Donnerstag, 29. August 2019Der Tag

mit Heidi Ulrich
22:30 Uhr

Das war Donnerstag, der 29. August 2019

Liebe Leser,

zum Schluss schauen wir noch einmal kurz zum Fußball: Eintracht Frankfurt hat es in die Gruppenphase der Europa League geschafft. Frankfurt gewann das Rückspiel gegen Racing Straßburg mit 3:0. Das reicht, um die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel wettzumachen. Fußballtechnisch noch wichtig: die Champions-League-Gruppen wurden ausgelost und der BVB ist in einer Hammergruppe gelandet. Außerdem waren diese Meldungen heute wichtig oder besonders beliebt:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:08 Uhr

Mexikos Präsident im Palast heimlich gefilmt

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Andrés Manuel López Obrador.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Der mexikanische Präsident López Obrador ist nach eigenen Worten in seinem Amtssitz heimlich gefilmt worden. In einem Besprechungsraum sei eine versteckte, "winzig kleine" Kamera gefunden worden, sagte er. "Stellen Sie sich vor, sie haben uns in einem Konferenzraum gefilmt, hier im Palast." Er sei jedoch unbesorgt, sagte López Obrador. "Alles, was wir besprechen, ist vollkommen rechtmäßig und transparent. Es gibt nichts, was sie gegen uns in der Hand haben." Wen er hinter dem Spionageakt vermutet, sagte López Obrador nicht. Er hatte schon im Präsidentschaftswahlkampf beklagt, dass er und seine Familie ausspioniert worden seien. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit löste er einen landesweiten Geheimdienst auf. Der Regierung seines Vorgängers Peña Nieto wurde wiederholt vorgeworfen, Oppositionelle und Journalisten ausgespäht zu haben.

21:47 Uhr

Böhmermann will SPD-Chef werden - sagt er

Was macht Jan Böhmermann da wieder? Er sagt, dass er sich als SPD-Chef bewerben will. Willy Brandt sei ihm im Traum erschienen und habe ihm gesagt: "Du musst es machen, der Olaf (Scholz) ist 'ne Pfeife." Bis Sonntag können sich SPD-Mitglieder noch als Nachfolger von Andrea Nahles bewerben. Er müsse nur drei klitzekleine Herausforderungen meistern, sagte der Satiriker in einem Video: "1. Formell muss die Kandidatur für den Parteivorsitz bis Sonntag um 18 Uhr eingereicht sein. 2. Ich brauche bis dahin die Unterstützung von fünf SPD-Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband. 3. Ich brauche bis dahin eine gültige Mitgliedschaft in der SPD." Wird knapp.

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21:25 Uhr

Mikro noch offen: Jan Hofer redet über Geld

"Ich hab vorgestern eine Neubewertung meiner Immobilien bekommen durch die Bank", erzählt Nachrichtensprecher Jan Hofer während das Mikro noch an ist. "Warum arbeitest du hier noch?", fragt ihn sein Kollege Claus-Erich Boetzkes. Auch Gesprächsfetzen über Honorare konnten die Zuschauer auf dem Digitalkanal Tagesschau24 mitanhören. Die Panne passierte schon am 19. August bei der 15-Uhr-Sendung. "Dies war ein privates, nicht ernst gemeintes Gespräch, das wir nicht kommentieren", sagte eine NDR-Sprecherin dazu.

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20:54 Uhr

Brigitte Macron dankt Brasilianern

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Brigitte Macron.

(Foto: dpa)

Zwischen den Staatschefs von Frankreich und Brasilien hatte es rund um den G7-Gipfel mehrfach gekracht. Dabei ging es auch um die Frau von Emmanuel Macron - Brigitte Macron. Die "Première Dame" hat sich jetzt für die Unterstützung bedankt, die sie von vielen Brasilianern erhalten hat. Das habe sie sehr berührt, sagte sie. "Muito obrigada!" ("Vielen Dank")

Der Streit dreht sich um einen Facebook-Eintrag, in dem ein Nutzer eine unvorteilhafte Aufnahme der 66-Jährigen neben ein Bild der strahlenden 37-jährigen Gattin des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaros gestellt hatte. Dazu schrieb der Nutzer: "Versteht ihr jetzt, warum Macron Bolsonaro bedrängt?" Er wette, dass Macron neidisch sei. Der brasilianische Präsident kommentierte darunter, "demütige den Typen nicht". Der französische Präsident fand das "überaus respektlos". Inzwischen ist der Kommentar gelöscht.

20:40 Uhr

Ära Hoeneß endet

Uli Hoeneß kandidiert nach Ablauf seiner Amtszeit in drei Monaten nicht wieder als Präsident des FC Bayern München. Der 67-Jährige werde auch den Vorsitz im Aufsichtsrat niederlegen, aber in dem Kontrollgremium weiterhin Mitglied bleiben, erklärte der Verein. Als sein Nachfolger wurde der frühere Adidas-Chef Herbert Hainer vorgeschlagen.

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20:25 Uhr

Kalbitz will sich nicht an rechtes Camp erinnern können

Brandenburgs AfD-Vorsitzender Andreas Kalbitz will Erinnerungslücken haben. Nach Recherchen des RBB soll er schon 1993 an einem Sommerlager des rechtsextremen Vereins "Die Heimattreue Jugend" teilgenommen haben. Kalbitz sagt dazu, er könne sich nicht erinnern. "Das ist Wahlkampfgetöse, fast 30 Jahre her und auch deshalb persönlich nicht rekapitulierbar", sagte er. "Ich habe Bezüge aus der Vergangenheit offen eingeräumt und nehme für mich in Anspruch, auch eine persönliche Entwicklung durchlaufen zu haben", so der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am Sonntag. Kalbitz hatte zugegeben, dass er 2007 an einem Pfingstlager des Vereins "Heimattreue Deutsche Jugend" teilgenommen hatte, der zwei Jahre später vom Bundesinnenministerium verboten wurde.

19:46 Uhr

CL-Auslosung beschert BVB Hammergruppe

Zum Fußball: Die Partien für die Vorrunde der Champions League wurden ausgelost. Unter anderem trifft RB Leipzig auf Zenit St. Petersburg, Olympique Lyon und Benfica Lissabon.

  • Borussia Dortmund ist in einer Hammergruppe mit dem FC Barcelona, Inter Mailand und Slavia Prag.
  • Bayern München trifft auf Tottenham Hotspur, Olympiakos Piräus und Roter Stern Belgrad.
  • Bayer Leverkusen bekommt es mit Juventus Turin, Atletico Madrid und Lokomotive Moskau zu tun.

Und heute gibt's noch eine wichtige Fußball-Meldung: Die Uefa hat den Niederländer Virgil van Dijk vom FC Liverpool zu Europas Fußballer des Jahres gekürt. Die englische Nationalspielerin Lucy Bronze vom französischen Meister und Champions-League-Sieger Olympique Lyon ist Europas Fußballerin des Jahres.

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19:27 Uhr

NSU-Ausschuss sieht grobe Fehler der Behörden

Auch der zweite Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss hat die Sicherheitsbehörden scharf kritisiert. Der Landesverfassungsschutz habe sich zwar nicht direkt an Straftaten von Rechtsextremen beteiligt, doch er habe durch sein Verhalten solche Gesetzesverstöße begünstigt, heißt es im Wertungsteil des Abschlussberichtes. Dieser Wertungsteil wurde nach dpa-Informationen mit den Stimmen von Linken, SPD und Grünen angenommen. Die Vertreter von CDU und AfD stimmten nicht zu.

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Die Terroristen haben zehn Menschen ermordet.

(Foto: picture alliance/dpa)

In dem Bericht steht auch, dass einzelne Polizisten bei den Ermittlungen zur Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds grobe Fehler gemacht hätten. Zum Beispiel, als 2011 das Wohnmobil und die Leichen der Rechtsterroristen Uwe Mundlos undUwe Böhnhardt gefunden wurden. Der Leiter des Polizeieinsatzes habe das Wohnmobil noch vor dem Eintreffen der Spurensicherung betreten, dadurch seien Spuren beeinträchtigt oder vernichtet worden. "So geht man vielleicht mit einer Trophäe um, aber nicht mit einem Tatort."

18:50 Uhr

Guttenberg soll Haus in Niedersachsen haben

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KTG war 2011 zurückgetreten, nachdem herausgekommen war, dass er bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben hatte.

(Foto: imago/Spöttel Picture)

Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg soll sich einen Wohnsitz im Osnabrücker Land zugelegt haben. Das vermutet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und verweist auf den Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck. Der habe kürzlich erwähnt, dass Guttenberg einen neuen Wohnsitz im niedersächsischen Teil des Teutoburger Wald habe – nur wenige Kilometer von seinem eigenen entfernt. Es sei ein "offenes Geheimnis", dass Guttenberg eine ehemalige Hofstelle gekauft habe, hatte auch die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet. Guttenberg war nach der Plagiatsaffäre und seinem Rücktritt als Verteidigungsminister in die USA gezogen.

 

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18:32 Uhr

Schauspieler und Synchronsprecher Helmut Krauss ist tot

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Helmut Krauss sei jemand gewesen, der das Leben auch mitten in der stressigsten Arbeit zu genießen wusste, sagt das "Löwenzahn"-Team.

(Foto: dpa)

Der Schauspieler Helmut Krauss ist gestorben. Er wurde 78 Jahre alt. Krauss sei am Montag gestorben, hieß es vom ZDF. Krauss hatte seit 1981 in der ZDF-Sendung "Löwenzahn" mitgespielt. Die Zuschauer kannten ihn als den sympathischen Nachbarn Hermann Paschulke – erst von Hauptdarsteller Peter Lustig, später von Guido Hammesfahr. Krauss spielte auch in zahlreichen Fernsehfilmen mit, außerdem war er Kabarettist und hatte als Synchronsprecher gearbeitet. Seine Stimme lieh er unter anderem Marlon Brando und Samuel L. Jackson.

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18:17 Uhr

Hugh Grant beschimpft Boris Johnson

Und zwar unter anderem als "überschätztes Gummi-Badespielzeug". Wie viele andere Briten hat sich auch Hugh Grant über den neuen Premierminister aufgeregt, der gerade für eine Zwangspause des Parlaments gesorgt hat. "Du wirst die Zukunft meiner Kinder nicht versauen. Du wirst die Freiheiten nicht zerstören, die mein Großvater in zwei Weltkriegen verteidigt hat", twitterte der Schauspieler als Reaktion auf einen Tweet von Boris Johnson. Großbritannien sei von Johnson und seiner "kleinen Gang masturbierender Oberschüler" angewidert, so Grant.

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17:42 Uhr

Frau tötet Senior und kassiert Rente

Das alleine ist schon eine Meldung, hinzu kommt aber noch, dass die Frau nur wegen Betrugs verurteilt wurde. Die 62-Jährige muss nun für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Magdeburg hat sie verurteilt, weil sie über die Jahre fast 105.000 Euro Rente des Mannes eingeheimst hat. Sie hatte für den älteren Mann als Haushaltshilfe gearbeitet. Sie sagte, sie habe ihn 1995 mit einem Beil erschlagen, weil er sie vergewaltigen wollte. Die Leiche hatte sie im Keller seines Hauses im Harzort Rieder in Sachsen-Anhalt vergraben. Sein Tod fiel erst 2016 auf. Die Frau wurde auch wegen Totschlags angeklagt. Dieses Verfahren wurde aber eingestellt. Sie habe sich in einer Notwehrlage befunden, hieß es vom Gericht. Auch wegen unterlassener Hilfeleistung könne es keine Verurteilung geben, denn die ist verjährt.

17:18 Uhr

Domian kommt zurück ins Fernsehen

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Jürgen Domian.

(Foto: imago images / Future Image)

Während meiner Schulzeit war ich das ein oder andere Mal morgens richtig müde, weil ich nachts noch "Domian" geguckt hab. 21 Jahre gab's die Sendung von Jürgen Domian, bei der Menschen anrufen und ihre Geschichten erzählt haben. Ende 2016 hatte Domian dann genug von der Nachtarbeit. Jetzt kommt er aber mit einer neuen Sendung zurück ins Fernsehen. Vom WDR heißt es, er werde sich ab dem 8. November jeden Freitag im November neuen Geschichten öffnen - "live und ohne Tabus". Der Sender will nächste Woche mehr dazu sagen.

16:44 Uhr

Trump will größere Truppenzahl in Afghanistan lassen

Die USA und die Taliban verhandeln noch über den US-Truppenabzug aus Afghanistan, doch es könnte bald eine Einigung geben. Man stehe kurz davor, hatte es gestern von den Taliban geheißen. Allzu schnell dürfte der Abzug allerdings nicht passieren und Trump scheint auch keinen kompletten Abzug anzustreben. Bei Fox News sagte er, wenn es ein Friedensabkommen gibt, dann wolle er erstmal 8600 US-Soldaten in Afghanistan stationiert lassen. Danach werde weiter gesehen. Damit würden mehr als die Hälfte der derzeit etwa 14.000 in Afghanistan stationierten US-Soldaten dort bleiben. Trump sagte außerdem: "Wir werden immer eine Präsenz haben."

 

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16:23 Uhr

Verdächtiger kommt nach Gleis-Attacke in Psychiatrie

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Blumen, Kuscheltiere und Beleidsbekundungen am Gleis 7 des Hauptbahnhofs.

(Foto: dpa)

Der Mann, der mutmaßlich eine Mutter und ihren Sohn am Frankfurter Hauptbahnhof vor einen einfahrenden Zug geschubst hat, kommt in die Psychiatrie. Der 40-Jährige sei eine "Gefahr für die Allgemeinheit", erklärte die Staatsanwaltschaft. Laut einem Sachverständigen leidet der Tatverdächtige "an einer Erkrankung aus dem schizophrenen Spektrum, nach gegenwärtigem Erkenntnisstand am ehesten an einer paranoiden Schizophrenie", so die Staatsanwaltschaft weiter. Es sei wahrscheinlich, dass er weitere Taten begehen würde. Bei der Attacke vor einem Monat wurde der achtjährige Junge getötet, seine Mutter konnte sich in letzter Sekunde retten. Eine ältere Frau, die er auch angegriffen haben soll, konnte sich in Sicherheit bringen ohne auf die Gleise zu stürzen.

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16:01 Uhr

Griechenland fordert Reparations-Gespräche mit Merkel

Der Zweite Weltkrieg liegt mittlerweile fast 75 Jahre zurück. Nicht nur Polen, auch Griechenland verlangt immer noch deutsche Entschädigungen. Das hat der neue griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis bei seinem Antrittsbesuch in Berlin betont.

  • Es handele sich um ein sensibles Thema für die Griechen, sagte Mitsotakis nach einem Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel.
  • Er verwies darauf, dass das griechische Parlament nach wie vor Verhandlungen darüber anstrebe.
  • Die griechische Vorgängerregierung hatte die Forderung unterstützt. Es geht um mehrere Milliarden Euro.
  • Die Bundesregierung hält die Forderung für unbegründet. Ein Bundestagsgutachten hatte der griechischen Regierung im Juli aber neuen Aufwind gegeben.
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15:37 Uhr

Verfeindete Familien prügeln sich bei Einschulung

Ungewöhnliche Einschulung in Nordrhein-Westfalen: In Unna haben zwei verfeindete Familien den festlichen Anlass für eine zünftige Schlägerei genutzt. Anlass soll ein Bild gewesen sein.

  • "Irgendjemand hat wohl ein Foto gemacht, das anderen nicht passte", sagt eine Polizeisprecherin.
  • Demnach waren 73 angehende Schulkinder anwesend, als sieben Personen zu Stangen oder Turnstäben griffen.
  • Drei Streithähne kamen verletzt ins Krankenhaus.
  • Einige Schulen haben das Fotografieren aus Datenschutzgründen bei eingeschränkt. In den letzten Tagen gab es deshalb bei mehreren Einschulungen teils hitzige Diskussionen.

 

15:07 Uhr

Taucher erkunden Packeis-Wrack der "HMS Terror"

Am 19. Mai 1845 bricht die "HMS Terror" gemeinsam mit der "HMS Erebus" auf, um erstmals die Nordwestpassage vollständig zu durchsegeln. Die als Franklin-Expedition bekannte Forschungsreise endet katastrophal. Jetzt erhoffen sich Forscher neue Erkenntnisse über das Schicksal der Crews.

14:43 Uhr

Gericht bestätigt Fraktionsausschluss von Sayn-Wittgenstein

Der Ausschluss von Doris von Sayn-Wittgenstein aus der AfD-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag ist rechtens. Das hat das Landesverfassungsgericht einstimmig entschieden.

  • Sayn-Wittgenstein sei nicht in ihren Abgeordnetenrechten verletzt worden, das Verfahren halte der verfassungsrechtlichen Überprüfung stand, heißt es.
  • Die 64-Jährige hatte 2014 für einen Verein geworben, der seit 2015 auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD steht und als rechtsextremistisch gilt.
  • Dies wurde in einem Presseartikel am 28. November 2018 öffentlich bekannt. Wenig später wurde Sayn-Wittgenstein aus ihrer Fraktion ausgeschlossen.
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14:25 Uhr

Umweltschützer wollen London-Heathrow lahmlegen

Fliegen ist wahnsinnig umweltschädlich. Was also tun? Britische Klima-Aktivisten wollen den größten Flughafen Europas lahmlegen: London-Heathrow.

  • Die Umweltschützer wollen ab Mitte September Spielzeugdrohnen in der Nähe des Flughafens aufsteigen lassen, um den Flugverkehr zu blockieren.
  • Demnach sollen die Flughafen-Betreiber eine Stunde Vorwarnzeit erhalten, um Starts und Landungen absagen zu können.
  • "Die Untätigkeit der Regierung beim Klimawandel und die drohende Katastrophe einer Flughafen-Erweiterung lassen uns keine Wahl", sagt die Gruppe, die sich selbst "Heathrow Pause" nennt.
  • Die Flughafen-Betreiber nennen den Plan illegal und kontraproduktiv. Sie haben nach eigenen Angaben einen Notfallplan aufgestellt, um den Weiterbetrieb sicherzustellen.

13:53 Uhr

15-Jähriger begeht Fahrerflucht - doch übersieht etwas

Wenn man 15 Jahre alt ist und keinen Führerschein besitzt (was ja Hand in Hand geht), sollte man besser nicht in der Öffentlichkeit Auto fahren. Wenn man aber doch Auto fährt, sollte man sich nicht erwischen lassen. Beides hat ein Jugendlicher aus Lippstadt nicht beherzigt. Laut Polizei schnappte er sich das Familienauto, um mit einem Freund eine Spritztour zu machen.

Dumm nur, dass sie dabei einen Unfall bauten. Beim Rückwärtsfahren stieß der junge Fahrer so heftig an ein parkendes Auto, dass seine Stoßstange abfiel - samt Kennzeichen. Der 15-Jährige flüchtete nach dem Unfall und stellte das Familienauto einfach wieder zu Hause ab. Anhand des Kennzeichens konnte die Polizei den Halter des Autos jedoch schnell ermitteln. Wenig später erschien der Vater mit seinem Sohn an der Unfallstelle. Der entstandene Schaden soll bei etwa 6000 Euro liegen.

13:36 Uhr

IPCC sagt 280 Millionen neue Flüchtlinge voraus

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Überschwemmungen in Indonesiens Hauptstadt Jakarta - die Millionenmetropole droht mit dem steigenden Meeresspiegel zu versinken.

(Foto: imago/Xinhua)

Die Hiobsbotschaften rund um den Klimawandel reißen nicht ab. Nun hat der Weltklimarat IPCC ermittelt, was ein steigender Meeresspiegel für die Menschen in niedrig liegenden Millionenstädten bedeuten würde. Ihr Ergebnis: Bis 2050 würden sich 280 Millionen Menschen auf die Flucht vor dem Wasser machen.

Grundlage der Berechnung ist eine Erderwärmung von höchstens zwei Grad Celsius. Das geht aus einem Entwurf eines Sonderberichts über die Ozeane und die weltweiten Eisvorkommen hervor. Demnach würden niedrig liegende Millionenstädte bis zum Jahr 2050 selbst bei optimistischen C02-Schätzungen jedes Jahr "extreme Meeresspiegel-Ereignisse" wie Wirbelstürme und Überschwemmungen erleben.

Indonesien plant aus diesem Grund bereits, die Millionenmetropole Jakarta als Hauptstadt aufzugeben - 40 Prozent ihrer Fläche befindet sich inzwischen unter dem Meeresspiegel

13:03 Uhr

Riesenhai vor der Küste Dänemarks gesichtet

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Die Nordsee gehört zum Verbreitungsgebiet des Riesenhais (Cetorhinus maximus). Allerdings wird er dort nicht sehr häufig gesichtet.

(Foto: imago)

Einem Hai zu begegnen kann toll sein, wenn man darauf vorbereitet ist. Unverhoffte Begegnungen mit Haien hingegen können eher gemischte Gefühle hervorrufen - vor allem, wenn es sich um sehr große Exemplare handelt. Gut, wenn man in sicherem Abstand bleiben kann, wie Arbeiter auf einer Bohrplattform in der Nordsee vor Dänemark.

Die Männer haben im Wasser einen Riesenhai entdeckt. Ein vom dänischen Fernsehsender TV2 veröffentlichtes Video zeigt, wie der Hai vor der Plattform Syd Arne schwamm. "Ich wäre fast vom Stuhl gefallen, als ich das Video gesehen habe", sagte der Meeresbiologe Jens Peder Jeppesen dem Sender. Er habe noch nie einen Riesenhai von dieser Größe in Gewässern Dänemarks gesehen. Nach TV2-Angaben war er schätzungsweise acht Meter lang. Allerdings sind Riesenhaie für Menschen weitestgehend ungefährlich, da sie sich nur von Plankton ernähren.

12:39 Uhr

Mord an Rucksack-Touristen - Todesurteile in Thailand

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Die beiden Verurteilten bestreiten die Taten.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Wegen der Morde an zwei britischen Rucksack-Touristen in Thailand sind zwei Wanderarbeiter aus Myanmar zum Tode verurteilt worden. Der oberste Gerichtshof in Bangkok bestätigte einen Schuldspruch aus erster Instanz. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die beiden Wanderarbeiter aus Myanmar im September 2014 auf der beliebten Urlauberinsel Koh Tao die 23-jährige Frau und den 24-jährigen Mann töteten. Beide Angeklagten bestreiten nach zwischenzeitlichen Geständnissen die Tat.

Allerdings ist der Prozess umstritten. Die zwei Myanmarer - heute 26 Jahre alt - hatten auf der Insel als Servicekräfte gearbeitet. Auf ihre Spur kam die Polizei durch Überwachungskameras, die sie in der Nähe des Tatorts zeigen. Ihre Verteidiger behaupten, dass sie gefoltert wurden, um die Geständnisse zu erzwingen. Zudem sollen Beweise manipuliert worden sein. Die Behörden weisen dies zurück.

11:55 Uhr

USA verüben Cyberangriff auf den Iran

Die USA haben in der "Tankerkrise" laut einem Medienbericht militärische Computersysteme des Iran mit einer Cyberattacke lahmgelegt. Der Angriff auf Kommunikationsnetze der Iranischen Revolutionsgarden sei bereits am 20. Juni erfolgt, berichtete die "New York Times".

Mit der Cyberattacke habe die US-Regierung iranische Angriffe auf den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus verhindern wollen. Nach Angaben der Zeitung arbeitet der Iran noch immer daran, seine digitale Infrastruktur vollständig wiederherzustellen.

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Die Cyberattacke sollte iranische Angriffe auf Schiffe verhindern.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

 

11:42 Uhr

Nacktbilder von Kindern in Köln ausgestellt

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Auch auf die Kontroverse um das Caravaggio-Gemälde "Amor als Sieger" beziehen sich die Künstler der Frankfurter Hauptschule.

Sie zeigen Bilder von nackten Kindern, um gegen Zensur zu protestieren: Das Künstlerkollektiv Frankfurter Hauptschule zeigt seit Mittwochabend in einer Kölner Galerie Arbeiten, die auf Nacktfotos aus ihrer Kinderzeit basieren. Die Werke reichen von Skulpturen über Videoarbeiten bis zu Installationen.

Wegen der Darstellung von Nacktheit seien auf Facebook unter anderem ein Bild der 30.000 Jahre alten "Venus von Willendorf" und das 1866 entstandene Gemälde "Ursprung der Welt" von Gustave Courbet - es zeigt eine Frau mit geöffneten Schenkeln - gelöscht worden.

Facebook sei aber bei Weitem nicht der einzige Zensor: So erinnerte das Künstlerkollektiv daran, dass Bürger 2014 in einem offenen Brief die Entfernung des Caravaggio-Gemäldes "Amor als Sieger" gefordert hatten, weil die Darstellung des nackten Jungen "zweifellos der Erregung des Betrachters" diene.

11:24 Uhr

Warnung aus Indien: Pakistanische Kommandos auf dem Weg

Eskaliert der jüngste Konflikt zwischen Indien und Pakistan? Jedenfalls deuten Berichte aus Indien darauf hin: Laut indischen Medien hat die Küstenwache des Landes Häfen in Alarmbereitschaft versetzt. Der Grund: Pakistanische Einheiten sollen nach indischen Geheimdienstinformationen auf dem Weg Richtung Indien sein.

Es handele sich dabei auch um pakistanische Kampftaucher. Alle Häfen des indischen Bundesstaats Gujarat, der an Pakistan grenzt, sind den Berichten zufolge vor der Gefahr gewarnt worden. Schiffsführer sollten höchste Sicherheitsmaßnahmen ergreifen und wachsam sein.

10:53 Uhr

Illegales Rennen auf A96 - Raser verprügeln Autofahrer

Sie wollten ein illegales Autorennen veranstalten, er war ihnen offenbar im Weg: Ein Raser hat zusammen mit seinem Beifahrer einen unbeteiligten Autofahrer verprügelt. Das Ganze ereignete sich auf der bayerischen Autobahn 96 nahe Buchloe im Landkreis Ostallgäu. Was war passiert?

Die Polizei schildert die Geschehnisse wie folgt: Die beiden Angreifer hatten sich mit den Fahrern von drei weiteren Autos aus der Schweiz ein verbotenes Autorennen geliefert. Bei ihren gefährlichen Manövern war der 38-Jährige mit seinem Wagen den Rasern offenbar im Weg. Sie fuhren dicht auf ihn auf.

Als das Opfer die Autobahn verließ, verfolgte einer der Raser den Mann auf eine Bundesstraße, überholte ihn und bremste ihn laut Polizei aus. Der Fahrer und sein Beifahrer stiegen aus und schlugen ohne Vorwarnung auf den 38-Jährigen ein. Ein Zeuge filmte mit seinem Handy die Schlägerei.

10:38 Uhr

Italien bekommt eine neue Regierung

In Italien ist der bisherige Ministerpräsident Giuseppe Conte erneut mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Dies teilte ein Präsidentensprecher mit. Am Mittwoch hatten sich die populistische Fünf-Sterne-Bewegung und die sozialdemokratische Oppositionspartei PD auf die Bildung einer Regierungskoalition unter Führung von Conte geeinigt.

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10:35 Uhr

China bringt neue Truppen nach Hongkong

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Dass in Hongkong Einheiten der Volksbefreiungsarmee stationiert sind, ist kein Geheimnis. Nach dem Abschied der Briten 1997 zog Chinas Militär ganz offiziell mit einer eigenen Garnison in die Stadt ein.

(Foto: REUTERS)

Anscheinend ein ganz normaler Vorgang - oder doch nicht? Chinas Militär hat laut Berichten staatlicher Medien in der Nacht zum Donnerstag seine jährliche "Truppenrotation" in Hongkong abgeschlossen. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua zeigte Bilder von gepanzerten Fahrzeugen, die in der Dunkelheit die Grenze in die chinesische Sonderverwaltungszone überquerten. Demnach war es seit der Rückgabe der ehemaligen Kronkolonie 1997 das 22. Mal, dass die chinesischen Truppen in Hongkong rotierten.

Auch im benachbarten Macau wurden demnach Einheiten ausgetauscht. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Proteste in der Finanzmetropole stehen chinesische Truppenbewegungen derzeit unter genauer Beobachtung.

10:06 Uhr

Trump lästert über Puerto Rico - Marc Anthony kontert

Bekannt ist US-Präsident Donald Trump dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen - was wiederum fast regelmäßig auf Widerspruch stößt. So auch bei seiner jüngsten Kritik an Puerto Rico - Trump bezeichnete das US-Außengebiet bei Twitter als "einen der korruptesten Orte der Welt". Sein Vorwurf: Die Regierung soll nach dem Hurrikan "Maria" im Jahr 2017 einen Großteil der Hilfszahlungen aus dem US-Kongress verschwendet haben.

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Auf sich beruhen lassen wollte dies nicht der US-Sänger Marc Anthony, der als Sohn puerto-ricanischer Eltern in den USA geboren wurde. Auf Twitter konterte er: "Wow, Mister was auch immer Sie sind. Wir alle haben gerade Ihren wirren Tweet über mein geliebtes Puerto Rico gelesen. Von einer grauenvollen Person wie Ihnen kommend ergibt das natürlich Sinn." Aber nicht nur in Polemik, sondern auch in inhaltlicher Kritik übte sich Anthony: Er fügte hinzu, Trump sei korrupt und unfähig, das Weiße Haus zu führen.

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09:40 Uhr

Verbotene Bilder im Chat? Ermittlungen gegen Polizisten

Erneut geht es um Bilder, welche die Gemüter erregen - aber anders als die Ansicht auf kopulierende Menschen (s. Meldung unten), sind Bilder mit rechtsextremen Inhalten mitunter strafbar. Das muss jetzt auch ein Polizist aus dem hessischen Mühlheim erfahren - die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den Mann aufgenommen.

Der Vorwurf: Er steht unter Verdacht, entsprechende Bilder in einem Chat verschickt zu haben, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Das sei ein Verstoß gegen Paragraf 86a, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, des Strafgesetzbuches.

Laut einem Bericht des Hessischen Rundfunks handelte es sich bei den Bildern unter anderem um einen in Fraktur geschriebenen "deutschen Weihnachtsgruß" mit einem Eisernen Kreuz und einem Banner mit den Kaiserreichs-Farben Schwarz-Weiß-Rot. Auf einem anderen Bild seien Weihnachtsplätzchen in Hakenkreuzform zu sehen. Die Fotos soll der Polizist demnach im Dezember 2016 an Kollegen verschickt haben.

09:14 Uhr

Webseite wirbt für Porno an zugemülltem Strand

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Fast jeder wird von sich behaupten, den Schutz der Natur vor Plastikmüll zu unterstützen. Fast niemand wird hingegen behaupten, Pornofilme zu gucken. Eine Symbiose der beiden Themen versucht nun die Porno-Webseite Pornhub: Sie kündigt den "schmutzigsten Film der Welt" an - nämlich ein Erwachsenenstreifen, der an einem vollgemüllten Badestrand spielt.

Der Gag dahinter: Wenn der Film auf der Webseite angeklickt wird, spendet das Unternehmen an die Organisation "Ocean Polymers", die sich dem Schutz der Weltmeere und Strände vor Plastikmüll verschrieben hat. Allerdings sollen die Sex-Szenen zunächst nicht zu sehen sein, da Müllberge den Strand versperren, berichtet das "Göttinger Tageblatt".

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08:42 Uhr

Crystal Meth zwischen Rinderhäuten entdeckt

Wohl wenige Kriminelle müssen mehr Fantasie entwickeln, als jene, die erfolgreich Dinge vorbei an den prüfenden Augen von Zollbeamten schmuggeln möchten. Und manchmal reicht selbst das nicht: Im Hafen von Sydney hat die australische Polizei fast eine Tonne der Droge Crystal Meth in einem Container mit Rinderhäuten sichergestellt.

Der Container kam aus Mexiko, wie die Bundespolizei mitteilte. Ein 42 Jahre alter Mexikaner, der Verbindung zu einem der großen mexikanischen Drogenkartelle haben soll, wurde in Melbourne verhaftet.

08:24 Uhr

Unfall an Ampel - Düsseldorfer Busfahrer bricht zusammen

In Düsseldorf hat ein Busfahrer während der Fahrt einen Kreislaufstillstand erlitten und bewusstlos einen Unfall verursacht. Wie die Feuerwehr mitteilte, überlebte der Mann dank der Wiederbelebungsmaßnahmen von Ersthelfern und Rettungskräften. Sein Linienbus war zuvor an einer Ampel auf fünf andere Autos aufgefahren, der Fahrer von einem dieser Wagen verletzte sich dadurch leicht.

08:14 Uhr
Breaking News

Regenwald in Gefahr - Brasilien verbietet Brandrodungen

Es könnte Hoffnung für den Regenwald in Brasilien geben. Angesichts der schweren Waldbrände im Amazonasgebiet hat Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro Medienberichten zufolge Brandrodungen für die Dauer von zwei Monaten verboten. Der ultrarechte Politiker unterzeichnete ein entsprechendes landesweit geltendes Dekret, wie mehrere Medien unter Berufung auf Regierungskreise berichteten. Das Dekret soll heute im Amtsblatt veröffentlicht werden. Es soll aber Ausnahmen von dem Rodungsverbot geben.

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07:59 Uhr

Furcht vor Gewalt - Polizei verbietet Großdemo in Hongkong

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Am vergangenen Wochenende kam es zu schweren gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Unter anderem wurde Tränengas gegen Protestierende eingesetzt.

(Foto: dpa)

Was passiert eigentlich in Hongkong? Seit Monaten gibt es Unruhen in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Die örtliche Polizei hat nun eine für Samstag geplante Großdemonstration verboten. Als Begründung seien Sicherheitsbedenken angegeben worden, teilten die Organisatoren mit. Am vergangenen Wochenende war es bei einer Demonstration zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern und der Polizei gekommen.

In einem Brief an die Organisatoren schrieb die Polizei nun, dass zu befürchten sei, dass Teilnehmer der für Samstag geplanten Demonstration "gewalttätige und destruktive Taten" begehen wollten. Demonstrierende hätten zuletzt "nicht nur Feuer gelegt und Straßensperren errichtet, sondern auch Benzinbomben, Stahlkugeln, Steine, lange Speere und verschiedene selbst gefertigte Waffen genutzt, um öffentliches Eigentum in großem Umfang zu zerstören und anderen Schaden anzurichten."

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07:27 Uhr

Sieben Menschen ertrinken bei Fußballspiel

Eine besonders tragische Meldung erreicht uns aus Marokko: Bei plötzlichen Überschwemmungen sind dort sieben Zuschauer eines Amateur-Fußballspiels ums Leben gekommen. Laut dem Fernsehsender RTL France soll es sich dabei um Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 17 Jahren handeln. Nach Angaben der Behörden setzte der Anstieg eines Flusses nach heftigen Regenfällen am Mittwoch einen Fußballplatz im Dorf Tizert im Süden des Landes unter Wasser.

Nach Angaben eines Augenzeugen wurden die Zuschauer, die Schutz in den Umkleideräumen gesucht hatten, von den Wassermassen fortgerissen. In den sozialen Netzwerken verbreitete Videos zeigten, wie schlammige Wassermassen den Fußballplatz binnen Minuten fluteten.

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07:14 Uhr

"Reise" in zerstörte syrische Städte möglich

Unfassbar viel Leid und Zerstörung haben die Bürgerkriege im Syrien und dem Irak gebracht. Allerdings ist das Ausmaß für Menschen im sicheren Europa oft schwer vorstellbar. Ändern könnte sich das mit einer Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn, die morgen eröffnet - denn sie bietet eine virtuelle Reise zu den durch Krieg verwüsteten Städten Mossul und Aleppo und zu der von der Terrormiliz IS zerstörten Ausgrabungsstätte Palmyra.

"Es sind Landschaften, die fast nicht mehr von unserem Planeten zu stammen scheinen", sagte der Intendant der Bundeskunsthalle, Rein Wolfs. Filme auf riesigen Leinwänden vermitteln das Ausmaß der Schäden, zeigen anhand von Animationen aber auch, wie die verlorenen Kulturdenkmäler wieder neu erstehen könnten.

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Die einst glanzvolle Umayyaden-Moschee in Aleppo ist im syrischen Bürgerkrieg stark zerstört worden.

(Foto: imago/Kyodo News)

 

07:04 Uhr

Helm von Darth Vader wird versteigert

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Böser geht's kaum - Maske und Helm der Figur Darth Vader zählen wohl zum markantesten Kostüm der Filmgeschichte.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Wer würde nicht gerne mal in die Rolle eines der größten Bösewichter der Filmgeschichte schlüpfen? Ab September gibt es für liquide Filmfans die Gelegenheit dazu: Der Helm und die Maske von "Star Wars"-Schurke Darth Vader aus dem Film "Das Imperium schlägt zurück" (1980) werden Ende September bei einer Versteigerung in Los Angeles angeboten, wie das Auktionshaus Profiles in History mitteilte.

Es handelt sich um einen der wenigen Helme, die während der Dreharbeiten von Schauspieler David Prowse getragen wurden. Der Schätzpreis liegt zwischen 250.000 und 450.000 Dollar. Das Auktionshaus geht davon aus, dass das Endergebnis noch höher ausfallen könnte.

06:45 Uhr

Riekes Rückspiegel am 29. August 2019

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Da ist dat Ding: Die erste deutsche "Micky Maus" ist heute eine gute Wertanlage.

(Foto: imago/Michael Schick)

Wussten Sie, dass … ein 17,5 mal 26,5 Zentimeter großes Comicheft heute vor 68 Jahren seinen Siegeszug durch die deutschen Kinderzimmer angetreten hat? Am 29. August 1951 erschien die deutschsprachige Erstausgabe der "Micky Maus".

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Das "Bunte Monatsheft" mit 32 Seiten wurde schnell so beliebt, dass es nur wenige Jahre später wöchentlich erschien. Mittlerweile läuft es nicht mehr so rund, die Verkaufszahlen sinken. Apropos Verkauf: Sammler sollen heute bereit sein, mehrere Tausend Euro für die "Micky Maus Nr.1" zu bezahlen - vor 68 Jahren mussten Micky-Liebhaber nur 75 Pfennig dafür löhnen. Seufz!

Wir gratulieren … Willi Landgraf, ehemaliges Fußball-Kampfschwein und Ruhrpott-Ikone, zum 51. Geburtstag. Ob sich der Rekordspieler der 2. Bundesliga zu seinem Ehrentag eine Currywurst mit Pommes Schranke genehmigt? Wir gönnen es ihm!

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Prost, Mr. 2. Liga!

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

06:30 Uhr

Schmale Gewitterfront zieht über Deutschland

 

Bereits in der Nacht sind im Westen und Nordwesten teils kräftige Schauer und Gewitter aufgezogen, die binnen kurzer Zeit schon mal um die 20 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter gebracht haben. Beispielsweise in Westerkappeln, Bocholt, Ibbenbüren oder in Mettingen-Schlickelde, die alle in Nordrhein-Westfalen liegen.

Björn Alexander

Björn Alexander

Und diese Gewitter breiten sich tagsüber mit der Gefahr von Unwettern durch Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen immer weiter ostwärts aus, während es dahinter später bereits wieder schöner und angenehmer wird. Denn zuvor ist es nochmals schwül-warm bis schwül-heiß bei 27 bis 32 Grad. Deutlich kühler geht es hingegen vom Niederrhein bis herauf an die Nordsee sowie an den ebenfalls rasch gewittrigen Alpen durch den Tag. Hier werden es nämlich maximal 22 bis 26 Grad.

Die weiteren Aussichten: morgen im Südosten noch letzte Gewitter. Sonst bleibt der Trend zur Wetterbesserung bestehen und setzt sich auch am Samstag fort, wenn uns wahrscheinlich der letzte deutschlandweite Hochsommertag erwartet. Am Sonntag - dem meteorologischen Herbstbeginn - sorgt nämlich die nächste Kaltfront von West nach Ost erst für schwere Gewitter und anschließend für eine nachhaltige Abkühlung.

Und das heißt für die Temperaturen: Freitag 22 bis 31, Samstag 25 bis 33 und am Sonntag 22 bis 32 Grad. In der kommenden Woche geht es unterdessen eher frühherbstlich bei meist 15 bis 22 Grad weiter. Zudem werden die Nächte ebenfalls merklich kühler.

Ihr Björn Alexander

06:17 Uhr

Das wird heute wichtig

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In Deutschland gehen derzeit großflächig Bäume ein. Grund sind vor allem Trockenstress und dadurch ausgelöste Folgeprobleme sowie Stürme, aber auch Waldbrände.

(Foto: imago images / Jan Eifert)

Die großen Themen der vergangenen Tage und Wochen dürften auch heute wieder für Schlagzeilen sogen. Allen voran der Klimawandel, gefolgt vom Handelskrieg zwischen den USA und China und nicht zu vergessen: die mutmaßliche Mission "No-Deal-Brexit" des britischen Premiers Boris Johnson.

Aber darüber hinaus gibt es noch weitere Themen, die heute wichtig werden:

  • Grassierendes Waldsterben: Bundesagrarministerin Klöckner berät mit Branchen- und Fachverbänden über Maßnahmen, um den Wald in Deutschland zu retten.
  • Gast in Berlin: Der neue griechische Regierungschef Mitsotakis macht seinen Antrittsbesuch bei Angela Merkel.
  • Flüchtlingsfrage: Die Regierungen von Frankreich und Großbritannien sprechen über den Umgang mit Flüchtlingen, die über den Ärmelkanal nach Großbritannien gelangen wollen.
  • Streit bei der AfD: Politikerin Sayn-Wittgenstein sieht sich durch den Rauswurf in ihren parlamentarischen Mitwirkungsrechten verletzt und verklagte ihre ehemaligen Fraktionskollegen von der AfD. Heute wird ein Gerichtsurteil dazu erwartet.

Ich wünsche Ihnen einen informativen Nachrichtentag und heiße Sie herzlich willkommen. Mein Name ist Kai Stoppel. Auf geht's!