bellingcat und beruft sich auf Reisedaten. Der mittlerweile im Ausland lebende Journalist Kara-Mursa war zwischenzeitlich mit Nieren- und Lungenversagen dem Tode nah gewesen.
  • In seinem Körper waren viele Schwermetalle gefunden worden - woher sie kamen, blieb unklar.
  • Den Vertretern des Inlandsgeheimdienstes FSB war zuvor bereits vorgeworfen worden, neben dem Anschlag auf Nawalny auch an Morden an drei Oppositionellen in den Jahren 2014, 2015 und 2019 beteiligt gewesen zu sein.
17:51 Uhr

Neffe von JFK: Instagram verbannt Impfgegner Robert F. Kennedy Jr

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JFKs Neffe ist ein prominenter Impfgegner.

(Foto: picture alliance/AP Images)

Im vergangenen September erklärte er, Grippeimpfungen seien tödlicher als das Coronavirus. Zuletzt verbreitete er die Behauptung, der Tod der 86-jährigen Baseball-Legende Hank Aaron stehe im Zusammenhang mit einer Corona-Impfung. Dafür gibt es allerdings keinerlei Hinweise. Die Rede ist von Robert F. Kennedy Jr, einem Neffen des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy und Sohn des fünf Jahre später ermordeten Senators Robert F. Kennedy. Wegen der Verbreitung von Falschinformationen zur Corona-Pandemie hat Instagram nun das Konto des prominenten Impfgegners gesperrt.

"Wir haben sein Konto entfernt, weil er wiederholt widerlegte Behauptungen über das Coronavirus und über Impfungen geteilt hat", erklärte die Instagram-Mutter Facebook. Robert F. Kennedy Jr ist ein bekannter Umweltaktivist, Anwalt und Impfgegner. Im vergangenen Jahr hielt er eine Rede bei einer Querdenken-Demonstration in Berlin.

17:37 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:36 Uhr

15-Jährige soll Frau auf offener Straße erstochen haben

Unfassbar: Am Bahnhof von Ravensburg ist eine 62-jährige Frau erstochen worden. Nun wurde eine Tatverdächtige festgenommen. Sie ist erst 15 Jahre alt.

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Die 62-Jährige wurde tot in der Nähe des Bahnhofs von Ravensburg entdeckt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die 62-Jährige sei offenbar Opfer eines Raubmordes geworden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Durch die Auswertung von Aufnahmen der Überwachungskameras sei man auf die Spur der bereits unter anderem wegen Raubes vorbestraften 15-Jährigen aus dem Landkreis Ravensburg gekommen. Sie sei vorläufig festgenommen worden.

Die 62-Jährige war am Dienstag in der Nähe des Bahnhofs mit tödlichen Stichverletzungen im Halsbereich gefunden worden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:04 Uhr

Mann stiehlt 242 iPads aus Schule - Festnahme

"Schämt euch!", schrieb die Polizei auf Twitter nach dem Diebstahl von 242 Tablets aus einer Berliner Schule: "Der wirtschaftliche Schaden von 100.000 € war nicht die Gesamtsumme. Ihr habt Kindern die Chance genommen, digital ihre Zukunft zu gestalten."

  • Die gute Nachricht: Ein Verdächtiger ist festgenommen worden. Der 26-Jährige wurde in Brandenburg an der Havel gefasst, wie die Berliner Polizei mitteilte.
  • Die schlechte Nachricht: Die Beamten durchsuchten vier Wohnungen in Berlin und Brandenburg, fanden die Tablets allerdings nicht.
  • Die iPads waren Ende Januar gestohlen worden. Dazu wurden nach Polizeiangaben nachts mehrere Zugangstüren zum Schulgebäude im Stadtteil Gesundbrunnen aufgebrochen. Den Wert der Tablets bezifferte die Polizei auf rund hunderttausend Euro.
15:42 Uhr

Berlusconi stürzt und verbringt Nacht im Krankenhaus

Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist nach Angaben seiner Partei gestürzt und hat eine Nacht im Krankenhaus verbracht. Wie die konservative Forza Italia mitteilte, geschah der Unfall an seinem römischen Wohnsitz.

Der 84-jährige Parteichef sei am Mittwoch mit einer seitlichen Prellung nach Mailand in die Klinik gekommen und heute wieder entlassen worden.

15:12 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Österreichs Finanzminister

Österreichs Finanzminister Gernot Blümel ist ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Der ÖVP-Politiker bestätigte eine Hausdurchsuchung bei ihm. Er werde als Verdächtiger in den Ermittlungen rund um die Glückspielkonzerne Casinos Austria und Novomatic geführt, sagte Blümel der Nachrichtenagentur APA. Offenbar gehe es um den Vorwurf potenzieller Parteispenden des Glücksspielunternehmens Novomatic an die ÖVP: "Spenden von Glücksspielunternehmen hätten und haben wir nie angenommen, schon gar nicht, wenn noch zusätzlich eine Gegenleistung im Raum stünde", wies Blümel die Vorwürfe zurück.

Kern der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ist die Bestellung eines FPÖ-Getreuen zur Zeit der ÖVP-FPÖ-Koalition zum Casinos-Finanzvorstand und der Verdacht von Absprachen über Gegenleistungen im Hintergrund. Blümel war zu dieser Zeit Kanzleramtsminister von Sebastian Kurz.

14:32 Uhr

Lukaschenko: "Blitzkrieg" des Auslands gegen Belarus gescheitert

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Das ist kein Archivfoto aus der Sowjetzeit.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat die monatelangen Massenproteste gegen seine Wiederwahl als einen angeblich vom Ausland geführten "Blitzkrieg" bezeichnet, der aber gescheitert sei. Belarus habe "einen der grausamsten Angriffe von außen" erlitten, sagte Lukaschenko. Doch dieser "Blitzkrieg hatte keinen Erfolg, wir haben unser Land gehalten", sagte der Diktator bei der Eröffnung des "Allbelarussischen Volkskongresses" regierungstreuer Delegierter in Minsk.

Die "gesellschaftlichen Spannungen" in Belarus seien von "externen Mächten künstlich erzeugt" worden, sagte Lukaschenko. Doch das Land habe dies "überlebt" und werde "durchhalten, egal was passiert". Seine Getreuen rief der Langzeit-Machthaber auf, "um jeden Preis Widerstand zu leisten". Das Jahr 2021 werde "entscheidend" sein: "Sehr mächtige Kräfte sind beteiligt, und sie können es sich nicht leisten, diesen Krieg zu verlieren."

14:25 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser! Meine Kollegin Vivian Micks verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ab sofort begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:57 Uhr

Älteste Frau Europas feiert trotz Corona 117. Geburtstag

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Ihr Geheimnis für ein langes Leben? "Ich trinke jeden Tag ein Gläschen Wein", bekennt Schwester André.

(Foto: picture alliance/dpa/MAXPPP)

Was diese Frau alles erlebt - und überlebt - hat, ist unglaublich: Zwei Weltkriege, die Spanische Grippe und nun auch noch eine Corona-Infektion: Die französische Ordensschwester André, die mit bürgerlichem Namen Lucile Randon heißt, feiert heute ihren 117. Geburtstag. Die katholische Nonne gilt als älteste Frau Europas und zweitälteste Frau der Welt. Über das Coronavirus sagte sie: "Ich hatte keine Angst". Der Tod schrecke sie nicht. Im Januar war es in dem Pflegeheim, in dem sie lebt, zu einem Corona-Ausbruch gekommen. 81 Bewohner wurden positiv getestet - auch die Schwester. Doch das Virus konnte ihr nichts anhaben. "Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich es hatte", sagte sie.

Die Altenheim-Leitung hat ihr zu Ehren eine katholische Messe und ein kleines Festmahl organisiert: Gänsestopfleber, Kapaunenfilet mit Steinpilzen und das Lieblingsdessert der Ordensfrau: norwegisches Omelett, eine mit Eierschaum überbackene Eisspeise. Dazu ein Portwein. Da bleibt nur noch zu sagen: Herzlichen Glückwunsch!

13:29 Uhr

Frau zum Geldabheben gezwungen und gefesselt

Für eine Frau aus der Nähe von Aachen sind Krimi-Filmszenen zur bitteren Realität geworden. Die 50-Jährige war mit ihrem Auto in Übach-Palenberg unterwegs, als eine Horror-Fahrt begann: Zuerst fuhr ihr ein anderes Fahrzeug hinten auf. Dann soll ein etwa 30- bis 35-jähriger Mann mit einer Schusswaffe eingestiegen sein und sie gezwungen haben, in einer Bank in der Nähe Bargeld abzuheben. Dann seien sie mit einer etwa 25 Jahre alten Frau gemeinsam zu einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gefahren, wo sie gefesselt worden sei. Am Ende hatte die Frau Glück: Sie konnte sich befreien und die Polizei alarmieren. Die konnte mittlerweile sogar zwei Tatverdächtige ermitteln.

12:42 Uhr

Thomas Müller positiv auf Corona getestet

Thomas Müller ist am Mittwoch in Katar nach dem Training positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das berichtet der TV-Sender Sky. Demnach fällt er für das Finale der Klub-WM aus. Eine offizielle Bestätigung des FC Bayern gibt es noch nicht. Der Fußballrekordmeister war vergangenen Freitag von Berlin aus in den Wüstenstaat gereist und hatte im Halbfinale der Klub-WM Al-Ahly Kairo geschlagen. Im Endspiel wartet nun Tigres UANL aus Mexiko. Zuerst berichteten wir davon im Sport-Tag.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:22 Uhr

Heimleiter impfen heimlich Lebenspartner

In Augsburg ist es wohl zu unzulässigen Impfungen gekommen: In Pflegeheimen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sollen Angaben so manipuliert worden sein, dass zwei Lebenspartner von Heimleitern Impfungen erhielten. Die zwei Betroffenen seien als Mitarbeiter ausgegeben worden, obwohl sie nicht in den Einrichtungen arbeiteten, berichtet die "Augsburger Allgemeine". Der Vorsitzende des AWO-Landesverbandes machte klar, dass das Vorgehen nicht akzeptabel sei. Sollten Impfungen auf die beschriebene Art erschlichen worden sein, missbillige er dies, erklärte AWO-Chef Thomas Beyer. "Ich erwarte, dass bei Impfungen in AWO-Heimen in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Impfärzten die Vorschriften in jeder Weise eingehalten werden."

12:02 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:37 Uhr

Corona-Ausbruch in Vechta: Hausarzt behandelt trotz Symptomen weiter

Wer sich krank fühlt, Schnupfen oder Husten hat, darf zu Corona-Zeiten nicht zum Hausarzt - um andere Patienten vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. In Vechta war es nun ausgerechnet der Arzt selber, der die Regeln missachtete und damit nach Einschätzung des niedersächsischen Krisenstabs einen Corona-Ausbruch zu verantworten hat. Denn: Der Hausarzt hat weiterhin Patienten behandelt, obwohl er Symptome hatte. Das Gesundheitsamt untersuche derzeit mehr als 200 Patienten, die der Arzt in dieser Zeit noch betreut habe. Scholz sprach von einem besonders peinlichen Fall: "Da fällt einem nicht mehr viel zu ein." Das Landesgesundheitsamt gab den Sieben-Tage-Wert für den Kreis Vechta mit 183,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an. Scholz zufolge geht der hohe Wert auf drei Infektionsketten zurück: Neben dem Hausarzt habe eine junge Mutter, die nach der Geburt gemäß den Corona-Regeln nacheinander mehrere Freunde und Verwandte zu Besuch hatte, zur Verbreitung des Virus beigetragen. Außerdem hätten sich über familiäre Kontakte mehrere Menschen in Behindertenwerkstätten in der Region angesteckt.

11:13 Uhr

Öffnung am 1. März: Sturm auf Friseursalons?

Liebe Leserinnen und Leser,

eine kurze, nicht repräsentative Umfrage in unserer Redaktion hat ergeben, dass bereits 50 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Friseurtermin gebucht haben. Einige (mich eingeschlossen) scheinen es da sehr eilig zu haben. Wie sieht es mit Ihnen aus? Haben Sie bereits einen Termin bei Ihrem Lieblingsfriseur ausgemacht?

10:52 Uhr

Mehr als zwei Stunden im Teich: Berliner Eisbader stirbt nach Rettung

Eine Gruppe von Schwimmern wollte in einem Berliner Teich ein Eisbad nehmen. Für einen 43-jährigen Mann endete das in einem tödlichen Unfall: Er ging in dem eiskalten Wasser unter und konnte erst nach zweieinhalb Stunden von Rettungskräften aus dem Wasser gezogen werden. Er wurde von einem Notarzt reanimiert und kam mit starken Unterkühlungen ins Krankenhaus. Was zunächst nach einer erfolgreichen Rettungsaktion aussah, endet jetzt mit einer traurigen Nachricht: Der Eisbader ist nach seiner Rettung gestorben. Er hatte laut Polizei zusammen mit einem 44 Jahre alten Mann und zwei Frauen im Alter von 55 und 21 Jahren Löcher in den zugefrorenen Karpfenteich im Treptower Park gehauen.

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10:24 Uhr

Militär in Myanmar nimmt weitere Politiker fest

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Trotz Gewalt seitens des Militärs: Die Demos in Myanmar reißen nicht ab.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Das Militär in Myanmar hat am späten Mittwochabend weitere Mitglieder der entmachteten Regierung von Aung San Suu Kyi festgenommen. Mindestens sechs hochrangige Politiker, darunter ein enger Berater der 75-Jährigen, seien festgesetzt worden, berichtete die Zeitung "The Irrawaddy". Unterdessen gingen die Demonstrationen unvermindert weiter. In der nördlichen Stadt Mandalay gingen bunt gekleidete Künstler auf die Straße, um die Wiedereinsetzung der zivilen Regierung zu fordern. Auch Bankangestellte und Mitarbeiter der Bahn nahmen an Demos teil. Zunächst blieb es friedlich - am Dienstag floss dagegen Blut: Die Polizei hatte mit Wasserwerfern und Gummikugeln versucht, Demonstranten auseinanderzutreiben. Dabei wurde auch scharf geschossen, eine junge Frau ist in kritischem Zustand.

09:43 Uhr

Mann soll Ex-Freundin und Mutter getötet haben

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Der Verdächtige äußert sich bisher nicht zu den Taten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Polizei findet im Hamburger Stadtteil Bramfeld zwei tote Frauen in einer Wohnung. Es soll sich um die Mutter und die Ex-Freundin eines 28-Jährigen handeln, der für die Taten bereits festgenommen wurde. Nun stellt sich heraus, dass eines der Opfer bereits zwei Tage vor der Festnahme des Mannes umgebracht wurde: Die 24-Jährige sei am Freitag mutmaßlich erstickt worden und lag seitdem in der Wohnung. Die Mutter wurde mit mehreren Stichwunden ebenfalls in der Wohnung ihres Sohnes gefunden. Entdeckt wurden die beiden Frauen am Montag, nachdem Angehörige der Mutter die Polizei alarmierten. Zudem wurde in der Nähe der Wohnung der tote Hund der Ex-Freundin gefunden. "Er ist mutmaßlich nicht auf natürliche Weise ums Leben gekommen", sagte Oberstaatsanwältin Nana Frombach.

08:53 Uhr

Unveröffentlichte Szenen der Kapitol-Erstürmung zeigen Flucht von Romney vor Mob

Bislang ungesehene Video-Aufnahmen des Kapitol-Sturms in Washington machen erneut sprachlos. Am zweiten Tag des Prozesses gegen Ex-Präsident Trump im US-Senat präsentieren die demokratischen Ankläger eine minutiöse Rekonstruktion des Aufstands am Kapitol. Zu sehen ist dabei auch, wie sich der Republikaner Mitt Romney in letzter Sekunde vor dem Mob retten kann.

08:12 Uhr

Sohn von US-Bestsellerautorin stirbt an Überdosis im Kinderzimmer

Diese schreckliche Nachricht zeigt das Ausmaß und die Folgen der Opioid-Krise in den USA: Das jüngste Opfer ist der Sohn von Bestsellerautorin Laura Berman. Der 16-Jährige starb in seinem Kinderzimmer an einer Überdosis.

  • Über einen Snapchat-Kontakt zu einem Dealer habe er eine Xanax-Tablette bekommen, ein verschreibungspflichtiges Beruhigungsmittel. Die habe aber wohl das extrem starke Opioid Fentanyl enthalten.
  • Berman selbst wendete sich mit dem Fall an die Öffentlichkeit: "Sie machen das, weil die Leute so noch abhängiger werden und es gut fürs Geschäft ist. Aber es führt zu Überdosierungen, und die Kids haben keine Ahnung, was sie da nehmen. Mein Herz ist gebrochen und ich weiß nicht, wie ich noch Luft bekommen soll. Ich schreibe dies, damit nicht noch mehr Kinder sterben."
  • Kurz vor seinem Tod habe Samuel seinen Vater noch nach einem Cheeseburger gefragt, sagte sie dem Sender NBC News. "Eine Stunde später bin ich in sein Zimmer gegangen, um über ein Praktikum zu sprechen, das er im Sommer machen wollte. Und da lag er auf dem Boden. Tot."
  • In den USA gab es 2019 laut Bundesdaten rund 50.000 tödliche Opioid-Überdosierungen, ein Rekordhoch.

07:31 Uhr

Mit Joystick und Schnauze: Schweine können am Computer spielen

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Höchste Konzentration und kein Gegrunze: Schweine sind talentierter, als man vielleicht denkt.

(Foto: picture alliance/dpa/Pennsylvania State University/Frontiers in Psychology)

Schweine haben mehr Talente, als man denkt: Einer neuen Untersuchung zufolge können sie Computerspiele bedienen - per Joystick. Wissenschaftler der Purdue University im US-Bundesstaat Indiana trainierten vier Schweine darauf, den Joystick mit ihrer Schnauze so zu bewegen, dass sie einen Cursor auf einem Bildschirm zu einem bestimmten Ziel steuerten. Wenn die zwei Yorkshire-Schweine und zwei Minischweine ihre Aufgabe erfüllten, bekamen sie eine Belohnung, wie Candace Croney und eine Kollegin im Fachblatt "Frontiers in Psychology" berichten. "Diese Ergebnisse zeigen, dass Schweine trotz mangelnder Geschicklichkeit und visueller Einschränkungen die Fähigkeit haben, eine mit einem Joystick betriebene Videospiel-Aufgabe zu erlernen", schreibt das Team. Schon in früheren Studien hatten Schweine bemerkenswerte Leistungen erzielt. So hatten ungarische Forscher im Juli berichtet, dass in Familien aufgewachsene Minischweine Aufgaben eigenständiger lösen können als Hunde.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:06 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

seit gestern ist es amtlich: Vorerst wird es keine Lockdown-Lockerungen geben. Zumindest nicht, bis Deutschland einen "stabilen" Inzidenzwert von 35 erreicht hat, sagte gestern die Kanzlerin. Schuld sind die Mutationen. Schulen und Friseure sind ausgenommen, sie dürfen früher öffnen. Erleichterung bei so einigen Eltern, Verärgerung im Lehrerverband. Der Grund ist ein erneuter Flickenteppich: Die Länder dürfen selbst entscheiden, wie sie die Schul- und Kita-Öffnungen handhaben. Eine einheitliche Richtlinie gibt es hier also nicht.

Was sonst heute noch wichtig wird:

  • Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Merkel um 9 Uhr: Ergebnisse der Bund-Länder-Runde zur Corona-Pandemie.
  • Sondersitzung zu Corona-Beschlüssen in Kiel sowie Landtagssitzung mit Regierungserklärung der SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Schwerin.
  • Pressekonferenz um 13.30 Uhr mit CSU-Ministerpräsident Markus Söder.
  • Amtsenthebungsverfahren gegen Ex-Präsident Donald Trump: Ankläger und Verteidiger bringen im US-Senat ihre Argumente vor.

  • Attentat in Hanau: Um 10 Uhr findet ein Online-Pressegespräch zum rassistisch motivierten Anschlag vom 19. Februar 2020 statt.
  • Sitzung des bayrischen Kabinetts um 11 Uhr: Nach der Ministerpräsidentenkonferenz muss die Staatsregierung nun ihren konkreten Kurs für Bayern festlegen.
  • Regierungssuche in Italien: Ex-EZB-Chef Mario Draghi sondierte seit rund einer Woche eine neue Mehrheit. Ab 10 Uhr will die Fünf-Sterne-Bewegung ihre Mitglieder über die Zustimmung zu Draghi online abstimmen lassen.

  • Belarussische Volksversammlung in Minsk unter Führung von Machthaber Alexander Lukaschenko: Nach den historischen Massenprotesten will sich der 66-Jährige von mehr als 2000 handverlesenen linientreuen Funktionären in seinem Kurs bestätigen lassen.

  • Istanbul: Der Prozess wegen Terrorvorwürfen gegen die deutsche Journalistin Mesale Tolu geht in der Türkei weiter.

Mein Name ist Vivian Micks und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich gern unter: vivian.micks(at)nama.de.

06:57 Uhr

Republikaner diskutieren Gründung von "Anti-Trump-Partei"

Entsetzt über das Verhalten des ehemaligen Präsidenten Donald Trump und der mangelnden Distanzierung der Partei zu dem Ex-US-Präsidenten, haben zu einem Treffen von Dutzenden Republikanern geführt. Insidern zufolge gab es Gespräche zur Bildung einer neuen Mitte-rechts-Partei. Mehr als 120 ehemalige gewählte Republikaner, Beamte der republikanischen Regierungen der ehemaligen Präsidenten Trump, Ronald Reagan, George Bush Senior, George W. Bush sowie republikanische Berater und ehemalige Botschafter nahmen an den Gesprächen teil, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Die Gespräche unterstreichen die breite innerparteiliche Kluft unter den Republikanern, die durch Trumps Behauptungen über Wahlbetrug entstanden waren. Die meisten Republikaner halten Trump weiterhin die Treue, andere fordern eine neue Richtung für die Partei.

06:20 Uhr

Twitter macht Clubhouse mit neuer Funktion Konkurrenz

Clubhouse ist die neue heiße App im Social-Media-Zirkus. Das liegt womöglich an ihrem Alleinstellungsmerkmal: Statt über Bilder oder Chats zu kommunizieren, finden dort echte Gesprächsrunden zwischen Teilnehmern statt. Doch da bekommt die Audio-App nun bald Konkurrenz: Twitter weitet einen Testlauf seines ähnlichen Angebots Spaces auf mehr Nutzer aus. Produktchef Kayvon Beykpou sagte, er sehe Chancen darin, den Austausch von Informationen bei Twitter durch Gespräche zwischen Nutzern zu ergänzen. Clubhouse gewann in den vergangenen Monaten unter anderem nach Auftritten von Prominenten schnell an Popularität. Beykpour führt den Erfolg des Formats auch darauf zurück, dass ohne Videobild die Hürde für die Teilnahme an einer Unterhaltung niedriger sei. Auch bei Facebook habe Gründer und Chef Mark Zuckerberg die Entwicklung eines Clubhouse-Konkurrenzprodukts in Auftrag gegeben, schrieb die "New York Times". "Ich bin überrascht, dass sie so lange dafür gebraucht haben", kommentierte Beykpour die Nachricht. Gut möglich also, dass es in Zukunft mehrere Audio-Apps geben wird.

06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht